Zu Beginn der Unterweisung stelle ich mich als Ausbilder mit Vor- und Zuname vor und nenne den Betrieb in dem ich beschäftigt bin. Danach bitte ich die Auszubildenden sich ebenfalls kurz vorzustellen. Jetzt mache ich die Auszubildenden darauf aufmerksam, dass es bei uns im Betrieb üblich ist, sich mit „DU“ anzureden und frage sie deshalb, ob auch Sie während der Unterweisung damit einverstanden sind. Mit Hilfe dieser Frage will ich eine gute Arbeitsatmosphäre erzielen und die Stimmung auflockern. Dann erläutere ich mein Aufgabenfeld im Betrieb und stelle einige Produkte vor, die dort hergestellt werden. Wenn hierzu keine Fragen mehr sind, gehe ich zum eigentlichen Unterweisungsthema über, ansonsten werde ich mein Aufgabenfeld genauer erläutern.
11.2 Der Unterweisungsablauf
11.2.1 Erste Stufe- Vorbereiten der Auszubildenden- (Zeit ca. 4 Minuten) Nach einer entspannten Situation zwischen Auszubildenden und mir stelle ich Ihnen das Unterweisungsthema vor und erläutere wozu es in diesen Beruf nützlich ist. Hierzu zeige ich ein Beispiel. Danach stelle ich den Arbeitsplatz, die Arbeitsmaterialien vor und weise auf die Unfallverhüttungsvorschriften(UVV) hin. Außerdem erläutere ich die Aufgaben, die die Auszubildenden und ich durchführen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Prüfungsteilnehmer
2. Anschrift
3. Telefon
4. Thema der Unterweisung
5. Zielgruppe
6. Unterweisungsmethode
7. Einordnung des Themas
8. Voraussetzungen von Vorkenntnissen
9. Bestimmung der Lernziele
9.1:Groblernziel
9.2:Feinlernziele
9.2.1: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden den Aufbau eines Anreißkörners wissen.
9.2.2: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden wissen, warum ein Körnerpunkt gesetzt wird.
9.2.3: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden wissen, auf welchen Materialien mit einen Anreißkörner gekörnt werden darf.
9.2.4: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden entscheiden können, wann die Standzeit eines Anreißkörners vorüber ist.
9.2.5: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden wissen, dass man beim Körnen eine Unterlage wählt, die nicht „federt“.
9.2.6: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden einen Anreißkörner richtig aufsetzen können.
9.2.7: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden einen Anreißkörner richtig schlagen können.
9.2.8: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden kritisch ihre Ergebnisse beurteilen können.
9.2.9: Am Ende der Unterweisung sollen die Auszubildenden wissen, wann ein Körner Aufgrund der Arbeitssicherheit nicht mehr gebraucht werden darf.
10. Ausbildungsmaterial
11. Die Unterweisung
11.1 Begrüßung und Einführung
11.2 Der Unterweisungsablauf
11.2.1 Erste Stufe- Vorbereiten der Auszubildenden
11.2.2 Zweite Stufe- Vormachen und erklären
11.2.3 Dritte Stufe- Nachmachen lassen
11.2.4 Vierte Stufe- Selbstständig ausführen lassen
12. Abschlussgespräch
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit dient als strukturierter Unterweisungsentwurf für die Ausbilder-Eignungsprüfung und zielt darauf ab, Auszubildenden im ersten Lehrjahr die fachgerechte Technik des Körnens von Blechen zu vermitteln.
- Vermittlung der 4-Stufen-Methode in der praktischen Ausbildung
- Aufbau und korrekte Handhabung eines Anreißkörners
- Arbeitssicherheit und Materialkunde beim Körnen
- Selbstständige Anwendung und Ergebniskontrolle durch den Auszubildenden
Auszug aus dem Buch
11.2.2 Zweite Stufe- Vormachen und erklären- (Zeit ca. 4 Minuten)
Als erstes erkläre ich den Auszubildenden den Aufbau eines Anreißkörners. Dazu zeige ich Ihnen einen Anreißkörner. Danach erkläre ich dass die Körnerspitze härter ist als das zu Körnende Material und dass dadurch die Körnerspitze nicht stumpf wird. Dass heißt aber auch dass nicht auf gehärtete Materalien gekörnt werden darf Damit die Auszubildenden unterscheiden können wann ein Körner nicht mehr zu gebrauchen bzw. gebraucht werden darf, zeige ich Ihnen einen stumpfen Anreißkörner und gleichzeitig weise ich nochmals auf Arbeitssicherheit hin, in dem ich einen aufgekrempelten Schlagkopf eines Körners zeige, und die Folgen eines solchen Schlagkopfes erläutere.
Nun erkläre ich den Auszubildenden warum man beim Körnen immer eine feste nicht federnde Unterlage zu wählen hat. Jetzt fange ich mit der eigentlichen Arbeitstechnik beim Körnen an. Dazu frage ich die Auszubildenden zunächst ob Sie Links oder Rechthändler sind, wenn ja gehe ich dementsprechend bei der Übung auf Sie ein. Nun nehme ich den Körner mit allen Fingern in die linke Hand und mit der Spitze auf den Schnittpunkt der Anreißlinien, die ich schon vorbereitet habe. Dabei liegt die Handkante zu besseren Führung des Körners auf den Blech auf und der Körner ist leicht vom Körper weggeneigt. Dann wird der Körner lotrecht zur Blechoberfläche gestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
11. Die Unterweisung: Dieses Kapitel beschreibt den strukturierten Ablauf der Unterweisung, beginnend bei der persönlichen Begrüßung bis hin zur inhaltlichen Einführung.
11.2 Der Unterweisungsablauf: Hier werden die einzelnen Phasen der 4-Stufen-Methode detailliert aufgeschlüsselt und die pädagogischen Schritte vom Vormachen bis zum selbstständigen Arbeiten erläutert.
12. Abschlussgespräch: Dieses abschließende Kapitel dient der Erfolgskontrolle und dem Feedbackgespräch mit den Auszubildenden, um das Verständnis der Lerninhalte sicherzustellen.
Schlüsselwörter
Unterweisungsentwurf, Ausbilder-Eignungsprüfung, 4-Stufen-Methode, Industriemechaniker, Körnen, Anreißkörner, Arbeitssicherheit, Metallbearbeitung, Ausbildung, Lernziele, Fachpraxis, Schlosserhammer, Werkstück, Arbeitstechnik, Unterlage
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein detaillierter Unterweisungsentwurf für die Ausbildung zum Industriemechaniker, der den Prozess des fachgerechten Körnens auf einem Blech beschreibt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Materialkunde, der sichere Umgang mit Werkzeugen (Körner und Schlosserhammer), die Anwendung der 4-Stufen-Methode sowie arbeitssicherheitstechnische Aspekte.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Groblernziel ist, dass die Auszubildenden am Ende der Einheit selbstständig Schnittpunkte von Anreißlinien fachgerecht körnen können.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Es wird die klassische „4-Stufen-Methode“ angewandt, die sich durch Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen lassen und Selbstständiges Ausführen auszeichnet.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Schritte der Unterweisung, die von der Einführung über die theoretische Erklärung und Demonstration bis hin zur praktischen Übung durch die Auszubildenden reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ausbildung, 4-Stufen-Methode, Industriemechaniker, Arbeitssicherheit und fachpraktische Unterweisung charakterisiert.
Warum ist die Wahl einer nicht federnden Unterlage entscheidend?
Eine nicht federnde Unterlage ist wichtig, um die Schlagenergie des Hammers direkt und präzise in das Werkstück einzuleiten und eine saubere Vertiefung zu erzielen, ohne die Körnerspitze durch unkontrolliertes Springen zu beschädigen.
Worauf muss bei der Handhabung des Körners geachtet werden?
Der Körner muss für den Schlag lotrecht zur Oberfläche stehen, die Handkante sollte zur Führung auf dem Werkstück aufliegen, und der Blick muss konsequent auf die Körnerspitze statt auf den Schlagkopf gerichtet sein.
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- Oliver Flegel (Author), 2005, Körnen von Strichpunkten auf ein Stahlblech S 235 JR (Unterweisung Industriemechaniker / -in Fachrichtung Betriebstechnik), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34889