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Der Abschluss des ersten Monologs der Byblis. Entscheidungsmoment oder Scheingefecht?

(Met. 9, 509-512; 9, 515-516)

Título: Der Abschluss des ersten Monologs der Byblis. Entscheidungsmoment oder Scheingefecht?

Trabajo Escrito , 2012 , 8 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: André Markmann (Autor)

Filología latina - Latín medieval y Neolatín
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Diese Hausarbeit untersucht den Abschluss der ersten Monologs der Byblis im 9. Buch der Metamorphosen von Ovid und analysiert, inwieweit Byblis wirklich mit ihren inzestuösen Gefühlen ringt oder ob es sich eher um ein Scheingefecht als mögliche (Selbst)Rechtfertigung handelt. Dabei steht die Arbeit am lateinischen Text im Vordergrund.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Übersetzung 9, 509–512; 515–516

III. Interpretation - Sprachliche, stilistische und metrische Analyse

IV. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Abschluss des ersten Monologs der Byblis in Ovids Metamorphosen (Buch 9) mit dem Ziel zu klären, ob es sich dabei um einen authentischen Entscheidungsmonolog oder lediglich um ein rhetorisches Scheingefecht der Protagonistin mit ihrem eigenen Gewissen handelt.

  • Analyse der rhetorischen Strategien und der Feuermetaphorik in Ovids Text.
  • Untersuchung der psychologischen Ambivalenz von Byblis bezüglich ihrer inzestuösen Gefühle.
  • Interpretative Einordnung der Metrik und Wortwahl im Kontext des Gewissenskonflikts.
  • Vergleich der Byblis-Episode mit anderen tragischen Heroinen Ovids (z. B. Myrrha).
  • Die Funktion der Briefform als vermeintlicher Ausweg aus dem moralischen Dilemma.

Auszug aus dem Buch

III. Interpretation – Sprachliche, stilistische und metrische Analyse

In dem nun zu interpretierenden Abschnitt der Verse 9, 509–512, bzw. 9, 515–516 stellt die pathetische Frage Quo feror? die Einleitung des Abschlusses des ersten Monologs der Byblis dar und bildet eine unverkennbare Parallele zu Myrrha, einer anderen Heroine, die sich in sehr ähnlicher Situation ebenfalls zu inzestuösen Gedanken hinreißen lässt. Nugent vergleicht die Machtlosigkeit, die durch das passive Verb feror noch verstärkt wird, mit dem Verlust der Handlungsfähigkeit, wenn man von einer Flutwelle weggeschwemmt wird. Im Zuge dieser Ohnmacht spricht Byblis die obscenae … flammae an und fordert sie auf (discedite) sich zu entfernen. Diese Apostrophe zeigt, dass ihre inzestuösen Wünsche nun sehr real sind und sie sich der Schändlichkeit ihrer Gedanken bewusst ist (vgl. 9, 502 vetitus … ardor). Vor allem ihre Bezeichnung der flammae als obscenae lässt erkennen, dass Byblis an dieser Stelle noch nicht „die Wertmaßstäbe der ‚Außenwelt’ aus dem Blick verloren“ hat. Dennoch ist es eher ein kindlicher, unrealistischer Versuch ihre scheinbare Unschuld zu behüten als wahrhaftig in Betracht zu ziehen von dieser Leidenschaft abzulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die literarische Einbettung der Byblis-Geschichte in Buch 9 der Metamorphosen und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.

II. Übersetzung 9, 509–512; 515–516: Wiedergabe der relevanten lateinischen Textstelle in deutscher Übersetzung zur Vorbereitung auf die Analyse.

III. Interpretation - Sprachliche, stilistische und metrische Analyse: Detaillierte Untersuchung der rhetorischen Stilmittel, der Metrik und der Feuermetaphorik als Ausdruck von Byblis' innerem Zustand.

IV. Schlussteil: Zusammenfassende Bewertung, die den Monolog als Scheingefecht entlarvt, in dem Byblis ihre moralische Verantwortung durch Kalkül und Selbstbetrug umgeht.

Schlüsselwörter

Ovid, Metamorphosen, Byblis, Monolog, Feuermetaphorik, Inzest, Scheingefecht, Rhetorik, antike Literatur, Gewissenskonflikt, Interpretation, Stilistik, Metrik, Caunus, klassische Philologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den psychologischen und rhetorischen Gehalt des ersten Monologs der Byblis in Ovids Metamorphosen, speziell im Hinblick auf ihre inzestuöse Leidenschaft zu ihrem Zwillingsbruder Caunus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die literarische Gestaltung von verbotenen Leidenschaften, die Anwendung von Feuermetaphorik bei Ovid sowie die psychologische Selbsttäuschung literarischer Figuren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Status des Monologs zu hinterfragen: Handelt es sich um eine echte moralische Entscheidungssituation oder nur um ein rhetorisch inszeniertes Scheingefecht?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine klassisch-philologische Interpretation, die sprachliche, stilistische und metrische Analysen kombiniert, ergänzt durch einen Vergleich mit der Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der Verse 509–512 und 515–516, der Funktion von rhetorischen Figuren wie dem Hyperbaton und der Bedeutung der gewählten Begriffe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ovid, Metamorphosen, Byblis, Feuermetaphorik, Inzest und Gewissenskonflikt.

Warum spielt die Metrik bei der Analyse eine Rolle?

Die Metrik wird genutzt, um die emotionalen Spannungen und die Exponiertheit bestimmter Wörter (wie etwa des „potero“) hervorzuheben und so die psychologische Verfassung der Figur zu unterstreichen.

Wie bewertet der Autor Byblis' Entscheidung für die Briefform?

Die Wahl der Briefform wird als ein kalkulierter strategischer Akt gewertet, mit dem Byblis versucht, ihr Problem zu lösen, ohne sich direkt ihrem Gewissen stellen zu müssen.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Abschluss des ersten Monologs der Byblis. Entscheidungsmoment oder Scheingefecht?
Subtítulo
(Met. 9, 509-512; 9, 515-516)
Universidad
University of Münster  (Klassische Philologie)
Calificación
1,7
Autor
André Markmann (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
8
No. de catálogo
V345494
ISBN (Ebook)
9783668354999
ISBN (Libro)
9783668355002
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ovid Metamorphosen Byblis Myrrha Inzest
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
André Markmann (Autor), 2012, Der Abschluss des ersten Monologs der Byblis. Entscheidungsmoment oder Scheingefecht?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345494
Leer eBook
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