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"Der Schimmelreiter" von Theodor Storm. Eine typische Novelle?

Título: "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm. Eine typische Novelle?

Ensayo , 2015 , 6 Páginas

Autor:in: Miriam Schmidt (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Der Essay behandelt die Fragestellung, inwiefern die Novelle „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm ein Beispiel für eine typische Novelle ist, beziehungsweise den bekannten Novellenkriterien entspricht.

Hierfür werden verschiedene Definitionen der Novelle herangezogen und auf Storms Novelle angewendet. Theodor Storm selbst hat ebenfalls eine Definition verfasst, welche auch in Bezug auf den „Schimmelreiter“ diskutiert wird. Aus diesen Definitionen ergeben sich einige wiederkehrende Kriterien für die Textsorte Novelle. Diese Kriterien sind hilfreich, um den „Schimmelreiter“ als Novelle einordnen zu können. Außerdem wird die Frage erörtert, ob diese Novelle ein typisches Beispiel ihrer Gattung darstellt.

Die Novelle „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm wurde im Jahr 1888 veröffentlicht und erzählt die Geschichte von einem Deichgrafen in Norddeutschland, mit Namen Hauke Haien. Dabei gibt es zwei Rahmenhandlungen innerhalb derer die Erzählung stattfindet. Ein immer wiederkehrender Konflikt in der Novelle ist die Gegenüberstellung von Technik und rationalem Denken auf der einen und dem Aberglauben auf der andern Seite.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Novellendefinitionen und deren Anwendung auf "Der Schimmelreiter"

2.1 Ch.M. Wielands Definition der Novelle

2.2 Goethes Definition der Novelle

2.3 Paul Heyses Novellendefinition und das Dingsymbol

3. Die Novellendefinition nach Theodor Storm

4. Zentrale Merkmale und der Bezug zum Drama

5. Rahmenerzählungen im Vergleich

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Theodor Storms Novelle "Der Schimmelreiter" den gattungsspezifischen Kriterien einer klassischen Novelle entspricht, indem sie verschiedene historische Definitionen auf das Werk anwendet und kritisch diskutiert.

  • Analyse novellentheoretischer Definitionen von Wieland, Goethe und Heyse
  • Untersuchung von Dingsymbolik und Strukturmerkmalen
  • Vergleich der Novellenform mit dem geschlossenen Drama
  • Diskussion des Konflikts zwischen Technik, Glaube und Aberglaube
  • Bewertung der Rahmenerzählungsstruktur

Auszug aus dem Buch

Die Novellendefinition von Paul Heyse

Eine weitere Novellendefinition hat Paul Heyse verfasst. Er versteht die Novelle als Beweis dafür, „[…] wie sehr auch die kleinste Form großer Wirkungen fähig sei,[…]“viii Er begründet dies damit, dass „[…] die Novelle[…]im Gegensatz zum Roman den Eindruck eben so verdichtet, auf Einen Punkt sammelt und dadurch zur höchsten Gewalt zu steigern vermag[…]“ix

Wenn man sich in Bezug auf diese Aussage Storms Novelle anschaut ergibt sich wieder das bereits geschilderte Problem. Denn „Der Schimmelreiter“ ist zwar kürzer und in seiner Erzählung komprimierter als ein Roman, jedoch wesentlich länger und ausführlicher als die meisten Novellen.

Weiter geht Heyse auf „[…] das Specifische, das diese Geschichte von tausend anderen unterscheidet.“ einx Dies ist ein Hinweis auf das spezifische Dingsymbol einer Novelle, welches sein Vorbild in dem Falken aus Bocciaccios „Decamerone“ erkennen lässt. Dieses Dingsymbol hat im Gegensatz zu einem Leitmotiv nicht die Funktion der Gliederung und Akzentuierung. Es ist vielmehr ein charakteristisches Merkmal der Novelle. Hieraus ergibt sich allerdings die Frage, ob die Identifikation und Interpretation des jeweiligen Dingsymbols, nicht bereits eine Interpretation der gesamten Novelle darstellt. Außerdem existieren einige Novellen, die kein spezifisches Dingsymbol beinhalten.xi Trotz alledem ist das Dingsymbol ein maßgebliches Novellenkriterium.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik ein und formuliert die Leitfrage, ob "Der Schimmelreiter" als typische Novelle zu klassifizieren ist.

2. Novellendefinitionen und deren Anwendung auf "Der Schimmelreiter": Verschiedene historische Definitionen (Wieland, Goethe, Heyse) werden erläutert und an Storms Werk auf ihre Anwendbarkeit hin geprüft.

3. Die Novellendefinition nach Theodor Storm: Storms eigene Auffassung der Novelle als "Schwester des Dramas" wird dargelegt und der Bezug zur dramatischen Struktur des Werkes hergestellt.

4. Zentrale Merkmale und der Bezug zum Drama: Hier wird der Konflikt zwischen Aberglaube und Technik als zentrales Element analysiert und mit der Forderung nach Ausscheidung des Unwesentlichen verknüpft.

5. Rahmenerzählungen im Vergleich: Die Struktur der Erzählebenen wird untersucht und mit klassischen Beispielen wie dem "Decamerone" verglichen.

6. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt mit dem Ergebnis, dass trotz untypischer Längen das Werk als Novelle einzuordnen ist.

Schlüsselwörter

Der Schimmelreiter, Theodor Storm, Novellentheorie, Dingsymbol, Hauke Haien, Rahmenerzählung, Literaturgattung, Technik versus Aberglaube, Drama, Erzählstruktur, Novellenkriterien, Literaturwissenschaft, Geisterpferd, Katastrophe, Klassifizierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern Theodor Storms Werk "Der Schimmelreiter" die Kriterien erfüllt, die theoretisch an die Textsorte "Novelle" gestellt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Neben der Gattungsbestimmung stehen die Anwendung klassischer Novellendefinitionen, die Funktion von Dingsymbolen und die Parallelen zwischen Novellenstruktur und Drama im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu erörtern, ob "Der Schimmelreiter" ein typisches Beispiel seiner Gattung darstellt oder ob es aufgrund seiner epischen Ausführlichkeit davon abweicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, bei der definitorische Kriterien (z.B. von Goethe oder Heyse) auf den Textinhalt appliziert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Novellendefinitionen, die Analyse der Symbolik sowie die Untersuchung des dramatischen Spannungsaufbaus und der Rahmenerzählungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Novellentheorie, Dingsymbolik, Rahmenerzählung und die Gegenüberstellung von technischem Fortschritt und Aberglaube.

Warum wird das Dingsymbol im Kontext des "Schimmelreiters" als kritisch betrachtet?

Obwohl der Schimmel als Dingsymbol für den Teufelspakt und das Scheitern steht, hinterfragt die Autorin, ob die Interpretation solcher Symbole nicht bereits eine vorweggenommene Gesamtdeutung des Werkes darstellt.

Inwieweit spielt die Figur des Hauke Haien eine Rolle bei der Gattungsbestimmung?

Hauke Haiens rationales Weltbild steht im Konflikt mit der abergläubischen Umwelt, was die im Novellenmodell geforderte Zuspitzung auf einen zentralen Konflikt massiv unterstützt.

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Detalles

Título
"Der Schimmelreiter" von Theodor Storm. Eine typische Novelle?
Autor
Miriam Schmidt (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
6
No. de catálogo
V345034
ISBN (Ebook)
9783668346857
Idioma
Alemán
Etiqueta
Novelle Literaturwissenschaft Storm Schimmelreiter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Miriam Schmidt (Autor), 2015, "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm. Eine typische Novelle?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345034
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