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Reiseberichte als Quellen der Frömmigkeitsgeschichte

Ein Baseler Theologe pilgert nach Jerusalem

Título: Reiseberichte als Quellen der Frömmigkeitsgeschichte

Trabajo Escrito , 2014 , 25 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Benedikt Liebsch (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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In dieser Hausarbeit geht es um das religiöse Phänomen der Pilgerfahrten im Mittalalter, mit speziellem Fokus auf das Spätmittelalter. Als eine der „peregrinationes maiores“ – hierunter fallen die Pilgerziele Rom, Santiago de Compostela und Jerusalem – steht hier vor allem die mittelalterliche Jerusalempilgerfahrt im Fokus.

Ausgehend von dem überlieferten Reisebericht des spätmittelalterlichen Theologen Wilhelm Tzewers aus Basel wird der Versuch unternommen, ein Bild eines typischen Jerusalempilgers zu entwerfen, die historische Entwicklung der Jerusalempilgerfahrten aufzuzeigen sowie die Pilgerfahrt Tzewers‘ in einen breiteren frömmigkeitsgeschichtlichen Kontext zu bringen. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob Wilhelm Tzewers, wie er sich in seinem Reisebericht „Itinerarius terre sancte“ präsentiert, als typischer Pilger des Spätmittelalters bezeichnet werden kann oder ob er aufgrund seines Daseins als Theologe eine Sonderrolle einnimmt. Außerdem soll aufgezeigt werden, was einen spätmittelalterlichen Bürger zur Pilgerfahrt bewegte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Charakterisierung der Quellenedition

1.1 Entstehungssituation

1.2 Formaler und inhaltlicher Aufbau

1.2.1 Vorwort der Quellenedition

1.2.2 Einleitung der Quellenedition

1.2.2.1 Forschungsstand und Editionsprinzipien

1.2.2.2 Aufbau des Itinerarius terre sancte

1.2.2.3 Quellen des Itinerarius terre sancte

1.2.2.4 Überlieferungen des Itinerarius terre sancte

1.2.2.5 Quellentypologie

1.2.3 Editionsteil der Quellenedition

2. Quellenanalyse unter frömmigkeitsgeschichtlicher Perspektive

2.1 Formale Analyse

2.2 Inhaltliche Analyse

2.2.1 Quelleninhalt

2.2.2 Merkmale und Motive des peregrinus

2.2.3 Historischer Kontext

3. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Pilgerwesen im Spätmittelalter anhand des Reiseberichts „Itinerarius terre sancte“ des Baseler Theologen Wilhelm Tzewers. Ziel ist es, den Text als historische Quelle einzuordnen, Motive der Pilgerfahrt zu entschlüsseln und den Bericht in den frömmigkeitsgeschichtlichen sowie historischen Kontext der Jerusalempilgerfahrten zu stellen.

  • Charakterisierung und Edition des Reiseberichts
  • Frömmigkeitsgeschichtliche Analyse der Pilgermotive
  • Historische Einordnung des spätmittelalterlichen Pilgerwesens
  • Untersuchung der Reisebedingungen und Gefahren
  • Der Pilger als „peregrinus“ (Pilger und Fremder)

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Merkmale und Motive des peregrinus

Im Folgenden versucht der Verfasser, ausgehend der ihm vorliegenden Quelle, für einen Pilger charakteristische Merkmale zu schlussfolgern. Die Auseinandersetzung mit der Person des Pilgers, nämlich etwaigen Merkmalen sowie Motiven für seine Reise, ist wichtig, um anschließend die Pilgerfahrt als frömmigkeitsgeschichtliches Phänomen breiter einzuordnen. Es wird zu untersuchen sein, ob das, was Tzewers in seinem Prolog charakterisiert, allgemein für spätmittelalterliche Pilger gesagt werden kann.

In seinem Prolog erscheint Tzewers als tief gläubiger Mensch. Seine Frömmigkeit wird bereits durch die einleitenden Ausführungen über den königlichen Propheten David deutlich. Auch Tzewers' Verehrung von Jesus Christus als Erlöser spricht dafür. Seine beginnende Pilgerfahrt nennt Tzewers einen „Weg der Buße“. Daraus lassen sich seine Motive für die Pilgerfahrt ableiten, nämlich das Streben nach Erleuchtung und Erkenntnis sowie die Befreiung von seinen Übeln, welche der Verfasser an dieser Stelle als Sünden interpretiert. Weiterhin lässt sich eine Faszination über das Heilige Land feststellen. Das Heilige Land beschreibt Tzewers als einen Ort der Wunder und Taten, welcher rechtmäßig den Christen zustände und durch das Blut von Jesus geweiht wurde.

Die Ausführung Tzewers' bezüglich der Weihung des Heiligen Landes durch das kostbare Blut von Jesus versucht der Verfasser an anderer Stelle in den Reliquienkult des Spätmittelalters einzuordnen. Das Heilige Land sei jedoch den Christen mittlerweile auf Grund ihrer Vergehen geraubt. Nach Ansicht des Verfassers bezieht sich dies auf die Situation Jerusalems zur Zeit Tzewers' bezogen auf die Vormacht der Araber. Die Tatsache, dass Tzewers viel Geld auf seine Reise nehmen möchte, lässt ihn durchaus als einigermaßen wohlhabenden Mann erscheinen. Die vor ihm liegende Pilgerfahrt sieht er unter zweierlei Aspekten. Auf der einen Seite ist sie ihm höchst heilig, auf der anderen Seite beschreibt er sie jedoch auch als strapaziös.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Charakterisierung der Quellenedition: Dieses Kapitel analysiert den Aufbau und den Entstehungskontext der Dissertation von Gritje Hartmann, die den Reisebericht des Wilhelm Tzewers ediert hat.

2. Quellenanalyse unter frömmigkeitsgeschichtlicher Perspektive: Hier wird der Reisebericht als Quelle genutzt, um die Rolle, Motive und das Selbstverständnis eines spätmittelalterlichen Pilgers im historischen Kontext zu untersuchen.

3. Schlussfolgerung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Schwierigkeit, den „Itinerarius terre sancte“ aufgrund seiner Vielschichtigkeit eindeutig einer einzigen Quellengattung zuzuordnen.

Schlüsselwörter

Wilhelm Tzewers, Itinerarius terre sancte, Jerusalempilgerfahrt, Spätmittelalter, Pilgerwesen, Frömmigkeitsgeschichte, Gritje Hartmann, peregrinus, Wallfahrt, Heiliges Land, Quellenedition, Reliquienkult, Pilgerbericht, Reisebericht, Pilgermotive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Reisebericht des Baseler Theologen Wilhelm Tzewers aus dem 15. Jahrhundert, um Erkenntnisse über das Pilgerwesen im Spätmittelalter zu gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die quellenkritische Analyse der Edition, die Rekonstruktion spätmittelalterlicher Pilgermotive sowie die Einordnung des Reisenden in den historischen Kontext der Jerusalempilgerfahrten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Wilhelm Tzewers sich in seinem Bericht präsentiert und ob sein Handeln als typisch für einen spätmittelalterlichen Pilger betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Verfasser nutzt eine zweigeteilte Methode: Zunächst erfolgt eine formale und inhaltliche Analyse der wissenschaftlichen Quellenedition, danach eine eigene frömmigkeitsgeschichtliche Untersuchung der Primärquelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung der Arbeit von Gritje Hartmann und eine tiefergehende inhaltliche Analyse von Tzewers' Prolog, wobei Motive und Gefahren der Reise thematisiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Pilgerwesen, Frömmigkeitsgeschichte, Itinerarius terre sancte, Jerusalempilgerfahrt, Wilhelm Tzewers und Quellenedition.

Welche Rolle spielt der Begriff „peregrinus“ in der Analyse?

Der Begriff dient als analytisches Werkzeug, um Tzewers sowohl als „Pilger“ (religiöses Motiv) als auch als „Fremder“ (soziale und physische Unsicherheit) zu charakterisieren.

Warum wird der Prolog von Tzewers als zentrales Dokument hervorgehoben?

Der Prolog ist für den Verfasser besonders wertvoll, da Tzewers darin explizit seine Beweggründe, seine spirituellen Ziele und seine Ängste vor der Reise offenlegt.

Welche historische Bedeutung hat der Reisebericht für Historiker?

Der Bericht ist ein bedeutendes Zeitzeugnis, da er das komplexe Spannungsfeld zwischen der christlichen Sehnsucht nach dem Heiligen Land und der politischen Realität unter muslimischer Herrschaft im 15. Jahrhundert widerspiegelt.

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Detalles

Título
Reiseberichte als Quellen der Frömmigkeitsgeschichte
Subtítulo
Ein Baseler Theologe pilgert nach Jerusalem
Universidad
University of Leipzig
Calificación
2,0
Autor
Benedikt Liebsch (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
25
No. de catálogo
V346593
ISBN (Ebook)
9783668358461
ISBN (Libro)
9783668358478
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mittelalter Frömmigkeit Pilgern Jerusalem Pilgerfahrt Santiago de Compostela Spätmittelalter Peregrinus Frömmigkeitsgeschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benedikt Liebsch (Autor), 2014, Reiseberichte als Quellen der Frömmigkeitsgeschichte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346593
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