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Herr Y und die Rentenbeantragung. Ein Fallbeispiel

Titre: Herr Y und die Rentenbeantragung. Ein Fallbeispiel

Élaboration , 2016 , 14 Pages , Note: 1

Autor:in: H. Christoph Geuder (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Dies ist die Verschriftlichung eines Seminarvortrags zur Rentenbeantragung. Weil der Fall als Geschichte vorgetragen wurde, also am zeitlichen Verlauf orientiert ist, und die Bezüge zu den Stufen der Partizipationspyramide in den Verlauf eingearbeitet sind, unterbrechen diese die vorliegende verschriftlichte Variante in kursiver Schrift zur Einordnung. Vorangestellt sind die zwei Bemerkungen, die bereits da vorangestellt wurden. Die Bemerkungen verfolgen das Ziel zu klären, erstens in welchem Arbeitsfeld der Fall verortet ist und zweitens welcher Situation im Begleitungsprozess er entnommen wurde.

Im dritten Kapitel nimmt der erste Abschnitt Bezug auf den gesellschaftlich Zwang, der im konkreten Fall den Hintergrund bildet und in der sich an die Fallvorstellung anschließenden Diskussion erörtert wurde. Weil die Frage nach den Kontextbedingungen im gesellschaftlichen Rahmen den Begleitungsprozess umgibt und die Möglichkeiten für Beteiligungsprozesse an diese Bedingungen angebunden sind, hat sie erheblichen Einfluss darauf, wie Partizipation im konkreten Fall aus unterschiedlichen Perspektiven gewertet werden kann. Da die im zehn-Minuten-Vortrag vorgestellte Fallsituation das Ziel hatte, das Gelingen eines Beteiligungsprozesses darzustellen, nimmt auch die vorliegende Verschriftlichung eine positiv wertende Perspektive ein.

Im zweiten Abschnitt des dritten Kapitels werden die den Fall betreffenden rechtlichen Grundlagen aufgezeigt, bevor im dritten die fachlichen Grundlagen in Hinblick auf Partizipation etwas weiter als in den kursiven Einordnungen des Fallbeispiels ausgeführt werden. Dabei werden mehrfach festgestellte Verortungen (beispielsweise auf Stufe fünf der Partizipationspyramide) exemplarisch an jeweils einer Situation näher beleuchtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung mit Vorbemerkungen

2 Fall – Unterstützung bei der Beantragung von Rente wegen voller Erwerbsminderung

2.1 Einordnung in das Arbeitsfeld der Wohnungslosenhilfe

2.2 Vorgeschichte zur Fallsituation

2.3 Beispielsituation zum Thema Partizipation

3 Beleuchtung fachlicher Grundlagen

3.1 Falleinordnung in gesellschaftliche Kontexte

3.2 Rechtliche Hintergründe

3.3 Partizipation mithilfe der Partizipationspyramide näher bestimmt

4 Fazit und Würdigung

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Unterstützungsprozess eines Klienten in der Wohnungslosenhilfe bei der Beantragung von Rente wegen voller Erwerbsminderung. Dabei liegt der Fokus darauf, wie trotz eines strukturellen Zwangskontextes Partizipation innerhalb der professionellen Begleitung ermöglicht und anhand des Modells der Partizipationspyramide nach Straßburger und Rieger analysiert werden kann.

  • Analyse von Partizipationsmöglichkeiten im Feld der Wohnungslosenhilfe.
  • Anwendung der Partizipationspyramide auf konkrete Handlungssituationen.
  • Reflexion des Spannungsfeldes zwischen institutionellen Zwängen und individueller Autonomie.
  • Rechtliche Grundlagen der sozialen Sicherung und Mitwirkungspflichten.
  • Darstellung eines positiven Praxisbeispiels für professionelles Fallmanagement.

Auszug aus dem Buch

3.3 Partizipation mithilfe der Partizipationspyramide näher bestimmt

Das Wort Partizipation stammt aus dem Lateinischen und wird mit Teilhabe oder Teilnahme übersetzt. Als Fachwort der Sozialen Professionen meint es „zunächst in einem umfassenden Sinn die Beteiligung von Personen an der Gestaltung sozialer Zusammenhänge“ (Wurtzbacher S. 634). In Verbindung mit der Ausrichtung sozialer Dienstleistungen an den Lebenswelten ihrer Adressat*innen hat sich Partizipation zu einem Element der Professionalisierung sozialer Dienste entwickelt (ebenda) und wird durch die Einschreibung in Gesetzte zunehmend als gesellschaftlicher Standard wahrgenommen.

Gabi Straßburger und Judith Rieger haben in ihrem Buch „Partizipation kompakt“ das Instrument der Partizipationspyramide entwickelt, mit dem Beteiligungsprozesse sehr detailliert beschrieben werden können. Es werden sieben Stufen unterschieden, wobei die ersten drei als Vorstufen deklariert sind. Auf ihnen ist das Moment der Entscheidungsmacht einseitig auf der Seite der jeweiligen Professionellen angesiedelt. Tatsächliche Partizipation findet sich auf den Stufen vier bis sechs, auf denen Entscheidungen in einem Zusammenwirken von professionellen Akteur*innen und den Adressat*innen gemeinsam getroffen werden. Auf Stufe sieben sind die Adressat*innen alleinige Aktions- und Entscheidungsträger. Sie können (und müssen bei dafür vorgesehenen Handlungsfeldern, wie zum Beispiel der Beantragung einer (Bau-)Genehmigung) professionelle Akteure in ihre Aktivität mit einbinden. Weil der Fall des Herrn Y in den gesellschaftlichen Kontext professioneller und auf gesetzlichem Anspruch beruhender Hilfen einzuordnen ist, findet keine Beteiligung auf Stufe sieben statt. Der oben beschriebene Rahmen gesteht Herrn Y auch keine Entscheidungskompetenz in der Frage der Handlungsschritte zu. Jedoch kommen alle in den Fall einbezogenen professionellen Akteure ihrer Informationspflicht nach: „Fachkräfte informieren AdressatInnen über eine anstehende Entscheidung und machen sie transparent“ (Straßburger / Rieger S. 232). Dies ist auf der Partizipationsvorstufe eins einzuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung mit Vorbemerkungen: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Fall der Studierendengruppe zu präsentieren und diesen methodisch mithilfe der Partizipationspyramide einzuordnen.

2 Fall – Unterstützung bei der Beantragung von Rente wegen voller Erwerbsminderung: Dieses Kapitel stellt das Fallbeispiel des Klienten „Herr Y“ vor, ordnet es in das Arbeitsfeld der Wohnungslosenhilfe ein und schildert den Verlauf des Unterstützungsprozesses.

3 Beleuchtung fachlicher Grundlagen: Hier werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, rechtlichen Hintergründe der Sozialgesetzgebung und die theoretische Fundierung durch das Modell der Partizipationspyramide erörtert.

4 Fazit und Würdigung: Das Fazit fasst zusammen, dass auch in Zwangskontexten eine Beteiligung der Betroffenen möglich ist und die Partizipationspyramide als wertvolles Analyseinstrument dient.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Rechtsquellen zur Untermauerung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Partizipation, Wohnungslosenhilfe, Erwerbsminderung, Sozialgesetzbuch, Partizipationspyramide, Zwangskontext, Fallmanagement, Klientenarbeit, soziale Schwierigkeiten, Teilhabe, Leistungsberechtigte, Entscheidungskompetenz, professionelles Handeln, Beratungsprozess, Mitwirkungspflicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Unterstützungsprozess in der Wohnungslosenhilfe am konkreten Fallbeispiel eines Klienten, der Rente wegen voller Erwerbsminderung beantragen muss.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die professionelle soziale Arbeit in Zwangskontexten, das Konzept der Partizipation sowie die rechtliche Einordnung von Sozialhilfe und Rentenansprüchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse von Partizipationsmöglichkeiten innerhalb einer behördlich geforderten Rentenbeantragung mittels der Partizipationspyramide.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Fallanalyse in Verbindung mit der theoretischen Anwendung des Stufenmodells der Partizipationspyramide nach Straßburger und Rieger.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der konkrete Fall, die gesellschaftliche Einordnung der Behördenstruktur, die relevanten Paragraphen des SGB und die differenzierte Stufen-Analyse der Partizipation im Beratungsprozess diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Partizipation, Wohnungslosenhilfe, Erwerbsminderung und Mitwirkungspflicht.

Welche Rolle spielt die Partizipationspyramide für den Fall von Herrn Y?

Sie dient als Analysewerkzeug, um zu bestimmen, an welchen Stellen der Klient in Entscheidungsprozesse eingebunden wurde und wo aufgrund institutioneller Rahmenbedingungen die Partizipation limitiert war.

Warum wird der Fall als "Zwangskontext" beschrieben?

Der Fall ist ein Zwangskontext, da der Klient zur Beantragung der Rente verpflichtet ist, um seine Leistungen vom Jobcenter nicht zu verlieren, was ihm faktisch kaum Entscheidungsfreiheit lässt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des professionellen Helfers in diesem Prozess?

Die professionelle Unterstützung wird als positiv wertend betrachtet, da der Mitarbeiter trotz der schwierigen Rahmenbedingungen versucht, dem Klienten ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Mitgestaltung zu ermöglichen.

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Résumé des informations

Titre
Herr Y und die Rentenbeantragung. Ein Fallbeispiel
Université
Catholic University for Applied Sciences Berlin
Cours
Partizipation in der Sozialen Arbeit
Note
1
Auteur
H. Christoph Geuder (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
14
N° de catalogue
V345508
ISBN (ebook)
9783668356009
ISBN (Livre)
9783668356016
Langue
allemand
mots-clé
Partizipationspyramide Partizipation Wohnungslosenhilfe Zwangskontext Fallbeispiel Rente Rentenbeantragung Antrag Antragsstellung Servus Analyse Geschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
H. Christoph Geuder (Auteur), 2016, Herr Y und die Rentenbeantragung. Ein Fallbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345508
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