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Die Überzeugungen der Tiere. Bemerkungen zum Begriff

Título: Die Überzeugungen der Tiere. Bemerkungen zum Begriff

Trabajo , 2016 , 17 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Johann Stefan Tschemernjak (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Wir neigen dazu, uns den Kopf darüber zu zerbrechen, wo wir Tiere in unserem System zwischen den unvernünftigen Pflanzen und den mit Geist ausgestatteten Menschen einordnen sollen. Unsere Einstellung dazu scheint in vielen Bereichen von größter Wichtigkeit zu sein.

Denken ist eine Fähigkeit, welche nur Lebewesen zukommt, die einen Geist besitzen. Dieser Geist steuert die Handlungen des Lebewesens und tritt in verschiedensten Abstufungen auf. Was aber sind die wichtigsten Kriterien für den menschlichen Geist?

Zum Geist gehören Bewusstsein, also das Sich-Selbst-Bewusstsein von beispielsweise Schmerz, intentionale Zustände, wie Etwas zu erwarten oder sich Etwas zu wünschen und ebenso logisches und begriffliches Denken. Kommen einige oder alle diese Dimensionen auch dem tierischen Geist zu?

Jedem Lebewesen kommt seine eigene Version von Geist zu und somit verändert sich die Frage danach, ob Tiere einen Geist haben. Eine reflektiertere Frage lautet: „Welches Tier besitzt welche Art von Geist?“

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Hinführung

II. Sprache und Denken

III. Davidsons rationale Lebewesen

IV. Der Begriff der Überzeugung bei Stephen Stich

V. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung, ob Tieren ein Geist und damit die Fähigkeit zu Überzeugungen zugeschrieben werden kann. Dabei wird insbesondere die These diskutiert, dass Denken und Rationalität untrennbar mit Sprachfähigkeit verbunden sind, wobei die Positionen von Donald Davidson und Stephen Stich im Zentrum der Analyse stehen.

  • Verbindung von Sprache und Denken
  • Rationale Kriterien für einen Geist
  • Propositionale Einstellungen bei Tieren
  • Die Rolle der sozialen Interaktion und objektiver Wahrheit
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Zuschreibung von Geisteszuständen

Auszug aus dem Buch

III. Davidsons rationale Lebewesen

Donald Davidson (1917-2003) vertritt in seinem 1982 veröffentlichtem Aufsatz: „Rational Animals“ die Position, dass Rationalität eine notwendige Bedingung dafür ist, das Denken, Sprechen und Handeln, Dritter interpretieren, bzw. verstehen zu können. Ferner ist Rationalität ein wichtiges Kriterium für die Frage, ob wir einem Subjekt überhaupt einen Geist zusprechen können. Ich werde nun versuchen Davidsons These, sowie Argumentation darzulegen und anschließend untersuchen ob seine Ausführungen plausibel sind.

Davidson vertritt in seinem Essay die Ansicht, dass es - de re - keinen Grund gibt, Tieren propositionale Einstellungen und, dem vorgelagert, ebenso wenig das Verfügen über Begriffe zuzuschreiben. Vorgelagert deswegen, da es, Davidsons Argumentation folgend, nur jenen Subjekten möglich ist propositionale Einstellungen zu haben, welche über den Begriff von Überzeugungen verfügen.

Wenn wir darüber sprechen, Lebewesen einen Geist zuzuschreiben, sollten wir mit unseren Überlegungen bei den Pflanzen beginnen. Hier scheint es, für Davidson, offensichtlich zu sein, dass diesen keinerlei rationales Verhalten, und daher kein Geist zuzuschreiben ist. Das (komplexe) pflanzliche Verhalten einer Sonnenblume, welche sich der Sonne zuwendet ist der genetischen Anlage, sowie den Umweltbedingungen geschuldet. Das Hindrehen zur Sonne geschieht also auf Basis eines Reiz-Reaktion Verhaltens, welches genetisch bedingt ist. Dieses Verhalten darf nicht als Geistesleistung verstanden werden, so Davidson.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Hinführung: Das Kapitel führt in die philosophische Debatte über das Denken von Tieren ein und grenzt die Fragestellung durch die Untersuchung der Vernunftfähigkeit des Menschen gegenüber Pflanzen und Tieren ab.

II. Sprache und Denken: Hier wird die These beleuchtet, dass Denken notwendigerweise an Sprachfähigkeit geknüpft ist, wobei die Komplexität mentaler Zustände als notwendiges Kriterium für Sprachbegabung identifiziert wird.

III. Davidsons rationale Lebewesen: Dieses Kapitel analysiert Donald Davidsons Argumentation, wonach Rationalität und der Besitz propositionaler Einstellungen (die ein Netz von Überzeugungen voraussetzen) zwingende Voraussetzungen für Geisteszustände sind.

IV. Der Begriff der Überzeugung bei Stephen Stich: Der Fokus liegt auf der kritischen Weiterführung von Davidsons Thesen durch Stephen Stich, insbesondere im Hinblick auf die Zuschreibung von Gehalten zu Überzeugungen bei Tieren.

V. Schluss: Das Fazit fasst die philosophischen Positionen zusammen und bekräftigt die Ansicht, dass Tiere zwar über einfache geistige Fähigkeiten, jedoch nicht über Rationalität im Sinne komplexer propositionaler Einstellungen verfügen.

Schlüsselwörter

Philosophie, Geist, Tiere, Denken, Rationalität, Sprache, Überzeugung, Propositionale Einstellungen, Donald Davidson, Stephen Stich, Intentionalität, Wahrheitswert, Bewusstsein, Anthropomorphismus, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Frage, ob Tiere denken können und ob man ihnen einen Geist sowie Überzeugungen zuschreiben darf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung menschlicher und tierischer Intelligenz, das Verhältnis von Sprache und Denken sowie die Definition von Rationalität und intentionalen Zuständen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Thesen von Donald Davidson und Stephen Stich zu untersuchen, um zu klären, ob das Fehlen von Sprache bei Tieren deren Ausschluss aus der Kategorie des „Denkens“ rechtfertigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die analytische Philosophie, um Begriffe zu klären und Argumentationsketten prominenter Philosophen auf ihre Konsistenz und Plausibilität zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die notwendigen Bedingungen für Rationalität, der Zusammenhang zwischen Sprache und Begriffsbildung sowie die Problematik der Zuschreibung von Überzeugungsgehalten detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rationalität, propositionale Einstellungen, Intentionalität, Sprachfähigkeit und philosophische Geistestheorie charakterisiert.

Warum spielt das Argument der "Sprachfähigkeit" eine so große Rolle für die Autoren?

Laut Davidson und anderen ist Sprache notwendig, um komplexe Gedanken zu formulieren und diese hinsichtlich ihres Wahrheitswertes in einer objektiven Welt zu prüfen.

Wie geht die Arbeit mit dem Problem der "Anthropomorphismus-Gefahr" um?

Die Arbeit diskutiert diese Gefahr als methodisches Problem, wobei die Autoren versuchen, tierisches Verhalten durch sparsame Erklärungsmodelle von menschlichem Verhalten zu distanzieren.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der "Überzeugungen von Tieren"?

Der Autor stimmt der Auffassung zu, dass Tiere mangels Sprachbeherrschung und Begriffsbildung keine komplexen propositionalen Einstellungen haben, die unter die Kategorie des menschlichen Denkens fallen.

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Detalles

Título
Die Überzeugungen der Tiere. Bemerkungen zum Begriff
Universidad
Klagenfurt University  (Philosophie)
Curso
Geist der Tiere
Calificación
1
Autor
Johann Stefan Tschemernjak (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V343771
ISBN (Ebook)
9783668340381
ISBN (Libro)
9783668340398
Idioma
Alemán
Etiqueta
geist mind philosophy of min philosophy of language Perzeption Überzeugungen sprache syntax tiere rational animals Rationalität Aristoteles stich davidson
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johann Stefan Tschemernjak (Autor), 2016, Die Überzeugungen der Tiere. Bemerkungen zum Begriff, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343771
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