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Der Reformwohnungsbau der 20er Jahre anhand der Hufeisensiedlung Britz

Título: Der Reformwohnungsbau der 20er Jahre anhand der Hufeisensiedlung Britz

Trabajo Escrito , 2016 , 11 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jenny Nußbaum (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Demografía, planeamiento urbanístico y ordenación territorial
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In Berlin entstanden zu Zeiten der Weimarer Republik zahlreiche Bauten und Wohnsiedlungen. Dies hatte zwei Ursachen, zum einen gab es Nachholbedarf an Wohnungsbauten durch die Stagnation im Ersten Weltkrieg und in den ersten Jahren der Nachkriegszeit und zum anderen konzentrierte sich die Bautätigkeit in der größten Industriestadt Deutschlands, in Berlin.

So setzte in den 20er Jahren der Reformwohnungsbau mit einer enormen Bauleistung ein, es entstanden beispielsweise 1924 10000 Wohnungen, 1926 16000 Wohnungen und 1927 27000 Wohnungen in Berlin. Des Weiteren zeichnete sich der Reformwohnungsbau in Berlin durch ein besonderes architektonisches Niveau sowie zahlreiche experimentelle soziale Wohnformen aus.

Ziel war es, der weniger wohlhabenden Bevölkerung ein gesundheitlich-hygienisches und menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen. Politische Rahmenbedingung für die Umsetzung stellte die im Jahr 1925 erlassene Reformbauordnung Berlins dar, sie sollte für eine Auflockerung der Wohngebiete und eine klare Funktionstrennung der einzelnen Stadtgebiete sorgen. So nahm von der Innenstadt mit einer 5-geschossigen Bauweise ausgehend, die Baudichte zu den Randgebieten auf eine 2- bis 3-geschossige Bebauung ab.

Der Reformwohnungsbau in diesem geplanten Umfang konnte somit vor allem auf dem Bauland in den bis dato eher ländlich geprägten Randzonen Berlins stattfinden. Es entstanden entlang der Trassen des Berliner Nahverkehrsnetzes die Großsiedlung Britz (Hufeisensiedlung), die Weiße Stadt (Reinickendorf) und die Siemensstadt (Charlottenburg und Spandau) sowie weitere Siedlungen der Art.

Aufgrund der Größe und des sinnbildhaften Kernbaus, ist die Hufeisensiedlung wohl die international bekannteste der genannten Siedlungen der Berliner Moderne. So soll in der vorliegenden Arbeit die Hufeisensiedlung, welche im Rahmen der Berlin-Exkursion der Studiengruppe „Stadt- und Regionalentwicklung“ unter dem Thema „Wohnen“ besucht wurde, als Leitbild des Reformwohnungsbaus der 20er Jahre in Berlin näher beschrieben werden. Ziel ist es, die weitere Entstehung, Siedlungsstruktur und Architektur, Besonderheiten sowie die Erhaltung und die Bedeutung der Hufeisensiedung darzustellen und die Ergebnisse in einem Fazit zusammenzubringen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die Hufeisensiedlung Britz

2.1 Entstehung der Hufeisensiedlung Britz

2.2 Bauweise der Hufeisensiedlung

2.3 Bedeutung, Eigentumsverhältnisse und Erhaltung der Hufeisensiedlung

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Hufeisensiedlung Britz als ein bedeutendes Beispiel des Reformwohnungsbaus der 1920er Jahre in Berlin. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Siedlungsstruktur, Architektur und städtebauliche Konzepte dazu dienten, menschenwürdigen Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen und welche Bedeutung die Siedlung heute im Kontext ihres Erhalts als UNESCO-Welterbe einnimmt.

  • Historischer Kontext des Berliner Reformwohnungsbaus nach dem Ersten Weltkrieg
  • Städtebauliche Visionen von Martin Wagner und Bruno Taut
  • Architektonische Besonderheiten, Farbgebung und Siedlungsstruktur
  • Herausforderungen der Eigentumsverhältnisse und Denkmalschutz

Auszug aus dem Buch

2.2 Bauweise der Hufeisensiedlung

In diesem Abschnitt soll näher auf die besondere Bauweise der Hufeisensiedlung eingegangen werden. Grundsätzlich wurden einfache Bauelemente für die Siedlungsstruktur verwendet. Für das Hufeisen, welches in Abbildung 1 dargestellt ist, wurde jedoch eine völlig neue Bauweise verwendet, so gab es nun flache Pultdächer. Diese Bauweise wurde stark von den Nationalsozialisten abgelehnt, sie bevorzugten eine traditionelle Bauweise von Häusern mit einem Satteldach (PRIEBS 2016, o.S.). Wagner und Taut wurde schnell klar, um preiswerten Wohnraum zu schaffen, bedarf es einer Typisierung und Standardisierung des Wohnungsbaus sowie eine Rationalisierung der Arbeiten (KLOß 1982, S. 17). So wurden die Wohnungen beispielsweise nur nach vier Grundrisstypen und zwei Haustypen (Fünf und sechs Meter breite Einfamilienhäuser) standardisiert und auch die Wohnungsgrößen wurden normiert, so gab es Wohnungen mit 1,5 bis 4,5 Zimmern (PRIEBS 2016, o.S.). Die Großsiedlung Britz entstand in sechs Bauabschnitten. Alle Bauten sind zu Zeilen gereiht und den Einfamilienhäusern ist jeweils ein Mietergarten zugeordnet (BERLIN.DE 2016, o.S.). Jede Straße erhält seinen eigenen Charakter durch Vor- und Rücksprünge einzelner Baukörper, platzartige Erweiterungen, Reihung, Symmetrie, Wechselspiel, gezielte Lückenbildung und Farbe (ebd.). Das Hufeisen wird gebildet durch das ausgedehnte Rund einer dreistöckigen Häuserwand. Das Innere des Hufeisens stellt eine parkähnliche Anlage mit einer flachen Geländemulde, dem Teich dar. Dies soll Luft, Freiheit und Platz sowie eine Auflockerung der Siedlungsstruktur gewährleisten (PRIEBS 2016, o.S.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext des Berliner Wohnungsbaus in der Weimarer Republik und führt in die Bedeutung der Hufeisensiedlung als Leitprojekt ein.

2 Die Hufeisensiedlung Britz: Hier werden die Entstehung, die architektonischen Gestaltungselemente sowie die heutige Bedeutung und die Herausforderungen hinsichtlich Eigentum und Denkmalschutz detailliert beschrieben.

3 Fazit: Das Fazit fasst den Strukturwandel im Wohnungswesen zusammen, den die Siedlung einleitete, und reflektiert ihren Stellenwert als innovatives und schützenswertes Architekturdenkmal.

Schlüsselwörter

Hufeisensiedlung Britz, Reformwohnungsbau, Berliner Moderne, Bruno Taut, Martin Wagner, Wohnungsnot, Soziale Wohnformen, Architektur, Siedlungsbau, UNESCO-Welterbe, Denkmalpflege, Typisierung, Gartenstadtbewegung, Großsiedlung, Weimarer Republik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Hufeisensiedlung Britz als ein zentrales Beispiel für den Reformwohnungsbau der 1920er Jahre in Berlin und beleuchtet deren Entstehung und architektonische Charakteristik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die soziale Architekturgeschichte, städtebauliche Konzepte der Moderne, die historische Bauweise von Siedlungen sowie Aspekte des heutigen Denkmalschutzes.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte, die architektonische Struktur sowie die Bedeutung und den Erhalt der Hufeisensiedlung als architektonisches Erbe umfassend darzustellen.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Dokumenten zur Stadt- und Regionalentwicklung, ergänzt durch Eindrücke aus einer Exkursion der Studiengruppe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Entstehung der Siedlung, die architektonische Bauweise inklusive der Farbgestaltung sowie die Eigentumsverhältnisse und Maßnahmen zur Erhaltung als Denkmal.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hufeisensiedlung, Reformwohnungsbau, Moderne, Bruno Taut und Denkmalpflege charakterisiert.

Welche Bedeutung hatte das "Neue Bauen" für die Hufeisensiedlung?

Das Neue Bauen diente als programmatischer Rahmen, der durch Typisierung und Rationalisierung preiswerten, aber menschenwürdigen Wohnraum schaffen sollte, was sich in der Architektur der Siedlung manifestiert.

Wie hat sich die Eigentumssituation der Siedlung im Laufe der Zeit verändert?

Nachdem die Siedlung lange Zeit im Besitz der GEHAG war, findet seit dem Jahr 2000 eine zunehmende Privatisierung durch den Verkauf von Reihenhäusern an Einzeleigentümer statt.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Reformwohnungsbau der 20er Jahre anhand der Hufeisensiedlung Britz
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut)
Curso
Urban Governance
Calificación
1,3
Autor
Jenny Nußbaum (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
11
No. de catálogo
V344362
ISBN (Ebook)
9783668340725
ISBN (Libro)
9783668340732
Idioma
Alemán
Etiqueta
reformwohnungsbau jahre hufeisensiedlung britz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jenny Nußbaum (Autor), 2016, Der Reformwohnungsbau der 20er Jahre anhand der Hufeisensiedlung Britz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344362
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