Thema der Seminarsitzung vom 16.06.04 war die Studie „Bildungs-Delphi 1996/1998“, in der untersucht wird, wie sich die gegenwärtige Entwicklung hin zu einer Wissensgesellschaft auf das Bildungssystem auswirken könnte. Außerdem wurde die kritische Meinung des Bildungsexperten Prof. Dr. Günther Dohmen zum Bildungs-Delphi und zum Begriff der Wissensgesellschaft thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Delphi-Methode
3. Die Studie „Wissens- und Bildungs-Delphi“
3.1 Auswahl der Stichprobe
3.2 Die modifizierte Delphi-Technik
3.3 Die schriftliche Expertenbefragung
3.4 Ergebnisse
4. Kommentar zur Delphi-Befragung: Prof. Dr. Günther Dohmen
5. Plenumsdiskussion
6. Literaturangaben
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Studie „Bildungs-Delphi 1996/1998“ auseinander, um zu analysieren, wie sich die Transformation zur Wissensgesellschaft auf das Bildungssystem auswirkt und welche Handlungsbedarfe hierbei identifiziert wurden. Ein zentrales Ziel ist dabei die kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen und die Reflexion über die Rolle neuer Technologien sowie das Konzept der Wissensgesellschaft gegenüber alternativen Ansätzen.
- Grundlagen und Funktionsweise der Delphi-Methode
- Methodische Konzeption des Bildungs-Delphi
- Herausforderungen und Risiken der Wissensgesellschaft für das Bildungswesen
- Vergleich der Begriffe „Wissensgesellschaft“ und „Lerngesellschaft“
- Diskurs über die Notwendigkeit von Medienkompetenz und selbständigem Lernen
Auszug aus dem Buch
3.2 Die modifizierte Delphi-Technik
Wie weiter oben bereits erläutert wurde, sieht das klassische Delphi-Verfahren mehrere Befragungsrunden zu der gleichen Fragestellung vor, wobei die Experten in jeder Runde ihre Einschätzung auf der Basis der Ergebnisse der vorherigen Runde korrigieren können. Dazu wird Runde um Runde dasselbe Erhebungsinstrument gewählt.
Beim Bildungs-Delphi wurde die Befragung dagegen in drei sich unterscheidenden Stufen durchgeführt (siehe Abbildung „Die Konzeption des Bildungs-Delphi“ auf Seite 5). In der ersten Stufe wurden parallel in drei Workshops Fragestellungen und Thesen zum Bildungssystem der Zukunft ausgearbeitet. Die Teilnehmer des ersten Workshops befassten sich mit dem Bereich der Allgemeinbildung, also allgemeinbildende Schulen und Vorschulen, aber auch die allgemeine Weiterbildung. Der zweite Workshop hatte die berufliche Aus- und Weiterbildung zum Schwerpunkt, mit dem Dritten wurde der Bereich des Hochschulsystems abgedeckt.
Die hier erarbeiteten Fragestellungen und Thesen wurden für die zweite Stufe des Bildungs-Delphi - die eigentliche Expertenbefragung - genutzt, deren Ergebnisse anschließend in der dritten Stufe in zwei weiteren Workshops diskutiert wurden. Hier wurden die Antworten der Befragten unter den Gesichtspunkten ‚Inhalte und Methoden’ und ‚institutionelles und außerinstitutionelles Lernen’ betrachtet und die Ergebnisse im abschließenden Bericht verarbeitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Seminarthema und Vorstellung der Zielsetzung, die Entwicklung des Bildungssystems in der Wissensgesellschaft zu beleuchten.
2. Die Delphi-Methode: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Expertenbefragung und ihrer Anwendung bei Technik- und Bildungsstudien.
3. Die Studie „Wissens- und Bildungs-Delphi“: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl und der Ergebnisse der Studie.
4. Kommentar zur Delphi-Befragung: Prof. Dr. Günther Dohmen: Kritische Würdigung der Studienergebnisse durch Prof. Dohmen mit Fokus auf die Begriffswahl der Wissensgesellschaft.
5. Plenumsdiskussion: Reflexion über die terminologische Abgrenzung zwischen „Wissensgesellschaft“ und „Lerngesellschaft“ im Rahmen des Seminars.
6. Literaturangaben: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Informationen zur Thematik.
Schlüsselwörter
Bildungs-Delphi, Wissensgesellschaft, Delphi-Methode, Expertenbefragung, Bildungssystem, Medienkompetenz, Lerngesellschaft, Innovationsbedarf, Wissensmanagement, Digitalisierung, Lebenslanges Lernen, Zukunftsforschung, Informationstechnik, Reformbedarf, Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Studie „Bildungs-Delphi 1996/1998“ und die Auswirkungen der entstehenden Wissensgesellschaft auf das deutsche Bildungssystem.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen die Delphi-Methodik, die Potenziale der neuen Medien, der Reformbedarf im Bildungswesen sowie die kritische Reflexion über Wissenszuwachs und Medienkompetenz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Diskurs über die zukünftige Ausgestaltung des Bildungssystems anzuregen und Handlungsbedarfe sowie Visionen für die Zukunft aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Studie verwendet?
Es wurde eine modifizierte Delphi-Technik eingesetzt, die auf mehreren Stufen (Workshops und schriftliche Expertenbefragungen) basierte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit dem methodischen Vorgehen der Studie, der Expertenbefragung, der Bewertung von Chancen und Risiken der Wissensgesellschaft sowie der Diskussion um notwendige Kompetenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wissensgesellschaft, Bildungs-Delphi, Expertenbefragung, Medienkompetenz und lebenslanges Lernen.
Warum kritisiert Prof. Dr. Günther Dohmen den Begriff der Wissensgesellschaft?
Er hält ihn für unpräzise, da der Schwerpunkt zu stark auf der technischen Wissensverarbeitung liegt, während er das eigentliche Lernen und die Aneignung von Wissen in den Vordergrund rücken möchte.
Welches Risiko sehen die Experten bezüglich der Internetnutzung im Bildungsprozess?
Die Experten warnen vor einer Abnahme der Verlässlichkeit von Informationen und einer zunehmenden Gefahr von Manipulation durch die unkontrollierte Menge an Daten im Netz.
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- Sarah Koenig (Author), 2004, Delphi 1996/98, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34757