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Ekkehard Martens und seine Methodik im Philosophieunterricht

Wie können Martens Methoden im Unterricht angewandt werden?

Título: Ekkehard Martens und seine Methodik im Philosophieunterricht

Trabajo Escrito , 2016 , 25 Páginas , Calificación: 11 Punkte

Autor:in: Anika Mehner (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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In dieser Arbeit soll versucht werden, zwei Möglichkeiten zu präsentieren, wie Martens' Methoden im Philosophieunterricht angewandt werden könnten. Dabei soll sich erstere an einer Thematik orientieren, die mit Hilfe von Texten bearbeitet werden soll, letztere soll einem freieren Philosophieren gewidmet sein.

In der deutschen Schulbildungslandschaft wird spätestens seit dem PISA-Schock eine Debatte um den Kompetenzerwerb geführt, welcher nicht zuletzt mit den Kerncurricula in den Vordergrund rückte. Der Schulunterricht soll sich stärker als bisher an messbaren Ergebnissen orientieren. Die Rolle der Schule ist dabei im Wandel, sie ist nicht mehr nur als eine Institution der reinen Wissensvermittlung anzusehen. Den Lernenden sollen zudem grundlegende Kompetenzen vermittelt werden. Diese sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, sich in einer demokratischen Gesellschaft zurechtzufinden und aktiv zu beteiligen.

Die neuen Kerncurricula benennen in diesem Zusammenhang eine Vielzahl von Kompetenzen, wie Empathiefähigkeit, Sozialkompetenz, oder interkulturelle Kompetenz. Dabei wird mehr und mehr angenommen, dass der Ethik- bzw. Philosophieunterricht, aufgrund seiner strukturellen und thematischen Konzeption, diese gut vermitteln kann, unter anderem, weil er offen für alltägliche Problemstellungen und schülerorientiert ausgerichtet ist. Heutige Kompetenzen zielen darauf ab, dass die Lernenden in die Lage versetzt werden, Probleme zu diskutieren, mit gegebenen Argumenten zu arbeiten und eigene zu entwickeln, eine Fähigkeit, die sich viele Fächer zum Ziel setzen.

Hierbei leistet Ekkehard Martens einen Beitrag. Dieser bezieht sich auf die konkreten Arbeitsmethoden des Philosophieunterrichts. Martens spricht von fünf Methoden als Kompetenzen des Philosophierens: der phänomenologischen, hermeneutischen, analytischen, dialektischen und spekulativen Methode, die dem Philosophieunterricht eigens seien. Nach Martens sei Philosophieren eine lehr- und lernbare „Kulturtechnik". Der Autor erkennt damit, wie auch die Schulpolitik, Methoden als wichtigen Bestandteil einer Förderung zur Reflexionsfähigkeit und Persönlichkeitsentwicklung an.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Martens` Methodenkompetenzen

1.1. Verbindung zu den Kompetenzbereichen im Kerncurriculum

2. Martens` Methodik im Unterricht

2.1. Die Frage nach der Vorstellung von Moral – Kants und Benthams Moralbegründungen

2.1.1. Begründung des Themas

2.1.2. Mögliche Lernziele

2.1.3. Anwendung der Methodenkompetenzen am Text

2.2. Die Frage nach der Verantwortung beim moralischen Werten – Nagels Antwort auf Kant

2.2.1. Begründung des Themas

2.2.2. Mögliche Lernziele

2.2.3. Textfreie Anwendung der Methodenkompetenzen als sokratisches Gespräch

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Anwendung der fünf Methodenkompetenzen des Philosophierens nach Ekkehard Martens im Philosophie- und Ethikunterricht der gymnasialen Oberstufe. Dabei wird analysiert, wie diese Methoden genutzt werden können, um ethische Konzepte – insbesondere Kants Pflichtethik, Benthams Utilitarismus und Thomas Nagels Überlegungen zur moralischen Kontingenz – zu erarbeiten, zu reflektieren und zur Ausbildung einer eigenen Urteilsfähigkeit der Lernenden beizutragen.

  • Ekkehard Martens’ fünf Methoden des Philosophierens (phänomenologisch, hermeneutisch, analytisch, dialektisch, spekulativ)
  • Verknüpfung fachdidaktischer Methoden mit Kompetenzbereichen moderner Kerncurricula
  • Klassische und moderne ethische Begründungsweisen (Deontologie vs. Utilitarismus)
  • Erarbeitung von Moralverständnis durch Fallbeispiele und Gedankenexperimente
  • Thematisierung moralischer Verantwortung und "Moral Luck" (Thomas Nagel)

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Frage nach der Vorstellung von Moral – Kants und Benthams Moralbegründungen

Für Kant gilt als absolut und uneingeschränkt gut der gute Wille des Menschen. Er setzt sich hierbei von der damalig noch populären religiösen Moral ab und widmet sich der Bedienung des eigenen Verstandes. Da der menschliche Wille im Bilden von Maximen durch die eigene Vernunft gelenkt bzw. genötigt werden kann, etabliert Kant menschliche Autonomie, die mit der Moral zusammenhängt. Die menschliche Vernunft stellt hier den Ausgangspunkt des Erkennens moralischer Gesetze dar, und aus Achtung vor diesen entsteht die Pflicht, den Gesetzen Folge zu leisten. Für die Kantische Auffassung von Moral soll ein fiktives Interview dienen, in welchem Kant seine Moralkonzeption vereinfacht erklärt.

Kant geht von kategorischen, allgemeingültigen Gesetzen aus, die ungeachtet ihrer Folgen moralisch wertvoll sind, sofern der gute Wille und die Pflicht bestehen, ihnen Folge zu leisten. Die Pflicht begründet die moralische Richtigkeit und die moralischen Imperative sind allgemeingültig und universell. Demgegenüber sieht der Utilitarist, wie Jeremy Bentham, es als moralisch richtig an, den größten Nutzen für alle Beteiligten einer Situation hervor zu bringen. Die Handlung ist also hierbei hedonistisch. Das Glück einer bestimmten Situation wird betrachtet, weshalb der Wert einer Handlung zweckgerichtet und situativ ist. Um eine Einführung in Benthams Prinzip der Nützlichkeit zu geben, soll ein gekürzter Text seines Aufsatzes „Das Prinzip der Nützlichkeit“ dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Martens` Methodenkompetenzen: Das Kapitel erläutert die fünf zentralen Methoden Martens' und setzt diese in Bezug zu den Kompetenzbereichen der Kerncurricula.

2. Martens` Methodik im Unterricht: Der Hauptteil beschreibt die praktische Umsetzung der Methoden anhand zweier inhaltlicher Problemstellungen: Moralbegründungen nach Kant und Bentham sowie das Thema Verantwortung bei Thomas Nagel.

Schlüsselwörter

Ekkehard Martens, Philosophieunterricht, Methodenkompetenz, Sokratischer Dialog, Moralbegründung, Immanuel Kant, Jeremy Bentham, Thomas Nagel, Moral Luck, ethische Urteilsbildung, Kerncurriculum, Fachdidaktik, philosophische Methoden, Verantwortung, moralische Kontingenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die fünf spezifischen Denkmethoden des Philosophierens nach Ekkehard Martens im schulischen Unterricht eingesetzt werden können, um Kompetenzen zur ethischen Reflexion zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Kompetenzerwerb im Philosophieunterricht, klassische ethische Begründungstheorien (Deontologie und Utilitarismus) sowie das Problem der moralischen Verantwortung unter Einfluss von Glück und Zufall.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Demonstration von Möglichkeiten, Martens' Methoden im Unterricht anzuwenden, um bei Schülern ein Verständnis für ethische Dilemmata und moralisches Argumentieren zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die fachdidaktische Analyse und Unterrichtsplanung auf Basis der von Martens definierten Methoden (phänomenologisch, hermeneutisch, analytisch, dialektisch, spekulativ).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzipiert Unterrichtsbeispiele, erstens zu den unterschiedlichen Moralbegründungen von Kant und Bentham, und zweitens zur Auseinandersetzung mit Thomas Nagels Aufsatz "Moral Luck" zur moralischen Verantwortung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Methodenkompetenz, Sokratischer Dialog, Moralische Kontingenz und ethische Urteilsbildung.

Inwiefern unterscheidet sich Nagels Sichtweise von Kant?

Während Kant Moral unabhängig von zufälligen Folgen allein auf den guten Willen stützt, betont Nagel, dass unser moralisches Urteil in der Praxis stark von Faktoren abhängt, die nicht unter der Kontrolle des Handelnden stehen ("Moral Luck").

Wie lässt sich die spekulative Methode im Unterricht einsetzen?

Die spekulative Methode wird durch Gedankenexperimente realisiert, in denen Schüler bestehende moralische Normen hinterfragen und durch alternative hypothetische Szenarien erweitern.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Ekkehard Martens und seine Methodik im Philosophieunterricht
Subtítulo
Wie können Martens Methoden im Unterricht angewandt werden?
Universidad
University of Kassel  (Fachbereich Philosophie)
Curso
Das Böse im Philosophieunterricht
Calificación
11 Punkte
Autor
Anika Mehner (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
25
No. de catálogo
V345333
ISBN (Ebook)
9783668351813
ISBN (Libro)
9783668351820
Idioma
Alemán
Etiqueta
ekkehard martens methodik philosophieunterricht didaktik philosophie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anika Mehner (Autor), 2016, Ekkehard Martens und seine Methodik im Philosophieunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345333
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