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Wiesenvogelschutz und Vertragsnaturschutz in der Fehntjer Tief Niederung

Title: Wiesenvogelschutz und Vertragsnaturschutz in der Fehntjer Tief Niederung

Term Paper , 2004 , 36 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Dipl.-Geographin Olimpia Dorniok (Author)

Biology - Ecology
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Im Zuge der traditionellen Landwirtschaft, die auf extensiver Nutzung (kein bis wenig Dünger, keine Pestizide, einschürige Mahd, geringer Viehbesatz auf Weide (BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ, 1998)) beruhte, sind für viele Wiesenvögel geeignete Sekundärlebensräume entstanden. Zuvor wurden jedoch ihre ursprünglichen Habitate wie Moore, Sümpfe und Auenlandschaften durch die Landwirtschaft zerstört.

Der seit den 50er Jahren andauernde Strukturwandel in der Landwirtschaft vertreibt die Wiesenvögel nun wieder aus ihrem Lebensraum, nur haben sie jetzt kaum noch eine Ausweichmöglichkeit. Die größte Bedrohung für Feuchtwiesen geht sowohl von der Intensivierung der Nutzung als auch von der Nutzungsaufgabe aus (ARBEITSKREIS FEUCHTWIESENSCHUTZ WESTNIEDERSACHSEN, 1998).

Fast alle Vogelarten, die Feuchtgrünland als Brut-, Rast- und Nahrungsplatz aufsuchen, sind auf der „Roten Liste“ verzeichnet (ARBEITSKREIS FEUCHTWIESENSCHUTZ WESTNIEDERSACHSEN, 1998).

Niedersachsen hat dabei eine besonders hohe Verantwortung zu tragen, da hier die höchsten Bestände der charakteristischen Wiesenvögel brüten (z. B. 2/3 des deutschen Brutbestandes der Uferschnepfe (BURDORF & SÜDBECK, 2002)). Als Erhaltungsmaßnahmen von Wiesenvogelpopulationen werden Extensivierung, Herstellung mehr oder minder natürlicher Wasserverhältnisse sowie die Schaffung eines dichten Netzes von Lebensräumen für Brut- und Rastvögel angegeben (ARBEITSKREIS FEUCHTWIESENSCHUTZ WESTNIEDERSACHSEN, 1998 ).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. NATURRÄUMLICHE BESCHREIBUNG DER FEHNTJER TIEF NIEDERUNG

3. ENTSTEHUNG DES FEUCHTGRÜNLANDES UND SEINE ZERSTÖRUNG

4. CHARAKTERISTISCHE WIESENVÖGEL

5. GEFAHREN FÜR DIE WIESENVÖGEL

6. MAßNAHMEN FÜR DEN WIESENVOGELSCHUTZ

7. NATURSCHUTZ

7.1. HOHEITLICHER NATURSCHUTZ

7.2. VERTRAGSNATURSCHUTZ

7.2.1. Kooperationsprogramm Dauergrünland (innerhalb NSG)

7.2.2. Kooperationsprogramm Feuchtgrünland (außerhalb NSG)

7.3. NATURA 2000

7.3.1. Vogelschutzgebiet

7.3.2. FFH-Gebiet

8. ERGEBNISSE DER NATURSCHUTZBEMÜHUNGEN BEI DEN WIESENVÖGELN

9. NEUE WEGE IM NATURSCHUTZ

10. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Effektivität verschiedener Naturschutzmaßnahmen in der Fehntjer Tief Niederung im Hinblick auf den Schutz gefährdeter Wiesenvogelpopulationen. Ziel ist es, die Auswirkungen von Extensivierung, Wasserstandsanhebung und Biotopgestaltung zu analysieren, die Grenzen der derzeitigen Schutzkonzepte aufzuzeigen und alternative Ansätze wie die Beweidung mit Wasserbüffeln kritisch zu beleuchten.

  • Struktureller Wandel der Landwirtschaft und seine Folgen für Wiesenvögel
  • Methoden des hoheitlichen und vertragsnaturschutzrechtlichen Schutzes
  • Toleranzbereiche und Gefährdungspotenziale durch Prädation und Intensivierung
  • Erfolgsanalyse von Maßnahmen zur Wiederherstellung von Lebensräumen
  • Zukunftsweisende Beweidungsprojekte als neue Naturschutzstrategien

Auszug aus dem Buch

4. Charakteristische Wiesenvögel

Einer der bekanntesten Wiesenvögel ist der Kiebitz (Abb. 2, rechts), der besonders durch sein Rufen und seine abstehende Feder auf dem Hinterkopf auffällt. Seine Überwinterungsgebiete liegen im Süden und Westen Europas. Ende Februar erreichen die ersten Pärchen unsere Feuchtwiesen und Mitte März/Anfang April beginnen die Weibchen mit der Brut. Sofern sie auf den Wiesen keinen geeigneten, d. h. kurzgrasigen und dunklen (nassen) Brutplatz vorfinden, brüten die Kiebitze neuerdings auf dem frisch gepflügten Acker, was jedoch nur einen geringen Bruterfolg hat, da auf diesen Flächen ohne Rücksicht auf Verluste intensiv gewirtschaftet wird (VONDERACH, 2002; BÖCKER & KOHLER, 1994). Der Kiebitz braucht, wie auch Rotschenkel und Uferschnepfe, in der Nähe Kleingewässer mit einer flachen und breiten Uferzone mit niedrig wachsender Vegetation. Zwar ist der Kiebitz noch oft auf den Wiesen zu sehen, doch ist die Reproduktionsrate im Augenblick zu gering, um die Population dauerhaft zu erhalten (BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ, 1998).

Die Uferschnepfe (Abb. 2, links) bevorzugt zur Brut im April nassere Flächen wie Moore, Niederungen und Marschen, die an einigen Stellen auch mal langgrasig sein können (PEGEL, 2002). Im Juli ziehen die Uferschnepfen mit ihren Jungen ins Watt (VONDERBACH, 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Bedeutung extensiver Landwirtschaft für Wiesenvögel und Erläuterung der Bedrohung durch den agrarstrukturellen Wandel.

2. NATURRÄUMLICHE BESCHREIBUNG DER FEHNTJER TIEF NIEDERUNG: Vorstellung der geografischen Lage und der landschaftlichen Diversität des ostfriesischen Projektgebietes.

3. ENTSTEHUNG DES FEUCHTGRÜNLANDES UND SEINE ZERSTÖRUNG: Historischer Abriss der Landschaftsentwicklung seit der Eiszeit und der zunehmenden landwirtschaftlichen Nutzung.

4. CHARAKTERISTISCHE WIESENVÖGEL: Detaillierte Betrachtung der Lebensraumansprüche und Gefährdungszustände ausgewählter Leitarten.

5. GEFAHREN FÜR DIE WIESENVÖGEL: Analyse der Hauptgefährdungsfaktoren wie Entwässerung, Eutrophierung und zunehmende Prädation.

6. MAßNAHMEN FÜR DEN WIESENVOGELSCHUTZ: Untersuchung konkreter biotoplenkender Maßnahmen wie die Anhebung des Wasserstandes und der Schutz von Gelegen.

7. NATURSCHUTZ: Übersicht über die verschiedenen Schutzinstrumente, von der Ausweisung als Naturschutzgebiet bis hin zu Natura 2000.

8. ERGEBNISSE DER NATURSCHUTZBEMÜHUNGEN BEI DEN WIESENVÖGELN: Evaluation der Bestandsentwicklungen und des Bruterfolgs in Abhängigkeit von Schutzmaßnahmen.

9. NEUE WEGE IM NATURSCHUTZ: Vorstellung innovativer Ansätze zur Flächenpflege durch Wasserbüffelbeweidung als Alternative zur Rinderweide.

10. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit zukünftiger Anpassungen im Naturschutzmanagement.

Schlüsselwörter

Wiesenvogelschutz, Fehntjer Tief Niederung, Vertragsnaturschutz, Feuchtgrünland, Kiebitz, Uferschnepfe, Artenvielfalt, Prädation, Wasserstandsanhebung, Biotopmanagement, Wasserbüffel, Extensivierung, Landnutzung, Vogelschutzrichtlinie, Biodiversität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation der Wiesenvogelbestände in der Fehntjer Tief Niederung und bewertet die Wirksamkeit durchgeführter Schutzmaßnahmen in diesem ökologisch bedeutsamen Feuchtgebiet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökologischen Bedeutung von Feuchtgrünland, der Analyse von Gefährdungsursachen für Wiesenlimikolen und der praktischen Umsetzung sowie Evaluation von Naturschutzprogrammen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des aktuellen Wiesenvogelschutzes aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit bisherige Strategien den langfristigen Erhalt gefährdeter Vogelarten sichern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Bestands- und Monitoringdaten aus Naturschutzgebieten der Region, ergänzt durch vergleichende Diagramme zur Populationsentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die historische Landschaftsentwicklung, die spezifischen Ansprüche der Wiesenvögel, die Auswirkungen landwirtschaftlicher Intensivierung sowie die praktischen Erfahrungen mit Schutzkonzepten wie Wasseranhebung und Vertragsnaturschutz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wiesenvogelschutz, Vertragsnaturschutz, Feuchtgrünland, Biotopmanagement und Bestandsentwicklung charakterisieren.

Warum ist die Beweidung mit Wasserbüffeln ein innovativer Ansatz?

Wasserbüffel gelten als robust und pflegeleicht; ihre natürliche Art der Nahrungsaufnahme könnte die Bildung von unerwünschten Weideunkräutern verhindern, ohne die empfindlichen Bodenverhältnisse oder die Brutphasen der Vögel zu gefährden.

Welche Rolle spielt die Prädation bei der Bestandsentwicklung?

Die Prädation wird als zunehmendes Problem identifiziert. Die Autorin stellt heraus, dass sie unter natürlichen Bedingungen ein regulärer Prozess ist, jedoch durch den Lebensraumverlust und die Intensivierung der Landwirtschaft das Überleben der Küken zusätzlich erschwert.

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Details

Title
Wiesenvogelschutz und Vertragsnaturschutz in der Fehntjer Tief Niederung
College
University of Bremen
Course
Einführung in den Naturschutz
Grade
2.0
Author
Dipl.-Geographin Olimpia Dorniok (Author)
Publication Year
2004
Pages
36
Catalog Number
V34547
ISBN (eBook)
9783638347389
ISBN (Book)
9783656470625
Language
German
Tags
Wiesenvogelschutz Vertragsnaturschutz Fehntjer Tief Niederung Einführung Naturschutz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Geographin Olimpia Dorniok (Author), 2004, Wiesenvogelschutz und Vertragsnaturschutz in der Fehntjer Tief Niederung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34547
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