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Die Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen nach HGB

Titel: Die Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen nach HGB

Bachelorarbeit , 2016 , 36 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Tomislav Pavic (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Inanspruchnahme der Kapitalmärkte hat für die Unternehmensfinanzierung im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Aufgrund der Globalisierung und der daraus folgenden Vernetzung der Wirtschafts- und Finanzmärkte entwickelte sich eine Vielzahl von Finanzinstrumenten. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen ist eine von vielen Möglichkeiten, sich über den Kapitalmarkt zu finanzieren. Hierbei handelt es sich nicht um eine neue Entwicklung, sondern eher um eine Wiederentdeckung, da diese Art der Finanzierung bereits im 19. Jahrhundert genutzt wurde.

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten gehört aufgrund ihrer Komplexität zu den anspruchsvollsten Themenbereichen in der handelsrechtlichen Rechnungslegung. In der Bilanz lassen sich nur die Positionen Eigen- oder Fremdkapital ausweisen. Die Wandelschuldverschreibung kann jedoch, je nach Ausgestaltungsform, in Bezug auf ihre Eigenschaften so variieren, dass sie zwischen Eigen- und Fremdkapital ausgewiesen werden kann. Hieraus resultiert die in dieser Thesis zu behandelnde Problematik: Die Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB).

Die Bachelorarbeit gliedert sich in vier Kapitel. Nach dem einleitenden ersten Kapitel stellt das zweite Kapitel den theoretischen Bezugsrahmen dar. Dabei sollen die Begriffsbestimmungen im Hinblick auf die rechtlichen Grundlagen und Voraussetzungen definiert werden. Das anschließende dritte Kapitel behandelt die Rechnungslegung nach dem HGB. Dabei wird explizit auf den Ansatz und die Bewertung der Wandelschuldverschreibung eingegangen. Aufgrund des Umfangs der Bachelorarbeit wird, nach der Unterscheidung zwischen der einheitlichen und getrennten Bilanzierung, speziell auf die klassische Wandelschuldverschreibung, die Pflicht- und Umtauschanleihe eingegangen. Das abschließende vierte Kapitel fasst die Ergebnisse dieser Bachelorarbeit zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Grundlagen der Wandelschuldverschreibung

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen

2.2.1 Überblick

2.2.2 Schutz der Aktionäre

2.2.3 Schutz der Wandelobligationäre

2.3 Mögliche Erscheinungsformen

2.3.1 Mandatory Convertible Securities

2.3.2 Exchangeable Bonds

2.3.3 Perpetual Convertible Preferred Stocks

2.3.4 Resettable Convertibles

2.3.5 Pre-IPO-Convertibles

2.3.6 Contingent Convertible Bonds

2.4 Einsatzmotive

3 Rechnungslegung nach HGB

3.1 Einheitliche Bilanzierung vs. getrennte Finanzierung

3.2 Eigenkapital- und Fremdkapitalabgrenzung

3.3 Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen

3.3.1 Wandelanleihen mit einem Agio

3.3.2 Unverzinsliche Wandelanleihen

3.4 Bilanzierung der Sonderformen

3.4.1 Pflichtwandelanleihen

3.4.2 Umtauschanleihen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe bilanzielle Behandlung von Wandelschuldverschreibungen nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuchs (HGB). Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Einordnung dieser hybriden Finanzinstrumente zwischen Eigen- und Fremdkapital zu analysieren und die geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden für verschiedene Ausgestaltungsformen aufzuzeigen.

  • Grundlagen und rechtliche Voraussetzungen von Wandelschuldverschreibungen.
  • Differenzierung der Erscheinungsformen wie Mandatory Convertibles oder Umtauschanleihen.
  • Bilanzielle Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital gemäß HGB-Grundsätzen.
  • Behandlung von Agios und Disagios bei der Wandelanleihen-Emission.
  • Spezifika der Rechnungslegung für Sonderformen wie Pflichtwandelanleihen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Eigenkapital- und Fremdkapitalabgrenzung

Bei der Bilanzierung ist die Wandelschuldverschreibung, aufgrund der Eigenschaft als mezzanines Finanzinstrument, zwingend von Eigen- und Fremdkapital abzugrenzen.83 Der Eigenkapitalbegriff ist gesetzlich nicht bestimmt, obwohl er eine bedeutsame Kennziffer für das Handels- und das Bilanzrecht darstellt. Der Begriff an sich ist beispielsweise in § 247 Absatz 1 HGB oder in § 266 Absatz 3 A HGB zu finden. Allerdings handelt es sich hier nur um eine grobe Erläuterung vom Gesetzgeber zu den einzelnen Bestandteilen, die nicht weiter vertieft werden.84 Die Anleihe ist ein Fremdkapitalinstrument, wobei das Wandlungsrecht dem Eigenkapital zuzuordnen ist.85

„Das Fremdkapital dient ausschließlich der Außenfinanzierung, während das Eigenkapital weitere Funktionen wie Arbeits- und Kontinuitätsfunktion, Verlustausgleichs-, Gewinnbeteiligungs-, Geschäftsführungs- sowie Haftungsfunktion zu erfüllen hat“.86 Mittlerweile haben sich einige Finanzierungsformen entwickelt, die nicht eindeutig zugeordnet werden können. Daher ist eine Ausgestaltung des Eigenkapitalbegriffes anhand der Funktionen sinnvoll.87 Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ergibt sich das Eigenkapital aus dem Saldo der Aktiv- und Passivposten in der Bilanz.88

Die Literatur vertritt, aufgrund der schwierigen Einordnung, ob es sich bei den Finanzinstrumenten um Eigen- oder Fremdkapital handelt, die Meinung, dass der Ausweis in einem Sonderposten zwischen den zwei Bilanzposten zu erfolgen hat. Die Meinung wurde jedoch vom IDW abgelehnt.89 Das HGB verlangt gemäß § 247 Absatz 1 HGB den gesonderten Ausweis von Eigenkapital, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz.90

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Wandelschuldverschreibungen als Finanzinstrument ein und definiert die Problemstellung der bilanzrechtlichen Behandlung nach HGB.

2 Die Grundlagen der Wandelschuldverschreibung: Dieses Kapitel erläutert die Begriffsbestimmung, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die vielfältigen Erscheinungsformen und Einsatzmotive von Wandelschuldverschreibungen.

3 Rechnungslegung nach HGB: Hier werden die bilanziellen Anforderungen, insbesondere die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital sowie die spezifische Buchung von klassischen und speziellen Wandelanleihen detailliert analysiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zur komplexen Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen zusammen und bewertet deren Relevanz als Finanzierungsinstrument.

Schlüsselwörter

Wandelschuldverschreibungen, HGB, Wandelanleihen, Eigenkapital, Fremdkapital, Bilanzierung, Pflichtwandelanleihen, Umtauschanleihen, Rechnungslegung, Finanzinstrumente, Agio, Disagio, Kapitalerhöhung, Mezzanine-Kapital, Verbindlichkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der handelsrechtlichen Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB).

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und rechtliche Einordnung von Wandelanleihen, deren Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital sowie die spezifischen Bewertungs- und Ausweisregeln nach HGB.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexe Problematik der bilanztechnischen Zerlegung und Erfassung dieser hybriden Finanzinstrumente wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um die aktuelle Gesetzeslage, relevante Stellungnahmen des IDW und die Lehrmeinungen in der Betriebswirtschaftslehre zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Kapitel 2) und die detaillierte Analyse der Rechnungslegung nach HGB inklusive der Bilanzierung von Sonderformen (Kapitel 3).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wandelschuldverschreibung, HGB, Eigenkapitalabgrenzung, Pflichtwandelanleihe, Agio und hybride Finanzinstrumente.

Welche Rolle spielt die IDW-Stellungnahme HFA 22 für die Bilanzierung?

Das IDW RS HFA 22 gibt wichtige Richtlinien vor, wann eine einheitliche oder getrennte Bilanzierung von strukturierten Finanzinstrumenten erfolgen muss.

Wie unterscheidet sich die Pflichtwandelanleihe von der klassischen Wandelanleihe aus bilanzieller Sicht?

Bei der Pflichtwandelanleihe ist die Wandlung zum Ende der Laufzeit zwingend, weshalb die Einstufung als Fremdkapital zum Emissionszeitpunkt aufgrund der fehlenden Rückzahlungsabsicht besonders umstritten ist.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Deckungsbestand und Rückstellung bei Umtauschanleihen so wichtig?

Die Existenz eines Deckungsbestands entscheidet darüber, ob der Emittent bei Wertsteigerungen der Aktien eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten bilden muss oder ob das Risiko bereits abgedeckt ist.

Was passiert mit einem Agio bei Wandelanleihen nach HGB?

Ein offenes Agio ist gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB ungekürzt in die Kapitalrücklage einzustellen, wobei die GuV im Moment der Emission unberührt bleibt.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen nach HGB
Hochschule
Hochschule RheinMain
Note
3,0
Autor
Tomislav Pavic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
36
Katalognummer
V344469
ISBN (eBook)
9783668343504
ISBN (Buch)
9783668343511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bilanzierung wandelschuldverschreibungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tomislav Pavic (Autor:in), 2016, Die Bilanzierung von Wandelschuldverschreibungen nach HGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344469
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Leseprobe aus  36  Seiten
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