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Diagnostik von Sprachstörungen

Title: Diagnostik von Sprachstörungen

Presentation (Elaboration) , 2003 , 17 Pages , Grade: ohne Note

Autor:in: Katja Eimer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Befasst man sich mit der Diagnostik von Sprachbehinderungen so ist es sinnvoll, sich zunächst etwas genauer mit dem Begriff der Diagnostik an sich zu beschäftigen. Das Wort Diagnostik kommt ursprünglich aus dem griechischen (Diagnosis) und meint soviel wie unterscheiden, auseinandersetzen. Die Menschen haben seit jeher das Bedürfnis, die Vielfalt und Komplexität des Lebens einzuschätzen und zu beurteilen, um so eine gewisse Orientierung und Rechtfertigung zu ermöglichen. Schlägt man den Begriff im Lexikon nach (Brockhaus), so findet man dort, dass es sich bei Diagnostik um die methodische Erfassung eines Gegenstandes oder einer Person handelt. Im Sinne von sonderpädagogischer Diagnostik spricht man von der Erkenntnis der Beschaffenheit eines psychischen oder physischen Zustandes. Diagnoseverfahren kommen ursprünglich aus der Medizin, haben also pädagogikfremde Wurzeln. Diagnostik bedient sich immer verschiedener Methoden, auf die im folgenden kurz eingegangen werden soll. Zunächst befasst sich der Diagnostiker immer mit der Vorgeschichte der Krankheit (Anamnese), wobei sowohl medizinische Aspekte der Krankheitsgeschichte berücksichtigt werden, als auch psychologische, wie z.B. die Erhellung des Lebenslaufs. Zudem werden objektive Daten über die Entwicklung (z.B. Geburt, Schule...) beleuchtet. Im nächsten Schritt handelt es sich um die sogenannte Exploration, wobei es hauptsächlich darum geht, die bei der Anamnese schon herausgefunden Erkenntnisse genauer zu erforschen bzw. zu hinterfragen. Meist geschieht dies in Form von Interviews und Gesprächen, wobei nicht nur der Kranke selbst, sondern auch häufig Angehörige bzw. Personen, die viel Kontakt mit dem Kranken haben, befragt werden. Daran schließt sich meist eine Verhaltensbeobachtung an, bei der es zum einen um die reine Beobachtung des Kranken geht, zum anderen aber auch Tests durchgeführt werden, um bestimmte Verhaltensweisen gezielt beobachten zu können. Da es sehr schwierig ist aufgrund subjektiver Schilderungen des Betroffenen eine objektive Diagnose zu erstellen, bedient sich die Diagnostik immer häufiger standardisierter Tests.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Diagnostik

II. Sonderpädagogische Diagnostik

III. Förderdiagnostik

IV. Testverfahren

V. Diagnostik von Sprachbehinderungen

VI. Sprachstörungen

1. Spracherwerbsstörungen

2. Sprechablaufstörungen

3. Aussprachestörungen

VII. Ursachen von Sprachstörungen

1. sensorische Störungen

2. frühkindliche Hirnschädigungen

3. milieubedingte Einflüsse

VIII. Heidelberger Sprachentwicklungs-Test (HSET)

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der diagnostischen Erfassung von Sprachstörungen im pädagogischen Kontext auseinander. Das primäre Ziel besteht darin, den Wandel von der klassischen, medizinisch orientierten Diagnostik hin zu einem förderorientierten Ansatz aufzuzeigen und die methodischen Anforderungen für eine fundierte Befunderhebung zu verdeutlichen.

  • Grundlagen der sonderpädagogischen Diagnostik
  • Differenzierung und Merkmale der Förderdiagnostik
  • Klassifikation und Ursachen von Sprachstörungen
  • Gütekriterien diagnostischer Testverfahren
  • Analyse und Anwendung des Heidelberger Sprachentwicklungstests (HSET)

Auszug aus dem Buch

III. Förderdiagnostik

Die Förderdiagnostik hat sich als Gegenposition zur sogenannten Selektionsdiagnostik und Psychodiagnostik entwickelt, „die auf eine konsequente individuelle Diagnose, Betreuung und Unterstützung ausgerichtet ist.“

Was Förderdiagnostik leistet und wie sie zu verstehen ist, beschreiben die folgenden Punkte.

1. Förderdiagnostik ist keine Platzierungsdiagnostik.

Die förderdiagnostische Ziel- oder Fragestellung ist klar von der Platzierungsdiagnostik zu unterscheiden. Zur Beantwortung dieser grundsätzlich verschiedenen Fragestellungen ist ein unterschiedliches methodisches Vorgehen, sind unterschiedliche diagnostische Strategien erforderlich und es ergeben sich daraus zwangsläufig diagnostische Informationen mit unterschiedlicher Qualität.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Diagnostik: Dieses Kapitel führt in den etymologischen Ursprung und die allgemeine methodische Definition von Diagnostik ein.

II. Sonderpädagogische Diagnostik: Hier wird der Fokus auf den sonderpädagogischen Kontext gelegt, der über eine rein medizinische Bestandsaufnahme hinausgeht und eine Prognose für die Förderung beinhaltet.

III. Förderdiagnostik: Dieser Abschnitt beschreibt den Paradigmenwechsel hin zur Förderdiagnostik, die situativ, kompetenzorientiert und als hypothesengeleiteter Prozess verstanden wird.

IV. Testverfahren: Es werden die notwendigen Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität erläutert, die Tests erfüllen müssen, um als diagnostische Instrumente dienen zu können.

V. Diagnostik von Sprachbehinderungen: Das Kapitel beleuchtet die Geschichte der Sprachbehindertenpädagogik und die immense Bedeutung der Sprache für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

VI. Sprachstörungen: Hier werden Symptome in drei Hauptkategorien unterteilt: Spracherwerbsstörungen, Sprechablaufstörungen und Aussprachestörungen.

VII. Ursachen von Sprachstörungen: Es wird differenziert zwischen sensorischen Störungen, frühkindlichen Hirnschädigungen und milieubedingten Einflüssen als Auslöser für Sprachauffälligkeiten.

VIII. Heidelberger Sprachentwicklungstest (HSET): Abschließend wird der HSET als spezialisiertes Diagnoseverfahren vorgestellt, das durch 13 Untertests tiefgehende Einblicke in die Wissensvoraussetzungen und Verarbeitungsmechanismen von Kindern ermöglicht.

Schlüsselwörter

Sprachstörungen, Förderdiagnostik, sonderpädagogische Diagnostik, Spracherwerb, Testverfahren, HSET, Sprachheilpädagogik, Gütekriterien, Sprachförderung, Lernprozessdiagnostik, Sprachbehinderung, sonderpädagogische Disziplin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die diagnostischen Herausforderungen und Methoden im Bereich der Sprachstörungen bei Kindern und deren pädagogische Aufarbeitung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen klassischer Medizin-Diagnostik und Förderdiagnostik, die Klassifikation von Sprachstörungen sowie die Anwendung diagnostischer Tests.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Diagnostik im sonderpädagogischen Kontext nicht nur als Feststellung eines Defizits, sondern als Grundlage für gezielte Fördermaßnahmen verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur und vergleicht verschiedene diagnostische Vorgehensweisen und Testgütekriterien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Diagnostik, die Kategorisierung von Sprachstörungen und deren Ursachen sowie die detaillierte Vorstellung des Heidelberger Sprachentwicklungstests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Förderdiagnostik, Sprachbehinderungen, HSET, sonderpädagogische Diagnostik und Sprachförderung.

Warum wird der Heidelberger Sprachentwicklungstest (HSET) so ausführlich dargestellt?

Der HSET dient als praktisches Fallbeispiel für ein fundiertes, umfassendes Diagnoseverfahren, das weit über die reine Symptomfeststellung hinausgeht.

Welche Rolle spielt die Umwelt laut dieser Arbeit bei Sprachstörungen?

Die Autorin betont, dass milieubedingte Einflüsse und ein sprachlich anregendes Umfeld eine entscheidende Rolle für die erfolgreiche Sprachentwicklung spielen.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Diagnostik von Sprachstörungen
College
Free University of Berlin
Grade
ohne Note
Author
Katja Eimer (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V34618
ISBN (eBook)
9783638347891
Language
German
Tags
Diagnostik Sprachstörungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Eimer (Author), 2003, Diagnostik von Sprachstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34618
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