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Francis Alӱs' St. Fabiola. Wie wird eine Sammlung zum Kunstwerk?

Titel: Francis Alӱs' St. Fabiola. Wie wird eine Sammlung zum Kunstwerk?

Essay , 2012 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Annalena Schäfer (Autor:in)

Kunst - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit soll sich mit der Frage befassen, inwiefern eine Sammlung selbst zu einem Kunstwerk werden kann. Hierzu soll die Sammlung des belgischen Künstlers Francis Alӱs als Exempel dienen.

Einführend wird sich das erste Kapitel mit dem Motiv der Sammlung, d.h. der heiligen Fabiola und dem Ursprung, sprich der Ursache für Alӱs Sammelleidenschaft, beschäftigen. Es sollen sowohl die künstlerischen als auch die religiösen Gründe für ein Sammeln der Ikonen erschlossen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. St. Fabiola

2.1. Das Motiv und sein Ursprung

2.2. Entstehungsgeschichte einer Sammlung

3. Von der privaten Sammlung zur öffentlichen Ausstellung

4. Fazit

5. Literatur und Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische und praktische Fragestellung, inwiefern eine Sammlung von Objekten selbst den Status eines Kunstwerks erlangen kann, wobei die Fabiola-Sammlung des Künstlers Francis Alÿs als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Analyse der Bedeutung und des Ursprungs des St. Fabiola-Motivs
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte der Sammlung
  • Differenzierung zwischen privatem Sammeln und öffentlicher kuratorischer Präsentation
  • Reflexion über die Rolle des Künstlers als Sammler und "Anstifter"
  • Verhältnis von Massenkonsum und handgefertigter Kunstproduktion

Auszug aus dem Buch

2.2. Entstehungsgeschichte einer Sammlung

Francis Alӱs hat sich früh mit der Rolle und Bedeutung des Kunstmarktes als ein Einfluss auf die (Kunst-) Produktion beschäftigt. Er plante daher eine Sammlung zu erstellen, die aus handgemalten Kopien von westlichen Meisterwerken besteht. Diese Kopien hoffte er auf Flohmärkten und in Antiquariaten zu finden, doch zu seiner Verwunderung fand er nicht Bilder von Raffael oder Michelangelo, von denen er annahm, dass sie von Kopisten bevorzugt würden, sondern das Portrait einer jungen Heiligen15. Der Kunstkritiker Cuauhtémoc Medina beschrieb Alӱs Verwunderung über seine Funde wie folgt:

„Zweifellos ging diese Hypothese [das Kopisten Werke von Raffael oder Michelangelo vorzögen] mit dem Vorurteil einher, dass sich der öffentliche Geschmack dieselben Referenzbilder aneignen würde, von denen Intellektuelle meinten, sie seien imstande, eine gewaltige Popularität zu erzielen.“16.

Zu der Erkenntnis, dass es nicht die üblichen Werke der bildenden Kunst sind, die bevorzugt für den alltäglichen Gebrauch angefertigt werden gesellt sich Alӱs Methode die Bilder so zu belassen, wie er sie vorgefunden hat. Viele der Bilder weisen Schäden auf und nicht ein einziges kam jemals in den Genuss einer Restauration, so wie es bei einem kostbaren oder emotional bedeutsamen Kunstwerk der Fall gewesen wäre. Damit wird ihre Funktion als Gebrauchsgegenstand unterstrichen, die sich von der Funktion traditioneller Kunstwerke als bloße Objekte absetzt. Alӱs machte weder Anstalten ihren gegenwärtigen Zustand zu verbessern, noch die etwas unehrenhafte Tatsache zu verschleiern, dass alle Bilder von Flohmärkten und ähnlichen Orten stammen17. Hierdurch verschwimmen gängige Unterscheidungen zwischen Werken der schönen und solchen der angewandten Künste in der Sammlung von Alӱs, teils auch wegen der ungewöhnlich großen Bandbreite an Werkstoffen und an Bildträgern. Glas und Samt finden sich darin ebenso wie die gebräuchlicheren Materialien Leinwand und Holz (Abb. 4.)18.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob eine Sammlung eigenständig zum Kunstwerk werden kann, und führt in das Beispiel der Fabiola-Sammlung von Francis Alÿs ein.

2. St. Fabiola: Dieses Kapitel erörtert das religiöse und künstlerische Motiv des Fabiola-Portraits und beschreibt die Entstehung sowie die Systematik der von Alÿs zusammengetragenen Sammlung.

3. Von der privaten Sammlung zur öffentlichen Ausstellung: Hier wird die Transformation der privaten Sammlung in den institutionellen Ausstellungsraum beleuchtet und die bewusste Inszenierung des Materials diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Alÿs durch die Kontextualisierung von Massenware als Gesamtkunstwerk die Grenzen zwischen privatem Konsum und musealer Kunstproduktion neu definiert.

5. Literatur und Quellen: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Internetquellen zur Untermauerung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Francis Alÿs, St. Fabiola, Sammlung, Kunstwerk, Kopie, Reproduktion, Andachtsbild, Jean-Jacques Henner, Kunstmarkt, Anstifter, Handarbeit, Massenkonsum, Rezeption, Kunstgeschichte, Institutionelle Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen eine Sammlung von Objekten selbst den Status eines Kunstwerks annehmen kann, illustriert am Beispiel der St. Fabiola-Sammlung von Francis Alÿs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte der Sammlung, die Rolle des Sammelns als künstlerische Strategie sowie das Spannungsfeld zwischen Massenkonsum und handgefertigter, individueller Kunstproduktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Prozess zu analysieren, durch den Alÿs aus einer Ansammlung von anonymen, handgemalten Kopien ein eigenständiges, künstlerisches Werk formt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Analysemethoden, um die ikonografischen Hintergründe des Fabiola-Motivs zu deuten und die kuratorische Praxis von Francis Alÿs im Kontext zeitgenössischer Kunsttheorie einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Ursprung des Fabiola-Motivs durch Jean-Jacques Henner, die Entstehungsgeschichte der Sammlung, der Einfluss des Kunstmarktes und die Kriterien für die öffentliche Ausstellung der Objekte detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Francis Alÿs, St. Fabiola, Sammlung als Kunstwerk, Kopie, Reproduktion und den Diskurs zwischen privatem Sammeln und öffentlicher Präsentation definieren.

Warum weigert sich Alÿs laut Text, sich als traditioneller "Sammler" zu bezeichnen?

Alÿs bevorzugt den Begriff des "Anstifters", da er im Gegensatz zum klassischen Sammler nicht nach Vollständigkeit oder dem Wert der Objekte strebt, sondern den Fokus auf den ehemaligen Gebrauchswert und die fortwährende Dynamik eines Projekts legt.

Welche Bedeutung hat das Fehlen des Originals in Alÿs' Sammlung?

Das verschwundene Original führt dazu, dass die Sammlung lediglich eine Anhäufung von Möglichkeiten und Annäherungen darstellt, was das Gefühl vermittelt, dass ein finales Original in der Vielzahl der Kopien nicht mehr wiederzuerkennen wäre.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Francis Alӱs' St. Fabiola. Wie wird eine Sammlung zum Kunstwerk?
Hochschule
Universität Siegen  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
“30 are better than one” – Vervielfältigung als künstlerische Strategie
Note
1,7
Autor
Annalena Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V347057
ISBN (eBook)
9783668366671
ISBN (Buch)
9783668366688
Sprache
Deutsch
Schlagworte
francis alӱs fabiola sammlung kunstwerk
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annalena Schäfer (Autor:in), 2012, Francis Alӱs' St. Fabiola. Wie wird eine Sammlung zum Kunstwerk?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347057
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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