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Filmanalyse der Einstiegs-Sequenz in "Gloria" (1980)

Regie: John Cassavetes / USA 121 min. / 35mm in Farbe

Título: Filmanalyse der Einstiegs-Sequenz in "Gloria" (1980)

Trabajo , 2016 , 11 Páginas , Calificación: 2.0

Autor:in: Katrin Jacob (Autor)

Filmología
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Der amerikanische Regisseur und Schauspieler John Cassavetes schrieb das Drehbuch und führte Regie in dem 1980 erschienenen Gangster- Drama "Gloria".

Cassavetes gilt als Vorreiter des modernen amerikanischen Independent- Kinos. Er war Verfechter des Method Acting, einer Schauspiel- und Lehrmethode nach Konstantin Stanislawski, bei der die Arbeit mit den Darstellern und deren inneres Erleben im Vordergrund steht. Der Film „Gloria“ ist im Gangster- Millieu angesiedelt, ein für Cassavetes eher untypisches Sujet, da die meisten seiner Arbeiten das kleinbürgerliche Milieu Amerikas mit tragischen Figuren und deren kaputten Beziehungen widerspiegeln.

In der Titelrolle "Gloria" sehen wir Gena Rowlands, die als ehemalige 'gangster moll' mit ihrer alten Clique in Konflikt gerät, weil sie einen Nachbarsjungen rettet. Dessen Familie wird wegen eines geheimnisvollen Buches mit begehrten Adressen brutal von den Gangstern ermordet. Kernthema des Filmes ist die Beziehung zwischen Gloria und dem traumatisierten puertoricanischen Jungen Phil Dawn. Beide weigern sich zunächst, einander zu vertrauen.

Ich werde im Folgenden formal analysieren, mit welchen visuellen und akustischen Mitteln der Zuschauer hier in die Geschichte gesogen wird. Das audiovisuelle Ereignis der gesamten ‚opening scene‘ wird getragen vom Soundtrack
Bill Contis und der Montagesequenz des Regisseurs, bestehend aus den Bildern von Kameramann Fred Schuler. Der musikalische ‚main title‘ Contis eröffnet den Film akustisch und wird gezielt mit den Bildern verbunden. Ich integriere die letzten Titeleinblendungen in meine Analyse, da sie mit den ersten Bildern des Filmes dicht verwoben sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Analyse der Einstiegssequenz aus „Gloria“ (1980)

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die formale Gestaltung und die audiovisuelle Wirkung der Einstiegssequenz des Films "Gloria" (1980) von John Cassavetes, um aufzuzeigen, wie durch spezifische filmische Mittel der Zuschauer unmittelbar in die Narration involviert wird.

  • Formale Analyse visueller und akustischer Inszenierungsmittel
  • Bedeutung der Montage und Kameraperspektiven
  • Symbolik der Bildsprache und der Protagonistennamen
  • Einsatz von Filmmusik zur Spannungssteuerung
  • Funktion der Einstiegssequenz als programmatische Ouvertüre

Auszug aus dem Buch

Analyse der Einstiegssequenz aus „Gloria“ (1980)

Der Film beginnt mit Einblendungen farbiger Tuschezeichnungen des Künstlers Romare Bearden, über die die Titel platziert werden. Die Kamera fährt zunächst in vertikalen ‚close ups‘ von oben nach unten über die Details der Bilder, während eine Solo- Gitarre ein Flamenco- Thema anspielt. Diese wird abgelöst von einer männlichen Stimme, die einen Klagegesang im spanischen Stil beginnt. Die Gitarre webt sich immer wieder fein unter die Singstimme, die ihren finalen Ton in zerbrechlicher Höhe intoniert.

Die beiden letzten Zeichnungen zeigen Hochhäuser einer typisch amerikanischen Großstadt - New York - mit hell erleuchteten Fenstern. Hier fährt die Kamera in der Horizontalen von links nach rechts über die Bilder. Die letzte Zeichnung wird überblendet von einem ‚aerial shot‘ bzw. ‚panning shot‘ - die Kamera fliegt von links nach rechts über die „wirkliche“ nächtliche Skyline der Stadt. Die Stadtimpressionen wirken im ersten Moment noch abstrakt; nachtblau, bedeckt von kleinen Lichtquadraten.

Zusammenfassung der Kapitel

Analyse der Einstiegssequenz aus „Gloria“ (1980): Die Arbeit untersucht die ersten Filmminuten, in denen die städtische Atmosphäre mittels Musik und Kameraführung etabliert wird, um den Zuschauer in eine zunehmend bedrohliche Geschichte einzuführen.

Schlüsselwörter

Filmanalyse, John Cassavetes, Gloria, Einstiegssequenz, Kameraführung, Method Acting, audiovisuelle Montage, Filmmusik, New York, Jeri Dawn, Spannungsaufbau, Bildsymbolik, Kinematographie, Regie, Filmgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer formalen Szenenanalyse der ersten Minuten des Gangster-Dramas "Gloria" aus dem Jahr 1980.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die filmischen Gestaltungsmittel wie Kameraeinstellungen, Lichtgestaltung, Ton und Montage sowie deren psychologische Wirkung auf den Zuschauer.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie John Cassavetes durch eine gezielte audiovisuelle Gestaltung den Zuschauer von einer beobachtenden Distanz in eine intensive, subjektive Bindung zur Filmhandlung zieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine filmwissenschaftliche formale Analyse (Close Reading), bei der die Sequenz in ihre Einzelteile zerlegt und im Hinblick auf ihre inszenatorische Wirkung interpretiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entwicklung von abstrakten Stadtimpressionen hin zur konkreten Verfolgungssituation der Figur Jeri Dawn, inklusive der Fahrstuhlsequenz und der Einführung der zentralen Bedrohungsszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Titelthema "Gloria" und "John Cassavetes" sind Begriffe wie Filmanalyse, Kameraführung, Montage und audiovisuelle Gestaltung maßgeblich.

Warum spielt die Freiheitsstatue in der Analyse eine Rolle?

Sie dient als symbolisches Wahrzeichen für New York City und unterstreicht die "schwebende" Distanz, bevor der Film in die konkrete, beklemmende Handlung einsteigt.

Welche Bedeutung hat die Figur der Jeri Dawn für den Einstieg?

Jeri Dawn fungiert als Identifikationsfigur, die den Zuschauer in die Geschichte holt, bevor ihre Rolle durch die dramatischen Ereignisse der Familie Dawn abgelöst wird.

Wie wird die Spannung in der Fahrstuhlsequenz gesteigert?

Die Spannung wird durch schnelle Schnitte zwischen statischen Perspektiven (Vogelperspektive auf Jeri vs. Gangster im Flur) und den Einsatz von Handkamerabewegungen erzeugt.

Was bedeutet der "overtürenhafte Charakter" der Sequenz?

Die Sequenz fungiert wie eine musikalische Ouvertüre: Sie führt visuelle und thematische Motive ein, die den weiteren Verlauf des Films – die endlose Flucht durch die Stadt – programmatisch vorwegnehmen.

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Detalles

Título
Filmanalyse der Einstiegs-Sequenz in "Gloria" (1980)
Subtítulo
Regie: John Cassavetes / USA 121 min. / 35mm in Farbe
Universidad
Free University of Berlin  (Film und Theaterwissenschaften)
Curso
Filmanalyse 1.Semester - Dozent Christian Pischel
Calificación
2.0
Autor
Katrin Jacob (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
11
No. de catálogo
V344614
ISBN (Ebook)
9783668345744
ISBN (Libro)
9783668345751
Idioma
Alemán
Etiqueta
John Cassavetes Filmanalyse Opening
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Jacob (Autor), 2016, Filmanalyse der Einstiegs-Sequenz in "Gloria" (1980), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344614
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