In dieser Hausarbeit werden zwei Werke des Naturalismus und Realismus thematisiert. Als naturalistisches Werk wurde "Gloria" von Benito Pérez Galdós und als realistisches Werk wurde "Insolación" von Emilia Pardo Bazón gewählt. In der Einleitung werden die literarische Figur, die Charakteristika des Realismus und Naturalismus definiert. Danach werden Textpassagen aus den Werken analysiert und miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Definition von Figur
1.2. Arten von Figurencharakterisierung nach Pfister
2. Eigenschaften von Realismus und Naturalismus
2.1. Realismus
2.2. Naturalismus
3. Inhaltsangabe von den Werken „Gloria“ und „Insolación“
4. Analyse der Figurenkonstellation von „Gloria“ und „Insolación“
4.1. Gloria
4.2. Insolación
5. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede in der Figurencharakterisierung zwischen dem realistischen Roman „Gloria“ von Benito Pérez Galdós und dem naturalistischen Werk „Insolación“ von Emilia Pardo Bazán, basierend auf den Kategorien von Manfred Pfister.
- Vergleich der Figurencharakteristik in Realismus und Naturalismus
- Anwendung der Kategorien von Manfred Pfister auf die Romananalyse
- Analyse der Figurenkonstellation beider Werke
- Untersuchung der Bedeutung von Umgebung und sozialer Schicht
- Darstellung der Rolle der Frau in der Literatur des 19. Jahrhunderts
Auszug aus dem Buch
4.1. Gloria
Im ersten Absatz der Textpassage wird zuerst das Zimmer sehr objektiv (ohne Kommentare des Autors) beschrieben, in dem zwei Personen sind. In dem Zimmer sind viele Bücher, das kann bedeuten, dass in dem Haus viel gelesen wird. Außerdem befinden sich im Zimmer „láminos de santos, busto de Sumopontífice, cuadro de un obispo, pluma la mano.“ Hier kann man vermuten, dass die beiden zusammenhalten und die Familie sehr religiös ist.
Der erste Absatz ist, wie oben erwähnt sehr objetktiv geschrieben, denn es wird im Zimmer alles nur so genau wie möglich beschrieben, damit der Leser sich das genau, wie auf einem Gemälde vorstellen kann. Es ist eine explizit-figurale Erzählweise.
Im zweiten Absatz wird der Name von der ersten Person genannt, „don Juan de Lantigua“. Es ist ein älterer Herr „mucho más de cincuenta“, der im Stuhl sitzt. Er ist sehr ernst, intelligent, körperlich kaputt, traurig und hasst sich selbst. Hier wird sein Gesicht auch sehr genau wie in einem Gemälde geschrieben. Am Ende von diesem Absatz steht „cuando le conozcamos mejor, veremos que aquel melancólico sentimiento, que tan claramente salía del hondo a la superficie de su persona“ (Z.19-22) Diese Figurencharakteristik ist explizit-auktorial.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definition des Begriffs der literarischen Figur sowie Vorstellung der Analysekategorien nach Pfister zur Untersuchung von Figurencharakteristika.
2. Eigenschaften von Realismus und Naturalismus: Theoretische Abgrenzung der beiden Literaturströmungen und deren methodische Herangehensweisen an die Wirklichkeitsdarstellung.
3. Inhaltsangabe von den Werken „Gloria“ und „Insolación“: Zusammenfassende Wiedergabe der Handlungen beider Romane als Grundlage für die anschließende Figurenkonstellationsanalyse.
4. Analyse der Figurenkonstellation von „Gloria“ und „Insolación“: Detaillierte Untersuchung der Figurenzeichnungen in den gewählten Textpassagen unter Berücksichtigung der auktorialen und figuralen Charakterisierungsarten.
5. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse, wobei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Frauenfiguren sowie der Einfluss der jeweiligen Epoche herausgearbeitet werden.
Schlüsselwörter
Figurencharakterisierung, Realismus, Naturalismus, Literaturwissenschaft, Figurenkonstellation, Gloria, Insolación, Manfred Pfister, Erzähltheorie, Frauenrolle, Romananalyse, literarische Figur, Epochenvergleich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die Figurencharakterisierung in einem realistischen und einem naturalistischen Roman anhand von ausgewählten Textpassagen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die literarische Figurenzeichnung, die theoretischen Unterschiede zwischen Realismus und Naturalismus sowie die Darstellung der Frau in der Literatur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist herauszufinden, ob die Figurencharakteristika in „Gloria“ und „Insolación“ den theoretischen Anforderungen des Realismus bzw. Naturalismus entsprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden die Kategorien der Dramenanalyse von Manfred Pfister auf die Romananalyse übertragen, um die Figuren systematisch zu charakterisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet neben der theoretischen Einordnung der Epochen eine detaillierte textnahe Analyse der Figurenkonstellationen in den beiden genannten Werken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Figurencharakterisierung, Realismus, Naturalismus, Frauenrolle und Erzähltheorie definiert.
Wie unterscheiden sich die Erzählweisen in den beiden untersuchten Werken?
In „Insolación“ wird ein hoher dialogischer Anteil genutzt, um Realismus zu erzeugen, während in „Gloria“ die Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes im Vordergrund steht.
Welche Rolle spielt die Großstadt in der Analyse?
Die Großstadt wird in beiden Werken als ein Ort des Elends thematisiert, was als gemeinsames Merkmal zwischen Realismus und Naturalismus interpretiert wird.
- Citation du texte
- Regina Tseytlina (Auteur), 2016, Naturalismus und Realismus. "Gloria" von Benito Pérez Galdós und "Insolación" von Emilia Pardo Bazón, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344709