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Immanuel Kants "Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft". Eine Untersuch zum Ursprung des Bösen

Título: Immanuel Kants "Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft". Eine Untersuch zum Ursprung des Bösen

Elaboración , 2016 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lisa Maria Hoffmann (Autor)

Filosofía - Otras
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Neben dem Ursprung des Bösen wird auch die Frage, ob der Mensch von Natur aus böse ist, in der hier folgenden wissenschaftlichen Arbeit zentralisiert. Dazu soll zuvorderst die Moralphilosophie Kants in ihren Grundzügen dargelegt werden. Anschließend soll auf die ursprüngliche Anlage zum Guten in der menschlichen Natur eingegangen werden, um in einem nächsten Schritt, kontrastierend dazu, den Hang zum Bösen des Menschen zu explizieren.

„In der Philosophie hat vor allem Leibniz unter dem Stichwort der Theodizee, der Rechtfertigung Gottes angesichts des Bösen (allgemeiner: des Zweckwidrigen) in der Welt, die Frage nach der Herkunft des Bösen gestellt.“ Damit lieferte Leibniz den thematischen Anstoß für ein Meer an philosophischen Texten, die sich mit der Theodizee-Frage beschäftigen. Neben Voltaire und Pope setzte sich Ende des 18. Jahrhunderts schließlich auch Kant in seinem Werk „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ mit der genannten Frage auseinander und kritisiert dabei die leibnizsche Theorie – ohne diesen dabei namentlich zu nennen oder auf dessen Schrift wörtlich Bezug zu nehmen.

Lediglich in zwei Punkten lässt sich eine Übereinstimmung der kantischen mit der leibnizschen Theorie finden: Zum einen sei dies die Annahme, dass der Mensch eine Vernunftnatur besitzt und zum anderen, dass der Mensch von Natur aus ein gewisses Maß an Sinnlichkeit affiziert. Sinnlichkeit sieht Kant vielmehr als eine neutrale Naturanlage des Menschen und nicht wie zahlreiche Vorgänger negativ konnotiert, darunter Augustinus, der den Ursprung des Übels in der Sinnlichkeit des Menschen verortet. Kant begründet seine Positionierung gegen eine solche sexualfeindliche Auffassung durch den freien Willen des Menschen, da diesem bei der Ausrichtung seiner Maximen eine Willensfreiheit zukommt. Da dies für Kant ein bewusstes Moment ist, lässt sich alleine im Willen die Moral lokalisieren und somit muss dort der Ursprung des Bösen anzutreffen sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Anmerkungen zu Kants Moralphilosophie

3. Von der ursprünglichen Anlage zum Guten in der menschlichen Natur

4. Von dem Hang zum Bösen in der menschlichen Natur

5. Der Mensch ist von Natur böse

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis von Freiheit, Moral und dem Ursprung des Bösen in Immanuel Kants Schrift "Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft". Dabei wird der Frage nachgegangen, wie der Mensch trotz einer ursprünglichen Anlage zum Guten einen Hang zum Bösen entwickeln kann und ob das Böse als wesensimmanent oder selbstverschuldet zu betrachten ist.

  • Grundzüge der kantischen Moralphilosophie und des kategorischen Imperativs
  • Analyse der ursprünglichen Anlagen zur Tierheit, Menschheit und Persönlichkeit
  • Untersuchung des Hangs zum Bösen als subjektive Möglichkeit der Willensbestimmung
  • Erläuterung der Prämisse der menschlichen Selbstverschuldung des Bösen
  • Diskussion über die Möglichkeit der moralischen Umkehr und Gesinnungsänderung

Auszug aus dem Buch

3. Von der ursprünglichen Anlage zum Guten in der menschlichen Natur

Kant nennt drei unterschiedliche Anlagen der menschlichen Natur, „die sich unmittelbar auf das Begehrungsvermögen und den Gebrauch der Willkür beziehen“ (AA VI, 28) Die erste Anlage, die Kant aufzählt, ist die „Anlage der Tierheit des Menschen“ (ebd., 26). Sie ist unter dem „Titel der physischen und bloß mechanischen Selbstliebe“ (ebd.) zusammenzufassen, deren Zwecksetzung keinerlei Vernunft erfordert (ebd.). Demzufolge bestehen die Zwecke dieser Anlage erstens in der Selbsterhaltung des Menschen, zweitens in der Arterhaltung durch den Geschlechtstrieb und drittens in dem Trieb zur Gemeinschaftsbildung (ebd., 26f.).

Im Gegenzug zu dieser dem Naturzweck des Menschen dienlichen Anlage gehen die „Anlagen für die Menschheit“ (ebd., 27) nach Kant mit der Vernunft einher. Sie trägt nach Kant den Titel einer „physischen, aber doch vergleichenden Selbstliebe“ (ebd.), in dem Sinne, dass der Mensch sich in Relation zu Anderen setzt, um „sich in der Meinung anderer einen Wert zu verschaffen“ (ebd.). Hiervon hängt das persönliche Glücksempfinden des Menschen ab. Die ursprüngliche Neigung des Menschen – bedingt durch diese Anlage – ist das Streben nach Gleichheit untereinander. „Gemeint ist somit eine Neigung zur Selbstbehauptung und Individualismus […].“

Die letzte der drei aufgeführten Anlagen des Menschen, die Kant nennt, ist die „Anlage für die Persönlichkeit“ (ebd.), die in direktem Zusammenhang mit dem moralischen Gesetz steht. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass Persönlichkeit in diesem Kontext nicht die Individualität eines Menschen impliziert, sondern damit lediglich die Qualifikation des Menschen, seine Maximen frei zu wählen, meint. Das moralische Gefühl – d.i. „die Empfänglichkeit der Achtung für das moralische Gesetz“ (ebd.) – stellt die Motivation (nach Kant: Triebfeder) der freien Willkür, das moralische Gesetz in die eigene Maxime aufzunehmen, dar. Darin besteht Kant zufolge ein guter Charakter. Insofern „zeichnet [diese Anlage] den Menschen als zur Sittlichkeit befähigtes Wesen aus.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Theodizee-Problematik ein und skizziert Kants Ansatz zur Bestimmung des Ursprungs des Bösen innerhalb der menschlichen Willensfreiheit.

2. Allgemeine Anmerkungen zu Kants Moralphilosophie: Dieses Kapitel erläutert den kategorischen Imperativ als Testverfahren für moralische Handlungen und die Notwendigkeit von Pflicht als Motiv für moralisches Handeln.

3. Von der ursprünglichen Anlage zum Guten in der menschlichen Natur: Hier werden die drei Anlagen zur Tierheit, Menschheit und Persönlichkeit detailliert dargestellt, die den Grundstein für die moralische Befähigung des Menschen bilden.

4. Von dem Hang zum Bösen in der menschlichen Natur: Das Kapitel differenziert den Hang zum Bösen von den Anlagen und beschreibt die Stufen der Gebrechlichkeit, Unlauterkeit und Bösartigkeit.

5. Der Mensch ist von Natur böse: Es wird erörtert, warum das Böse bei Kant immer als selbstverschuldet gilt und nicht auf die Sinnlichkeit oder eine verderbte Vernunft zurückzuführen ist.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Mensch zwar den Grund zur Möglichkeit von Gut und Böse in sich trägt, eine moralische Umkehr jedoch eine radikale Revolution der Denkungsart erfordert.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, Moralphilosophie, Kategorischer Imperativ, Hang zum Bösen, Willensfreiheit, Anlage zum Guten, Selbstverschulden, Vernunft, Sinnlichkeit, Triebfeder, Maximen, Ethik, Gesinnung, Revolution der Denkungsart.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Kants philosophische Auseinandersetzung mit der Natur des Menschen, speziell im Hinblick auf die Koexistenz von einer ursprünglichen Anlage zum Guten und einem Hang zum Bösen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die kantische Moralphilosophie, das Konzept des freien Willens, die Struktur der menschlichen Naturanlagen sowie die philosophische Interpretation des radikal Bösen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, Kants Herleitung des Ursprungs des Bösen im freien Willen des Menschen zu explizieren und zu verdeutlichen, wie die moralische Gesinnung trotz des Hangs zum Bösen grundlegend bestimmt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-analytische Methode, die sich auf die Primärtexte von Immanuel Kant stützt und diese im Kontext relevanter wissenschaftlicher Sekundärliteratur interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden Kants Moralphilosophie, die dreifache Anlage des Menschen, die Differenzierung und Wirkung des Hangs zum Bösen sowie die Begründung, warum der Mensch als von Natur böse bezeichnet werden kann, untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Autonomie der Vernunft, kategorischer Imperativ, moralische Willkür, radikales Böses und ethische Gesinnungsänderung geprägt.

Warum unterscheidet Kant zwischen Anlage und Hang?

Anlagen sind nach Kant notwendige Bestandteile des Menschseins, während ein Hang eine subjektive Prädisposition oder Möglichkeit bezeichnet, die erst durch die freie Entscheidung des Menschen zur Tat führt.

Ist der Mensch nach Kant grundsätzlich als teuflisch anzusehen?

Nein, Kant lehnt eine "teuflische Vernunft" ab. Zwar kann der Mensch Maximen verkehren, aber das Böse kann niemals als alleiniges Prinzip oder Triebfeder das moralische Gesetz vollständig tilgen.

Ist eine moralische Umkehr bei Kant möglich?

Ja, Kant verneint die Möglichkeit der Umkehr nicht, betont jedoch, dass diese kein schrittweiser Prozess ist, sondern eine fundamentale Revolution der Denkungsart erfordert.

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Detalles

Título
Immanuel Kants "Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft". Eine Untersuch zum Ursprung des Bösen
Universidad
University of Mannheim
Curso
Das Böse
Calificación
1,0
Autor
Lisa Maria Hoffmann (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
13
No. de catálogo
V346706
ISBN (Ebook)
9783668362284
ISBN (Libro)
9783668362291
Idioma
Alemán
Etiqueta
Immanuel Kant das Böse Religion Vernunft menschliche Natur Moralphilosophie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lisa Maria Hoffmann (Autor), 2016, Immanuel Kants "Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft". Eine Untersuch zum Ursprung des Bösen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346706
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