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Ost-West-Migration in Europa. Umbrüche und Entwicklungen seit den 1980er Jahren

Titel: Ost-West-Migration in Europa. Umbrüche und Entwicklungen seit den 1980er Jahren

Hausarbeit , 2016 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefan Strauß (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Europa fanden schon immer Migrationsbewegungen statt. Ohne Migration wären manche Gegenden noch heute von Wald und Sumpfgebieten bedeckt, so zum Beispiel unsere Hauptstadt Berlin. In den letzten Jahrzehnten konnte jedoch eine auffällige Veränderung des Wanderungsmusters festgestellt werden, denn sie verläuft meist von Osteuropa nach Westeuropa. Diese Wanderungsform, die auch als Ost-West-Migration bezeichnet wird, bildet den Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

Dabei sollen zu Beginn zentrale Begriffe und Konzepte erklärt werden, die für das Verständnis der nachfolgenden Kapitel relevant sind. Im Anschluss widmet sich die Arbeit der Betrachtung der Migrationsbewegungen seit dem Ende der realsozialistischen Staaten Osteuropas unter Berücksichtigung ethnischer Minderheiten, wie zum Beispiel den deutschen Aussiedlern. Es folgt ein Einblick in den Bürgerkrieg Jugoslawiens, sowie eine Analyse der Auswirkungen der EU-Osterweiterungen der Jahre 2004 und 2007. Das Augenmerk wird dabei nicht nur auf die Analyse quantitativer Daten, sondern auch auf die Untersuchung qualitativer Daten, wie Interviews gelegt, um auch etwas über die Lage der Menschen aussagen zu können. Eine Untersuchung der Ost-West-Migration ist in der Hinsicht sinnvoll, als dass sie uns Erkenntnisse zur Bewältigung der momentanen Flüchtlingskrise aus dem Nahen Osten liefern kann, um aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und den Menschen wirklich helfen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Für den Kontext der Ost-West-Migration relevante Migrationsbegriffe und das Modell der Dimensionen von Staatlichkeit

2.1 Relevante Migrationsbegriffe

2.2 Die Dimensionen der Staatlichkeit

3. Migration aus Staaten des Warschauer Paktes und der ehemaligen UdSSR nach Deutschland

4. Zerfall und Bürgerkrieg: Der „failed state“ Jugoslawien und die Auswirkungen auf das Migrationsgeschehen

5. Die EU-Osterweiterungen 2004 und 2007 und ihre Folgen für die Ost-West-Migration

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Migrationsbewegungen von Osteuropa nach Westeuropa seit den 1980er Jahren unter Einbeziehung politischer Umbrüche, ethnischer Faktoren sowie der Auswirkungen von EU-Erweiterungen, um Erkenntnisse für den Umgang mit aktuellen Flüchtlingskrisen zu gewinnen.

  • Analyse der Migrationsdynamik nach dem Zusammenbruch realsozialistischer Staaten
  • Untersuchung der Rolle von Aussiedlern und Minderheiten
  • Einblick in die migrationsrelevanten Auswirkungen des Jugoslawienkrieges
  • Auswertung der Folgen der EU-Osterweiterungen für Migrationsströme
  • Verknüpfung von quantitativen Daten mit qualitativen Fallbeispielen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Dimensionen der Staatlichkeit

Staaten sollen in erster Linie ihrer Bevölkerung dienen, sowie die Rahmenbedingungen für ein geordnetes und friedliches Leben aufstellen, sodass jeder Mensch individuell und in Freiheit sicher mit den anderen Teilnehmern der Gesellschaft zusammenleben kann. Kann der Staat diese Rahmenbedingungen teilweise oder gar nicht erfüllen, so führt dies zu einer politischen und damit zu einer gesellschaftlichen Krise (Universität Bremen 2006:42), die letztlich zu einem sogenannten „failed state“ und damit zu Migration führen kann. Das Modell der Dimensionen der Staatlichkeit zeigt auf, welche Dimensionen eines Staates funktionieren müssen, damit dieser als funktionierend betrachtet werden kann.

Die erste Dimension, die Ressourcendimension, ist die grundlegendste aller Dimensionen, denn sie ist die Grundlage dafür, dass ein Staat die Kontrolle über sein Territorium halten kann. Ein Staat muss in der Lage sein, das Gewalt- und Steuermonopol zu übernehmen (Universität Bremen 2006:42f.). Die zweite Dimension stellt die Rechtsdimension dar. Ein funktionierender Staat benötigt eine Verfassung und ein gerechtes und menschenwürdiges Rechtssystem, das keinen Menschen auf Grund seiner Herkunft o.ä. benachteiligt (Universität Bremen 2006:43f.). Die Legitimationsdimension stellt die dritte Dimension dar. Ein Staat ist dann legitim, wenn er demokratisch ist und seine Bürger ihm loyal gegenüber sind (Universität Bremen 2006:46). Die vierte und letzte Dimension stellt die Wohlfahrtsdimension dar. Ein Staat muss in der Lage sein, für seine Bevölkerung zu sorgen und dafür in gewissen Fällen intervenieren, indem er z.B. in das Kräfteverhältnis innerhalb der freien Marktwirtschaft eingreift, um die Ausbeutung von Arbeitnehmern zu verhindern (Universität Bremen 2006:49f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Ost-West-Migration ein, umreißt die zeitliche Einordnung ab den 1980er Jahren und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Relevanz der Untersuchung.

2. Für den Kontext der Ost-West-Migration relevante Migrationsbegriffe und das Modell der Dimensionen von Staatlichkeit: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Diaspora, Flucht und transnationale Migration und stellt das theoretische Modell der Dimensionen von Staatlichkeit zur Erklärung von Migrationsursachen vor.

2.1 Relevante Migrationsbegriffe: Hier werden Fachbegriffe wie Deportation, Aussiedler, Spätaussiedler, Arbeitsmigration und Transnationalismus erläutert, um eine Verständnisgrundlage für die Migrationsphänomene zu schaffen.

2.2 Die Dimensionen der Staatlichkeit: In diesem Unterkapitel werden die vier Dimensionen – Ressourcendimension, Rechtsdimension, Legitimationsdimension und Wohlfahrtsdimension – dargelegt, deren Scheitern Migration auslösen kann.

3. Migration aus Staaten des Warschauer Paktes und der ehemaligen UdSSR nach Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die Wanderungsbewegungen nach 1990 und den Einfluss des Niedergangs der DDR und der Sowjetunion sowie die Rolle der Aussiedler.

4. Zerfall und Bürgerkrieg: Der „failed state“ Jugoslawien und die Auswirkungen auf das Migrationsgeschehen: Hier werden die politischen und ethnischen Ursachen des Jugoslawienkriegs beleuchtet und dessen Auswirkungen als Fluchtursache untersucht.

5. Die EU-Osterweiterungen 2004 und 2007 und ihre Folgen für die Ost-West-Migration: Das Kapitel betrachtet, wie die EU-Osterweiterung und die damit verbundenen Arbeitsmarktöffnungen die Intensität und Richtung von Migrationsströmen beeinflusst haben.

6 Fazit: Das Fazit fasst die treibenden Faktoren der Migration zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen im europäischen Migrationskontext.

Schlüsselwörter

Ost-West-Migration, Migration, Staatlichkeit, Jugoslawien, EU-Osterweiterung, Spätaussiedler, Transnationale Migration, Arbeitsmigration, Flucht, Failed State, Osteuropa, Deutschland, Integrationsprozesse, Politische Rahmenbedingungen, Migrationsnetzwerke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Migrationsbewegungen von Osteuropa nach Westeuropa, beginnend ab den 1980er Jahren bis in die 2010er Jahre, und beleuchtet die politischen und sozialen Hintergründe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der Fall des Eisernen Vorhangs, die Auswirkungen des Jugoslawienkrieges, die Bedeutung der EU-Osterweiterungen sowie die theoretische Fundierung durch das Modell der Dimensionen von Staatlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen und Verläufe der Ost-West-Migration zu entwickeln, um Lehren für den Umgang mit gegenwärtigen Flucht- und Migrationsbewegungen zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung kombiniert die Analyse quantitativer Daten, wie Migrations- und Zuzugszahlen, mit der Auswertung qualitativer Informationen, wie z.B. Interviews mit Migranten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition, die Analyse der Migration aus dem ehemaligen Ostblock, die Untersuchung der Auswirkungen des Jugoslawienkonflikts und die Bewertung der Folgen der EU-Erweiterungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Ost-West-Migration, Transnationalität, Staatlichkeit, Aussiedler und Integrationsdynamiken geprägt.

Was besagt das „Modell der Dimensionen von Staatlichkeit“ in diesem Kontext?

Das Modell postuliert, dass ein Staat nur dann als funktionierend gilt, wenn vier Dimensionen – Ressource, Recht, Legitimation und Wohlfahrt – stabil sind; ihr Versagen gilt als zentraler Push-Faktor für Migration.

Welche Rolle spielten die EU-Osterweiterungen für die Migration?

Die Erweiterungen von 2004 und 2007 ermöglichten Freizügigkeit, führten jedoch aufgrund zeitversetzter Arbeitsmarktöffnungen in einzelnen EU-Staaten zu spezifischen Migrationsströmen, etwa von Polen nach Großbritannien oder von Rumänien nach Spanien.

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Details

Titel
Ost-West-Migration in Europa. Umbrüche und Entwicklungen seit den 1980er Jahren
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Grundseminar Stadt- und Bevölkerungsgeographie
Note
2,0
Autor
Stefan Strauß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V346716
ISBN (eBook)
9783668360327
ISBN (Buch)
9783668360334
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Osteuropa Russlanddeutsche Aussiedler Spätaussiedler Jugoslawien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Strauß (Autor:in), 2016, Ost-West-Migration in Europa. Umbrüche und Entwicklungen seit den 1980er Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346716
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