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Wahrnehmungsveränderungen nach Wissenszuwachs - Nachfolgeuntersuchung zum Projekt: Wissensaufbau bei Studierenden

Title: Wahrnehmungsveränderungen nach Wissenszuwachs -  Nachfolgeuntersuchung zum Projekt: Wissensaufbau bei Studierenden

Thesis (M.A.) , 2000 , 85 Pages , Grade: gut

Autor:in: Stefan Kick (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

,,Horizontal sequences of letters separated by empty spaces symbolize words. Letters within words symbolize phonetic segments which are blended together in pronunciations." (EHRI 1984, S.120).

Diese zwei Grundprinzipien unseres Schriftsystems sind für Lesekundige so offensichtlich, daß sie manchmal gar nicht mehr bewußt wahrgenommen werden. Überraschend ist die Tatsache, daß die Schrift, die wir erlernen, Auswirkungen auf unser Sprachbewußtsein und sogar auf unsere Wahrnehmung gesprochenen Materials hat.

In einem situativen Lernkontext sollten Studenten der Universität Regensburg auf diese Zusammenhänge hingewiesen werden. Indem sie mit sprachliche m Material konfrontiert wurden, bei dem ihnen ihre Kenntnis der Schrift ihrer Muttersprache nicht weiter half, sollten sie die Schwierigkeiten erleben, denen auch ihre späteren Schüler
ausgesetzt sind.
Die beiden Versuche in diesem situativen Lernkontext beinhalteten das Erkennen und Schreiben einer Phonemschrift (,,Rephos" = ,,Regensburger Phonemschrift") sowie einen ,,Text in einer fremden Sprache". Hierbei sollte den Studenten der Vorteil genommen werden, den man hat, wenn man die Rechtschreibung einer Sprache
beherrscht: Die Schreibung wirkt logisch und man glaubt, von der Schreibung suggerierte lautliche Phänomene auch zu hören, egal ob diese meßbar sind oder nicht. Die hier verwendete finnische Sprache nimmt den Probanden des Versuchs also den sicheren Untergrund und will sie so in die Situation ihrer zukünftigen Schüler versetzen.
Einige Aspekte dieses Versuchs ,,Text in einer fremden Sprache" sollen im weiteren untersucht werden.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung

1.1 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands

1.2 Einbettung der Untersuchung in einen wissenschaftlichen Kontext

2 Konkreter Versuch/ Anleitung

2.1 Der Diktattext

2.2 Teil a) der Lerneinheit: Übung

2.3 Teil b) der Lerneinheit: Reflexion zur didaktischen Perspektive

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Zusammenfassung der aktuellen Forschung zum situativen Lernen

3.1.1 Der Begriff des Konstruktivismus

3.1.2 Konstruktivismus in der Psychologie

3.1.2.1 Konstruktivistische Ansätze in Lerntheorie/Pädagogik

3.1.2.1.1 ,,Träges Wissen"

3.1.2.1.2 Metaprozeßerklärungen

3.1.2.1.3 Strukturdefiziterklärungen

3.1.2.1.4 Situiertheitserklärungen

3.1.2.1.5 Interventionsmodelle

3.1.2.2 Konsequenzen neuerer (konstruktivistischer) Ergebnisse für die Psychologie des Wissenserwerbs

3.1.2.3 Die Gestaltung konstruktivistischer Lernumgebungen

3.1.2.4 Der Bezug der situativen Lerntheorie zur konkreten Untersuchung

3.2 Überblick über sprachwissenschaftliche Bezüge zum Thema

3.2.1 Eigenheiten der finnischen Sprache

3.2.2 Phonetische Grundlagen und Grundlagen zum Begriff ,,Wort"

3.2.2.1 Zusammenhänge Laut- Schriftsprache

3.2.2.1.1 Literatur zur sprachlichen Entwicklung auch nach und beim Schriftspracherwerb

3.2.2.1.2 Phonetical Awareness/ Sprachbetrachtungsfähigkeit

3.2.2.1.3 Zusammenhänge zwischen Schriftsprache und grammatischen Phänomenen

3.2.2.1.4 Das Wortkonzept

3.2.2.1.5 Definition/Sprachwissenschaftliches über Wortgrenzen/Wörter

3.2.2.1.6 Der Wortbegriff von Kindern/Probleme von Kindern mit dem ,,Wort"

3.2.3 Empirische Arbeiten über den kindlichen Wortbegriff

3.2.4 Nicht hörbare Wortgrenzen oder mangelnde Sprachbetrachtungsfähigkeit als Grund für Verschriftungsfehler bei Kindern

3.2.5 Psychologischer Erklärungsversuch für die Inhaltsbezogenheit vor dem Schriftspracherwerb

3.3 Grundlagen aus dem pädagogisch-didaktischen Bereich

3.3.1 Die Betonung des Lautlichen

3.3.2 Stufenmodell/ Kind abholen wo es ist

3.3.3 Fehlerbewertung

3.3.4 Bezug zu unserem Thema

3.3.5 Die drei Dimensionen nach VALTIN beim Erwerb von Schrift

4. Auswertungen und Interpretationen

4.1 Erhoffte Erkenntnisse aus dem Versuch

4.2 Auswertung des Lernversuchs

4.3 Untauglichkeit des Versuchs in bezug auf Wortgrenzen

4.3.1 Mögliche unbeabsichtigte oder falsche Lernergebnisse

4.3.2 Ist die Annahme, man würde die Wortgrenzen hören, überhaupt vorhanden?

4.3.3 Die von Willmann geforderte ,,erfüllte Form" könnte in den Hintergrund treten

4.3.4 Problem: Wird das Wortgrenzenproblem nicht überbetont?

4.3.5 Das Ergebnis wird durch die Fremdsprache verzerrt, da viel eher semantische als syntaktische oder lautliche Einheiten im Gedächtnis bleiben

4.3.6. Folgerungen

4.4 Laute/Verschriftung/Phoneme

4.4.1 Betrachtung der verschiedenen Verschriftungen aus akustischer und statistischer Perspektive

4.4.1.1 Verständlichkeit von Lauten

4.4.1.2 Silben als Grundeinheit

4.4.1.3 Häufigkeit als Grund für bessere Wahrnehmung und Verschriftung

4.4.1.4 Verhältnis Silbenhäufigkeit - Häufigkeit der Hörfehler

4.5 Gründe für die Änderungen in der Verschriftung

4.5.1 Didaktischer Text

4.5.2 Nochmaliges Hören des Finnisch - Textes

4.6 Veränderte Wahrnehmung und Einflußfaktoren

4.6.1 Wordcruncher = semanti/syntax Anzahl und Länge der Wörter vor und nach dem didaktischen Text

4.6.2 Phonologie/ Phonetik

4.6.2.1 Pausen

4.6.2.2 Länge

4.6.2.2.1 Technische Vorgehensweise

4.6.2.2.2 Was wird untersucht?

4.6.2.2.3 Auswertung der Grafik

4.6.2.2.4 Verschriftungen im 1. Durchgang

4.6.2.2.5 Verschriftungen 2. Durchgang

4.2.2.2.6 Andere ,,erkannte" Längen

4.6.3 Ergebniszusammenfassung der Längenkennzeichnung

5. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen einer Nachfolgeuntersuchung die Wahrnehmungsveränderungen von Studierenden nach einem Wissenszuwachs im Bereich der Schriftsprachdidaktik. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, inwieweit Wissen über Schrift und Sprache die Wahrnehmung von lautlichem Material beeinflusst, wobei die Studierenden durch einen situativen Lernkontext – das Diktat finnischer Sätze – in die Schwierigkeiten von Leseanfängern versetzt werden sollen.

  • Zusammenhang zwischen Sprachbewusstsein und Schriftspracherwerb
  • Konstruktive Ansätze der situativen Lernpsychologie
  • Phonetische und linguistische Aspekte der Wortgrenzen-Wahrnehmung
  • Einfluss von Vorwissen und Fremdsprachenerfahrung auf die Verschriftung
  • Empirische Untersuchung der Längenkennzeichnung bei Vokalen

Auszug aus dem Buch

1.1 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands

Allerdings ergaben sich bei der Untersuchung möglicher Aspekte einige Schwierigkeiten. Manche Themen ließen sich nicht bearbeiten (so konnten die Wahrnehmung von Pausen in Punkt 4.6.2.1 nicht durchgeführt werden, da sich keine fanden), bei anderen erschien mir eine Bearbeitung nicht sinnvoll (wie beim ,,Wortgrenzenteil", Kap. 4.3). Bei fast jeder Fragestellung, der ich mich näherte, ergab sich das Problem, daß irgend einer der zahlreichen Aspekte im Rahmen einer Zulassungsarbeit nicht ausreichend bearbeitet werden konnte. Ich entschied mich am Ende dafür, mehrere verschiedene Aspekte exemplarisch zu bearbeiten, die alle den Zusammenhang von Vorwissen und Wahrnehmung gemeinsam haben.

Da eine Nacherhebung zum Versuch nicht durchgeführt wurde, zog ich eine Auswertung des Lernversuches von Anfang an nicht in Betracht. Die Auswertung der zum Versuch gehörigen Fragen hätte nur eine Erkundung der momentanen Gefühlslage der Probanden in ihrem Verhältnis zum Versuch zugelassen. Diese wurde zu den Fragen Motivation, Transferierbarkeit und Faktenwissen ohnehin schon vorgenommen (Vgl. LANKES u.a. 2000).

Daher entschloß ich mich, auf der Ebene des Zusammenhangs zwischen Wahrnehmung und Vorwissen weiterzuarbeiten. Durch die Verschriftungen der Probanden sollte genügend ,,Rohmaterial" zur weiteren Auswertung in bezug auf den Zusammenhang von Wahrnehmung und deren Beeinflussung durch die erlernte Rechtschreibung vorhanden sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung: Der Abschnitt erläutert die Grundprinzipien der Schriftsprache und führt in den situativen Lernkontext ein, in dem Studenten mit fremdsprachlichem Material konfrontiert werden.

2 Konkreter Versuch/ Anleitung: Hier wird der Versuchsaufbau detailliert beschrieben, einschließlich der verwendeten finnischen Sätze und der technischen Qualität der Audioaufnahme.

3 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über den Konstruktivismus, die situierte Kognition sowie sprachwissenschaftliche und didaktische Hintergründe zum Schriftspracherwerb.

4. Auswertungen und Interpretationen: Dieser Hauptteil analysiert die Daten der Probanden, wobei insbesondere der Einfluss von Vorwissen und die Wahrnehmung von Lauten und Längen untersucht werden.

5. Schlußbemerkung: Der Autor reflektiert über die Schwierigkeiten bei der Gestaltung konstruktivistischer Lernsituationen und gibt Empfehlungen für zukünftige Versuchsdesigns.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, situatives Lernen, Konstruktivismus, Wahrnehmungspsychologie, Sprachbewusstsein, Phonetik, Phonologie, Wortgrenzen, Längenkennzeichnung, Fehleranalyse, Schriftsprachdidaktik, Vorwissen, Sprachbetrachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Wahrnehmung von Studierenden bezüglich gesprochener Sprache verändert, wenn sie mit unbekanntem sprachlichem Material konfrontiert werden, um Einblicke in die Perspektive von Leseanfängern zu gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der konstruktivistischen Lernpsychologie, der Rolle des Vorwissens beim Schriftspracherwerb sowie linguistischen Grundlagen wie Phonetik und Sprachbewusstsein.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vermittlung eines tieferen Verständnisses für die Schwierigkeiten von Kindern beim Erlernen der Schrift durch die Einnahme einer vergleichbaren, herausfordernden Lernsituation bei Studierenden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um einen situativen Lernversuch, bei dem Studierende finnische Sätze diktiert bekamen und diese transkribierten, gefolgt von einer qualitativen Auswertung der Verschriftungen und Reflexionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die gesammelten Verschriftungen im Hinblick auf Wortgrenzen, Lautwahrnehmung und die Kennzeichnung von Vokallängen ausgewertet und theoretisch interpretiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schriftspracherwerb, situatives Lernen, Sprachbewusstsein, Fehleranalyse und Wortkonzept.

Warum wurde die finnische Sprache für den Versuch gewählt?

Finnisch wurde gewählt, um den Probanden den gewohnten sicheren Untergrund ihrer Muttersprache zu entziehen und sie so in die Lage zu versetzen, die Herausforderungen der Lautanalyse und Verschriftung neu zu erleben.

Welche Rolle spielt die Fehleranalyse in der Arbeit?

Fehler werden nicht als Defizite, sondern als Indikatoren für den individuellen Lernstand und als Ausgangspunkte für pädagogische Reflexionsprozesse betrachtet.

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Details

Title
Wahrnehmungsveränderungen nach Wissenszuwachs - Nachfolgeuntersuchung zum Projekt: Wissensaufbau bei Studierenden
College
University of Regensburg  (Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Grade
gut
Author
Stefan Kick (Author)
Publication Year
2000
Pages
85
Catalog Number
V3489
ISBN (eBook)
9783638121460
Language
German
Tags
Wahrnehmungsveränderungen Wissenszuwachs Nachfolgeuntersuchung Projekt Wissensaufbau Studierenden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Kick (Author), 2000, Wahrnehmungsveränderungen nach Wissenszuwachs - Nachfolgeuntersuchung zum Projekt: Wissensaufbau bei Studierenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3489
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