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Teuflische Weltgerichtsspiele. Die Rolle des Antichrist im spätmittelalterlichen geistlichen Spiel

Título: Teuflische Weltgerichtsspiele. Die Rolle des Antichrist im spätmittelalterlichen geistlichen Spiel

Trabajo Escrito , 2016 , 21 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Nele de Fries (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Diese Arbeit befasst sich nun mit der Rolle des Antichrist im spätmittelalterlichen Weltgerichtsspiel und enthält neben groben Abrissen der Mythologie des Antichrist auch Beschreibungen hinsichtlich verschiedener Aufführungen. Darunter befindet sich vollständigkeitshalber eine Erwähnung eines weltlichen Fastnachtspiels.

Das Interesse dieser Hausarbeit gilt primär der Darstellung des Antichrist in zwei aufeinander folgend aufgeführten Weltgerichtsspielen. Zusätzlich ist das Augenmerk auf eine eventuelle didaktische oder unterhaltende Form der Weltgerichtsspiele gerichtet, im Hinblick auf eine möglicherweise stattfindende Verschmelzung beider Bereiche. Mit der Untersuchung der Darstellung des Antichrist wird außerdem versucht, ein gesellschaftliches Bild des späten Mittelalters zu konstruieren und sich über die Bedürfnisse und Konflikte dieser Zeit bewusst zu werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Antichristlegende- Welteroberung und Fall des Pseudo-Messias

2.1 Erwähnung und Beschreibung des Antichrist in der Bibel

2.2 Die Lebensgeschichte des Antichrist in der „Legenda Aurea“

3 Tradition und Bedeutung des geistlichen Spiels im Mittelalter

3.1 Geschichte der Weltgerichtsspiele in näherer Betrachtung

4 Das Berner Weltgerichtsspiel- Inhalt und Auftreten des Jüngsten Gerichts

5 Das Churer Weltgerichtsspiel- Der inszenierte Antichrist

6 „Des Entkrist Vasnacht“ und „Der Herzog von Burgund“ - Fastnachtspiele zwischen Religion und Unterhaltung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Antichrist in spätmittelalterlichen Weltgerichtsspielen, um deren didaktische und unterhaltende Funktionen sowie deren Beitrag zum gesellschaftlichen Bild des Mittelalters zu analysieren.

  • Analyse der Antichrist-Mythologie in Bibel und „Legenda Aurea“
  • Untersuchung des spätmittelalterlichen Weltgerichtsspiels als geistliche Spielgattung
  • Vergleichende Darstellung des Antichrist im Berner und Churer Weltgerichtsspiel
  • Einordnung des Antichrist-Motivs in weltliche Fastnachtspiele
  • Betrachtung der pädagogischen vs. unterhaltenden Funktion der Inszenierungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Erwähnung und Beschreibung des Antichrist in der Bibel

In der Bibel wird der Antichrist tatsächlich nur fünfmal namentlich erwähnt. Der Apostel Johannes beschreibt in seinen Briefen, zu finden im Neuen Testament, das Wesen und die Ankunft des falschen Messias, beginnend mit einer warnenden Anrede an die Gläubigen: „Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichriste gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.“ (1 Johannes 2:18). Hier wird deutlich, dass es sich bei der Figur des Antichrist nicht unbedingt um lediglich eine Person handeln muss, viel mehr besteht dieser aus mehreren Ungläubigen, welche wie folgt erkannt werden können:

„Wer ist der Lügner - wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist: wer den Vater und den Sohn leugnet. Wer leugnet, dass Jesus der Sohn ist, hat auch den Vater nicht; wer bekennt, dass er der Sohn ist, hat auch den Vater. Für euch gilt: Was ihr von Anfang an gehört habt, soll in euch bleiben; wenn das, was ihr von Anfang an gehört habt, in euch bleibt, dann bleibt ihr im Sohn und im Vater.“

Johannes leitet die Menschen fortlaufend an, wie der Antichrist als solcher durchschaut werden kann, er spricht hier nicht nur den Verführer wortwörtlich an, auch wird im Kontext die Spiritualität Gottes genannt:

„Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen des Antichrist ein und definiert das Ziel der Arbeit, dessen Rolle in spätmittelalterlichen Weltgerichtsspielen zu beleuchten.

2 Die Antichristlegende- Welteroberung und Fall des Pseudo-Messias: Dieses Kapitel erläutert die biblischen Grundlagen sowie die Darstellung in der „Legenda Aurea“ als Basis für die Legendenbildung.

3 Tradition und Bedeutung des geistlichen Spiels im Mittelalter: Hier wird die Entwicklung geistlicher Spiele aus Osterfeierlichkeiten und deren gesellschaftliche Relevanz im Spätmittelalter analysiert.

4 Das Berner Weltgerichtsspiel- Inhalt und Auftreten des Jüngsten Gerichts: Das Kapitel präsentiert das Berner Weltgerichtsspiel von 1462 und stellt das Fehlen einer expliziten Antichristgestalt fest.

5 Das Churer Weltgerichtsspiel- Der inszenierte Antichrist: Diese Untersuchung zeigt auf, wie das Churer Spiel den Antichrist aktiv als Figur zur didaktischen Abschreckung einsetzt.

6 „Des Entkrist Vasnacht“ und „Der Herzog von Burgund“ - Fastnachtspiele zwischen Religion und Unterhaltung: Ein Exkurs zu weltlichen Fastnachtspielen, die den Antichrist eher unterhaltend und teilweise parodistisch darstellen.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Vielschichtigkeit der Antichrist-Figur zusammen und zeigt Potential für weiterführende Forschungen auf.

Schlüsselwörter

Antichrist, Weltgerichtsspiel, Mittelalter, geistliches Spiel, Fastnachtspiel, Eschatologie, Theologie, Religionsgeschichte, Legenda Aurea, Didaktik, Inszenierung, Pseudo-Messias, Bibel, Aufführungspraxis, Unterhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion der Figur des Antichrist in verschiedenen Formen mittelalterlicher dramatischer Inszenierungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die religiöse Legendenbildung, die Entwicklung geistlicher Spiele im 15. und 16. Jahrhundert sowie deren didaktische Zielsetzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Rolle des Antichrist in ausgewählten Weltgerichtsspielen zu analysieren und den Übergang von pädagogisch-religiösen zu unterhaltenden Spielelementen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literatur- und theaterwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung zeitgenössischer Quellen und theologischer Texte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Berner und Churer Weltgerichtsspiele sowie einem vergleichenden Exkurs zu weltlichen Fastnachtspielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Antichrist, Weltgerichtsspiel, Eschatologie, Mittelalter, didaktische Funktion und religiöse Dramatik.

Warum tritt der Antichrist im Berner Weltgerichtsspiel nicht direkt auf?

Laut der Analyse liegt das möglicherweise an der veränderten Form der Inszenierungen gegen Ende des Mittelalters, in denen der sakrale Gehalt zunehmend durch andere Elemente ersetzt wurde.

Welchen Zweck erfüllt der Antichrist im Churer Weltgerichtsspiel?

Er dient dort als didaktisches Instrument zur Abschreckung, indem er als Blender auftritt, dessen Ziel die Verführung der Menschen ist, was wiederum die Gnade und Allmacht Gottes hervorhebt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in Fastnachtspielen?

Im Gegensatz zu den geistlichen Spielen wird der Antichrist in Fastnachtspielen oft stärker zur Belustigung genutzt und teils ins Lächerliche gezogen.

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Detalles

Título
Teuflische Weltgerichtsspiele. Die Rolle des Antichrist im spätmittelalterlichen geistlichen Spiel
Calificación
2,7
Autor
Nele de Fries (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
21
No. de catálogo
V347086
ISBN (Ebook)
9783668365728
ISBN (Libro)
9783668365735
Idioma
Alemán
Etiqueta
teuflische weltgerichtsspiele rolle antichrist spiel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nele de Fries (Autor), 2016, Teuflische Weltgerichtsspiele. Die Rolle des Antichrist im spätmittelalterlichen geistlichen Spiel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347086
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