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Exkurs zur Entwicklung von Butlers Begriff der Performativität

Titre: Exkurs zur Entwicklung von Butlers Begriff der Performativität

Dossier / Travail de Séminaire , 2016 , 24 Pages , Note: 1

Autor:in: Daniel Ackerman (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Judith Butler wurde am 24 Februar 1956 in Cleveland (USA) geboren. Sie lehrt als Professorin an der University of California, Berkeley. Ihr Werk „Das Unbehagen der Geschlechter“ katapultierte sie in den Olymp der Akademiker. Einer ihrer signifikantesten Beiträge zur „Performativität der Geschlechter“ ist Gegenstand dieser Arbeit. Ihr philosophisches Konstrukt verlangt ein großes Grundlagenwissen über einige poststrukturalistische Denker und darüber hinaus. Diese Arbeit versucht Grundannahmen, an welchen sich Judith Butler orientiert, zu beleuchten und einen möglichen Erkenntnisweg zu beschreiben.

Eingangs steht eine Darstellung des Poststrukturalismus, da Judith Butler in diese philosophische Tradition eingeordnet wird. Es folgt eine Auseinandersetzung mit Michael Foucaults „Ordnung des Diskurses“, da sein Werk von zentraler Bedeutung für Butler ist, und im Anschluss mit Butlers Verständnis des Diskurses.

Um tiefer in die Materie einzudringen, befasst sich die Arbeit mit dem Begriff der Performativität bei Austin, an den Derrida weiterführend mit seiner Dekonstruktionsund Iterationstheorie anknüpft. Danach sind Butlers Zugänge zu Freud und Bourdieu Gegenstand der Betrachtung und abschließend wird ihre Theorie der Performativität erläutert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Poststrukturalismus

3. Foucaults Diskurs

4. Der Subjektbegriff bei Butler

5. Butlers Diskursverständnis

6. Der Performativitätsbegriff bei Austin

7. Jacques Derridas Dekonstruktion

8. Konzept der Iteratibilität

9. Bourdieus Habitus, inkorporiertes kulturelles Kapital und Performativität

10. Individualpsychologisches Konzept Butlers

11. Butlers Begriff der Performativität

12. Fazit

13. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Fundierung des Begriffs der Performativität bei Judith Butler. Ziel ist es, die poststrukturalistischen, sprachphilosophischen und psychoanalytischen Bezugspunkte herauszuarbeiten, die Butlers Konzept der geschlechtlichen Identitätsbildung als diskursive und soziale Praxis erklären.

  • Poststrukturalistische Grundlagen und Diskursanalyse nach Foucault
  • Sprachphilosophische Aspekte der Performativität (Austin, Derrida)
  • Verkörperungstheorie und Bourdieus Habitus-Konzept
  • Psychoanalytische Dimensionen: Ödipuskonflikt und Melancholie
  • Kritik der Heteronormativität und Subjektivierung

Auszug aus dem Buch

Individualpsychologisches Konzept Butlers

Die sich aus der Zusammenführung des Begriffes der Performativität und Bourdieus Habitus-Konzept ergebende Schnittmenge versucht Butler, mit ihrer individualpsychologischen Erklärung zur Heterosexualität zu erweitern. Sie geht davon aus, dass es ein frühes Homosexualitätstabu gibt, auf das ein heterosexuelles Inzesttabu folgt (vgl. Jensen 1991, S. 256). Butler greift in ihrer individualpsychologischen Erklärung auf zwei Konzepte Sigmund Freuds zurück. Zum einen ist der ödipale Konflikt von Bedeutung, als zweites führt sie das Konzept der Melancholie an.

Der Begriff des ödipalen Konflikts bezeichnet alle ambivalenten Regungen, welche bei dem Kind in der ödipalen Phase ablaufen. Diese Regungen müssen nicht zwangsläufig sichtbar sein. Die ödipale oder phallische Phase tritt zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr auf. Verhaltensweisen, welche dem ödipalen Konflikt einzuordnen sind, können Regungen der Zuneigung, aber auch der Feindseligkeit gegenüber den Eltern sein. Nach Freud richten sich die sexuellen Wünsche des Kindes unbewusst auf den gegengeschlechtlichen Part der Eltern. Entgegengesetzt dazu baut das Kind gegenüber dem gleichgeschlechtlichen Elternteil Gefühle der Ablehnung, Eifersucht oder gar des Hasses auf (vgl. Laplanche/Pontalis 1973, S. 351 ff.).

Der positive Ödipuskonflikt kennzeichnet sich bei Jungen durch das Lösen von der Mutter als Liebesobjekt und die Verstärkung der Vateridentifizierung oder durch Lösung von der Mutter und der Identifizierung mit ihr. In analoger Weise kann dieser Konflikt sich auch aufseiten des kleinen Mädchens ergeben, die den weiblichen Charakter des Kindes prägt (vgl. Freud 1975, S. 300).

Um den Konflikt zu vervollständigen, besetzt das Kind beide Eltern, den einen Part durch Identifizierung und den anderen Part als Liebesobjekt. Diese Vater- und Mutteridentifizierung schlägt sich am Ende des Verlaufes im „Ich“ des Kindes nieder. Diese Veränderung tritt dem vorherigen „Ich“ des Kindes entgegen und formt sich zu dem „Über-Ich“ oder auch „Ich-Ideal“ (vgl. Freud 1975, S. 300 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Judith Butlers Werk vor und umreißt den methodischen Weg der Arbeit, der über Poststrukturalismus, Foucault, Austin, Derrida, Bourdieu und Freud zur Performativitätstheorie führt.

2. Poststrukturalismus: Dieses Kapitel definiert den Poststrukturalismus als Sammelbegriff für Theorien, die Sprache nicht als Beschreibung von Wirklichkeit, sondern als performative Erzeugung sozialer Realität begreifen.

3. Foucaults Diskurs: Das Kapitel erläutert Foucaults Verständnis von Diskurs als Kontrollsystem und seine Relevanz für die machttheoretische Fundierung von Wissen und Subjektivität bei Butler.

4. Der Subjektbegriff bei Butler: Es wird dargelegt, wie Butler das Subjekt nicht als autonomes Ich, sondern als durch Sprache und Subjektivation geformtes Produkt von Strukturen betrachtet.

5. Butlers Diskursverständnis: Hier wird Butlers Anschluss an Foucault vertieft, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Diskursen und der Konstituierung von Subjekten liegt.

6. Der Performativitätsbegriff bei Austin: Das Kapitel analysiert Austins Sprechakttheorie und die Unterscheidung in lokutionäre, illokutionäre und perlokutionäre Akte als Basis für Butlers Theorie.

7. Jacques Derridas Dekonstruktion: Es wird erläutert, wie Derridas Ansatz der Dekonstruktion und das Konzept der Différance dazu dienen, feste Sinnzuschreibungen und Hierarchien zu hinterfragen.

8. Konzept der Iteratibilität: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung der Wiederholbarkeit von Zeichen bei Derrida und wie dies zur Veränderung von Kontext und Bedeutung beiträgt.

9. Bourdieus Habitus, inkorporiertes kulturelles Kapital und Performativität: Hier wird Bourdieus Konzept des Habitus als Brücke für die soziale Komponente in Butlers Theorie und die Verkörperung performativer Akte vorgestellt.

10. Individualpsychologisches Konzept Butlers: Das Kapitel zeigt auf, wie Butler mittels Freuds Ödipuskomplex und dem Konzept der Melancholie die Herausbildung von Geschlechtsidentitäten und Heterosexualität erklärt.

11. Butlers Begriff der Performativität: Dieses Kapitel fasst die Gesamttheorie zusammen und diskutiert die Wirkmächtigkeit der heterosexuellen Matrix sowie die Rolle von Normen bei der Identitätsbildung.

12. Fazit: Das Fazit resümiert die Synthese verschiedener theoretischer Ansätze in Butlers Werk und betont die Komplexität ihrer Performativitätstheorie.

13. Literatur: Das Literaturverzeichnis führt alle verwendeten Quellen und Texte auf.

Schlüsselwörter

Judith Butler, Performativität, Poststrukturalismus, Michel Foucault, Diskurs, Subjektwerdung, Dekonstruktion, Jacques Derrida, Iteratibilität, Pierre Bourdieu, Habitus, Sigmund Freud, Ödipuskonflikt, Heteronormativität, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Performativitätsbegriffs bei der Philosophin Judith Butler.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft Diskurstheorie, Sprachphilosophie (Sprechakttheorie), Dekonstruktion, Soziologie (Habitustheorie) und Psychoanalyse zur Erklärung von Geschlechteridentitäten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll nachgezeichnet werden, wie Butler verschiedene Denktraditionen integriert, um zu erklären, wie Geschlechtsidentität als ein Prozess der diskursiven und sozialen Praxis entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wendet eine strukturierte theoretische Analyse an, bei der die Konzepte maßgeblicher Denker (Foucault, Austin, Derrida, Bourdieu, Freud) im Kontext von Butlers Theorie expliziert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine schrittweise Herleitung: angefangen bei den poststrukturalistischen und diskurstheoretischen Grundlagen über sprachphilosophische Ansätze bis hin zur Einbeziehung soziologischer und psychoanalytischer Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Performativität, Diskurs, Subjektwerdung, Heteronormativität und Dekonstruktion charakterisiert.

Wie erklärt Butler die Verbindung von Sprache und körperlicher Identität?

Butler nutzt hierbei das Konzept der Verkörperung (Habitus) und psychoanalytische Ansätze, um zu zeigen, dass sich performative Diskurse als Haltung und Identität im Individuum manifestieren.

Warum bezieht Butler Freud in ihre Theorie ein?

Butler zieht Freud heran, um die individualpsychologische Entstehung der Heterosexualität zu erklären, insbesondere durch den ödipalen Konflikt und die Verinnerlichung von Objekten mittels Melancholie.

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Résumé des informations

Titre
Exkurs zur Entwicklung von Butlers Begriff der Performativität
Université
University of Frankfurt (Main)  (PEG)
Cours
Judith Butler im Diskurs der Erziehungswissenschaften
Note
1
Auteur
Daniel Ackerman (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
24
N° de catalogue
V344951
ISBN (ebook)
9783668345133
ISBN (Livre)
9783668345140
Langue
allemand
mots-clé
exkurs entwicklung butlers begriff performativität
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Citation du texte
Daniel Ackerman (Auteur), 2016, Exkurs zur Entwicklung von Butlers Begriff der Performativität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344951
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