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Alice im Unterbewusstsein Carrolls. Die auf Traumdichtung basierende Gesellschaftskritik in "Alice im Wunderland"

Titre: Alice im Unterbewusstsein Carrolls. Die auf Traumdichtung basierende Gesellschaftskritik in "Alice im Wunderland"

Thèse Scolaire , 2016 , 14 Pages , Note: 15 Punkte

Autor:in: Nadja Rode (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Littérature, Œuvres
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Das wohl bekannteste Werk Lewis Carrolls ist "Alice im Wunderland". Die Dialoge zwischen Alice und den Wunderlandbewohnern sind von Missverständnissen geprägt, die Wesen argumentieren oft vollkommen unschlüssig oder verhalten sich völlig seltsam. Während dieser Unsinn einerseits lustig ist, macht er doch auch Angst und obwohl die Wunderlandbewohner so befremdlich sind, kommen sie einem doch bekannt vor, so als hätten sie gewisse menschliche Züge. Es scheint, als würde Carroll mit dem Wunderland nicht nur Lachen erzeugen wollen, sondern eher auf eine subtile und unbewusste Weise dieses Lachen in der Kehle ersticken lassen, denn irgendetwas stimmt nicht mit Alice' beklemmender Reise in das Wunderland.

Bei genauerer Betrachtung von Carrolls Leben, einem Außenseiter, der sich zwar einerseits in seiner Position als Professor für Mathematik völlig gesellschaftskonform verhielt, sich aber andererseits auch die meiste Zeit in seine Phantasie und Tagträume flüchtete, entsteht die Frage, ob Carroll mit "Alice im Wunderland" möglicherweise aufzeigt, wie wenig er sich in der Gesellschaft akzeptiert fühlte, gleich Alice, der das Wunderland und deren sonderbaren Bewohner so fremd sind.

Ich werde in dieser Facharbeit zunächst als Basis grob die viktorianische Gesellschaft beschreiben, um im Anschluss daran die Bedeutung des Kindes für Lewis Carroll aufzuzeigen und vor allem auch auf das Wesen Carrolls einzugehen. Hierbei arbeite ich mit Theorien Freuds. Darauffolgend werde ich erläutern, warum Alice als Spiegelbild Carrolls zu verstehen ist, was sich auch aus der Bedeutung des Kindes für ihn erschließt. Als logische Schlussfolgerung darauf, dass Alice Carroll ist und "Alice im Wunderland" durch Traumdichtung entstanden ist, also auf Träumen basiert, werde ich darauf eingehen, dass das Wunderland vor allem das Unterbewusstsein Carrolls offenbart und, dass folglich "Alice im Wunderland" neben den offensichtlichen Parodien auf die Gesellschaft auch eine tiefgehendere Sozialkritik enthält, die sich eher mit dem menschlichen Wesen und dessen Identität in der Gesellschaft befasst.

So ist die leitende Frage meiner Facharbeit, ob basierend auf der Traumdichtung und den Theorien Freuds diesbezüglich eine gesellschaftskritische Deutung von "Alice im Wunderland" möglich ist oder nicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die viktorianische Gesellschaft

3. Die Bedeutung des Kindes für Lewis Carroll

4. Alice als Spiegelbild Carrolls

5. Das Wunderland als kritisches Abbild der Gesellschaft

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Facharbeit untersucht, inwiefern eine gesellschaftskritische Deutung von Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" möglich ist, wenn man die Traumdichtung und die Theorien Freuds als Grundlage heranzieht. Dabei wird analysiert, wie Carrolls Unterbewusstsein und seine persönliche Ambivalenz als Individuum in der viktorianischen Gesellschaft in das Werk einfließen.

  • Die Auswirkungen der viktorianischen Gesellschaft auf das Individuum
  • Die Bedeutung der Kindheit und des Phantasierens für Lewis Carroll
  • Alice als psychologisches Spiegelbild des Autors
  • Das Wunderland als Metapher für unterbewusste Gesellschaftskritik
  • Die Verbindung von Traumdichtung und sozialkritischen Lesarten

Auszug aus dem Buch

4. Alice als Spiegelbild Carrolls

Die Zwiespältigkeit Carrolls beginnt schon damit, dass der Name Lewis Carroll nur ein Pseudonym für den konventionellen und anscheinend völlig gesellschaftskonformen Bürger Charles Lutwidge Dodgson war. Während Dodgson sich an alle Konventionen und Normen hält, steckt Carroll voller Phantasien und gibt sich dem Unsinn hin.

Dieses Motiv der Zwiespältigkeit lässt sich auch in "Alice im Wunderland" wiederfinden, denn vor allem ist es Alice selbst, die schizophren ist.

»Komm, das hat doch keinen Sinn, so zu heulen!« ermahnte Alice sich ziemlich schroff, »ich rate dir, sofort damit aufzuhören!« Meistens gab sie sich sehr gute Ratschläge (die sie allerdings nur selten befolgte) und zuweilen schimpfte sie sich selbst dermaßen heftig aus, dass ihr die Tränen kamen [...]; denn dieses eigenartige Kind liebte es, so zu tun, als wäre sie zu zweit. (Carroll 1865, S. 18.)

Oft führt Alice Selbstgespräche, in denen sie mit sich selbst debattiert oder sich ermahnt, nicht so einen Unsinn zu reden. Offensichtlich ist auch sie in eine phantasievolle und eine bürgerliche konventionelle Persönlichkeit zerrissen, die stets im Kampf miteinander sind, was eine deutliche Parallele zu Carroll und Dodgson entstehen lässt. Und genau dies ist einer der wichtigsten Aspekte, denn es ist nicht gerade irgendein kleines Mädchen, das da verloren durch das Wunderland wandert, sondern Carroll selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk ein und erläutert die Forschungsfrage, ob "Alice im Wunderland" auf Basis von Traumdichtung eine gesellschaftskritische Deutung zulässt.

2. Die viktorianische Gesellschaft: Dieses Kapitel beschreibt die starre viktorianische Ära, geprägt durch Utilitarismus, Rationalität und einen hohen Anpassungsdruck auf den Einzelnen.

3. Die Bedeutung des Kindes für Lewis Carroll: Hier wird analysiert, wie Carrolls eigene Kindheitserfahrungen und sein Festhalten an kindlichen Verhaltensweisen seine Flucht in die Phantasiewelt der Alice-Bücher maßgeblich beeinflussten.

4. Alice als Spiegelbild Carrolls: Das Kapitel stellt die These auf, dass Alice als gespaltene Persönlichkeit ein direktes Abbild des Autors und dessen Konflikt zwischen gesellschaftlicher Konformität und persönlicher Phantasie darstellt.

5. Das Wunderland als kritisches Abbild der Gesellschaft: Hier wird untersucht, wie die Absurdität des Wunderlands die viktorianische Realität entlarvt und wie Alice versucht, ihre Identität gegen eine unterdrückende Umgebung zu behaupten.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Wunderland eine tiefe, unterbewusste Gesellschaftskritik offenbart, die weit über die bewussten Parodien hinausgeht und den Verlust von Sinn und Individualität in der viktorianischen Epoche thematisiert.

Schlüsselwörter

Alice im Wunderland, Lewis Carroll, viktorianische Gesellschaft, Traumdichtung, Sigmund Freud, Identität, Gesellschaftskritik, Utilitarismus, Unterbewusstsein, Phantasie, Konformität, Schizophrenie, Charles Lutwidge Dodgson, Wahnsinn, individuelle Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" unter dem Aspekt der Traumdichtung und untersucht, inwieweit das Werk als gesellschaftskritisches Dokument der viktorianischen Zeit verstanden werden kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Anpassung und individueller Identität, die Rolle des Kindes bei Carroll, die Analyse des Unterbewusstseins sowie die Kritik am Utilitarismus der viktorianischen Ära.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass die sozialkritische und die traumdichterische Lesart nicht getrennt voneinander betrachtet werden sollten, sondern dass die Traumdichtung als Basis für eine tiefgreifende philosophische Kritik am menschlichen Wesen in der Gesellschaft dient.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt literaturwissenschaftliche Analyseansätze, ergänzt durch die Anwendung psychoanalytischer Theorien von Sigmund Freud, insbesondere dessen Schrift "Der Dichter und das Phantasieren".

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der viktorianischen Gesellschaft, eine psychologische Analyse des Autors und eine Interpretation der Alice-Figur als Spiegelbild von Carrolls eigenem Identitätskonflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind: Traumdichtung, gesellschaftskritische Deutung, Identität, viktorianische Gesellschaft, Unterbewusstsein und die Dichotomie zwischen Normzwang und Phantasie.

Warum wird Alice als schizophren bezeichnet?

Die Arbeit interpretiert Alices ständige Selbstgespräche und ihre Zerrissenheit zwischen der Einhaltung gesellschaftlicher Regeln und ihrem eigenen Wesen als Ausdruck einer gespaltenen Persönlichkeit, analog zum Konflikt des Autors selbst.

Inwiefern stellt das Wunderland eine Kritik an der viktorianischen Ära dar?

Das Wunderland wird als ein Ort reinen Wahnsinns dargestellt, der durch die Unterdrückung von Phantasie und Individualität in der realen Gesellschaft entsteht – der Wahnsinn ist somit ein direktes Resultat des gesellschaftlichen Drucks.

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Résumé des informations

Titre
Alice im Unterbewusstsein Carrolls. Die auf Traumdichtung basierende Gesellschaftskritik in "Alice im Wunderland"
Note
15 Punkte
Auteur
Nadja Rode (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
14
N° de catalogue
V346801
ISBN (ebook)
9783668362345
ISBN (Livre)
9783668362352
Langue
allemand
mots-clé
Alice im Wunderland Alice Lewis Carroll Carroll Traumdichtung Gesellschaftskritik Unterbewusstsein Sozialkritik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nadja Rode (Auteur), 2016, Alice im Unterbewusstsein Carrolls. Die auf Traumdichtung basierende Gesellschaftskritik in "Alice im Wunderland", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346801
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Extrait de  14  pages
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