In dieser Bachelorarbeit wird der Wettbewerb in der Investmentfondsindustrie untersucht. Dabei werden nur aktiv gemanagte Fonds betrachtet. im Hinblick auf den Wettbewerb wird die Struktur des Marktes anhand des Modells von Porter analysiert. Des Weiteren wird dargestellt, wie die Kostenstruktur von Fonds aussieht und anhand empirischer Studien Schlüsse auf den Preiswettbewerb unter Investmentfonds gezogen. Zudem werden im Rahmen der Produktpolitik einige Eigenschaften von Fonds betrachtet. Dazu gehört die Performance und das Risiko eines Fonds, das Morningstar Rating und die Größe von Fonds bzw. der Fondsfamilie.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wettbewerb zwischen Fondsgesellschaften
2.1 Allgemeine Beschreibung des „5 Kräfte“ Modells von Porter
2.2 Betrachtung des Investmentfondmarktes anhand des „5 Kräfte“-Modells von Porter
2.2.1 Eintritt eines neuen Unternehmens
2.2.2 Gefahr eines Substitutes
2.2.3 Verhandlungsmacht der Käufer
2.2.4 Verhandlungsmacht der Zulieferer
2.2.5 Intensität innerhalb der Fondsindustrie
3. Preiswettbewerb
3.1 Kosten
3.2 Effektivität des Preiswettbewerbs
4. Produktwettbewerb
4.1 Performance
4.2 Morningstar Rating
4.3 Risiko
4.4 Eigenschaften von Fondsfamilien
5. Konsequenzen
5.1 Neue Fonds
5.2 Alte Fonds
5.3 Fondsgesellschaften
5.4 Fondsinvestoren
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert den Wettbewerb in der Investmentfondsindustrie unter Anwendung des "5 Kräfte"-Modells von Porter, um zu beurteilen, ob ein funktionierender Wettbewerb vorliegt. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Preis- und Produktpolitik die Entscheidungen von Investoren beeinflussen und welche Strategien Fondsgesellschaften verfolgen, um Kapital anzuziehen und ihre Gewinne zu maximieren.
- Strukturanalyse der Investmentfondsindustrie mittels Porters "5 Kräfte"-Modell
- Untersuchung der Bedeutung von Kosten und Gebühren für Investoren
- Analyse der Rolle von vergangener Performance und Morningstar Rating
- Beurteilung der Effektivität des Wettbewerbs
- Untersuchung spezifischer Strategien wie Cross-Fund Subsidization und Inkubation
Auszug aus dem Buch
4.2 Morningstar Rating
Das Morningstar Rating wurde 1985 zum ersten Mal von dem in Chicago ansässigen Unternehmen Morningstar veröffentlicht. Es gibt an, wie sich die Risiko- und Kosten-adjustierte Performance eines Fonds verglichen mit der Performance ähnlicher Fonds verhält und ordnet es dann einer Anzahl an Sternen zu. Es bewertet somit die vergangene Performance eines Fonds. Es gibt einige Anhaltspunkte, dass dieses Rating ein wichtiges Kriterium für Investoren darstellt, um Investitionsentscheidungen zu treffen. In einiger Literatur wird das Morningstar Rating als beliebtestes oder bekanntestes Hilfsmittel für die Investitionsentscheidung genannt. Gründe dafür sind die einfache Darstellung des Ratings durch die Sterne sowie die geringen Kosten, die bei der Beschaffung des Ratings für den gewünschten Fonds anfallen. Morey (2005) nennt zudem, dass Fonds größtenteils das Morningstar Rating nutzen, um für sich zu werben. Daher wird das Morningstar Rating als ein Kriterium für die Entscheidung der Investoren und damit als ein Merkmal der Qualität des Fonds vorgestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung von Investmentfonds ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Funktionsweise und Effektivität des Wettbewerbs in der Industrie unter Verwendung des Porter-Modells.
2. Wettbewerb zwischen Fondsgesellschaften: Dieses Kapitel wendet das "5 Kräfte"-Modell von Porter auf die Investmentfondsindustrie an, um die Wettbewerbsintensität und die strukturellen Rahmenbedingungen zu beleuchten.
3. Preiswettbewerb: Hier werden die verschiedenen Kostenarten untersucht und analysiert, wie preissensibel Investoren sind und ob Preisunterschiede als Zeichen für Marktversagen oder als Teil eines funktionierenden Wettbewerbs zu werten sind.
4. Produktwettbewerb: Dieses Kapitel konzentriert sich auf Performance, Morningstar Ratings, Risiko und Fondsfamilien-Eigenschaften als zentrale Differenzierungsmerkmale im Wettbewerb.
5. Konsequenzen: Hier werden die Auswirkungen der Marktstruktur und der angewandten Strategien auf neue Fonds, alte Fonds, Fondsgesellschaften und Fondsinvestoren reflektiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schließt, dass der Wettbewerb in der Fondsindustrie eher als Produktwettbewerb denn als Preiswettbewerb zu verstehen ist.
Schlüsselwörter
Investmentfonds, Porter Modell, Preiswettbewerb, Produktwettbewerb, Fondsgesellschaften, Performance, Morningstar Rating, Kapitalfluss, Fondsfamilien, Wettbewerbsanalyse, Kostenstruktur, Anlageentscheidung, Risikomanagement, Marktanteil, Investmentstrategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Wettbewerb innerhalb der Investmentfondsindustrie und bewertet, inwieweit dieser effektiv funktioniert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Struktur der Industrie gemäß Porters "5 Kräfte"-Modell, die Rolle von Kosten, Performance, Risiko und das Morningstar Rating als Entscheidungskriterien für Investoren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu beurteilen, ob der Wettbewerb in der Fondsindustrie funktioniert und inwieweit er eher über den Preis oder über Produkteigenschaften ausgetragen wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Analyse der Branchenstruktur wird das "5 Kräfte"-Modell von Michael E. Porter verwendet, ergänzt durch die Auswertung verschiedener empirischer Studien zu Kapitalflüssen und Anlegerverhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wettbewerbskräfte, eine tiefgehende Untersuchung von Preiswettbewerb (Kosten) und Produktwettbewerb (Performance, Rating, Risiko) sowie eine Reflexion über die strategischen Konsequenzen für Marktteilnehmer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Investmentfonds, Wettbewerb, Performance, Kostenstruktur, Morningstar Rating, Kapitalfluss und Fondsfamilien.
Was besagt die "cross-fund subsidization" Strategie?
Diese Strategie beschreibt, wie Fondsfamilien gezielt die Performance bestimmter Fonds (High Value Funds) durch Ressourcen oder Handelsaktivitäten anderer Fonds stützen, um insgesamt höhere Gewinne zu erzielen.
Warum spielt das Morningstar Rating eine so große Rolle für Investoren?
Es dient als einfaches und kostengünstiges Hilfsmittel zur Einordnung der vergangenen Performance und wird von vielen Investoren als Qualitätsmerkmal für die Auswahl eines Fonds genutzt.
Sind Investoren bei ihrer Fondswahl rational?
Die Arbeit deutet darauf hin, dass Investoren zwar rational handeln, jedoch unterschiedliche Präferenzen haben und neben rein finanziellen Aspekten wie Kosten und Rendite auch Faktoren wie Bequemlichkeit, Service und Medienaufmerksamkeit einbeziehen.
- Citar trabajo
- Florian Baldering (Autor), 2016, Preis- und Produktwettbewerb bei Investmentfonds, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344708