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Klasse sein, klasse werden. Das günstige Klassenklima als Förderziel

Sozialkompetenz im Fokus der Förderdiagnostik und Förderplanung

Título: Klasse sein, klasse werden. Das günstige Klassenklima als Förderziel

Proyecto de Trabajo , 2014 , 27 Páginas , Calificación: 5,5 (Schweizer Notenskala!)

Autor:in: Stephan Schmidt (Autor), Nadja Fuchs (Autor), Regina Stieger (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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In der aktuellen pädagogischen Diskussion spielt Inklusion als Schlagwort eine zentrale Rolle. Die Arbeit will nicht in die Debatte einsteigen, ob Inklusion als pädagogisches Ziel sinnvoll ist und letztlich überhaupt erreicht werden kann. Vielmehr steigt die Arbeit gerade an jenem Wie ein, das die Frage als methodische Frage aufnimmt und Wege zur Realisierung sucht. Dabei wird der Blick auf jenen Bedingungsfaktor von Lernstörungen gelenkt, der für Lehrpersonen am ehesten beeinflussbar ist, in der Förderdiagnostik jedoch zu selten berücksichtigt wird: der Bereich Schule und die Förderung eines günstigen Klassenklimas.

Um dieses Klassenklima für alle gewinnbringend zu verbessern, wurden die Sozialziele als Mittel zur Förderdiagnostik und Förderplanung herangezogen. Damit weicht die Arbeit von klassischen Wegen der Förderdiagnostik und Förderplanung ab, weil mit den Sozialzielen nicht der Fokus – wie sonst üblich – auf das Individuum gerichtet wird, sondern die gesamte Klasse als förderbedürftig in den Mittelpunkt gestellt wird. Ein fünfteiliges Fallbeispiel verdeutlicht dies.

Neben der Darstellung des theoretischen Hintergrunds wird die Arbeit mit Sozialzielen in den drei Phasen Planung - Durchführung - Evaluation ausführlich beschrieben, so dass die vorliegende Arbeit auch als Leitfaden zur Umsetzung im eigenen Unterricht verwendet werden kann. In der Auswertung von Rückmeldungen durch Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen werden die wichtigsten Erkenntnisse im Umgang mit Sozialzielen als Förderinstrument beschrieben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Bedingungsmodell für Lernstörungen

2.2 Ökosystemischer Ansatz in der Förderdiagnostik

2.3 Klassenklima

2.4 Soziale Kompetenzen

2.5 Kooperatives Lernen

3. Vorgehen

3.1 Methodische Überlegungen

3.1.1 Rolle des Schulischen Heilpädagogen (SHP)

3.1.2 Planung

3.1.2.1 Auswahl der Sozialziele

3.1.2.2 Diagnostische Hilfsmittel

3.1.3 Durchführung

3.1.3.1 Arbeit mit Sozialzielen in der Klasse

3.1.3.2 Praxisbeispiel

3.1.4 Evaluation

3.1.4.1 Leitfragen zur Evaluation

3.1.4.2 Hilfsmittel zur Evaluation

3.1.5 Förderzyklus

4. Auswertung

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der sonderpädagogischen Diagnostik und Förderung aufzuzeigen, die den Bereich Schule und insbesondere die Verbesserung des Klassenklimas als zentralen Bedingungsfaktor für schulisches Lernen fokussieren. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie durch die methodische Arbeit mit Sozialzielen nicht nur die individuelle Entwicklung gefördert, sondern der gesamte Klassenverband positiv beeinflusst werden kann, um Inklusion in der Praxis umsetzbar zu machen.

  • Bedeutung des Klassenklimas als präventiver und intervenierender Faktor bei Lern- und Verhaltensstörungen.
  • Systemische Perspektive in der Förderdiagnostik unter Einbeziehung ökosystemischer Ansätze.
  • Einsatz von Sozialzielen als Instrument zur systematischen Förderung sozialer Kompetenzen und kooperativer Strukturen.
  • Strukturierung des Förderprozesses in die Phasen Planung, Durchführung und Evaluation.
  • Anwendung des Konzepts mittels T-Charts und Y-Charts als anschauliche Verhaltenssteuerung.

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiel Kevin, Teil 1

Betrachten wir die Integration eines Knaben mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten. Nennen wir ihn Kevin. Kevin ist elf Jahre alt und besucht die fünfte Regelklasse. Er ist ein Einzelkind und wird von der Mutter liebevoll umsorgt. Der Vater hingegen ist oft streng mit ihm und wünscht sich, dass Kevin einmal „einen anständigen Beruf“ erlernt.

Kevin hat sich in den vergangenen Jahren den Ruf als „Floh, der nicht zu bändigen ist,“ erarbeitet. Kevin zeigt wenig Ausdauer und selten Einsatzbereitschaft. Seine Leistungen sind vor allem im Fach Mathematik erkennbar unter dem Klassendurchschnitt, obwohl ein IQ-Test nur eine geringe Abweichung von der Norm gezeigt hat. Im Unterricht lässt er sich schnell durch andere ablenken und gibt häufig lautstarke Kommentare zum Verhalten seiner Kollegen ab. Dabei meldet er sich nie mit Handzeichen, sondern ruft ständig in den Unterricht hinein. Auch die Vorträge der anderen Schüler in seiner Klasse kommentiert er mit abwertenden Äusserungen. Wenn er selbst vor der Klasse stehen muss, um etwas zu präsentieren, spielt er den Clown und versucht möglichst viel Gelächter zu erzeugen. Wechselt die Schulklasse den Raum oder die gewohnte Umgebung, nutzt Kevin die eingeschränkte Aufmerksamkeit der Lehrerin, um irgendwelchen Blödsinn anzustellen. So beginnt er beispielsweise beim Umrücken der Möbel, um für ein Theaterstück zu proben, an den Schranktüren Turnübungen zu veranstalten.

Dabei ist Kevin keinesfalls beliebt. Zwar lachen die Kinder über ihn und seine Scherze, wollen aber nur ungern neben ihm sitzen. Bei Gruppenarbeiten wird er so gut wie nie von den Anderen als Arbeitspartner gewählt, weil er durch seine Arbeitshaltung die Gruppe regelmässig blockiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet die Thematik in die aktuelle Inklusionsdebatte ein und definiert das Klassenklima als zentrales Förderziel, wobei das Fallbeispiel eines Schülers illustriert wird.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erörtert das Bedingungsmodell für Lernstörungen sowie den ökosystemischen Ansatz und beleuchtet die Bedeutung von Klassenklima, sozialen Kompetenzen und kooperativem Lernen.

3. Vorgehen: Hier werden die methodischen Überlegungen für einen strukturierten Förderprozess in den Phasen Planung, Durchführung und Evaluation dargelegt, inklusive der Rolle des Heilpädagogen und spezifischer Instrumente.

4. Auswertung: Dieses Kapitel fasst die in der Praxis gewonnenen Erkenntnisse und Rückmeldungen aus der Arbeit mit Sozialzielen zusammen und bewertet deren Wirkung auf das Klassenklima.

5. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Bedeutung von Zeitinvestition, Kooperation im Team sowie einer inklusiven Grundhaltung für den Erfolg von Sozialzielen.

Schlüsselwörter

Klassenklima, Sozialziele, Förderdiagnostik, Inklusion, Kooperatives Lernen, Soziale Kompetenzen, Verhaltensstörungen, Förderplanung, Schulkultur, Systemorientierte Heilpädagogik, T-Chart, Klassenführung, Lernstörungen, Prävention, Verhaltensmodifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die gezielte Verbesserung des Klassenklimas durch die Einführung von Sozialzielen, um Inklusion im Schulalltag für alle Kinder erfolgreich zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die sonderpädagogische Förderdiagnostik, das Bedingungsmodell von Lernstörungen, die Dynamik des Klassenklimas sowie die Implementierung kooperativer Lernformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Lehrpersonen einen praktischen Leitfaden an die Hand zu geben, wie Sozialziele als präventives und intervenierendes Instrument zur Förderung einer positiven Klassengemeinschaft eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem systemischen Ansatz der Förderdiagnostik nach Bundschuh und stützt sich auf die theoretischen Grundlagen des kooperativen Lernens sowie eigene Praxiserfahrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der Förderzyklus in drei Phasen detailliert beschrieben: Planung der Sozialziele, deren Durchführung durch konkrete Methoden wie T-Charts sowie deren Evaluation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Klassenklima, Sozialziele, Inklusion, Förderplanung und Kooperatives Lernen definiert.

Wie unterscheidet sich dieser Ansatz von klassischen Disziplinierungsmaßnahmen?

Im Gegensatz zu klassischen Maßnahmen, die oft auf das Individuum fokussieren, stellt dieser Ansatz die gesamte Klasse als Fördereinheit in den Mittelpunkt und nutzt positive Zielformulierungen statt Gebote.

Warum ist das Fallbeispiel "Kevin" für die Arbeit so wichtig?

Kevin dient als roter Faden, um die Transformation von individuellem störendem Verhalten hin zu einer gelungenen sozialen Integration innerhalb der Klassengemeinschaft anschaulich zu verdeutlichen.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Klasse sein, klasse werden. Das günstige Klassenklima als Förderziel
Subtítulo
Sozialkompetenz im Fokus der Förderdiagnostik und Förderplanung
Universidad
University of Applied Sciences Northwestern Switzerland  (Institut für Spezielle Pädagogik und Psychologie)
Curso
Förderdiagnostik und Förderplanung
Calificación
5,5 (Schweizer Notenskala!)
Autores
Stephan Schmidt (Autor), Nadja Fuchs (Autor), Regina Stieger (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
27
No. de catálogo
V343879
ISBN (Ebook)
9783668347595
ISBN (Libro)
9783668347601
Idioma
Alemán
Etiqueta
Förderdiagnostik Förderplanung Inklusion Sozialziele Soziale Kompetenzen Klassenklima
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephan Schmidt (Autor), Nadja Fuchs (Autor), Regina Stieger (Autor), 2014, Klasse sein, klasse werden. Das günstige Klassenklima als Förderziel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343879
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