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Revolutionen als kollektive Phänomene. Gründe für die Entstehung und die Beteiligung von Individuen

Eine Untersuchung aus Perspektive des Rational Choice Modells

Título: Revolutionen als kollektive Phänomene. Gründe für die Entstehung und die Beteiligung von Individuen

Trabajo de Seminario , 2016 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christine Niebler (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Auf der ganzen Welt gibt und gab es Revolutionen, bei denen viele Menschen gemeinsam aktiv wurden, um ein ungewolltes Regime zu entmachten. Nicht immer sind diese Revolutionen erfolgreich und auch nicht alle, die ein Interesse an einem Regimewechsel haben, beteiligen sich an einer Revolution. Es kommt auch häufig vor, dass eine Revolution gar nicht erst stattfindet, auch wenn viele Menschen ein Interesse daran hätten ein anderes Regime zu etablieren. Woran liegt das? Warum beteiligen sich die Menschen häufig nicht und was muss geschehen, damit sie teilnehmen?

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, warum Revolutionen selten sind. Es wird nach dem methodologischen Individualismus vorgegangen. Dabei wird das Auftreten kollektiver Phänomene durch die Entscheidungen des Individuums erklärt. Hierfür werden die individuellen Interessen berücksichtigt sowie die natürlichen und sozialen Restriktionen. Dies geschieht hier unter Zuhilfenahme des Rational Choice Modells und dem daraus abgeleiteten Homo Oeconomicus.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ansatz des Homo Oeconomicus

3. Kosten-Nutzen-Abwägung der Beteiligung

4. Anpassung der Randbedingungen

5. Überprüfung mit Empirie

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht unter Anwendung des methodologischen Individualismus und des Modells des Homo Oeconomicus, warum sich Menschen trotz der hohen Risiken und kollektiven Problematiken an Revolutionen beteiligen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Kosten-Nutzen-Struktur individuellen Handelns in revolutionären Kontexten.

  • Methodologischer Individualismus in der Politikwissenschaft
  • Anwendung des Rational Choice Modells auf revolutionäres Handeln
  • Analyse des Trittbrettfahrer-Problems bei öffentlichen Gütern
  • Bedeutung selektiver Anreize für die Mobilisierung
  • Empirische Fallbeispiele (Libyen, DDR, Französische Revolution)

Auszug aus dem Buch

2. Ansatz des Homo Oeconomicus

Der Homo Oeconomicus beschreibt ein Akteursmodell, welches dabei hilft die Faktoren individueller Entscheidungen, die für den methodologischen Individualismus von Bedeutung sind, zu bestimmen. Dieser Ansatz stammt aus dem Rational Choice Modell, welches von rational abwägenden und demnach handelnden Akteuren ausgeht. Der Homo Oeconomicus ist nur eines der hieraus entstandenen Akteursmodelle. Dieses wurde hier gewählt, da es ein sehr einfaches Modell ist, das sich auf viele Probleme anwenden lässt, weil nicht sehr viele Informationen über die handelnden Individuen benötigt werden um es anzuwenden und somit für Fragen, welche sich nicht auf spezifische Situationen, oder aber auch Personen beziehen, gut geeignet ist. Hier liegen aber auch die Schwächen dieses Modells (auf diese wird im Folgenden noch näher eingegangen).

Die Grundlage des Homo Oeconomicus ist, dass Akteure immer unter Berücksichtigung ihrer eigenen Interessen handeln. Hierbei wird die Entscheidung, welche Handlungen verfolgt werden sollen, vollkommen zweckrational gefällt. Der Handlungsgrund ist darin der die Maximierung des subjektiven Nutzens des Individuums und die Entscheidung ist an den Folgen der Handlung orientiert. Das bedeutet der Homo Oeconomicus wägt ab welche Handlungsalternative für ihn den größten Nutzen bei möglichst geringen Kosten bereithält; er handelt also kosten-nutzen-orientiert. Ein weiterer Faktor, welcher die Entscheidungen des Homo Oeconomicus beeinflusst ist die Ressourcenknappheit. Dies meint, dass der Homo Oeconomicus Beispielsweise nicht die nötigen Mittel oder aber auch Fähigkeiten hat um ein Ziel, welches natürlich seinen Interessen entspricht, um zu setzen. Diese Einschränkungen der Handlungsfreiheit werden als Restriktionen bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, warum Menschen trotz hoher Risiken an Revolutionen teilnehmen, und erläutert den methodischen Ansatz des Homo Oeconomicus.

2. Ansatz des Homo Oeconomicus: Dieses Kapitel definiert den Homo Oeconomicus als zweckrationalen Akteur, der Nutzen maximiert und unter Ressourcenbeschränkungen handelt.

3. Kosten-Nutzen-Abwägung der Beteiligung: Hier wird das Trittbrettfahrer-Problem dargelegt, das entsteht, weil die Früchte einer Revolution öffentliche Güter darstellen und ein rationaler Einzelner die Kosten der Beteiligung scheuen müsste.

4. Anpassung der Randbedingungen: Das Kapitel untersucht Mechanismen wie selektive Anreize und Kosten der Nicht-Teilnahme, die rationale Akteure dennoch zur Beteiligung bewegen können.

5. Überprüfung mit Empirie: Anhand historischer Beispiele wie der Libyschen Revolution, der DDR-Revolution 1989 und der Französischen Revolution wird die theoretische Anwendbarkeit des Modells geprüft.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das Modell des Homo Oeconomicus ein geeignetes, wenngleich vereinfachtes Instrument zur Erklärung von Revolutionsbeteiligungen ist, wobei weitere empirische Analysen wünschenswert wären.

Schlüsselwörter

Revolution, Rational Choice, Homo Oeconomicus, methodologischer Individualismus, Trittbrettfahrer-Problem, kollektive Güter, selektive Anreize, Kosten-Nutzen-Analyse, politischer Protest, soziale Bewegungen, Ressourcenknappheit, Akteursmodell, Regimewechsel, Partizipation, politische Theorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Beweggründen für die Teilnahme an Revolutionen aus einer ökonomischen Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Rational Choice, die Theorie öffentlicher Güter und die Analyse individueller Anreizstrukturen bei kollektiven Protesten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum Individuen rational handeln und sich an Revolutionen beteiligen, obwohl der Ausgang unsicher ist und das Risiko (sogar des Todes) sehr hoch erscheint.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf dem methodologischen Individualismus und nutzt das Modell des Homo Oeconomicus zur Analyse und Erklärung menschlichen Verhaltens in politisch instabilen Situationen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Homo Oeconomicus, die ökonomische Abwägung von Kosten und Nutzen, die Anpassung dieser durch Anreize sowie die empirische Überprüfung mittels historischer Beispiele.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind das Trittbrettfahrer-Problem, selektive Anreize, öffentliche Güter und rationale Akteursmodelle.

Wie erklärt die Arbeit das Handeln der DDR-Bürger 1989?

Die Arbeit führt aus, dass hier die geringen Organisationskosten und die niedrigen erwarteten Sanktionen seitens des Regimes die Beteiligung der Menschen rational erscheinen ließen.

Warum spielt das "Trittbrettfahrer-Problem" eine zentrale Rolle?

Es verdeutlicht das Paradoxon, dass rationale Akteure oft dazu neigen, sich nicht zu beteiligen, da sie von den Ergebnissen einer Revolution auch ohne eigenes Risiko profitieren können.

Welche Rolle spielen "private Güter" bei einer Revolution?

Private Güter, wie Ämter oder Privilegien, dienen als selektive Anreize, die von einer Führung an aktive Teilnehmer vergeben werden können, um die individuelle Motivation zu steigern.

Wie wird das Beispiel der Französischen Revolution von 1789 eingeordnet?

Hier zeigt die Arbeit, dass die Kosten der Nicht-Teilnahme – wie drohender Hungertod – die hohen Kosten und Risiken der aktiven Teilnahme überwogen und somit eine rationale Beteiligung erzwangen.

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Detalles

Título
Revolutionen als kollektive Phänomene. Gründe für die Entstehung und die Beteiligung von Individuen
Subtítulo
Eine Untersuchung aus Perspektive des Rational Choice Modells
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Politikwissenschaft)
Curso
Seminar: politische Theorie
Calificación
1,3
Autor
Christine Niebler (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
13
No. de catálogo
V344496
ISBN (Ebook)
9783668350410
ISBN (Libro)
9783668350427
Idioma
Alemán
Etiqueta
Homo Oeconomicus; Revolutionen Trittbrettfahrerproblem Kollektives Handeln
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christine Niebler (Autor), 2016, Revolutionen als kollektive Phänomene. Gründe für die Entstehung und die Beteiligung von Individuen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344496
Leer eBook
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