Die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter einem mehr oder weniger ausgeprägten Zinkmangel und auch Deutschland ist ein Zinkmangelgebiet. Eine suboptimale Zinkversorgung und ein klinischer Zinkmangel führen zu vielfältigen – oftmals unspezifischen Symptomen. Dazu gehören beispielsweise/insbesondere eine erhöhte Anfälligkeit für grippale Infektionen (sogenannte Erkältung), Rhagaden (Einrisse in den Mundwinkeln), vermehrte Allergiesymptomatik, entzündliche Veränderungen der Haut, Haarausfall, Akne, suboptimale Glukoseverwertung, Nachtblindheit oder Wundheilungsstörungen.
Zink ist ein essentielles (lebensnotwendiges) Spurenelement, das im menschlichen Organismus nicht synthetisierbar ist und für das es praktisch keine Speicher im menschlichen Organismus gibt. Vor diesem Hintergrund ist eine regelmäßige und bedarfsdeckende Zufuhr notwendig. Zink ist Bestandteil von mehr als 100 Enzymen und stellt nach Eisen das zweitwichtigste Spurenelement im menschlichen Körper dar. Der Zinkbestand beim Menschen liegt zwischen 2 und 4 Gramm. Die empfohlene Zinkzufuhr liegt bei Erwachsenen bei täglich 7 bis 10 Milligramm. Stillende benötigen 11 Milligramm.
Inhaltsverzeichnis
1. Zinkversorgung in Deutschland und der Einsatz von Zinkpräparaten in der Therapie von Haarausfall, Akne und Herpes
2. 50 Prozent der Weltbevölkerung leiden unter Zinkmangel
3. Zinksubstitution ist allgemein anerkannt
4. Wenn die Zinkversorgung problematisch wird
5. Zink unterstützt das Immunsystem und wirkt Erkältungskrankheiten entgegen
6. Zink wirkt der Erkältung entgegen
7. Zink für gesunde Haut und Haare
7.1 Diffuser Haarausfall (Alopezie) und Nagelwachstumsstörungen
7.2 Dermatosen und Akne
7.3 Neurodermitis und Dermatitis (Ekzeme)
7.4 Rhagaden (Einrisse in den Mundwinkeln) und Aphten
7.5 Wundheilungsstörungen
7.6 Herpes Zoster
8. Immer mehr im Focus: Allergie und Zinkmangel
9. Mögliche Ursachen für Zinkmangel
10. Zinkhistidin ist (sehr) gut verträglich
11. Die Bioverfügbarkeit bestimmt die Wirkung einer Zinktherapie
12. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung des essenziellen Spurenelements Zink für die menschliche Gesundheit hervorzuheben und den medizinischen Nutzen einer gezielten Zinksubstitution – insbesondere in Form von Zinkhistidin – bei Defiziten und spezifischen Krankheitsbildern aufzuzeigen.
- Zinkversorgungssituation in Deutschland und Risikogruppen
- Immunmodulatorische Wirkung von Zink bei Erkältungskrankheiten
- Therapeutische Relevanz bei Haut-, Haar- und Nagelproblemen
- Zusammenhang zwischen Zinkmangel und Allergieentstehung
- Vergleichende Analyse der Bioverfügbarkeit verschiedener Zinkverbindungen
Auszug aus dem Buch
Immer mehr im Focus: Allergie und Zinkmangel
Wer über Zink-Histidin spricht, muss mit einem Vorurteil aufräumen: Da Histidin die Vorstufe zu Histamin ist, wird häufig angenommen, dass sich durch die Zufuhr von Histidin die Allergiebereitschaft erhöht wird. Das Gegenteil ist der Fall! Es ist wissenschaftlich nachgewiesen worden, dass eine erhöhte Zufuhr von Histidin – beispielsweise in Form von Zink-Histidin (Curazink) nicht zu einer erhöhten Produktion von Histamin führt. Histidin greift vielmehr vorteilhaft in den Serotoninmetabolismus ein und verhindert die Synthese von Serotoninmetaboliten, die beispielsweise für Juckreiz bei Allergien verantwortlich sind (8). Außerdem wirkt Histidin antientzündlich und eine Allergie ist letztlich in ihrer Symptomausprägung eine Entzündung der betroffenen Areale (9).
Eine Untersuchung mit Pollenallergiker mit einer Mikronährstoff-Unterversorgung, die Symptome wie Rhinitis, Konjunktivitis oder leichte Asthmaanfälle aufwiesen, konnten nach ergänzender Zufuhr von Mikronährstoffen in Form gut bioverfügbarer Supplemente, u. a. hochdosiertem Zink als Arzneimittel in Form von Zinkhistidin, nach 3 bis 4 Monaten deutliche Verbesserungen beobachtet werden. Die Wirkung von Zink auf Mastzellen, Makrophagen und Neutrophile ist mit der von Cromoglicinsäure vergleichbar. Die Degranulation von Basophilen und die Freisetzung von Histamin wird durch Zink gehemmt (10). Speziell Pollenallergiker sollten bereits frühzeitig – bevor die ersten Allergiesymptome auftreten – mit dem Ausgleich eines Zinkmangels beginnen, um bis zum ersten Pollenflug einen guten Zinkstatus aufbauen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
Zinkversorgung in Deutschland und der Einsatz von Zinkpräparaten in der Therapie von Haarausfall, Akne und Herpes: Einleitung in die physiologische Bedeutung von Zink als essentielles Spurenelement, das vom menschlichen Körper nicht synthetisiert werden kann.
50 Prozent der Weltbevölkerung leiden unter Zinkmangel: Erläuterung der weiten Verbreitung von Zinkmangel in Deutschland und dessen Auswirkungen auf das Immunsystem sowie das Hautbild.
Zinksubstitution ist allgemein anerkannt: Darlegung der hohen Akzeptanz von Zinkpräparaten in Fachkreisen aufgrund der wissenschaftlichen Studienlage.
Wenn die Zinkversorgung problematisch wird: Analyse der Ursachen für unzureichende Zinkzufuhr durch Fehlernährung, den Trend zur veganen Lebensweise und erhöhten Bedarf bei Krankheiten.
Zink unterstützt das Immunsystem und wirkt Erkältungskrankheiten entgegen: Vorstellung der präventiven und therapeutischen Wirkung von Zink bei Abwehrschwäche und Infekten.
Zink wirkt der Erkältung entgegen: Zusammenfassung der Ergebnisse klinischer Studien, die belegen, dass eine Zinksubstitution die Dauer und Schwere von Erkältungskrankheiten reduzieren kann.
Zink für gesunde Haut und Haare: Detaillierte Betrachtung der therapeutischen Einsatzgebiete von Zink bei Haut-, Haar- und Nagelproblemen sowie Wundheilungsstörungen.
Immer mehr im Focus: Allergie und Zinkmangel: Erörterung der antientzündlichen Eigenschaften von Zinkhistidin und dessen Nutzen bei allergischen Beschwerden.
Mögliche Ursachen für Zinkmangel: Übersicht der verschiedenen ernährungs- und krankheitsbedingten Faktoren, die zu einer Unterversorgung führen können.
Zinkhistidin ist (sehr) gut verträglich: Evaluation der Verträglichkeit und therapeutischen Sicherheit von Zinkhistidin bei empfohlener Dosierung.
Die Bioverfügbarkeit bestimmt die Wirkung einer Zinktherapie: Argumentation für die Überlegenheit organischer Zinkverbindungen, insbesondere Zinkhistidin, gegenüber anorganischen Formen.
Zusammenfassung: Fazit über die Notwendigkeit einer zielgerichteten Zinksubstitution bei nachgewiesenem Mangel zur Unterstützung der Gesundheit.
Schlüsselwörter
Zink, Zinkmangel, Zinkhistidin, Bioverfügbarkeit, Immunsystem, Haarausfall, Akne, Allergien, Spurenelement, Substitution, Wundheilung, Mikronährstoffe, Entzündungshemmung, Stoffwechsel, Ernährung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem essenziellen Spurenelement Zink, der Verbreitung von Zinkmangel in der deutschen Bevölkerung und dem therapeutischen Einsatz von Zinkpräparaten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle von Zink für das Immunsystem, der Bedeutung bei Haut- und Haarerkrankungen, der Wirksamkeit bei Allergien sowie der Bedeutung der Bioverfügbarkeit bei Zinkverbindungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den gesundheitlichen Mehrwert einer Zinksubstitution, insbesondere mit Zinkhistidin, bei verschiedenen Mangelzuständen und Indikationen wissenschaftlich fundiert darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Auswertung von medizinischen Studien, Metaanalysen der Cochrane Collaboration, medizinischen Befragungen sowie ernährungswissenschaftlichen Grundlagen.
Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft behandelt?
Es werden spezifische Krankheitsbilder wie Infektanfälligkeit, Alopezie, Akne, Neurodermitis und Wundheilungsstörungen sowie die metabolischen Prozesse bei Allergikern analysiert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Neben Zink und Zinkhistidin sind Begriffe wie Bioverfügbarkeit, Mikronährstoff-Unterversorgung, Immunsystem und Entzündungshemmung zentral für das Verständnis des Inhalts.
Warum ist Zinkhistidin laut der Arbeit anderen Verbindungen überlegen?
Zinkhistidin weist eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit auf als Zinksulfat oder anorganische Zinkverbindungen und wird zudem sehr gut vertragen.
Warum wird das Vorurteil bezüglich Histidin und Histamin in der Arbeit entkräftet?
Die Arbeit weist nach, dass die Zufuhr von Histidin durch Zinkhistidin nicht zu einer erhöhten Histaminproduktion führt, sondern aufgrund antientzündlicher Eigenschaften vorteilhaft bei Allergien wirkt.
- Quote paper
- Sven-David Müller (Author), 2016, Zinkversorgung in Deutschland und der Einsatz von Zinkpräparaten in der Therapie von Haarausfall, Akne und Herpes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345357