Lernvoraussetzungen und Sozialstruktur der Lerngruppe
Die Lerngruppe des Oberstufenkurses 11/2 des Staatlichen Kurfürst – Balduin – Gymnasiums in Münstermaifeld setzt sich aus 13 Schülern und 11 Schülerinnen (insgesamt 24 SchülerInnen) zusammen. Der Kurs ist mir seit August des Schuljahres 2002 / 2003 im Rahmen meiner pädagogischen Hausarbeit (Unterrichtsreihe) bekannt. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrer hat sich inzwischen recht gut entwickelt und ist geprägt von Respekt und gegenseitiger Akzeptanz. Dieser Sachverhalt wirkt sich insgesamt positiv auf ein entspanntes Unterrichtsklima aus.
Das gesamte Leistungsbild der Lerngruppe stellt sich heterogen dar und ist hinsichtlich des Leistungsniveaus im vorderen Mittelfeld anzusiedeln.
Die konstitutionellen Voraussetzungen und die motorischen Leistungsfähigkeiten der Mädchen und Jungen sind weitgehend sehr unterschiedlich. Die SchülerInnen treiben auch außerhalb der Schulzeit aktiv Sport (Thomas, Julia, Sarah, Sebastian, Jan, und Jens).
Dies reicht vom Basketball und Tennis spielen bis hin zum Fußball im Verein. Erfahrungen und Fertigkeitsniveau dieser SchülerInnen werden in den Unterricht einbezogen, in dem sie Übungen demonstrieren, einzelne Unterrichtsphasen übernehmen oder Vorgänge erläutern. Andere zeigen vor allem im konditionellen bzw. im koordinativen Bereich
(Matthias, Isabella und Katrin) einige Defizite auf. Sie bemühen sich dennoch um gute Leistungen und Anerkennung. Diese Bereitschaft wird honoriert und regt zur Weiterarbeit an. Die Lerngruppenteilnehmer sind vorwiegend engagiert, kooperativ und leistungsbereit. Sie versuchen, die gestellten motorischen und kognitiven Aufgaben im Rahmen ihrer Fähigkeiten zu erfüllen.
Beim selbständigen Er- und Bearbeiten von Unterrichtsinhalten sind die SchülerInnen schon etwas eingeübt, so dass ich diesen Aspekt der Selbständigkeit weiterhin schulen möchte. Ich bin deshalb bemüht, die Gestaltung einzelner Unterrichtsphasen, z.B. Übungsphasen (Korrektur) weitestgehend in die Hände der SchülerInnen zu legen.
Inhaltsverzeichnis
1 Unterrichtsvoraussetzungen
1.1 Lernvoraussetzungen und Sozialstruktur der Lerngruppe
1.2 Inhaltliche Voraussetzungen und Stellung der Lehrprobenstunde innerhalb der Unterrichtsreihe
1.3 Institutionelle, räumliche und organisatorische Bedingungen
1.3.1 Institutionelle Bedingungen
1.3.2 Räumliche Bedingungen
1.3.3 Organisatorische Bedingungen
2 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
2.1 Didaktische Begründung
2.2 Struktur des Inhalts
2.3 Didaktische Reduktion
2.4 Zu erwartende Schwierigkeiten und deren Korrektur
2.5 Lernziele
2.5.1 Stundenziele
2.5.2 Psychomotorische Lernziele
2.5.3 Kognitive Lernziele
2.5.4 Affektive Lernziele
3 Methodische Überlegungen und Entscheidungen
3.1 Methodisches Konzept
4 Lernzielkontrolle
5 Verlaufsplan
6 Literatur
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dient als Unterrichtsentwurf für eine Examenslehrprobe im Fach Sport. Ziel der Stunde ist die Festigung grundlegender Basketballtechniken sowie deren situative Anwendung in komplexen, reduzierten Spielformen, um die Spielfähigkeit und das taktische Verständnis der Lernenden gezielt weiterzuentwickeln.
- Vertiefung der Techniken: Korbleger, Passspiel und Aufbaudribbling.
- Anwendung in gruppentaktischen Überzahlsituationen (2 gegen 1).
- Förderung der Entscheidungsfindung und Wahrnehmungsfähigkeit (peripherer Blick).
- Integration von leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern durch angepasste Differenzierung.
- Schulung sozialer Kompetenzen wie Fair Play und Kooperation im Team.
Auszug aus dem Buch
2.1 Didaktische Begründung
Der Inhalt des Basketballs ist im Lehrplan Sport der Sekundarstufe II der Mannschaftsspiele fest verankert. Basketball bietet durch psychomotorische, kognitive und sozial-affektive Anforderungen einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden. Große Bedeutung für das Erreichen der Spielfähigkeit kommt dem Erwerb der spieltypischen Techniken zu, da erst sie den Lernenden die aktive Spielteilnahme ermöglichen. Ziel der Spielschulung muss es dabei sein, den SchülerInnen notwendige Fertigkeiten situativ verfügbar zu machen. Hinzu kommt, dass komplexe Spielsituationen kognitive Leistungen, wie z. B. das Erfassen und Beurteilen sowie das Entscheiden als Voraussetzung der angemessenen Handlung verlangen. Das Spiel besitzt einen hohen Freizeitwert, bei dem zwei Mannschaften gegeneinander bzw. miteinander spielen, um erfolgreich Körbe zu erzielen. Das Basketballspiel ermöglicht eine Integration von leistungsschwächeren SchülerInnen sowie das Erlangen von Fair Play und Toleranz im Umgang mit Partnern oder Gegnern (Perspektive: Miteinander).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Unterrichtsvoraussetzungen: Dieses Kapitel beschreibt die heterogene Zusammensetzung des Sportkurses sowie die organisatorischen und räumlichen Rahmenbedingungen der Schule für die Durchführung der Unterrichtseinheit.
2 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen: Hier wird die fachliche Begründung des Basketballspiels dargelegt und die Struktur des Inhalts sowie die didaktische Reduktion für das Leistungsniveau der Lerngruppe erläutert.
3 Methodische Überlegungen und Entscheidungen: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Konzept, welches sich am Prinzip „Vom Einfachen zum Komplexen“ orientiert und Übungsphasen mit unterschiedlichen Druckbedingungen kombiniert.
4 Lernzielkontrolle: Hier wird erläutert, wie die psychomotorischen, kognitiven und affektiven Lernziele durch Beobachtung und situative Nachfragen evaluiert werden.
5 Verlaufsplan: Dieser tabellarische Überblick strukturiert den gesamten zeitlichen Ablauf der Doppelstunde in verschiedene Phasen mit den entsprechenden Inhalten und Organisationsformen.
6 Literatur: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Lehrpläne.
Schlüsselwörter
Basketball, Sportunterricht, Unterrichtsentwurf, Examenslehrprobe, Überzahlsituation, Korbleger, Didaktische Reduktion, Gruppentaktik, Spielfähigkeit, Koordination, Kondition, Spielform, Mannschaftsspiel, Methodik, Lernzielkontrolle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein detaillierter Unterrichtsentwurf für eine Examenslehrprobe im Fach Sport zum Thema Basketball in einem Oberstufenkurs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Festigung technischer Grundlagen (Korbleger, Dribbling, Passen) und deren Anwendung in gruppentaktischen Überzahlsituationen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Hauptziel ist die Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, indem sie komplexe Spielsituationen wahrnehmen und technisch sowie taktisch angemessen lösen lernen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Methodik basiert auf dem Prinzip „Vom Einfachen zum Komplexen“ und integriert Elemente der Heidelberger Ballschule, um durch verschiedene Druckbedingungen die spielerische Kompetenz zu steigern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Übungs- und Anwendungsphasen, in denen die Schülerinnen und Schüler gezielt 2:1-Überzahlsituationen durchspielen, um ihr taktisches Entscheidungsverhalten zu schulen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Basketball, Didaktische Reduktion, Überzahlsituation, Gruppentaktik und Sportpädagogik definieren.
Warum liegt ein Fokus auf der Differenzierung?
Da die Lerngruppe leistungsmäßig heterogen ist, werden die Anforderungen durch reduzierte Spielformen angepasst, um allen Lernenden Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die „Kognitive Phase“ im Unterricht?
Die kognitive Phase dient der Überleitung zwischen den technischen Übungen und dem freien Spiel, damit die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen den Fertigkeiten und dem eigentlichen Basketballspiel bewusst reflektieren können.
- Quote paper
- Sven Starkloff (Author), 2003, Unterrichtsstunde: Basketball - Festigung grundlegender Techniken und deren Anwendung in reduzierten Spielsituationen - Examenslehrprobe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34548