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Literaturverfilmungen im Deutschunterricht

Visualisierung eines literarischen Stoffes am Beispiel von Franz Kafkas „Der Prozess“ und dessen Verfilmung durch Orson Welles

Título: Literaturverfilmungen im Deutschunterricht

Trabajo Escrito , 2016 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sebastian Mädge (Autor)

Didáctica - Filología alemana
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Im Folgenden soll ein Auge darauf geworfen werden, inwiefern Buch und Film damals wie heute eine Koexistenz leben oder sich gegenseitig beeinflussen. Dafür soll genauer analysiert werden, welche Möglichkeiten das Buch in der Vermittlung im Vergleich zum Film und umgekehrt besitzt und wie eine Umsetzung des einen Stoffs in den Anderen möglich ist.

Seit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg entwickelte sich das Buch im Laufe der Jahrhunderte zu dem grundlegenden Verbreitungsmedium von Informationen. Bis weit ins 20. Jahrhundert blieb das geschriebene Wort das Medium der Gesellschaft. Erinnerungen, Darstellungen untergegangener Gesellschaften, Geschichten zu allen Themenbereichen des Alltags der Menschen wurden in Schriften und Büchern festgehalten. Auch wenn im 19. Jahrhundert langsam die Entwicklung des Films und damit die Verbildlichung des Wortes begann, dauerte es doch bis Mitte des 20. Jahrhunderts bis der Film in der breiten Masse der Gesellschaft ankam.

Nach und nach eroberte der Film zunächst die Theater, welche vermehrt in Lichtspielhäuser umgewandelt wurden und fand schließlich mit der fortschreitenden Entwicklung der Technologie, u.a. mit Erfindung des Fernsehens, auch Zugang in die Wohnzimmer der Menschen. So präsent der Film in jeglicher Form, ob im Kino oder in Serien auch in der Gesellschaft ist, das Buch wurde letztendlich nicht verdrängt. Ganz im Gegenteil, die gegenseitige Beeinflussung beider Medien ist stärker denn je. Insbesondere die Jugendliteratur erfuhr und erfährt mit der Umsetzung zahlreicher Buchreihen, wie z.B. die Geschichten um Harry Potter, eine wahnsinnig große Beliebtheit.

Die Umsetzung von Literatur in Film besitzt nunmehr auch schon eine über hundertjährige Geschichte. So verfilmte Louis Jean Lumieré bereits 1896 die Geschichte des „Faust“. Es folgten unzählige weitere Verfilmung u.a. „Nosferatu“, als Adaption des Bram Stoker Roman „Dracula“ (1922) oder auch die Umsetzung der Kinderbuchreihe „Emil und die Detektive“ (1931) von Erich Kästner. Orson Welles nahm sich im Jahre 1962 dem Werk „Der Prozess“ von Franz Kafka aus dem Jahr 1914/15 an und entwickelte einen Schwarz- Weiß-Film der bis heute einen Meilenstein der Filmgeschichte darstellt. Insofern man die Literaturverfilmung als Bindeglied zwischen Buch und Film erkennt, so maßgeblich lässt sich dies an Welles’ Verfilmung zeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literatur und Film – Eine vereinbare Koexistenz?

a. Medienwechsel, Intermedialität und Visualität

b. Arten der Transformation

c. Vergleich filmischer und literarischer Ausdrucksmittel

d. Über die Sinnhaftigkeit der Einführung eines Filmkanons

3. Verfilmung von Franz Kafkas „Der Prozess“ durch Orson Welles

a. „Der Prozess“, Franz Kafka

b. „The Trial“, Orson Welles

c. Vergleichende Analyse der Raumstruktur einzelner Szenen in Buch und Film

i. Kontrastive Gestaltung der Räume

ii. Labyrinthstruktur

4. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

5. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Transformation von Literatur in Film, wobei der Schwerpunkt auf dem Vergleich von Franz Kafkas Roman „Der Prozess“ und dessen Verfilmung durch Orson Welles liegt. Ziel ist es, anhand der Raumstruktur zu analysieren, wie filmische Mittel literarische Vorlagen interpretieren und wie diese Analyse als Unterrichtsgegenstand im Kontext der Medienbildung dienen kann.

  • Grundlagen des Medienwechsels und der Intermedialität
  • Kategorisierung verschiedener Formen der filmischen Transformation
  • Kontrastive Analyse der Raumgestaltung und Labyrinthstrukturen
  • Bedeutung von Kameraperspektiven und Schnitttechnik in der Adaption
  • Implementierung der Medienbildung im schulischen Rahmenlehrplan

Auszug aus dem Buch

i. Kontrastive Gestaltung der Räume

Kafka und Welles nutzen in ihren beiden jeweiligen Medien Kontraste innerhalb der Raumgestaltung. Als grundlegender Unterschied wird dabei Josef K.s Alltags- und Bürowelt, also seine Wohnung sowie seine Arbeitsstelle und das Gericht mit den dazugehörigen Wohnungen gegenübergestellt. In Kafkas Text finden sich zunächst wenige Anhaltspunkte zur Beschreibung seines Wohnhauses, seiner Wohnung und generell seines Alltags. Gerade diese Nichtbeschreibung der privaten Räume Josef K.s, ein wichtiger Bestandteil in Kafkas Werk, führt dazu, dass diese anonym und kühl bleiben. Ebenso verhält es sich mit seiner Arbeitsstelle, in der lediglich sein Schreitisch und einige Raumelemente beschrieben werden. Das Umfeld seiner Wohnung und seines Büros bleiben ebenso anonym wie Josef K. selbst. Welles setzt dies in seiner Verfilmung durch das Fehlen von Einrichtungsgegenständen und der Weißfärbung der Wände in dessen Wohnraum um. Deutlich wird hierbei, dass Welles die Nichtbeschreibung des Raumes in Kafkas Werk in Kargheit und Fehlen von Gegenständen umsetzt, er interpretiert also den gegebenen Text. Unterscheidungen zwischen seinen privaten Räumen und seinem Arbeitsumfeld sind gering, beide erzeugen eine gewisse Anonymität und eine fehlende Identität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung von Buch und Film ein und thematisiert die gegenseitige Beeinflussung dieser Medien anhand bedeutender Literaturverfilmungen.

2. Literatur und Film – Eine vereinbare Koexistenz?: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen des Medienwechsels, der Intermedialität und der unterschiedlichen Transformationsformen sowie der spezifischen Ausdrucksmittel von Literatur und Film.

3. Verfilmung von Franz Kafkas „Der Prozess“ durch Orson Welles: Hier findet die detaillierte Analyse statt, die sowohl die Entstehungsgeschichte der Roman- und Filmvorlage beleuchtet als auch die Raumstrukturen und Labyrinth-Motive in beiden Werken vergleicht.

4. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht: Dieser Abschnitt untersucht, wie das Thema Literaturverfilmung im Rahmenlehrplan verankert ist und welche didaktischen Ansätze sich für die Behandlung im Schulunterricht ergeben.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bekräftigt den hohen Wert der Arbeit mit Literaturverfilmungen als Beispiel für mediale Transformationsprozesse im Unterricht.

Schlüsselwörter

Literaturverfilmung, Franz Kafka, Orson Welles, Der Prozess, Medienwechsel, Intermedialität, Raumstruktur, Transformation, Filmanalyse, Medienbildung, Rahmenlehrplan, Deskription, Narration, Kameraperspektive, Labyrinthstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation literarischer Stoffe in filmische Werke und nutzt dazu als konkretes Fallbeispiel Kafkas „Der Prozess“ und die Adaption durch Orson Welles.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Unterscheidung zwischen Literatur und Film, die Analyse von Raumgestaltungen als Ausdrucksmittel sowie die didaktische Einordnung dieser Analyse in den Schulkontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie filmische Mittel wie Raumstruktur und Kameraperspektive eine literarische Vorlage interpretieren und welche Möglichkeiten der Wissensvermittlung sich daraus für den Literaturunterricht ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem medienkomparatistischen Ansatz, bei dem deskriptive Elemente und Raumstrukturen aus Kafkas Roman den visuellen und inszenatorischen Entscheidungen in Welles' Verfilmung gegenübergestellt und analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Medienwechsel und Transformation sowie eine tiefgehende vergleichende Analyse der Raumgestaltung und der Labyrinth-Struktur in Buch und Film.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Literaturverfilmung, mediale Transformation, Raumstruktur, Intermedialität und didaktische Einsatzmöglichkeiten im Rahmenlehrplan charakterisiert.

Wie interpretiert Orson Welles die Raumdarstellung Kafkas?

Welles setzt die in Kafkas Text oft vage oder bewusst unbeschriebenen Räume in eine visuell karge, sterile und durch extreme Kameraperspektiven bedrückende Umgebung um, um das Machtgefüge und die Ausweglosigkeit des Protagonisten zu verdeutlichen.

Warum ist die Raumstruktur ein so zentraler Aspekt der Analyse?

Raumstrukturen, wie etwa die labyrinthischen Gänge im Gericht oder die Kargheit von Josef K.s Zimmer, dienen sowohl bei Kafka als auch bei Welles als entscheidende atmosphärische Gestaltungsmittel, die den inneren Zustand der Figur und die Bedrohung durch die Justiz widerspiegeln.

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Detalles

Título
Literaturverfilmungen im Deutschunterricht
Subtítulo
Visualisierung eines literarischen Stoffes am Beispiel von Franz Kafkas „Der Prozess“ und dessen Verfilmung durch Orson Welles
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
1,0
Autor
Sebastian Mädge (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
21
No. de catálogo
V346831
ISBN (Ebook)
9783668362727
ISBN (Libro)
9783668362734
Idioma
Alemán
Etiqueta
Literaturverfilmungen FranzKafka Kafka Prozess Literaturadaptionen DerProzess Trial Welles Orson OrsonWelles Unterricht Deutsch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Mädge (Autor), 2016, Literaturverfilmungen im Deutschunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346831
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