Dieser Text gibt eine kurze Einleitung zur Entstehung und Inhalt des Buddhismus.
Der Buddhismus ist eine vornehmlich in Südostasien vorherrschende Erfahrungsreligion, die aber mittlerweile selbst in der westlichen Gesellschaft nicht mehr als befremdlich angesehen wird. Und das, obwohl viele deutliche Unterschiede zum traditionellen Christentum zum Vorschein kommen. Schätzungen zufolge leben in Deutschland um die 130.000 Buddhisten, sodass ein gegenseitiges Verständnis unabdingbar ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theravada – Die Lehre der Ordensälteren
3. Fazit
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit befasst sich mit den grundlegenden Merkmalen des Buddhismus und fokussiert dabei insbesondere auf die Lehre des Theravada. Das Ziel ist es, ein Verständnis für diese spezifische Richtung zu schaffen, ihre Entstehung sowie ihre monastische Praxis zu beleuchten und dabei die Vielfalt innerhalb des Buddhismus aufzuzeigen.
- Ursprung und Wesen des Buddhismus als Erfahrungsreligion
- Abgrenzung der Hauptströmungen Hinayana und Mahayana
- Historische Entwicklung und Verbreitung der Theravada-Lehre
- Die Bedeutung des Pali-Kanons und des Zustands Nibbana
- Anforderungen an ein monastisches Leben und die Rolle der Meditation
Auszug aus dem Buch
2. Theravada – Die Lehre der Ordensälteren
Nach dem Tod Siddhartha Gautamas waren sich die Buddhisten uneinig über ihre Lehre. Aus den sich einander widerstreitenden buddhistischen Schulen und Lehrtraditionen entwickelten sich folglich zwei große Hauptströmungen: Hinayana (‚kleines Fahrzeug‘) und Mahayana (‚großes Fahrzeug‘). Die tradierte Bezeichnung Fahrzeug ist hier mit Weg bzw. Richtung gleichzusetzen.
Von diesen beiden genannten Strömungen ist Hinayana die ältere, das Mahayana setzte sich erst in der Zeit zwischen 100 v. Chr. bis 600 n. Chr. durch. Im Hinayana gibt es achtzehn verschiedene Richtungen, von denen wiederum sechs eine größere Bedeutung erlangten. Eine dieser Lehren ist die Theravada-Lehre.
In den zwei vorchristlichen Jahrhunderten wurde der Theravada in Südindien und in Sri Lanka zur vorherrschenden Lehre und breitete sich von dort aus weiter aus. Er hält an ursprünglichen Regeln und Lehren des Buddhismus fest. Folglich hat der Theravada auch die Bezeichnung ‚Lehre der Ordensälteren‘ erlangt. Sein bedeutendster Lehrer war Buddhaghosa, ein Brahmane, der nach seiner Bekehrung zu Beginn des 5. Jahrhunderts n. Chr. in das damalige Zentrum der Gelehrsamkeit nach Sri Lanka begab, um einen großen Teil des Pali Kanon, welches die zentrale Schrift dieser buddhistischen Lehre ist, zu kommentieren und sein Werk ‚Visuddhimagga‘ (‚Der Weg zur Reinheit‘) zu verfassen.
Heute ist der Theravada zu der bedeutendsten Lehre des Hinayana herangewachsen. Er bestimmt die religiösen Traditionen in Sri Lanka (Ceylon), Myanmar (Birma), Thailand, Laos und Kambodscha und ist in Thailand sogar Staatsreligion.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Buddhismus als religionswissenschaftliches Phänomen ohne Gott und skizziert die historische Entstehung aus der indischen Religionswelt.
2. Theravada – Die Lehre der Ordensälteren: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des Theravada innerhalb der Hinayana-Schule, beschreibt die Bedeutung des Pali-Kanons und analysiert die monastischen Praktiken sowie das Ziel des Nibbanas.
3. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der Theravada-Lehre zusammen und betont die Notwendigkeit, den Buddhismus aufgrund seiner internen Vielfalt differenziert zu betrachten.
Schlüsselwörter
Buddhismus, Theravada, Hinayana, Nibbana, Siddhartha Gautama, Pali-Kanon, Meditation, Ordensältere, Religionswissenschaft, Erleuchtung, monastisches Leben, Bodhi, Südostasien, Erfahrungsreligion, Erlösung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen einführenden Überblick über den Buddhismus und konzentriert sich inhaltlich auf die Lehre des Theravada.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themen umfassen die Geschichte des Buddhismus, die Differenzierung zwischen Hinayana und Mahayana sowie die religiöse Praxis und Philosophie des Theravada.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Eigenart des Theravada innerhalb des buddhistischen Spektrums darzustellen und zu verdeutlichen, warum eine differenzierte Betrachtung der buddhistischen Richtungen notwendig ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Arbeit, die auf fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur und religionswissenschaftlichen Standardwerken basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der historischen Einordnung, der Entstehung der Theravada-Schule, der zentralen Bedeutung des Pali-Kanons sowie den philosophischen Anforderungen an das Erreichen des Nibbanas.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind unter anderem Theravada, Nibbana, Buddhismus, Meditation, Pali-Kanon und monastisches Leben.
Welche Rolle spielt die Meditation innerhalb der Theravada-Lehre?
Die Meditation wird als fundamentales Element beschrieben, das dazu dient, den Geist von störenden Gedanken zu befreien und die Identifikation mit der eigenen Buddha-Natur zu ermöglichen.
Wie wird das Nibbana im Theravada definiert?
Es wird als Zustand der Erlösung und das Ende des Kreislaufs der Wiedergeburten betrachtet, der durch eigene Anstrengung und intensive meditative Praxis erreicht werden kann.
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- Ute Corell (Autor), 2014, Theravada. Die Lehre der Ordensälteren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345599