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Einführung in die Gender Studies. Lerntagebuch

Titel: Einführung in die Gender Studies. Lerntagebuch

Seminararbeit , 2016 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Birthe Zenker (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff gender wird mittlerweile in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft genutzt. Doch was ist damit gemeint? Woher stammt diese Benennung? Wo wird dieser Begriff angewendet?

In der Linguistik bezeichnet das Wort gender zunächst im Englischen den Genus beziehungsweise das grammatikalische Geschlecht – das heißt die Unterscheidung zwischen weiblich, männlich und sächlich. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird gender als Bezeichnung für das soziale Geschlecht und in Abgrenzung dazu sex als biologisches Geschlecht definiert.

Aus dem Inhalt:

– Themeneinführung / Übersicht;
– Situation von Frauen in der Gesellschaft (Studienergebnisse);
– Was bedeutet es, Junge oder Mädchen, Mann oder Frau zu sein? (Judith Butler);
– Kulturelle Gendermuster in Buch und Bild;
– Genderkompetenz in der sozialen Arbeit;
– Was ist Gender Mainstreaming?
– Schärfen oder trüben mediale Bilder von Körpern und Sexualität den Blick auf das Sexuelle?
– Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen (Steffens);
– Respekt und Zumutung bei der Begegnung von Schwulen/Lesben und Muslimen;
– Der neue Antifeminisimus / Relativierung von Gewalt gegen Frauen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sitzung am 14.09.2015 – Themeneinführung / Übersicht

2. Sitzung am 21.09.2015 – Situation von Frauen in der Gesellschaft (Studienergebnisse)

3. Sitzung am 28.09.2015 – Was bedeutet es, Junge oder Mädchen, Mann oder Frau zu sein? (Judith Butler)

4. Sitzung am 05.10.2015 – Kulturelle Gendermuster in Buch und Bild

5. Sitzung am 12.10.2015 – Genderkompetenz in der sozialen Arbeit

6. Sitzung am 19.10.2015 – Was ist Gender Mainstreaming?

7. Sitzung am 26.10.2015 – Schärfen oder trüben mediale Bilder von Körpern und Sexualität den Blick auf das Sexuelle?

8. Sitzung am 09.11.2015 – Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen (Steffens)

9. Sitzung am 16.11.2015 – Respekt und Zumutung bei der Begegnung von Schwulen/Lesben und Muslimen

10. Sitzung am 30.11.2015 - Der neue Antifeminisimus / Relativierung von Gewalt gegen Frauen

Zielsetzung & Themen

Das Lerntagebuch reflektiert die Auseinandersetzung der Autorin mit den Inhalten des Seminars "Genderstudies". Ziel ist es, durch die Analyse theoretischer Konzepte und aktueller Studien ein Verständnis für die Konstruktion von Geschlechterrollen im gesellschaftlichen Alltag sowie in der beruflichen Praxis der sozialen Arbeit zu entwickeln und die eigene Haltung diesbezüglich kritisch zu hinterfragen.

  • Theoretische Grundlagen von "Gender" und "Sex"
  • Einfluss von Geschlechterrollen in Medien, Werbung und Alltag
  • Genderkompetenz als professionelle Anforderung in der sozialen Arbeit
  • Dekonstruktion von Geschlechtsidentitäten und Antifeminismus
  • Herausforderungen im Umgang mit Homosexualität und Interkulturalität

Auszug aus dem Buch

1. Sitzung am 14.09.2015 – Themeneinführung / Übersicht

Heute haben wir uns mit den Inhalten und Zielen des Seminars Genderstudies beschäftigt. Der Begriff gender wird mittlerweile in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft genutzt. Doch was ist damit gemeint? Woher stammt diese Benennung? Wo wird dieser Begriff angewendet?

„In der Linguistik bezeichnet das Wort gender zunächst im Englischen den Genus bzw. das grammatikalische Geschlecht – d.h. die Unterscheidung zwischen weiblich, männlich und sächlich. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird gender als Bezeichnung für das soziale Geschlecht und in Abgrenzung dazu sex als biologisches Geschlecht definiert.

Als Begrifflichkeit wurde gender erstmals in der Medizin in der Forschung mit Intersexuellen in den 1960er Jahren verwendet, um die Annahme zu verdeutlichen, dass die Sozialisation der Individuen für die Geschlechterzugehörigkeit bzw. Geschlechtsidentität verantwortlich ist. So wurde das soziale Geschlecht (gender) im weiteren Verlauf als unabhängig vom biologischen Geschlecht (sex) betrachtet. In den 70er Jahren wurde der englische Begriff gender im feministischen Sprachgebrauch als Analysekategorie aufgenommen, um die Unterscheidung zwischen biologischem und sozialen Geschlecht zu betonen und so einen Ansatz zu entwickeln, der die Veränderbarkeit von Geschlecht in den Blickpunkt rückt: Geschlechterrollen sind kein biologisches Phänomen, sondern stellen soziale Zuschreibungen dar. Sie werden in sozialen Interaktionen und symbolischen Ordnungen konstruiert und sind damit veränderbar. Mit gender werden scheinbare geschlechtsspezifische Fähigkeiten, Zuständigkeiten und Identitäten in Frage gestellt und kritisiert – danach gibt es keine homogene Gruppe von "Frauen" oder "Männern" bzw. keine Definition für das was es heißt männlich oder weiblich zu sein.

Das Begriffspaar gender und sex ermöglicht die Erforschung von sozialen Prozessen, welche die Geschlechterrollen, die Geschlechtsidentitäten und das Geschlechterverhältnis konstruieren und somit welche Ordnungsschemata zur geschlechtsspezifischen Strukturierung und Hierarchisierung des Alltags beitragen.“ (Paulusen, M. 2012)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sitzung am 14.09.2015 – Themeneinführung / Übersicht: Einführung in die Begrifflichkeiten von "Gender" und "Sex" sowie deren wissenschaftliche und gesellschaftliche Relevanz.

2. Sitzung am 21.09.2015 – Situation von Frauen in der Gesellschaft (Studienergebnisse): Analyse der Darstellung von Frauenbildern in der Werbung und Reflexion über Gleichstellungsstudien.

3. Sitzung am 28.09.2015 – Was bedeutet es, Junge oder Mädchen, Mann oder Frau zu sein? (Judith Butler): Auseinandersetzung mit der Dekonstruktion von Geschlecht nach Judith Butler und dem Wandel vom Ein- zum Zweigeschlechtermodell.

4. Sitzung am 05.10.2015 – Kulturelle Gendermuster in Buch und Bild: Untersuchung subtiler Gendermuster in Kinderbüchern und der prägenden Wirkung geschlechtsspezifischer Werbespots auf Kinder.

5. Sitzung am 12.10.2015 – Genderkompetenz in der sozialen Arbeit: Definition und Bedeutung von Genderkompetenz für pädagogische Fachkräfte im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

6. Sitzung am 19.10.2015 – Was ist Gender Mainstreaming?: Erläuterung der politischen Strategie des Gender Mainstreamings und deren Implementierung in sozialen Einrichtungen.

7. Sitzung am 26.10.2015 – Schärfen oder trüben mediale Bilder von Körpern und Sexualität den Blick auf das Sexuelle?: Reflexion über den Einfluss neuer Medien und Pornografie auf die Identitätsbildung und Sexualität Jugendlicher.

8. Sitzung am 09.11.2015 – Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen (Steffens): Diskussion über die alltägliche Diskriminierung von homo- und bisexuellen Personen und die Herausforderungen des Outings.

9. Sitzung am 16.11.2015 – Respekt und Zumutung bei der Begegnung von Schwulen/Lesben und Muslimen: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen religiösen Werten, Homosexualität und kultureller Akzeptanz.

10. Sitzung am 30.11.2015 - Der neue Antifeminisimus / Relativierung von Gewalt gegen Frauen: Kritische Betrachtung antifeministischer Tendenzen und der gesellschaftlichen Diskussion um häusliche Gewalt.

Schlüsselwörter

Gender, Sex, Geschlechterrollen, Sozialisation, Genderkompetenz, Gender Mainstreaming, Diskriminierung, Judith Butler, Antifeminismus, Soziale Arbeit, Gleichberechtigung, Identitätsbildung, Homosexualität, Medienkritik, Rollenverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Lerntagebuch grundsätzlich?

Das Dokument dient als reflektierende Aufarbeitung einer Seminarreihe zu Genderstudies, in der die Autorin theoretische Ansätze mit ihrer persönlichen Wahrnehmung und ihrer praktischen Arbeit in einer sozialen Einrichtung verknüpft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Geschlecht, die Auswirkungen von Gendermustern auf die Identitätsentwicklung, Genderkompetenz im pädagogischen Handeln sowie die Reflexion von Diskriminierungsformen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung eigener und gesellschaftlicher Geschlechtervorstellungen, um eine fundierte Genderkompetenz für die professionelle Arbeit mit Klienten zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf der theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur (u.a. Judith Butler), der Analyse aktueller Studien und dem reflektierten Abgleich mit medialen Inhalten sowie der Beobachtung der eigenen beruflichen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zehn Seminarsitzungen, die von der Begriffsklärung "Gender/Sex" über mediale Beeinflussung und Genderkompetenz in der Sozialarbeit bis hin zu komplexen Themen wie Homophobie, Migration und Antifeminismus reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wesentliche Begriffe sind Gender, Geschlechterrollen, Sozialisation, Genderkompetenz, Diskriminierung und Identitätsbildung.

Wie bewertet die Autorin die Umsetzung von Genderkompetenz in ihrer eigenen Praxis?

Die Autorin stellt fest, dass in ihrer Einrichtung geschlechterpädagogische Ansätze derzeit eher zufällig gestreift werden und ein bewusstes Interesse des Teams an diesem Thema bisher kaum vorhanden ist.

Welche spezifische Erkenntnis zieht die Autorin aus dem Umgang der Bewohner mit Pornografie?

Sie beobachtet, dass die Bewohner das Thema in Unterhaltungen wie einen Wettstreit thematisieren, was bei den 18- bis 35-Jährigen auf eine fehlende reale Beziehungserfahrung hindeutet.

Wie positioniert sich die Autorin zum Thema "Homosexuell- und Muslimischsein"?

Die Autorin reflektiert die Schwierigkeit der Vereinbarkeit in konservativen kulturellen Kontexten, betont aber, dass diese Identitäten grundsätzlich vereinbar sind, wobei die Ablehnung oft eher kulturelle als religiöse Wurzeln hat.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einführung in die Gender Studies. Lerntagebuch
Veranstaltung
Einführung Gender Studies
Note
1,0
Autor
Birthe Zenker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
27
Katalognummer
V347110
ISBN (eBook)
9783668366695
ISBN (Buch)
9783668366701
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einführung gender studies lerntagebuch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Birthe Zenker (Autor:in), 2016, Einführung in die Gender Studies. Lerntagebuch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347110
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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