Die Arbeit ist im Rahmen einer Projektarbeit der Universität Rostock entstanden. Sie stellt das "Geschäftsmodell Ökobank" vor und erläutert anhand der Wettbewerbsvor- und -nachteile von Porter dessen Zukunftsfähigkeit. Da es sich um eine Projektarbeit handelt, sind wesentliche Sachverhalte überblickartig dargestellt.
Um diese Problemstellung zu beantworten und eine Aussage über die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells treffen zu können, sollen zu Beginn der Arbeit die untersuchten Banken kurz vorgestellt werden. Im zweiten Kapitel erfolgt dann die Erläuterung des Konzepts der Ökobank. Anschließend leitet das dritte Kapitel die Wettbewerbsvor- und -nachteile ab, anhand derer die Zukunftsfähigkeit der Ökobanken beurteilt werden soll. Die Analyse erfolgt aus Sicht der alternativen Banken selbst sowie aus der des Kundenkreises. Das vierte Kapitel fasst die Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Grundlegung
2 Geschäftsmodell Ökobank
3 Wettbewerbsvor- und -nachteile des Geschäftsmodells Ökobank
3.1 Vor- und Nachteile des Geschäftsmodells aus Kundensicht
3.2 Konkurrenzfähigkeit
3.3 Langfristige Beständigkeit
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells alternativer Banken durch eine Analyse ihrer Wettbewerbsvor- und -nachteile zu bewerten, um eine fundierte Aussage über deren Marktperspektiven zu treffen.
- Analyse der Geschäftsmodelle und Leitgedanken von Ökobanken.
- Untersuchung der Wettbewerbsposition aus Kunden- und Bankensicht.
- Beurteilung der Zukunftsfähigkeit anhand von Risikostruktur und Marktumfeld.
- Herausarbeitung von Stärken, wie der Zielgruppenorientierung, im Vergleich zu konventionellen Instituten.
Auszug aus dem Buch
3.2 Konkurrenzfähigkeit
Die Zahl der Anbieter von nachhaltigen, sozial-ökologischen Finanzdienstleistungen wächst stetig. Das Phänomen der Nachahmung findet sich häufig in reifen Branchen, zu denen auch der Bankenmarkt zählt. Demnach hat sich das Konzept der Ökobank an drei Seiten mit Konkurrenz auseinanderzusetzen:
Der Wettbewerb für Ökobanken besteht zum Ersten zwischen den einzelnen alternativen Instituten selbst, wobei sich im Weiteren auf die unter Grundlagen beschriebenen Banken beschränkt wird, zum Zweiten gegenüber dem übrigen Bankensektor sowie drittens gegenüber Versicherungen.
LOCHMAIER gibt an, dass der Wettbewerb zwischen den Ökobanken steigt. Auf der anderen Seite betont er, dass es Markteinsteigern Schwierigkeiten bereitet den bestehenden Marktführern – GLS und UmweltBank – Marktanteile abzuwerben. Vor allem im Anlagebereich fehlt es laut LOCHMAIER an Kundenvertrauen.
Dieses Vertrauen entsteht oftmals erst nach langfristiger Kundenbetreuung. Als Direktbank, muss die Ökobank einen Ausbau alternativer Vertriebswege, wie dem Call-Center, dem Internet und künftig auch dem Web-Handy verfolgen, um für ihre Kunden erreichbar zu sein. Dafür spricht, dass der Bank ein zusätzlicher Ertrag durch die Möglichkeit einer individuellen Beratung bzw. einem persönlichen Kontakt mit dem Kunden, was Universalbanken über ein ausgedehntes Filialnetz realisieren, nicht entgeht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Grundlegung: Dieses Kapitel systematisiert alternative Banken anhand ihrer Wertevorstellungen und Leitgedanken, von anthroposophischen Instituten bis hin zur UmweltBank.
2 Geschäftsmodell Ökobank: Hier wird das Geschäftsmodell als leistungssystemische Darstellung erläutert, wobei insbesondere die Trennung in einen Normal- und einen Förderbereich sowie die Zielgruppenorientierung im Fokus stehen.
3 Wettbewerbsvor- und -nachteile des Geschäftsmodells Ökobank: Dieses Kapitel analysiert die Wettbewerbsfähigkeit der Banken aus Kundensicht, den Marktwettbewerb durch Nachahmer und Versicherungen sowie die langfristige Beständigkeit unter Berücksichtigung demografischer und struktureller Faktoren.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsfähigkeit der Ökobanken positiv, betont jedoch die Herausforderungen durch begrenzte Risikostreuung.
Schlüsselwörter
Ökobank, Geschäftsmodell, Nachhaltigkeit, Wettbewerbsvorteile, Zielgruppenbank, Finanzkrise, GLS Bank, UmweltBank, Direktbank, Zukunftsfähigkeit, Sozial-ökologische Geldanlage, Risikodiversifizierung, Kreditvergabekriterien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells von alternativen und Ökobanken unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Wettbewerbssituation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Systematisierung verschiedener alternativer Banken, deren Geschäftsmodell-Strukturen sowie die Analyse von Vor- und Nachteilen gegenüber konventionellen Wettbewerbern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Beurteilung, ob das Geschäftsmodell „Ökobank“ in einem sich wandelnden Finanzmarkt langfristig bestehen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse der Wettbewerbsvor- und -nachteile, gestützt auf fachwissenschaftliche Literatur, Branchenberichte und Kundenumfragen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Geschäftsmodelle, die detaillierte Analyse der Wettbewerbsfaktoren aus Kunden- und Bankensicht sowie eine Risikoeinschätzung für die Zukunft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Ökobank, Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Zielgruppenorientierung und langfristige Beständigkeit.
Warum ist das Kundenvertrauen für Ökobanken so wichtig?
Da Ökobanken in einem hochsensiblen Anlagebereich agieren, ist Kundenvertrauen ein kritischer Wettbewerbsfaktor, der sich laut Analyse erst durch langfristige Betreuung und Transparenz aufbaut.
Wie wirkt sich die Spezialisierung auf das Risiko aus?
Die starke Spezialisierung auf eine Nische und eine homogene Zielgruppe limitiert die Risikodiversifizierung, was laut Autorin ein wesentlicher Nachteil gegenüber breit aufgestellten Universalbanken ist.
- Citation du texte
- Franziska Wietzke (Auteur), 2012, Alternativ- und Ökobanken. Ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345147