"Das Postulat der Bücher I und II". Inhaltsangabe und Analyse der Kapitel 63 bis 77 im zweiten Buch der philosophischen Schrift


Hausarbeit, 2004
22 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zum Werk
1.1. Geschichtlicher Rahmen und philosophischer Hintergrund
1.2. Formale Aspekte und Gesprächspartner

2. Inhaltsbeschreibung
2.1.Vorgeschichte
2.2. Inhalt des Abschnitts
2.3. Ausblick auf den weiteren Verlauf

3. Argumentation Ciceros
3.1. Kapitel 63 bis 66
3.2. Kapitel 67 bis 77

4. Stilistische Analyse
4.1. Allgemeine Bemerkungen
4.2. Konkrete Beispiele

5. Persönliche Einschätzung des Befunds

6. Übersetzung

7. Literaturverzeichnis

1. Zum Werk

1.1. Geschichtlicher Rahmen und philosophischer Hintergrund

Ciceros philosophische Schrift »De finibus bonorum et malorum« entstand in einem relativ kurzen Zeitraum, nämlich von Mitte Mai bis Ende Juni des Jahres 45 vor unserer Zeit; im gleichen Jahr also, in dem auch die Tusculanae disputationes verfasst wurden. Das Werk fällt in eine späte schriftstellerische Phase des Autors, welche sich von vorangegangenen durch eine starke Zäsur abgrenzen lässt. Politisch ist diese Zäsur durch den Untergang der Republik charakterisiert. Im persönlichen Bereich ist sie gekennzeichnet durch den Tod von Ciceros Tochter Tullia, die im Februar 45 starb. Nun wurde die existenzielle Bedeutung, die die Philosophie für den Römer und Staatsmann Cicero hatte, in ganzem Maße sichtbar.

Ciceros Gedanke war es, ein Gesamtwerk über die verschiedenen philosophischen Strömungen der griechischen Kultur in lateinischer Sprache zu verfassen. Den Beginn dieses Vorhabens markierten die Academica, in denen er die Lehre der Akademie Platons darlegte. Während ihn persönliche Gründe zu dieser Schrift bewegten – zur Lehre der platonischen Akademie fühlte sich Cicero nämlich am meisten hingezogen – war die Frage nach dem höchsten Gut und dem größten Übel, eine der philosophischen Grundfragen, Ausgangspunkt für seine nächste Schrift De finibus bonorum et malorum.

Für den Inhalt dieses Werks, nämlich die Erörterung der drei bzw. vier klassischen hellenistischen Philosophenschulen, schien Cicero geradezu prädestiniert. Im Laufe seiner schriftstellerischen Tätigkeit unterzog sich Cicero immer wieder auch philosophischen Studien, zunächst in Rom unter Anleitung Philons von Larissa und später auch in Griechenland selbst. Die Schule Epikurs wurde ihm in Athen durch Phaidros und Zenon von Sidon bekannt gemacht. Der Stoiker Diodot lebte bis zu seinem Tod im Jahre 59 sogar im Hause des Cicero. Seine sprachliche Kompetenz hatte er ohnehin in den vergangenen Jahren durch unzählige Staats- und Gerichtsreden sowie in mehreren theoretischen Schriften eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sodass er mit Fug und Recht als der „unerreichte Meister der lateinischen Sprache“ gilt. Mit seinen philosophischen Werken beschreibt Cicero den Versuch, den Römern die existenzielle Bedeutung der griechischen Philosophie für das geistig-moralische, kulturelle und politische Leben – von der er im Übrigen voll und ganz überzeugt war – vor Augen zu führen. Dabei ist es ihm wichtig, dass die Bürger nicht mehr auf griechische Tete angewiesen sind, sondern ihre Lektüre auf Grundlage lateinischer Texte vollziehen zu können. Damit verfolgte Cicero ein weiteres Ziel dergestalt, dass nämlich die lateinische Sprache ein solches Maß an Vielfältigkeit zum Ausdruck philosophischer Sachverhalte aufweise, dass sie nicht auf Unterstützung griechischen Vokabulars angewiesen sei.

1.2. Formale Aspekte und Gesprächspartner

Das Werk unterteilt sich und fünf Bücher und ist in Dialogform verfasst. Allerdings ist dieser Art von Dialog nicht in der uns bekannten Form der platonischen Schriften verfasst, sondern lehnt sich an die so genannten „exoterischen“ Dialoge des Aristoteles an, welche der Nachwelt leider verloren gegangen sind. Hierbei kommt es zu keinem dialektischen Gang der Erörterung mittels kleiner Schritte aufeinander folgender Reden, sondern die Gespräche sind für ein Publikum konzipiert, das nicht dem engen Kreis einer Schule angehört, vielmehr repräsentiert es die breite Masse. Dies zeigt sich darin, dass der Dialog durch längere Beiträge durchzogen ist, wobei der Autor selbst die dominierende Rolle spielt. Genau dieses Schema findet man in De finibus.

In den ersten zwei Büchern setzt sich Cicero kritisch mit der Lehre des Epikur auseinander. Als fiktiver Gesprächspartner dient ihm dazu Lucius Manlius Torquatus[i], der die Lehre Epikurs vertritt. Ein weiterer Gesprächspartner in diesen Büchern fungiert Gaius Valerius Triarius[ii]. Im dritten und vierten Buch des Werkes erörtert Cicero die stoische Philosophie mit Marcus Porcius Cato (95-46 v. Chr.), dem Urenkel des Cato Censorius (234-149 v. Chr.). Er stellt nach Ciceros Meinung, ganz in der Tradition seines Urgroßvaters, eine wahre Lichtgestalt römischer Sittenstrenge und einen unbeugsamen Vertreter republikanischen Freiheitswillens dar. Im Fünften Buch kommt es zu einem Gespräch zwischen mehreren Personen. Hauptredner ist hierbei Marcus Pupius Piso Frugi Calpurnianus (geb. um 115 v. Chr.). Ferner treten Titus Pomponius „Atticus“ (110-32 v. Chr.), Quintus Tullius Cicero (102-43 v. Chr.) und Lucius Tullius Cicero (gest. 68 v. Chr.) auf. Es wird deutlich, dass Cicero selbst zu den Peripatetikern tendiert und die Lehre Epikurs und der Stoa ablehnt.

2. Inhaltsbeschreibung

2.1.Vorgeschichte

Während das erste Buch mit einer allgemeinen Einleitung in das Werk beginnt, Ciceros Motive zur philosophischen Schriftstellerei vorgestellt werden und sowohl der Gegenstand der Unterredung als auch die Gesprächspartner vorgestellt werden, startet das zweite Buch direkt mit der Kritik an der Lehre Epikurs und schließt sich somit nahtlos an die Ausführungen des ersten Buches an.

Cicero beginnt mit einem kurzen Überblick über verschiedene philosophische Erörterungsmethodiken. Dabei zieht er die dialektische den übrigen Alternativen vor (§1-3). Im Folgenden betont Cicero die Notwendigkeit von klaren Begriffsdefinitionen zur methodischen Erörterung (§3-5). In gleichem Atemzug sucht der Autor zu beweisen, dass solche in der Lehre des Epikur fehlen würden (§6-17) und kritisiert damit die dualistische Bestimmung des Begriffs der voluptas. Zum einen als katastematische, also feststehender Zustand, zum anderen den der kinetischen Lust, die in einer Bewegung oder einem Drang zum Ausdruck kommt. In den weiteren Kapiteln vor dem diese Arbeit dominierenden Abschnitt schließt Cicero mittels rhetorischer Kunstgriffe weitere Kritik an der voluptas als höchstes Gut in der Philosophie des Epikur an. Er versucht, logische Unstimmigkeiten anhand eines Vergleichs zum summum bonum anderer philosophischer Lehren zu ziehen (§19). Mit Hilfe von zahlreichen Gegenüberstellungen – welche für die Reden des Cicero in diesem Werk charakteristisch sind – will der Autor auf die Widersprüchlichkeit der Lehre und die Unterlegenheit der Lust z. B. gegenüber der virtus unterstreichen (§20-25). Ferner stellt Cicero die epikureische Einteilung der Lust in Frage und die Vorstellung einer Begrenzung der Begierden wird als unrealistisch kritisiert. Das Nebeneinander des herkömmlichen Lustbegriffs und der Schmerzlosigkeit als höchste Lust wird verneint (§26-30). Auch Epikurs Versuch, das Streben der Tiere nach Schmerzlosigkeit mit der Lust als oberster Ziel gleich zu setzten, lehnt Cicero ab (§31f.). Im Gegensatz zu dem griechischen Philosophen beharrt Cicero auf der Vernunft als Grundlage zur Bestimmung des höchsten Gutes und stuft Epikurs stärkere Gewichtung der Sinneswahrnehmungen herab (§36-38). Nach dem Grade der Berücksichtigung der Vernunft zur Definition des höchsten Gutes beurteilt Cicero die jeweiligen Lehrmeinungen. Im Abschnitt von § 44 bis 47 wird die grundsätzliche Auseinandersetzung im Werk Ciceros deutlich. Hier zeigt sich ganz explizit, dass der Konflikt auf eine Auseinandersetzung zwischen der Tugend und der Lust, zwischen den lateinischen Begriffen virtus und voluptas hinausläuft. Cicero will mit seiner Schrift zeigen, dass die Vernunft ein entscheidendes Wesensmerkmal des Menschen sei und dass Tugendhaftigkeit als ursprüngliches und natürliches Ziel des menschlichen Handelns das höchste Gut repräsentiere. Im Gegensatz dazu stehe bei Epikur die Vernunft nur als Mittel zur Lust parat. Ein derartiges Tugendverständnis halte Verbrecher nicht vom Bösen ab, allerdings setze sittlich richtiges Handeln, auch bei den Epikureern eine um ihrer selbst willen zu erstrebende Tugend voraus (§58-63).

2.2. Inhalt des Abschnitts

Der Paragraph 63 lässt sich in zwei Abschnitte einteilen. Der erste schließt sich an die vorangegangenen Kapitel an und nimmt Bezug auf das theoretische Bekenntnis des Torquatus im ersten Buch, Kapitel 40 bis 42. Cicero beschreibt den Gegensatz zwischen einem Menschen, der die plurimis und maximis voluptatibus erlebt, und einem, der unter cruciatibus maximis am toto corpore leidet. Cicero wiederholt, dass Torquatus daraus geschlossen hätte, der erstere sei gänzlich glücklich, während der zweite überaus unglückselig sei. Folglich sei der Schmerz das größte Übel und die Lust das höchste Gut.

Im zweiten Abschnitt werden die Kapitel 23 bis 25 des gleichen Buches in radikalisierter Form wieder aufgenommen. Cicero stellt dem Lucius Thorius Balbus[iii] drei historische Beispiele gegenüber, um auf diese Weise die Überlegenheit der virtus gegenüber der voluptas klarzumachen. Genau wie Publius Gallonius in den § 23 bis 25 wird auch L. Thorius Balbus als ein Lebemann beschrieben, der jeglicher Hinsicht ein Genießer war und sich allen Genüssen hingab, jedoch streng auf seine Gesundheit achtete. Cicero unterstreicht, dass er diesem zum einen den Marcus Regulus[iv] vorziehen würde. Er zeige, dass die Tugend per se zu erreichen sei („dicet pro me ipsa virtus“, „tum […] clamat virtus“). Danach führt Cicero Lucretia[v] an, ehe er als drittes Exemplum den Lucius Verginius[vi] nennt. All diese Beispiele würden doch zeigen, dass die Tugend der Lust als höchstes Gut vorzuziehen sei, so Cicero.

In Kapitel 67 denkt Cicero, seine These dadurch unterstreichen zu können, dass die Lust nec testes ullos e claris viris nec laudatores poterit adhibere. Die Chroniken[vii] seien dagegen voll von Männern, qui voluptatis nomen audire non possent. Cicero wirft seinem Gesprächpartner vor, dass in der Lehre Epikurs die Namen der berühmten Männer, die alle anderen Philosophen nennen, fehlen. Ähnliches wird bei den Aufzeichnungen des Atticus[viii] der Fall sein. In 68 kommt der Hinweis, dass die Griechen wohl eher über solche Männer sprechen sollten, als über Themista[ix] zu schreiben. Hierauf folgt die Abgrenzung der stoischen und peripatetischen Lehren, die in einem certamen honestum liegen, gegenüber den obscenis voluptatibus der epikureischen Schule. In 69 zeichnet Epikur das absurde Bild, das die Tugenden als Diener der Lust zeige, und beruft sich dabei auf Kleanthes[x]. Im darauf folgenden Paragraphen versucht Cicero erneut, auf einen Widerspruch in der Lehre Epikurs hinzuweisen, in dem er fragt, welche Argumente Torquatus anbringe, dass Thorius und andere Zeitgenossen nicht das angenehmste Leben geführt hätten. Denn sie hätten jawohl keine Begierde oder Angst gezeigt (denn dann sei ihr Lebensstil im Sinne Epikurs zu tadeln).

Unter Berufung auf seine Gegenbeispiele für L. Thorius Balbus zieht der Autor nun zu Beginn von 71 den Schluss, dass Tugend, wenn sie auf Lust basiere, nicht zu verteidigen oder zu bewahren sei. Zur Untermauerung fügt Cicero ein Sprichwort an, welches besagt, dass nemo prius est, qui pitatem – (aus Furcht vor Strafe zeigt). Im Anschluss daran zitiert er Aischylos Septem 592-4, allerdings in umgekehrter Form: Lieber ungerecht sein und vor dem Menschen ungerecht zu sein scheinen als umgekehrt. So, meint Cicero, biete Epikur anstelle vera certaque iustitia nur eine simulationem […] iustitiae. In 72 und 73 stellt der Sprecher seinem Gesprächspartner erneut zwei historische Beispiele, diesmal aus dessen Familie, gegenüber. Zum einen ist dies Aulus Manlius Torquatus[xi]. Dieser habe wohl kaum aus Eigennutz gehandelt, sondern stellte sich bewusst in die Dienste des Cicero, um ihm zu helfen. Ferner dürfe dem Titus Manlius Torquatus Imperiosus[xii], der bereits an einigen Stellen erwähnt wurde (1, 23 und 34f. sowie 2, 60f.), nicht unterstellt werden, er habe aus niederen Beweggründen, um der eigenen Lust willen gehandelt. Am Ende von 73 zeichnet Cicero die möglichen Folgen, die eintreten würden, wenn die Lust im Entscheidungsprozess der Menschen die Oberhand über die Tugend gewinnen würde.

In Kapitel 74 kommt es zum Gipfel der Rede des Cicero. Er setzt zu einem regelrechten Frontalangriff auf Torquatus an und stellt ihm die Frage, ob er seine epikureische Lehre auch in der Öffentlichkeit vertreten würde, vor dem Volk, dem Senat oder vor Gericht. Cicero ist vom Gegenteil überzeugt: Numquam facies! Auch im Folgenden wirft Cicero seinem Gegenüber vor, dass Epikureer, wenn es darum geht, Lust zu definieren, stets die Unwissenheit ihrer Gegner proklamieren. Dass diese aber bei Gesprächen über die Atomlehre – die jawohl um Einiges komplizierter sei – als gleichwertige Diskussionspartner anerkannt seien. Der Sprecher führt eine weitere Kritik an dem dualistischen Lustbegriff in der Lehre Epikurs an und verweist nochmals, dass diese Meinung in der Öffentlichkeit keinen Bestand haben werde. Am Ende von 76 steht der direkte Vorwurf an Torquatus, er in der Öffentlichkeit stoische und peripatetische Meinungen vertrete, während er videlicet tecum ipse rides. In Kapitel 77 folgen eine Zusammenfassung und eine Warnung an Torquatus, der sich doch bitte an das halten solle, was er vertritt. Nach Meinung Ciceros sind die Auffassungen die wahren, quae honestae, quae laudabiles, quae gloriosae, quae in senatu, quae apud populum, quae in omni coetu concilioque profitendae sint, ne id non pudeat sentire, quod pudeat dicere.

2.3. Ausblick auf den weiteren Verlauf

In den nächsten Paragraphen wird sich Cicero damit beschäftigen, dass voluptas als das summum bonum in seinen Augen die Freundschaft amicitia zerstört (§78-85). Ferner wird er feststellen, dass die Lust nicht immer verfügbar sei und dass sie deshalb schon nicht als das höchste Gut betrachtet werden kann (§86-104). Danach werden körperliche und geistige Lust einander gegenübergestellt (§104-108), ehe in einer Art peroratio das Buch endet (§109-118).

Im nächsten Buchpaar wird sich der Autor dann mit der Lehre der Stoa auseinander setzen. Als Gesprächspartner wird ihm dann Marcus Porcius Cato, als ein Sinnbild der altrömischen Tugenden und als strikter Verteidiger der Republik und damit als Gegner Caesars, dienen. Im letzten der der fünf Bücher kommt es dann zu einer conclusio, in der sich Cicero mehr oder weniger zur perpatetischen Lehre bekennt.

[...]


[i] Abkömmling eines alten und berühmten Patriziergeschlechts. Trotz seinem Bekenntnis zur Lehre Epikurs betätigte er sich politisch und unterstützte seinen gleichnamigen Vater, der bei der Bewerbung um das Konsulat im Jahre 65 zunächst unterlegen war, durch eine erfolgreiche Anklage gegen einen seiner beiden unrechtmäßig gewählten Mitbewerber, Publius Cornelius Sulla. Im Jahre 62 verlor einen Prozess gegen Cicero, der darauf zu einem engen Freund avancierte. 49 zum Prätor gewählt, stand an der Seite Caesars und beging nach der verlorenen Schlacht bei Thapsus (46 v. Chr.) Selbstmord.

[ii] Angehöriger einer von Cicero hoch geschätzten Familie. Er kommandierte im Bürgerkrieg einen Teil der Flotte von Pompeius und fiel in der Schlacht bei Pharsalus (48 v. Chr.). Nach seinem Tod übernahm Cicero die Vormundschaft für dessen Kinder.

[iii] Ein sonst nicht bekannter Schlemmer und Lebenskünstler aus Lanuvium.

[iv] Marcus Atilius Rgulus; Konsul von 267 bis 256 v. Chr., geriet während des ersten Punischen Krieges in karthagische Gefangenschaft und wurde zu Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch nach Rom gesandt. Er riet zur Ablehnung und kehrte, getreu dem gebundenem Wort, nach Karthago zurück, wo er grausam getötet wurde.

[v] Tochter des Sp. Lucretius Tricipitinus und Gattin des L. Tarquinius Collatinus, die vom Sohn des letzten römischen Königs Tarquinius Superbus geschändet wurde und sich deshalb im Jahre 510 v. Chr. das Leben nahm.

[vi] Lucius Verginius tötete im Jahr 449 v. Chr. Seine Tochter, um sie vor der Entehrung durch Appius Claudius, einem Agehörigen der Patrizier, zu bewahren. Beide Exempla sind historisch verifizierbar.

[vii] Die ersten historischen Aufzeichnungen der Römer waren die Jahreschroniken (annales), die vom Oberpriester geführt und in seinem Hause der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden (vgl. De oratore 2, 52).

[viii] Anspielung auf die Liber Annalis des Atticus.

[ix] Eine Schülerin Epikurs um 290 v. Chr., anscheinend auch selbst philosophisch tätig.

[x] Kleanthes von Assos, 331-232 v. Chr., seit 263 Nachfolger Zenons in der Leitung der Stoa, treuester Schüler Zenons, hat, vor allem durch Heraklid beeinflusst, besonders die stoische Naturphilosophie und Theologie ausgebaut. Die zitierte Passage stammt aus dem Traktakt Περί ηδονης, „Über die Lust“, welches in der Antike häufig zitiert wurde (vgl. Seneca, De vita beata 13,5 und Augustinus, De civitate Dei 5,20).

[xi] Praetor 70 v. Chr., unterstützte Cicero 52 im Prozess des Titus Annius Milo.

[xii] Diktator 353, 349, Konsul 347, 344, 340 v. Chr., einer der Helden der frühen Republik. Den ersten Beinamen erhielt er, weil er im Zweikampf einem gallischen Führer die Halskette (Torques) als Beute abgenommen, den zweiten wegen seiner unerbittlichen Strenge, mit der er als Heerführer (Imperator) die militärische Disziplin durchgesetzt haben soll.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
"Das Postulat der Bücher I und II". Inhaltsangabe und Analyse der Kapitel 63 bis 77 im zweiten Buch der philosophischen Schrift
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Klassische Philologie)
Veranstaltung
Marcus Tullius Cicero: De finibus bonorum et malorum (Proseminar)
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
22
Katalognummer
V347141
ISBN (eBook)
9783668367142
ISBN (Buch)
9783668367159
Dateigröße
571 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Das Postulat, Cicero, 45 n. Chr., De finibus bonorum et malorum
Arbeit zitieren
Marc Andre Ziegler (Autor), 2004, "Das Postulat der Bücher I und II". Inhaltsangabe und Analyse der Kapitel 63 bis 77 im zweiten Buch der philosophischen Schrift, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347141

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