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Eine textlinguistische Untersuchung moderner Kochrezepte

Titel: Eine textlinguistische Untersuchung moderner Kochrezepte

Hausarbeit , 2015 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Lisa Gutman (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen des Textlinguistik-Seminars kam immer wieder die Frage auf, ob es sich bei bestimmten Textexemplaren überhaupt um Texte handelt und wenn ja, dann welchen Textmustern oder -sorten sich diese zuordnen lassen würden. Kochrezepte bieten sich meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang hervorragend als Forschungsgegenstand an, da sie zwar zweifelsfrei und oft auf den ersten Blick als Text und als Textmuster eingeordnet werden können, meist aber nicht erklärt werden kann, warum dies so ist. In dieser Arbeit werde ich zeigen, dass es sich bei Kochrezepten um eine stark normierte, konventionell recht starre Form der Textmuster handelt.

Dabei betrachte ich nur die im mitteleuropäischen Kulturkreis üblichen Vorstellungen und Darstellungen von Kochrezepten, sowie nur Textexemplare aus dem aktuellen Zeitraum, genauer aus den Jahren 2011 und 2012. Eine historische Übersicht wäre interessant, würde aber den Rahmen dieser Arbeit sprengen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Text

2.2 Textsorten

2.3 Kochbuch

2.4 Rezept

3 Analyse

3.1 Analyse der Textfunktion nach Brinker

3.2 Analyse der Textstruktur nach Brinker

3.2.1 Textstruktur auf der grammatischen Ebene

3.2.2 Textstruktur auf der thematischen Ebene

3.3 Textmuster nach Sandig

3.4 Zusammenfassung der prototypischen Merkmale eines Kochrezeptes

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht moderne Kochrezepte aus einer textlinguistischen Perspektive, um deren Aufbau, Funktion und Charakteristika als hochgradig normierte Textmuster zu identifizieren und zu belegen.

  • Analyse der kommunikativen Textfunktion von Kochrezepten.
  • Untersuchung der Textstruktur auf grammatischer und thematischer Ebene.
  • Anwendung der Prototypentheorie zur Bestimmung von Textsorten-Merkmalen.
  • Betrachtung der Listen- und Kettenbildung als strukturgebende Elemente.
  • Bestimmung der prototypischen Merkmale, die ein Kochrezept definieren.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Textstruktur auf der grammatischen Ebene

Hier wird die grammatische Kohärenz untersucht, also die syntaktisch-semantischen Beziehungen zwischen aufeinanderfolgenden Sätzen. Insbesondere die explizite und die implizierte Wiederaufnahme spielen hierfür eine wichtige Rolle, worauf ich genauer eingehen werde.

Die explizite Wiederaufnahme meint sprachliche Ausdrücke in aufeinanderfolgenden Sätzen, die sich auf das gleiche außersprachliche Objekt beziehen, also referenzidentisch sind. Referenzträger können hierbei sowohl Handlungen, als auch Personen und Gegenstände sein. Die Wiederaufnahme kann auf verschiedene Arten erfolgen, so etwa durch die Repetition des Substantivs, durch mehrere synonym gebrauchte Substantive bzw. substantivisch gebrauchte Wortgruppen oder durch ein bestimmtes Personalpronomen.

Interessant ist insbesondere die Verwendung des bestimmten und des unbestimmten Artikels, die hier „den Signalwert [von] ‚bekannt‘ und ‚nicht bekannt‘“ (Brinker 2001:30) umschreiben. Die Bekanntheit kann hierbei textintern oder –extern begründet sein. Hierzu ein Textbeispiel, ebenfalls aus dem oben schon zitierten Rezept Der Lieblingsklassiker: Gemüseeintopf mit Kräuterflädle:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Einordnung von Kochrezepten als Textsorte vor und definiert das Untersuchungskorpus bestehend aus zwei populären vegetarischen Kochbüchern.

2 Definitionen: Hier werden grundlegende Begriffe wie Text, Textsorte, Kochbuch und Rezept theoretisch fundiert und in den handlungstheoretischen Kontext eingeordnet.

3 Analyse: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und untersucht Kochrezepte anhand von Brinker (Textfunktion und -struktur) sowie Sandig (Textmuster), um ihre normierte Form zu belegen.

4 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der Ergebnisse, die Kochrezepte als stark normierte, durch Listen- und Kettenbildung charakterisierte Textmuster bestätigen.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Kochrezepte, Textsorten, Textmuster, Brinker, Sandig, Prototypentheorie, Instruktion, Appellfunktion, Textstruktur, Kohärenz, Kohäsion, grammatische Ebene, thematische Ebene, Handlungsverben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der textlinguistischen Untersuchung von modernen Kochrezepten als normierte Textsorte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Textfunktion, die grammatische und thematische Textstruktur sowie die Prototypikalität von Kochrezepten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Merkmale von Kochrezepten aufzuzeigen und zu belegen, warum diese als starre und konventionelle Textmuster gelten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt Ansätze von Klaus Brinker zur Textanalyse, die Prototypentheorie nach Eleanor Rosch sowie Konzepte zur Textstilistik nach Barbara Sandig.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die appellative Textfunktion, die grammatische Kohärenz durch Artikelgebrauch und Wiederaufnahme sowie die thematische Entfaltung durch chronologische Handlungsabfolgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Textsorten, Instruktion, Kochrezepte, Kohärenz, Textmuster und Prototypikalität.

Warum wurden genau diese zwei Kochbücher als Korpus gewählt?

Die Auswahl erfolgte aufgrund ihrer Popularität und da sie als moderne, umfassende Standardwerke die früher üblichen Schulkochbücher in ihrer Bedeutung abgelöst haben.

Welche Bedeutung kommt der Listen- und Kettenbildung zu?

Diese Strukturen sind prototypische Merkmale, die sicherstellen, dass komplexe Handlungsabfolgen für den Adressaten in leicht verständliche Schritte zerlegt werden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine textlinguistische Untersuchung moderner Kochrezepte
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Textsorten und ihre Beziehungen in Print- und Onlinemedien
Note
2,3
Autor
Lisa Gutman (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V345590
ISBN (eBook)
9783668355309
ISBN (Buch)
9783668355316
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rezept textlinguistik Sprachwissenschaft Text Semantik Textsorten Textmuster Kochrezept Textstruktur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Gutman (Autor:in), 2015, Eine textlinguistische Untersuchung moderner Kochrezepte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345590
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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