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Mehrfachadressierung im postmodernen Kinderroman

Título: Mehrfachadressierung im postmodernen Kinderroman

Trabajo de Seminario , 2016 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christina Kliemt (Autor)

Filología alemana - Otros
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Gibt man in das Suchfeld des Online-Kataloges der Universitätsbibliothek Leipzig den Begriff „Mehrfachadressierung“ ein, so erscheint bereits an sechster Stelle ein Sammelband mit dem Titel Kinder- und Jugendliteratur im Fremdsprachenunterricht. An neunter Stelle erscheint ein weiterer.

Dies erscheint auf den ersten Blick nicht unbedingt nachvollziehbar, da ja allein schon der Begriff „Kinder- und Jugendliteratur“ den Adressaten eindeutig zu bestimmen scheint - aber ist das wirklich so? Muss im Zeitalter der sogenannten „All-Age-Literatur“, der früh einsetzenden Förderung von Kindern und Jugendlichen nicht vielmehr davon ausgegangen werden, dass auch die Grenzen zwischen Kinder- und Jugendliteratur auf der einen und Erwachsenenliteratur auf der anderen Seite zunehmend aufgeweicht werden? Gibt es vielleicht sogar Kinder- und Jugendliteratur, die den erwachsenen Leser nicht als Vermittler, sondern als gleichberechtigten Adressaten anspricht? Und sollte es so sein, woran können wir das erkennen? Mit diesen Fragen wird sich die vorliegende Arbeit im Folgenden beschäftigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Fragestellungen und methodisches Vorgehen

2. Mehrfachadressiertes Sprachhandeln

2.1 Mehrfachadressierung in der (post-)modernen Kinder- und Jugendliteratur

2.2 Adressatenqualifizierungen

3. Rico, Oskar und die Tieferschatten (Steinhöfel, 2008)

3.1 Analyse

4. Fazit

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Phänomen der Mehrfachadressierung linguistisch in einem zeitgenössischen Kinderroman nachweisbar ist. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie der Roman „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ gezielt sowohl kindliche als auch erwachsene Leserschichten durch spezifische sprachliche Gestaltungsmittel anspricht, ohne dabei in eine rein doppelsinnige Kommunikation zu verfallen.

  • Grundlagen des mehrfachadressierten Sprachhandelns nach Peter Kühn.
  • Aktueller Forschungsstand zur Mehrfachadressierung in der Kinder- und Jugendliteratur.
  • Linguistische Analyse von Textstellen im Hinblick auf phonetische, syntaktische und rhetorische Merkmale.
  • Untersuchung der Komik als verbindendes Element zwischen den verschiedenen Adressatengruppen.
  • Reflexion über die Grenzen zwischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur.

Auszug aus dem Buch

3.1 Analyse

Die Analyse wird die für die Mehrfachadressierung zentralen Textstellen linguistisch untersuchen. Die Adressierung kann dabei unterschiedlicher Natur sein. Eine Textstelle kann sowohl beide Lesergruppen auf ein- und derselben Ebene adressieren, sie kann aber auch nur für eine der beiden Gruppen interessant sein. Indikatoren für die Mehrfachadressierung können ebenfalls verschiedenster Art sein. Sie können auf Ebene der Phonetik oder Syntax liegen, aber auch Ironie und Metaphern sind Mittel zum Erreichen der Mehrfachadressierung. Im ersten Beispiel wird sie zum Beispiel durch phonetische Mittel erreicht:

(1) „Berts studiert Beh-Weh-El, das hat was mit Geld zu tun, also weiß er wohl Bescheid.“ (Steinhöfel 2008, 21)

Die phonetische Schreibweise der für den Studiengang „Betriebswirtschaftslehre“ gängigen Abkürzung „BWL“ sorgt für einen Verfremdungseffekt, der diese Passage komisch wirken lässt. Der Nebensatz „das hat was mit Geld zu tun“ verstärkt diese Komik, da sie eine stark vereinfachte Definition des Begriffs darstellt. Eventuell sorgt sie bei dem einen oder anderen Leser, der auf diesem Gebiet nicht sehr bewandert ist, sogar für eine Identifikation, da sein eigenes Wissen auch nicht über Ricos simple Definition hinausgeht. Hier wird also ein Leser mit einem bestimmten Weltwissen angesprochen, welches ein Kind von 10 Jahren eventuell noch nicht hat (sofern es in seiner Lebenswirklichkeit keinen Bezug zu diesem Gebiet gibt, etwa durch Familienangehörige oder Freunde). Diesem entgeht vielleicht die Komik, die Erklärung als solche jedoch wird ihm wahrscheinlich für den hier dargestellten Zweck genügen.

Die beiden Lesergruppen, Kinder und Erwachsene, werden hier auf unterschiedliche Art und Weise, also mehrfach, adressiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema Mehrfachadressierung und Definition des Erkenntnisinteresses sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2. Mehrfachadressiertes Sprachhandeln: Theoretische Fundierung des Begriffs der Mehrfachadressierung auf Basis der linguistischen Arbeiten von Peter Kühn.

3. Rico, Oskar und die Tieferschatten (Steinhöfel, 2008): Inhaltsangabe des Primärtextes und anschließende linguistische Analyse relevanter Textstellen hinsichtlich ihrer mehrfachen Adressierbarkeit.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse und Diskussion über die zunehmende Verschwimmung der literarischen Gattungsgrenzen.

5. Ausblick: Diskussion über die Notwendigkeit weiterführender Forschung, insbesondere unter Einbeziehung außersprachlicher Faktoren wie Covergestaltung oder Illustrationen.

Schlüsselwörter

Mehrfachadressierung, Kinder- und Jugendliteratur, Rico Oskar und die Tieferschatten, linguistische Analyse, Crossover-Literatur, Peter Kühn, Sprachhandeln, All-Age-Literatur, literarische Kommunikation, Rezeptionsästhetik, polyvalentes Sprachhandeln, Erzählstruktur, Kindheit, Erwachsenenliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das linguistische Konzept der Mehrfachadressierung innerhalb des Kinderromans „Rico, Oskar und die Tieferschatten“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die theoretische Definition von Mehrfachadressierung, die Analyse von Sprachhandeln in literarischen Texten und die Dynamik zwischen kindlichen und erwachsenen Lesern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob und wie der Autor sprachliche Mittel einsetzt, um gleichzeitig ein kindliches und ein erwachsenes Publikum anzusprechen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine linguistische Textanalyse angewandt, die sich auf die Arbeiten von Peter Kühn stützt und die Absichtlichkeit der Mehrfachadressierung an konkreten Beispielen prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Herleitung der Mehrfachadressierung als auch eine detaillierte Analyse spezifischer Textstellen aus Steinhöfels Roman.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mehrfachadressierung, Crossover-Literatur, Sprachhandeln und die Untersuchung der Leser-Text-Relation.

Inwiefern spielt der Protagonist Rico eine Rolle für die Analyse?

Rico fungiert als Vermittler, dessen spezifische Wortschöpfungen und kognitive Eigenheiten als Ausgangspunkt für die Analyse der Mehrfachadressierung dienen.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Gattungsgrenzen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Grenzen zwischen Kinder- und Erwachsenenliteratur durch mehrfachadressierte Texte zunehmend verschwimmen und eine engere Einordnung in die Allgemeinliteratur diskutiert werden sollte.

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Detalles

Título
Mehrfachadressierung im postmodernen Kinderroman
Universidad
University of Leipzig  (Philologische Fakultät/Herder-Institut)
Curso
Textlinguistik und Textsortenanalyse
Calificación
1,3
Autor
Christina Kliemt (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V345017
ISBN (Ebook)
9783668346659
ISBN (Libro)
9783668346666
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mehrfachadressierung Textlinguistik Kinderliteratur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Kliemt (Autor), 2016, Mehrfachadressierung im postmodernen Kinderroman, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345017
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