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Der arthurische Tristan. Vergleich der Werke Hartmanns von Aue mit der Tristan-Erzählung Gottfrieds von Straßburg

Título: Der arthurische Tristan. Vergleich der Werke Hartmanns von Aue mit der Tristan-Erzählung Gottfrieds von Straßburg

Trabajo Escrito , 2015 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Theresa Krien (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Vor Jack und Rose gab es Romeo und Julia, aber noch einmal 400 Jahre davor entstand ein Text, der es mit seiner Dramatik und seiner literarischen Ausführung um ein Liebespaar ohne Weiteres mit Shakespeare oder der Verfilmung von Titanic aufnehmen kann.

Die Rede ist von „Tristan“, dem um 1200 entstandenen wichtigsten Werk von Gottfried von Straßburg. Zu vielen Besonderheiten des Werkes gibt es bereits eine Fülle an Forschungsliteratur. Angefangen vom Tabubruch des Ehebruches bis hin zu Spekulationen über das Ende des von Gottfrieds unvollendeten Werkes.

Doch diese Arbeit nimmt einen bisher weniger beachteten Bereich als Betrachtungsgegenstand. Hartman von Aue, ein Zeitgenosse Gottfrieds und ebenfalls einer der bedeutendsten Dichter seiner Zeit, schrieb zur ungefähr gleichen Zeit die wichtigsten deutschen Artusromane „Iwein“ und „Erec“. Nun könnten beide Autoren einzeln betrachtet werden, aber das genaue Gegenteil ist die Idee hinter dieser Arbeit. Wie viel Artusroman steckt in der Tristan-Erzählung von Gottfried von Straßburg?

Warum sich diese Frage überhaupt stellt, ist einleuchtend: So ist Tristan in allen Artusromanen ein Teil der Tafelrunde, er tritt dort als Ritter neben u.a. Lancelot auf. Daher ist im Umkehrschluss eigentlich zu erwarten, dass der Artushof auch im „Tristan“ eine entscheidende Rolle spielt; dem ist aber nicht so. Die zweite Begründung für die Fragestellung liefert Gottfried selbst, indem er Hartman als sein großes Vorbild bezeichnet und ihn über alle Maßen lobt.

Logisch wäre es dann, einen nach Hartmans Vorbild aufgebauten Artusroman zu erwarten, aber genau das liefert Gottfried nicht. Er hat die besten Voraussetzungen, seinem „Tristan“ etwas arthurisches zu verleihen, ja sein Werk scheint wie schon ausgeführt prädestiniert dafür. Da es auf den ersten Blick allerdings so wirkt, als würde sich der „Tristan“ vollkommen vom Artushof abwenden, möchte diese Arbeit untersuchen, ob es wirklich der Fall ist oder ob nicht doch etwas arthurischen im ‚Tristan‘ steckt. Um diese Frage zu beantworten, wird die Arbeit zunächst einen kurzen Blick auf die Dichter und ihre Texte werfen. Den Hauptteil bildet dann eine Gegenüberstellung der Handlungsstrukturmodelle des „Tristan“ und der Werke Hartmanns.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Der Dichter und seine Zeit

2.1 Gottfried von Straßburg

2.2 Hartman von Aue

3) Der arthurische Tristan

3.1 Das arthurische Handlungsstrukturmodell

3.2 Tristans Entführung als erste âventiure?

3.3 Die beiden Irlandfahrten

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit Gottfried von Straßburgs „Tristan“ dem arthurischen Handlungsstrukturmodell folgt und ob Tristan als Ritter im arthurischen Sinne klassifiziert werden kann. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob sich der „Tristan“ vom Artushof abwendet oder ob arthurische Strukturen gezielt eingebaut und wieder aufgelöst werden.

  • Vergleich der Handlungsstrukturmodelle: Doppelweg-Modell bei Hartmann von Aue vs. „Tristan“
  • Analyse der Rolle von „âventiure“ und „minne“
  • Untersuchung von Tristans Irlandfahrten und deren arthurischem Potenzial
  • Die bewusste Auflösung arthurischer Muster zugunsten der „minne“

Auszug aus dem Buch

3.1 Das arthurische Handlungsstrukturmodell

Für einen Vergleich der drei vorgestellten Werke gibt es mehrere Herangehensweisen. Für diese Arbeit jedoch wurde der Schwerpunkt auf die Handlungsstruktur gelegt, da ein Vergleich hier am vielversprechendsten ist. Beide Werke Hartmanns haben das gleiche Handlungsstrukturmodell, in der Forschung bekannt als der sogenannte „Doppelweg“. Was darunter zu verstehen ist wird deutlich bei der Betrachtung der Handlung:

Der Ritter, in den hier betrachteten Werken, entweder Iwein oder Erec, zieht aus um für sich selbst oder für einen Freund zu kämpfen, seine êre bzw. die des Artushofes wieder herzustellen. Dieses Ausziehen zu einer ersten âventiure setzt natürlich eine vorangegangene Kränkung der êre voraus. Dies spielt sich alles im Rahmen des Artushofes ab. Die âventiure wird dabei als eine gefahrvolle Fahrt in die dunkle Gegenwelt des Artushof dargestellt. Auf dieser ersten âventiure Fahrt finden die Ritter nicht nur genügend Gelegenheit sich zu beweisen, sondern finden zudem die minne. Mit der wiederhergestellten êre und mit einer Frau an der Hand kehren die Helden an den Artushof zurück. Damit sind der Höhepunkt der Handlung und das Ende der ersten âventiure erreicht. Durch ein selbstverschuldetes Fehlverhalten, Irwein kehrt nicht nach einem Jahr, wie er es versprochen hatte, zu seiner Laudine zurück und Erec ist so in der minne gefangen, dass er seine ritterlichen Pflichten vernachlässigt und zum Gespött seines Hofes wird, verlieren beide Ritter ihre êre erneut und sind gezwungen diese durch eine neue âventiure wieder herzustellen. Beide erkennen ihre Schuld und ziehen freiwillig aus. Wieder steht der Artushof als Abschluss und bildet das glückliche Ende beider Romane.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung legt die Fragestellung dar, inwieweit Gottfried von Straßburgs Werk arthurische Strukturen nutzt, obwohl es sich formal vom klassischen Artusroman abgrenzt.

2) Der Dichter und seine Zeit: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über Gottfried von Straßburg und Hartman von Aue sowie deren literarischen Hintergrund.

3) Der arthurische Tristan: Das Hauptkapitel analysiert die Handlungsstrukturen, die Entführung Tristans und die Irlandfahrten auf ihre Übereinstimmung mit dem arthurischen Doppelweg-Modell.

Schlüsselwörter

Tristan, Gottfried von Straßburg, Hartmann von Aue, Artusroman, Mittelalter, Doppelweg, âventiure, minne, êre, Handlungsstruktur, Literaturwissenschaft, Iwein, Erec, Rittertum, höfische Dichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Gottfried von Straßburgs „Tristan“ zur zeitgenössischen arthurischen Dichtung von Hartmann von Aue.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die literarische Handlungsstruktur, das Konzept des „Doppelwegs“, die Rolle des Artushofes und die Bedeutung von „minne“ gegenüber „âventiure“.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Es wird untersucht, ob Tristan ein arthurischer Ritter ist und inwieweit der „Tristan“ als Artusroman kategorisiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende Literaturanalyse, bei der die Handlungsstrukturmodelle von Hartmanns „Erec“ und „Iwein“ denen von Gottfrieds „Tristan“ gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse des arthurischen Strukturmodells, der Interpretation der Entführung Tristans und der Einordnung der Irlandfahrten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „âventiure“, „minne“, „êre“, „Doppelweg“ und „Artushof“ definiert.

Warum wird die „Tristan“-Erzählung nicht als klassischer Artusroman eingestuft?

Obwohl Tristan arthurische Rollen übernimmt, erfüllt er das strukturgebende „Doppelweg“-Schema nicht, da er nicht als klassischer Artusritter agiert.

Welche Bedeutung kommt der Minnegrotte am Ende der Arbeit zu?

Die Minnegrotte wird als ein Refugium identifiziert, das die ideale arthurische Welt des Artushofes ersetzt und die Überlegenheit der „minne“ demonstriert.

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Detalles

Título
Der arthurische Tristan. Vergleich der Werke Hartmanns von Aue mit der Tristan-Erzählung Gottfrieds von Straßburg
Universidad
Martin Luther University
Calificación
1,7
Autor
Theresa Krien (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
17
No. de catálogo
V343703
ISBN (Ebook)
9783668336964
ISBN (Libro)
9783668336971
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tristan Arthuer Ritter Arthurliteratur höfische Literatur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Theresa Krien (Autor), 2015, Der arthurische Tristan. Vergleich der Werke Hartmanns von Aue mit der Tristan-Erzählung Gottfrieds von Straßburg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343703
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