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Klettern und Selbstkonzept

Title: Klettern und Selbstkonzept

Bachelor Thesis , 2013 , 59 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Germonprez (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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In meiner Arbeit möchte ich einen Einblick in die Forschung zum Thema Klettern und Selbstkonzept entwickeln. Zunächst schaffe ich dafür in Kapitel 2 einen zusammenfassenden Überblick über die verschiedenen Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie, in welcher die Selbstkonzepttheorien zu verorten sind. Demnach leite ich den Begriff Selbstkonzept historisch her und diskutiere aktuelle Fragestellungen. Außerdem gehe ich detaillierter auf einige Selbstkonzepttheorien ein. Im Kapitel 3 beschäftige ich mich näher mit Entwicklungen und aktuellen Diskussionen zum Selbstkonzept und Sport. In dem kurzen Kapitel 4 möchte ich daraufhin den Begriff Klettern beleuchten.

Nach einer Einführung in die von mir verwendeten Methoden in Kapitel 5, beschäftige ich mich im folgenden, großen Abschnitt, dem Kapitel 6, mit der Analyse der von mir ausgewählten Dokumente und Studien zum Thema Klettern und Selbstkonzept. Dazu entwickele ich aus den bereits vorangehenden theoretischen Grundlagen Analysekategorien und Fragen, anhand derer die Analyse stattfinden wird. Am Ende möchte ich in Kapitel 7 zum einen die gewonnenen Ergebnisse zusammenfassen.

Bereits am Anfang dieser Einleitung versuche ich deutlich zu machen, dass die Betrachtungen des Themas Klettern und Persönlichkeit m. E. weites gehend bestimmt sind von empirisch gar nicht oder nur unzureichend belegten Annahmen und Hypothesen. Dieser Sachverhalt wird sich in meiner Analyse bestätigen. Daher werde ich in der Auswertung zum anderen immer wieder Vorschläge und Ausblicke auf mir relevant erscheinende, zukünftige Forschungsfragen geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien der Selbstkonzepte

2.1 Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie

2.1.1 Das psychodynamische Paradigma

2.1.2 Das behavioristische Paradigma

2.1.3 Das Eigenschaftsparadigma

2.1.4 Das Informationsverarbeitungs-/ sozial- kognitive Paradigma

2.2 Historische Betrachtung des Begriffs Selbstkonzept und aktuelle Diskussionen

2.3 Selbstkonzepttheorien

2.3.1 Selbstwerttheorien

2.3.2 Theorien sozialer Interaktion

2.3.3 Theorie der Selbstwirksamkeit

2.4 Selbstkonzeptstruktur

2.4.1 Das eindimensionale Modell

2.4.2 Das hierarchische Modell

3. Sport und Selbstkonzept

3.1 Sozialisationshypothese und Selektionshypothese – Überblick und Kritik

3.2 Aktuelle Diskussionen

4. Klettern – Begriffsbestimmung und Formen

5. Methoden

6. Analyse der Dokumente

6.1 Zeitschriftenartikel

6.1.1 Lernen fürs Leben- STEFAN WINTER

6.1.2 „Klettern macht stark“- CARMEN DEFFNER

6.1.3 „Mit dem Fels Tanzen...“- HANS GRUBER

6.2 Empirische Untersuchungen

6.2.1 Differentielle Effekte primärpräventiver, sportlicher Aktivität – OLIVER STOLL, R. BRAUN, C. SCHMIDT, K. DUERRENFELD

6.2.2 Sportklettern und Persönlichkeit – THOMAS BRANDAUER

6.2.3 Persönlichkeitsentwicklung durch Outdoor- Aktivitäten? - GÜNTER AMESBERGER

6.3 Erfahrungsberichte und Abschlussarbeiten

6.3.1 „Zur Psychologie des Bergsteigens“- Ulrich Aufmuth

6.3.2 Risikosportarten in der Sozialarbeit - ROLAND WOLFF

6.3.3 Sportklettern als persönlichkeitsbildendes Medium in der Kinder- und Jugendarbeit – RALF LEHMANN

7. Auswertung

7.1 Selbstkonzept und Klettern in den Zeitschriftenartikeln

7.2 Selbstkonzept und Klettern in den Empirischen Untersuchungen

7.3 Selbstkonzept und Klettern in den Erfahrungsberichte und Abschlussarbeiten

7.4 Analysekategorie Rahmendaten

7.5 Analysekategorie Klettern

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Forschungsstand hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen dem Selbstkonzept eines Menschen und der Ausübung der Sportart Klettern. Ziel ist es, die empirische Fundierung der weit verbreiteten Hypothese einer positiven Wirkung des Kletterns auf die Persönlichkeitsentwicklung zu kritisch zu hinterfragen und zu bewerten.

  • Theoretische Verortung von Selbstkonzept und Persönlichkeit.
  • Kritische Analyse von Sozialisations- und Selektionshypothesen im Sport.
  • Strukturelle und inhaltliche Abgrenzung von Klettern und Bergsteigen.
  • Analyse und Bewertung verschiedener Dokumententypen (Zeitschriftenartikel, Studien, Erfahrungsberichte).

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das psychodynamische Paradigma

Auf Grund der langen Entwicklung ist es schwierig „das“ psychodynamische Paradigma zu besprechen (vgl. ASENDORPF, 1996). Trotzdem gehe ich von einer Art Kern bezüglich Grundannahmen über menschliches Leben und Verhalten und einem daraus folgenden grundlegenden methodischen Ansatz aus. M.E. stellt die Psychoanalyse FREUDS eine der bekanntesten Theorien innerhalb dieses Kontextes dar. Für die empirische Persönlichkeitspsychologie sind zwar nur einige wenige Konzepte FREUDs heute noch haltbar. Dennoch haben sie die Entwicklung der Persönlichkeitsforschung wesentlich beeinflusst und einige Konzepte haben sich auch in empirisch quantitativen Studien bestätigen lassen (vgl. ASENDORPF, 1996). Vor allem im alltagstheoretischen Wissen und Diskursen tauchen FREUDsche Konzepte auf. Beispielhaft seien hier der Ödipus-Komplex, die frühkindlichen Entwicklungsphasen oder der FREUDsche Versprecher genannt (vgl. zeit.de/schule, S.2, 2006; PERVIN, 1981; ASENDORPF, 1996). Ebenso wird, wie ich später in der Analyse der Forschungsarbeiten in Kapitel 6 detaillierter zeigen werde, im Zusammenhang mit dem Bergsteigen durchaus ein Bezug zu psychodynamischen Theorien hergestellt. So wurde die „Psychologie des Bergsteigens“ von AUFMUTH (1997) fast ausschließlich auf diesen Annahmen basierend verfasst und wird in aktuellen Untersuchungen und Studien als grundlegende Literatur genutzt und vielfach zitiert (vgl. Kapitel 6.1.3 und 6.3.2).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Thematik, der Forschungsfrage sowie der Relevanz des Selbstkonzepts im Kontext des Kletterns.

2. Theorien der Selbstkonzepte: Darstellung der Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie, historischer Abriss des Selbstbegriffs sowie Einordnung von Selbstkonzepttheorien und -strukturen.

3. Sport und Selbstkonzept: Diskussion sportwissenschaftlicher Hypothesen (Sozialisation vs. Selektion) und aktueller Ansätze zur Erforschung des Selbstkonzepts im Sport.

4. Klettern – Begriffsbestimmung und Formen: Definition des Kletterns, Abgrenzung zum Bergsteigen und Skizzierung der Entstehung des Sportkletterns.

5. Methoden: Beschreibung des Vorgehens bei der Literaturrecherche und Begründung der Auswahl der analysierten Quellen.

6. Analyse der Dokumente: Detaillierte Untersuchung und Bewertung von Zeitschriftenartikeln, empirischen Studien sowie Erfahrungsberichten und Abschlussarbeiten.

7. Auswertung: Synthese der Ergebnisse aus der Dokumentenanalyse und Ableitung zukünftiger Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Selbstkonzept, Klettern, Sportklettern, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisationshypothese, Selbstwirksamkeit, Sportpsychologie, Identität, Körperkonzept, Erlebnispädagogik, Leistungsmotivation, Attribution, Persönlichkeitspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Sportart Klettern das Selbstkonzept eines Menschen beeinflusst und ob es empirische Belege für die oft postulierten positiven Auswirkungen gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft psychologische Theorien zur Persönlichkeit und zum Selbstkonzept mit sportwissenschaftlichen Forschungsansätzen im Bereich des Kletterns.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Überprüfung des Forschungsstandes, um zu klären, ob die Annahme einer persönlichkeitsfördernden Wirkung des Kletterns wissenschaftlich haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Die Autorin führt eine systematische Analyse unterschiedlicher Quellen (Fachartikel, Studien, Erfahrungsberichte) durch, basierend auf selbst entwickelten Analysekategorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Paradigmen, Selbstkonzepttheorien) und eine detaillierte Analyse spezifischer Dokumente zum Klettern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Selbstkonzept, Sozialisationshypothese, Selbstwirksamkeit, Sportpsychologie, Klettern und empirische Fundierung.

Welche Bedeutung misst die Autorin der "Seilverbindung" beim Klettern bei?

Sie diskutiert, dass das Seil nicht nur materielle Sicherung ist, sondern symbolisch für Vertrauen, soziale Verantwortung und Wertschätzung zwischen den Partnern steht.

Warum ist laut der Autorin ein "Transfer" der Klettererfahrungen in den Alltag kritisch zu betrachten?

Sie betont, dass es bislang keine validierten Belege dafür gibt, dass erworbene Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit automatisch mechanistisch auf andere Lebensbereiche übertragbar sind.

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Details

Title
Klettern und Selbstkonzept
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Sportpädagogik
Grade
1,0
Author
Katrin Germonprez (Author)
Publication Year
2013
Pages
59
Catalog Number
V345481
ISBN (eBook)
9783668390232
ISBN (Book)
9783668390249
Language
German
Tags
Klettern Selbstkonzept Persönlichkeitsentwicklung Erlebnispädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Germonprez (Author), 2013, Klettern und Selbstkonzept, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345481
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