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Foreign Account Tax Compliance Act. Einfluss und Hintergründe

Titre: Foreign Account Tax Compliance Act. Einfluss und Hintergründe

Dossier / Travail , 2016 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Christopher Berger (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Aufgrund der weltweiten Banken- und Finanzkrise Ende des vergangenen Jahrzehnts, sahen sich die Vereinigten Staaten von Amerika einerseits mit sinkenden Steuereinnahmen durch die zurückgehende Wirtschaftstätigkeit, andererseits mit erhöhten Ausgaben, infolge von Bankenrettung und Konjunkturprogrammen, konfrontiert.

Im Rahmen dieser Krise befasste sich der US-Kongress in diversen Befragungen und Untersuchungsausschüßen mit zahlreichen Gesetzesübertretungen, beziehungsweise aufsichtsrechtlichen Verfehlungen innerhalb des Finanzsektors. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuß des Kongresses auch mit der Beihilfe zur Steuerverkürzung durch Banken, welche ihre Geschäfte in Staaten mit einem strikten Bankgeheimnis betrieben. Durch diese undeklarierten Offshore-Konten entgingen den USA, geschätzt, jährliche Steuereinnahmen in Höhe von 100 Mrd. US-Dollar.

Die Verschleierungsstrategien reichten von simplen Diamantenschmuggel in Zahnpastatuben in die Schweiz, bishin zur umdeklarierung von Einnahmen aus US-Quellen mithilfe von Offshoretrusts.

Um der aus US Sicht mangelnden Zusammenarbeit ausländischer Finanzinstitute zu begegnen, schuf der Gesetzgeber weitreichende Regelungen den Informationsaustausch zu seinen Gunsten zu verbessern. Dies mündete im Jahr 2010 in der Verabschiedung des Foreign Account Tax Complance Act (FATCA), welcher neue Standards im internaionaen Informationsaustausch setzte, aber auch als unilateraler Eingriff in die Rechtssystem anderer Staaten kritisiert wurde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. FATCA Regelungen

1. Allgemein

2. Quellensteuer auf US-Erträge (withholdable payments).

III. Intergovernemental Agreements

1. Allgemein

2. Model 1 IGA

2.1. Model 1 IGA USA – Deutschland

3. Model 2 IGA

IV. FATCA im Kontext des OECD Informationsaustausches

V. Kritik

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und den Einfluss des Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) als US-amerikanisches Instrument zur Bekämpfung internationaler Steuerhinterziehung. Dabei wird analysiert, wie die USA durch ihre regulatorische Vorreiterrolle sowie durch intergouvernementale Abkommen den globalen Standard für den automatischen Informationsaustausch maßgeblich beeinflusst haben und mit welchen Herausforderungen dies für betroffene Finanzinstitute weltweit verbunden ist.

  • Entstehung und Hintergründe des FATCA im Nachgang der Finanzkrise
  • Mechanismen der Quellensteuer und Meldepflichten für ausländische Finanzinstitute
  • Struktur und Unterschiede zwischen Model 1 IGA und Model 2 IGA
  • FATCA als Impulsgeber für den OECD-Standard (Common Reporting Standards / CRS)
  • Kritische Würdigung der Implementierungskosten und rechtsstaatlicher Bedenken

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung

Aufgrund der weltweiten Banken- und Finanzkrise Ende des vergangenen Jahrzehnts, sahen sich die Vereinigten Staaten von Amerika einerseits mit sinkenden Steuereinnahmen durch die zurückgehende Wirtschaftstätigkeit, andererseits mit erhöhten Ausgaben, infolge von Bankenrettung und Konjunkturprogrammen, konfrontiert. Im Rahmen dieser Krise befasste sich der US-Kongress in diversen Befragungen und Untersuchungsausschüßen mit zahlreichen Gesetzesübertretungen, beziehungsweise aufsichtsrechtlichen Verfehlungen innerhalb des Finanzsektors. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuß des Kongresses auch mit der Beihilfe zur Steuerverkürzung durch Banken, welche ihre Geschäfte in Staaten mit einem strikten Bankgeheimnis betrieben. Durch diese undeklarierten Offshore-Konten entgingen den USA, geschätzt, jährliche Steuereinnahmen in Höhe von 100 Mrd. US-Dollar. Die Verschleierungsstrategien reichten von simplen Diamantenschmuggel in Zahnpastatuben in die Schweiz, bishin zur umdeklarierung von Einnahmen aus US-Quellen mithilfe von Offshoretrusts. Um der aus US Sicht mangelnden Zusammenarbeit ausländischer Finanzinstitute zu begegnen, schuf der Gesetzgeber weitreichende Regelungen den Informationsaustausch zu seinen Gunsten zu verbessern. Dies mündete im Jahr 2010 in der Verabschiedung des Foreign Account Tax Complance Act (FATCA), welcher neue Standards im internaionaen Informationsaustausch setzte, aber auch als unilateraler Eingriff in die Rechtssystem anderer Staaten kritisiert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Beschreibt die Entstehung von FATCA als Reaktion der USA auf die globale Finanzkrise und die damit verbundene Notwendigkeit, Steuereinnahmen aus undeklarierten Offshore-Konten zu sichern.

II. FATCA Regelungen: Erläutert die Kernmechanismen von FATCA, insbesondere die Quellensteuer auf US-Erträge und die Identifizierungs- sowie Meldepflichten für ausländische Finanzinstitute.

III. Intergovernemental Agreements: Analysiert die zwischenstaatlichen Abkommen (Model 1 und Model 2 IGA), die geschaffen wurden, um Konflikte mit nationalem Recht und Datenschutzbestimmungen zu lösen.

IV. FATCA im Kontext des OECD Informationsaustausches: Untersucht die Rolle von FATCA als Vorbild für den OECD-Standard (CRS) und beleuchtet die Unterschiede zwischen beiden Regelungswerken.

V. Kritik: Behandelt die Bedenken hinsichtlich des unilateralen Charakters von FATCA, die hohen administrativen Kosten für Finanzinstitute sowie Probleme bei der Reziprozität.

VI. Fazit: Fasst zusammen, dass FATCA zwar einen effektiven Standard gesetzt hat, aber weiterhin kritisch in Bezug auf Kosten-Nutzen-Verhältnisse und die internationale Umsetzung betrachtet wird.

Schlüsselwörter

FATCA, Steuerhinterziehung, Offshore-Konten, IRS, Quellensteuer, IGA, Finanzinstitute, OECD, Informationsaustausch, CRS, US-Person, Compliance, Steuerrecht, Bankgeheimnis, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das übergeordnete Ziel von FATCA?

Das primäre Ziel besteht in der Bekämpfung der Steuerhinterziehung durch US-Personen, die ihr Vermögen in Offshore-Konten verbergen, sowie in der Sicherstellung einer jährlichen Meldung dieser Erträge an die US-Steuerbehörde IRS.

Welche Akteure sind von den FATCA-Regelungen betroffen?

Betroffen sind vor allem ausländische Finanzinstitute (FFIs), die in Kontakt mit US-Personen stehen, sowie natürliche und juristische US-Personen selbst.

Wie werden die Meldepflichten technisch umgesetzt?

Dies erfolgt primär durch die Einbehaltung einer Quellensteuer in Höhe von 30 Prozent auf US-Erträge, sofern Finanzinstitute keine direkten Verträge mit dem IRS schließen oder im Rahmen von zwischenstaatlichen Abkommen (IGA) Daten an ihre lokalen Behörden übermitteln.

Was unterscheidet Model 1 IGA von Model 2 IGA?

Bei Model 1 erfolgt die Meldung über nationale Steuerbehörden, während bei Model 2 eine direkte Übermittlung der Daten vom Finanzinstitut an den IRS vorgesehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode liegt dieser Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Rechtsquellenanalyse, die den regulatorischen Rahmen und die Auswirkungen von FATCA auf internationaler Ebene untersucht.

Wie steht FATCA im Zusammenhang mit dem OECD-Standard (CRS)?

FATCA gilt als Blaupause für den von der OECD entwickelten Common Reporting Standard (CRS), der den automatischen Informationsaustausch global standardisieren soll, jedoch einige Unterschiede in Details und Sanktionsmechanismen aufweist.

Warum wird FATCA als unilateraler Eingriff kritisiert?

Kritiker bemängeln, dass FATCA in die Rechtssysteme anderer souveräner Staaten eingreift und die USA hohe Anforderungen stellen, während eine vergleichbare Reziprozität durch die USA gegenüber anderen Ländern oft nur eingeschränkt umgesetzt wird.

Welche Rolle spielt die Bagatellgrenze bei FATCA im Vergleich zum CRS?

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass FATCA im Gegensatz zum CRS eine Bagatellgrenze von 50.000 USD für Bestandskonten vorsieht, um den administrativen Aufwand zu steuern.

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Résumé des informations

Titre
Foreign Account Tax Compliance Act. Einfluss und Hintergründe
Université
University of Hamburg  (International Tax Institut)
Cours
US-Steuerrecht
Note
1,3
Auteur
Christopher Berger (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
17
N° de catalogue
V344707
ISBN (ebook)
9783668347632
ISBN (Livre)
9783668347649
Langue
allemand
mots-clé
foreign account compliance einfluss hintergründe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christopher Berger (Auteur), 2016, Foreign Account Tax Compliance Act. Einfluss und Hintergründe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344707
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Extrait de  17  pages
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