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Das Viable System Model als Grundlage für Organisationsarchitektur

Titel: Das Viable System Model als Grundlage für Organisationsarchitektur

Hausarbeit , 2016 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nico Haberkorn (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Damit sich Unternehmen an ein dynamisches Umfeld anpassen können, muss die Organisationsstruktur flexibel sein. Das Potential für Flexibilität und Anpassung kann mit dem Begriff der Lebensfähigkeit umschrieben werden. Diese Fähigkeit ist ein wichtiger Erfolgsparameter beim Umgang mit Komplexität, jedoch kein integraler Bestandteil der vorherrschenden ökonomisch geprägten Organisationstheorie. Das Management kann mit herkömmlichen Methoden und Organisationsstrukturen den Herausforderungen des Unternehmens scheinbar nicht mehr begegnen.

Im Mittelpunkt der systemtheoretisch-kybernetischen Managementlehre steht deshalb die Idee der Lebensfähigkeit. Die Erkenntnisse dieser Disziplin können herangezogen werden, um zu erläutern wie die Organisationsarchitektur von Unternehmen als Reaktion auf die Komplexitätsentwicklung effizient gestaltet werden kann. Das Viable System Model (VSM, dt. Model lebensfähiger Systeme) von Stafford Beer ist dem ähnlichen Modell Autpoiesis oder der Viability-Theorie als Grundlage dieser Arbeit vorzuziehen. Ein Vergleich zeigt, dass das VSM einen größeren Gültigkeitsbereich hat und genauer ist.

Zunächst werden in Kapitel 2 die notwendigen theoretischen und begrifflichen Grundlagen vermittelt, bevor in Kapitel 3 das Viable System Model erklärt wird. Anschließend wird in Kapitel 4 das VSM auf Anwendungsmöglichkeiten im Projekt- und Prozessmanagement sowie auf Kritikpunkte untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Relevanz des Viable System Model

2 Begriffliche und Theoretische Grundlagen

2.1 Viable System Model

2.2 System und Systemtheorie

2.3 Kybernetik

2.3.1 Komplexität

2.3.2 Ashby´s Law

3 Das Viable System Model

3.1 System 1: Operieren

3.1.1 Die elementare organisationale Einheit

3.1.2 Die drei Grundsätze von Organisation

3.1.3 Das Rekursionstheorem

3.2 System 2: Koordinieren

3.3 System 3: Optimieren

3.3.1 Synergieeffekte

3.3.2 Das Erste Axiom von Management

3.4 System 4: Intelligenz

3.5 System 5: Politik

4 Anwendung und Kritik am VSM

4.1 Allgemein

4.2 Das VSM im Projekt- und Changemanagement

4.3 Kritik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Viable System Model (VSM) nach Stafford Beer als systemtheoretisch-kybernetischen Ansatz, um Organisationen in einem hochkomplexen und dynamischen Umfeld lebensfähig zu gestalten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch die Anwendung dieser Organisationsarchitektur die Komplexitätsbewältigung in Unternehmen effizienter gestaltet werden kann.

  • Grundlagen der Systemtheorie und Kybernetik
  • Die fünf Sub-Systeme des Viable System Model
  • Komplexitätsausgleich durch Variety-Engineering
  • Anwendungsmöglichkeiten im Projekt- und Changemanagement
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit des Modells

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Komplexität

Umgangssprachlich wird der Begriff Komplexität häufig unreflektiert mit Chaos oder Kompliziertheit gleichgesetzt. Mit allen drei Begriffen wird dem Gegenteil von Simplizität Ausdruck verliehen, also dem Fehlen von geordneten Strukturen und allgemein bekannten Ursachen- und Wirkungsprinzipien. Die Bedeutung des Wortes Komplexität ist für die vorliegende Arbeit derart wesentlich, dass an dieser Stelle eine weitere Abgrenzung zu Chaos und Kompliziertheit vorgenommen wird.

Komplizierte Aufgaben oder Zustände definieren sich dadurch, dass sie sich mit dem entsprechenden theoretischen Wissen analysieren und somit bewusst kontrollieren lassen. Chaos hingegen lässt kaum Muster erkennen oder Auswirkungen vorhersehen. Chaotische Zustände lassen sich nicht bewusst steuern. Auswirkungen und Verhaltensweisen müssen beobachtet werden um darauf reagieren zu können.

Dem Komplexitätsbegriff kann man sich aus der Perspektive verschiedener Wissenschaftsdisziplinen nähern. In den Realwissenschaften ist hier vor allem die Sozialwissenschaft von Bedeutung. So steht zum Beispiel bei Luhmann Komplexität in engem Zusammenhang mit dem Sinn einer sozialen Organisation. Demnach hat der Mensch ein begrenztes Potential für Informationsverarbeitung. Die Tatsache, dass es stets mehr Möglichkeiten gibt als der Mensch verarbeiten kann, bezeichnet Luhmann als unbestimmte Komplexität. Um bestimmte Möglichkeiten realisieren zu können, muss diese Komplexität im Sinne der Organisation selektiert werden um somit die unbestimmte Komplexität bestimmbar zu machen. Weiterhin hat der Sinn einer Organisation die Funktion auf Möglichkeiten außerhalb der notwendigen Selektion zu verweisen um die Welt zugänglich zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

Problemstellung und Relevanz des Viable System Model: Einführung in die Problematik zunehmender externer Komplexität und Vorstellung des VSM als Lösungsansatz zur Steigerung der Lebensfähigkeit von Unternehmen.

Begriffliche und Theoretische Grundlagen: Erläuterung der systemtheoretischen und kybernetischen Basis, insbesondere der Definition von Systemen sowie des zentralen Konzepts der Komplexität und Ashby´s Law.

Das Viable System Model: Detaillierte Analyse der fünf Sub-Systeme des Modells, beginnend bei den operativen Einheiten bis hin zur politischen Steuerungsebene.

Anwendung und Kritik am VSM: Diskussion der Praxistauglichkeit des Modells im Management-Kontext sowie Auseinandersetzung mit geäußerter Kritik an der Funktionalität und Umsetzbarkeit.

Schlüsselwörter

Viable System Model, VSM, Kybernetik, Systemtheorie, Komplexität, Organisation, Lebensfähigkeit, Ashby´s Law, Managementkybernetik, Rekursion, Varietät, Organisationsarchitektur, Projektmanagement, Change Management, System.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Viable System Model von Stafford Beer als Werkzeug, um Organisationen gegen zunehmende externe Komplexität zu wappnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Systemtheorie, Kybernetik, die Struktur lebensfähiger Systeme sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte im modernen Management.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Organisationsarchitektur anpassen müssen, um dauerhafte Lebensfähigkeit in dynamischen Umfeldern sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturgestützte Analyse der systemtheoretisch-kybernetischen Managementlehre durchgeführt, ergänzt um die Interpretation des VSM-Strukturmodells.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Kybernetik, Komplexität) und die detaillierte Darstellung der fünf VSM-Sub-Systeme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere VSM, Komplexität, Lebensfähigkeit, Varietät und Organisationsarchitektur.

Warum ist Ashby´s Law für das Modell so wichtig?

Ashby´s Law besagt, dass Vielfalt nur durch Vielfalt absorbiert werden kann, was die Grundlage für die Balance zwischen der Komplexität der Umwelt und der Steuerungskapazität des Unternehmens bildet.

Wie wird das Rekursionstheorem im VSM angewandt?

Das Rekursionstheorem besagt, dass jedes lebensfähige System in einem größeren lebensfähigen System enthalten ist, was eine konsistente Modellierung über alle Organisationsebenen hinweg ermöglicht.

Warum wird das VSM auch im Projektmanagement als nützlich erachtet?

Das VSM hilft, die Tiefenstruktur von Projektorganisationen zu verstehen und in Verbindung mit Standards wie dem PMBOK-Guide eine kohärente Organisationsstruktur zu schaffen.

Worin liegt der Kern der Kritik am VSM?

Die Kritik fokussiert sich meist darauf, dass das Modell als rein funktionalistisch wahrgenommen wird und die menschliche bzw. soziale Komponente sowie die praktische Implementierbarkeit für Fachfremde als schwierig gelten.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Viable System Model als Grundlage für Organisationsarchitektur
Hochschule
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft
Note
1,3
Autor
Nico Haberkorn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
30
Katalognummer
V346536
ISBN (eBook)
9783668358607
ISBN (Buch)
9783668358614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
VSM; Viable System Model Komplexität Organisationsarchitektur Management Kybernetik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nico Haberkorn (Autor:in), 2016, Das Viable System Model als Grundlage für Organisationsarchitektur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346536
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Leseprobe aus  30  Seiten
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