Exzerpte zur Literatur des Seminars "Eine kurze Geschichte der Reflexivität in der Soziologie"


Ausarbeitung, 2009
22 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Reflexivität als Theoriekomponente
1.1 Elena Esposito über die Chancen von Reflexionsproblemen in der modernen Gesellschaft
1.1 Dirk Baecker über einen Kulturbegriff des Vergleichens

2 Reflexivität als methodologische Herausforderung
2.1 Gunter Falk und Heinz Steinert: Konzept einer reflexiven Soziologie
2.2 Bruno Latour: Eine Kritik bzw. Alternative zur Distanzierung von Erklärung und Realität
2.3 Pierre Bourdieu und Loic Wacquant über Reflexivität wissenschaftlicher Vorverständnisse
2.4 Heidrun Friese und Peter Wagner zu Reflexionen auf der Ebene von Relationen intellektueller Theorien

3 Reflexivität in der Zeitdiagnose
3.1 James Clifford über Reflexivität in ethnographischen Texten
3.2 Frances E. Mascia Lees, Patricia Sharpe und Colleen Ballerino Cohen: Argumentationen für einen Bezug zur Feministischen Theorie als Wegweiser zu einer reflexiven Anthropologie
3.3 Anthony Giddens, Ulrich Beck und Christoph Lau über Reflexivität in der modernen Gesellschaft
3.4 Weiterentwicklungen und Überlegungen zu Bourdieus Konzept der Reflexivität von Johan Heilbron und Tim May

4 Literatur

0 Einleitung

Der Begriff der Reflexivität besitzt in der Soziologie weit mehr Bedeutungen, als eines von vielen Postulaten qualitativer Sozialforschung zu sein. Wobei das methodologische Verständnis von Reflexivität wiederum mehrere Facetten hat. Die verschiedenen Bedeutungen wie Verwendungen oder auch Verständnisse von Reflexivität waren Gegenstand des Seminars „Eine kurze Geschichte der Reflexivität in der Soziologie“ sowie der Faden, der sich durch die im Folgenden besprochene Literatur zieht.

Niklas Luhmann integrierte den Begriff der Reflexivität in sein Theoriegebäude der Systemtheorie. Ausgehend davon, dass soziale Systeme als selbstreferenzielle Objekte beobachtbar sind, weil deren Operationen unter anderem auf jene selbst bezogen sind, bezeichnet Luhmann Reflexivität als eine Form der Selbstreferenz. Reflexivität in diesem Sinne ist erforderlich, um im zeitlichen Ablauf von Prozessen dessen Elementarereignisse in einen umfassenderen Sinnzusammenhang zu setzen. Und um diese Reflexivität erreichen zu können, muss nach Luhmann beispielsweise in einem Kommunikationsprozess mit Kommunikation wieder in den Prozess eingetreten werden.

Aus Luhmanns Systemtheorie stammt auch die Idee der doppelten Kontingenz, die Offenheit der Situationsentwicklung, welche Individuen in eine Kommunikation einsteigen ließe, um jene Kontingenz zu reduzieren. Diese Offenheit von Situationen, wie auch eine unbestimmte Zukunft, wird zumeist negativ beschrieben. Elena Esposito kritisiert die Fixierung auf Vermeidungsstrategien der Kontingenzerfahrung und fordert eine weitere Ebene der Beobachtung, in der die Beobachtung von Kontingenzen selbst beobachtet werden kann. Von diesem Schritt erwartet sie nämlich eine neue Betrachtung der Kontingenz als Ressource.

Mit dem Begriff der Kontingenzkultur möchte Dirk Baecker sein Verständnis des modernen Kulturbegriffs als Vergleichsbegriff darstellen, wodurch die Kultur eine reflektierende Eigenschaft erhält, bzw. Ergebnis eines reflektierenden Prozesses ist. Reflexivität könnte hier als Kulturkritik innerhalb des kulturellen System verstanden werden, wofür Baecker den Begriff der Kulturreflexion bevorzugt, um bewusst zu machen, dass eine kulturelle Beschreibung nur im Rahmen von Kulturen stattfinden kann.

Gunter Falk und Heinz Steinert beschäftigen sich mit der Reflexivität als methodologisches Konzept und formulieren eine „reflexive Soziologie“, die im wesentlichen von Forschenden fordert, die erlernte soziale Kompetenz zu reflektieren und als solche in die wissenschaftliche Arbeit einfließen zu lassen. Sie kritisieren damit vor allem die häufig unhinterfragte Übernahme sozialer Normen in die Forschungsarbeit.

Andere AutorInnen, wie beispielsweise Jacques Derrida, versuchen eine reflexive Schreibweise zu entwickeln, die Widersprüche thematisiert und die Mittel zur Schaffung von Autorität eines Textes kritisiert wie reduziert. Diese Tendenzen werden bei Bruno Latour wiederum Gegenstand der Kritik. Allgemeiner formuliert, hinterfragt Latour die gängige Form wissenschaftlicher Erklärungen, bei der eine fundamentale Trennung zwischen Realität und Erkenntnis stattfindet. Der Akt der Erklärung sei vielmehr ein Teil der Realität, wie ein verändernder Akt in Bezug auf die Realität. Reflexivität, von Latour als eine angemessene Darstellung des wahren Lebens verstanden, sei durch einen unkomplizierten und glaubwürdigen Stil zu erreichen, der disziplinübergreifend denkt und sich dem nicht-wissenschaftlichen Schreiben zuwendet.

Pierre Bourdieu weist mit seinem Postulat der Reflexivität wissenschaftlicher Arbeit auf die Eingebundenheit der Forschenden in gesellschaftliche Relationen, etwa sozialer Ungleichheit, hin. Die Vorverständnisse und die Welt der Intellektuellen sollen als verzerrende Faktoren wissenschaftlicher Arbeit beachtet werden. Vor allem geht es Bourdieu darum, dass gesellschaftliche Faktoren der Verzerrung nicht als individuelle verkannt werden.

Heidrun Friese und Peter Wagner reflektieren die Relationen intellektueller Theorien zueinander und thematisieren die Unvermeidlichkeit von Parallelen und Überschneidungen verschiedener Ansätze, wie beispielweise gemeinsame Problematisierungen.

James Clifford konstatiert für die Ethnographie eine Entwicklung zu Reflexivität, oder kritisiert deren Mangel in der Vergangenheit und formuliert selbst ein Postulat stärkerer Reflexivität an die Praxis des ethnographischen Schreibens. Doch jener nimmt dabei im Wesentlichen Bezug zum Postmodernismus, was Frances E. Mascia-Lees, Patricia Sharpe und Colleen Ballerino Cohen wiederum kritisch betrachten. Denn jene reflexiven Ansätze seien einerseits bereits in der feministischen Wissenschaft formuliert worden, andererseits eigne sich die feministische Theorie auch mehr für die Ziele der Anthropologie als die postmoderne Theorie, weil letztere nebenbei die Selbstbehauptung von Nicht-Westlichen untergrabe.

Auch für Ulrich Beck und Christoph Lau ist die Reflexivität ein modernes gesellschaftliches Phänomen, auch deuten sie postmoderne Überlegungen zur Uneinheitlichkeit und Widersprüchlichkeit soziologischer Gegenstände nicht allein als neue theoretische Denkweisen, sondern als verstärkt auftretende Phänomene einer sogenannten reflexiven Moderne.

Bei Johan Heilbron wird nochmals auf Bourdieu eingegangen, besonders auf die aktive Umsetzung seines Postulates der Reflexivität in seiner Schreibweise und wissenschaftlichen Vorgehensweise.

Überlegungen, inwiefern Reflexivität soziales Wandlungspotential besitzt, finden sich bei Tim May. Er meint, dies könne etwa mittels einer Reflexion über die Verständlichkeit gesellschaftlicher Zugehörigkeit geschehen, also der Beobachtung der lesbaren sozialen Zuordnung beispielweise. Den Grad der Verfestigung der Zugehörigkeit von Individuen solle als Machtrelation reflektiert werden.

1 Reflexivität als Theoriekomponente

1.1 Elena Esposito über die Chancen von Reflexionsproblemen in der modernen Gesellschaft

Die moderne Gesellschaft, die laut Systemtheorie funktional differenziert ist, ordnet Elena Esposito in ihrem Aufsatz „Unlösbarkeit der Reflexionsprobleme“ einer sogenannten Beobachtung 2. Ordnung zu. Diese Form der Beobachtung beschreibe die Ebene, auf der Kontingenzen erfahren werden und Paradoxien beobachtet werden. Darum komme es auf dieser Ebene zur Wahrnehmung von sogenannten Reflexionsproblemen in differenzierten Gesellschaften, welche mit den Themenbereiche Ökologie, Risiko und Exklusion umschrieben werden.

Esposito sieht das Problem jedoch nicht bei einem Scheitern der modernen differenzierten Gesellschaft selbst, sondern vielmehr darin, dass die spezifische Beobachtungsordnung jener Gesellschaft eine neue Sichtweise erlernen muss. Es müsse eine autologische Wende vollzogen werden, gleichbedeutend mit einer Beobachtung dritter Ordnung. Diese zeichne sich besonders darin aus, dass der/die Beobachtende sich selbst als Teil seiner Beobachtung sehen solle. Des Weiteren solle sich an die Erfahrung der Kontingenz nicht einfach eine negative Bewertung und Verdrängung der Kontingenz anschließen. Das Verhältnis der Gesellschaft an sich zur Erfahrung von Kontingenz bedürfe einer kritischen Betrachtung.

Esposito vollzieht diese Betrachtung schrittweise an den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Begriffen „Planung“ und „Zufall“.

„Planung“ versteht sie als das Kontrollwerkzeug einer Gesellschaft in Angst vor einer unsicheren Zukunft. Dagegen fordert sie aber, dass Systeme jene absolute Offenheit der Zukunft für eine Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten nutzen sollten. Hier stellt sich für mich aber die Frage, ob die Erweiterung der Möglichkeiten des Systems nicht auch einen Erwartungsdruck an die Entscheidungen des Systems stellt, der die Ressourcen der Unsicherheit blockiert, ohne sie deswegen negativ zu beschreiben.

Mit der Analyse des „Zufalls“ möchte Esposito ein Missverständnis ansprechen, welches den Möglichkeiten des Phänomens des Zufalls nicht gerecht werde. Die Beobachtung zweiter Ordnung sehe den Zufall als eine vorhersehbare Überraschung, deren Regelmäßigkeit mit der Wahrscheinlichkeitstheorie begriffen werde. Darin wird der Zufall als unabhängig von anderen Einflüssen und als identisch mit sich selbst bezeichnet. Doch selbst der Zufall sei nicht unabhängig, wenn auch nicht vom System produzierbar oder kontrollierbar, sondern vielmehr systemrelativ und variierend.

Die Beobachtung dritter Ordnung stellt Esposito als jene Beobachtungsebene dar, die eine Sichtweise ermöglicht, die den Zufall als Ressource verstehen kann und einen Nutzen aus der Unsicherheit ziehen kann. Somit sollen nach Esposito die Beobachtungen, die der Beobachter zweiter Ordnung macht, wie beispielsweise die Unsicherheit aller Theorien oder die Feststellung, dass aus jeder Perspektive alles wieder anders aussieht, als kreative Möglichkeit gesehen werden und nicht als Bedrohung, die unbedingt gelöst werden muss.

1.1 Dirk Baecker über einen Kulturbegriff des Vergleichens

Der moderne Kulturbegriff beschreibt nach Baecker die Unterscheidbarkeit von Lebensweisen. Wenn also Menschen unterschiedliche Lebensweisen haben, wird dies ihrer unterschiedlichen Kultur zugerechnet. Die vergleichende Kultur stelle des Weiteren eine Basis dar, die aus vielfältigen Lebensweisen Varianten derselben Kultur macht, also Verschiedenes in einem sinnsetzenden Rahmen zusammenfasst. Dies verweise auch auf die Problematik in der Moderne, von der Kultur im Singular zu sprechen, da dies, ausgehend von Baeckers Position, unterstellt, dass es entweder etwas wie eine Anfangskultur oder Idealkultur gäbe.

Baecker schließt daraus, dass der Kulturbegriff nur seine Praxis des Vergleichens innehabe, wie darauf verweise, dass ein solcher Vergleich nicht möglich ist. Denn schließlich muss der Vergleich einen Ausgangsort haben, der zwangsweise eine eigene Lebensweise hat und damit eine spezielle Sichtweise. Einen Blick von Außen auf die Kulturen gäbe es nicht.

Kultur könne damit als eine Art Selbstbeschreibung der eigenen Lebensweise, in Abgrenzung zu anderen beobachteten Lebensweisen, verstanden werden. Diese Selbstbeschreibung werde als Identität eines Wissens um jenen Unterschied geschaffen, die das Konzept verstärken soll, mit sich selbst identisch zu sein. Aus dieser Problematik gehe dann die Kulturkritik zwangsweise hervor. Doch sei sie nur ein Nichtidentisches in jener Identität, sei also nicht als trennbar von Kultur zu verstehen. Mit dem Begriff der Kulturreflexion lasse sich besser verdeutlichen, dass kulturelle Beschreibungen innerhalb von Kultur stattfinden.

Im Anschluss daran geht Baecker der Frage nach, wie Kultur entstehen kann. Mit diesem Ansatz schließt er an die Systemtheorie Luhmanns an, in dem er den Anfang aller Kommunikation bei dem Problem der doppelten Kontingenz sieht, das behoben werden will. Das bedeutet, dass in einer sozialen Situation zwei Uneindeutigkeiten über den möglichen Fortgang entstehen. Das Individuum strebe nach der Überwindung dieser doppelten Offenheit der Situation und verwende die Kommunikation als Lösungsstrategie. Durch die Kommunikation ergeben sich schließlich eingegrenztere Erwartungshaltungen bei den Individuen. Im Vergleich der sich dabei herauskristallisierenden Lebensweisen entstehe die Kultur mit Hilfe der Konstruktion sogenannter Erwartungsstandards (Normen, Werte, Gründe), welche als mit sich identisch begriffen werden und gleichsam bezeichnet.

Als Darstellungsweise und theoretischer Hintergrund bedient sich Baecker, für seine Theorie des modernen Kulturbegriffes, einer sogenannten Spencer-Brown-Gleichung, mit welcher er die verschiedenen Akte des Vergleichens illustrieren möchte

Die Gleichung dient ihm zu Beginn für einen Vergleich des modernen mit dem antiken Kulturbegriff. In diesem Zusammenhang betont er besonders den Wandel von der Praxis des Kultivierens zu der Beobachtung deren Ergebnisse.

Wieder zurückkommend auf den modernen Kulturbegriff, führt Baecker seine Gleichung mit der Einbettung der Kulturbeobachtenden in ein historisch gewachsenes Gedächtnisses. Die „Idee der Nation“ mit ihren Gründungsmythen wäre beispielsweise ein solcher Kontext.

Die Entscheidung über die dominierenden und sich bewährenden Verhaltensweisen scheint er in Anlehnung an Darwin als Ergebnis einer Evolution zu betrachten. Diesen Aspekt und alle vorigen setzt er in den letzten Kontext der Weltgesellschaft. Mit diesem Begriff verweist er auf einen Vergleich lokaler mit globalen Möglichkeiten der Kommunikationsselektion. Diese Motivation einer solchen Selektion sieht Baecker in der Reproduktion der Weltgesellschaft, welche für ihn einen sogenannten absoluten Eigenwert darstellt. Dieses Phänomen beschreibt er dann mit dem Begriff der modernen Kontingenzkultur.

Das Bedürfnis nach Reproduktion verleite zum Rückgriff auf ein kulturelles Gedächtnis und unterstütze somit die Kontinuität von Kulturen, wozu auch der Vergleich von Kulturen der Weltgesellschaft beitrage.

2 Reflexivität als methodologische Herausforderung

2.1 Gunter Falk und Heinz Steinert: Konzept einer reflexiven Soziologie

Mit dem Begriff der „reflexiven Soziologie“ beabsichtigen die Autoren Falk und Steinert die wesentlichen Querverbindungen aufzugreifen, welche neue soziologische Ansätze in den Jahren um 1970 entwickelt haben. Methodische Interessen verleiten sie dazu, dem Symbolischen Interaktionismus, wie seinen Verbindungen zur Ethnomethodologie und Phänomenologie, das Hauptaugenmerk in ihrem Aufsatz zu schenken. Denn jene Ansätze liefern ihnen die methodische Basis für ihr eigenes Konzept einer „reflexiven Soziologie“.

Das Besondere dieser Methode bestehe darin, die angelernte soziale Kompetenz der Einzelnen einer Gesellschaft als soziale Konstruktion in die Theorie einzubeziehen. Dies bedeute, die Reaktion auf bestehende soziale Normen zu reflektieren, und diesen Prozess anschließend zum Gegenstand der Untersuchung werden zu lassen. Die Autoren illustrieren diesen Ansatz unter anderem an Emilé Durkheims soziologischer Untersuchung des Selbstmordes. Daran kritisieren sie, dass er in dieser Arbeit nur auf den Appell an die Schuldgefühle reagiere, ohne ihren Zusammenhang mit sozialen Normen zu reflektieren.

Wenn jedoch die Reflexion der eigenen Normen als Erkenntnismittel verwendet wird, wie es die Autoren fordern, besteht auch die Möglichkeit, dass jene verallgemeinert werden aufgrund anderer Gemeinsamkeiten, und anschließend dem Untersuchungsgegenstand unhinterfragt dieselben reflektierten Normen unterstellt werden, obwohl es sich möglicherweise nur scheinbar um die gleichen Normen handelt.

Weitere Beispiele beziehen sich auf die Theorie abweichenden Verhaltens mit ihrer Kritik an der Verabsolutierung sozialer Normen, mit der die Konstruktion der Abweichung einhergeht. Ein anderes Beispiel bezieht sich schließlich noch auf die Reflexion des Aushandelns der Statusmerkmale, welche die gesellschaftliche Position der Sozialwissenschaften selbst in Frage stellen müsse.

Im Folgenden fassen Falk und Steinert „erste Charakteristika“ ihres Konzeptes einer „reflexiven Soziologie“ in vier Punkten zusammen. Sie betonen zuerst die Prozesshaftigkeit des Sozialen und kritisieren damit im gleichen Moment die Verselbstständigungen von Begriffen, die Stabilität suggerieren. So sei es vielmehr erklärungsbedürftig, dass eine Identität über die Zeit existiere, wie auch eine einheitliche Identität von Personen und Gruppen nicht selbstverständlich sei. Des Weiteren solle das Untersuchungsinteresse beim Verständlichen und der Ermöglichung von Ordnung liegen. Als Gegenstand ihrer Theorie möchten sie Selbstverständlichkeiten und Wissenssysteme beschreiben, auf welche sich soziale Interaktionen implizit beziehen.

Im Anschluss an eine Kritik an der Vergegenständlichung von mikro- wie makrosoziologischen Arbeitsbegriffen präsentieren die Autoren die Kategorie der „Situation“ als Ausweg aus der Verdinglichung von soziologischen Abstraktionen. Sie beschreiben Situationen als soziale Sachverhalte, die sich durch Bedeutung und Orientierung an Regeln auszeichnen. Besonders die Möglichkeit einer Bedeutungszuordnung unterscheide soziale Sachverhalte von natürlichen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Exzerpte zur Literatur des Seminars "Eine kurze Geschichte der Reflexivität in der Soziologie"
Hochschule
Universität Konstanz  (Fachbereich Geschichte und Soziologie)
Veranstaltung
Eine kurze Geschichte der Reflexivität in der Soziologie
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V343820
ISBN (eBook)
9783668342200
ISBN (Buch)
9783668342217
Dateigröße
513 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reflexivität, Elena Esposito, Dirk Baecker, Gunter Falk und Heinz Steinert, Bruno Latour, Pierre Bourdieu und Loic Wacquant, Heidrun Friese und Peter Wagner, James Clifford, Frances E. Mascia Lees, Patricia Sharpe und Colleen Ballerino Cohen, Anthony Giddens, Ulrich Beck und Christoph Lau, Johan Heilbron und Tim May
Arbeit zitieren
Carmen Weber (Autor), 2009, Exzerpte zur Literatur des Seminars "Eine kurze Geschichte der Reflexivität in der Soziologie", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343820

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