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Kultursensible Frühpädagogik. Respekt und Achtung vor kultureller Diversität

Titre: Kultursensible Frühpädagogik. Respekt und Achtung vor kultureller Diversität

Dossier / Travail , 2016 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Michaela Hausmann (Auteur)

Travail Social
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Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Thematik kulturdifferenter Gegebenheiten sowie der Bedeutsamkeit der interkulturellen Frühpädagogik und richtet ihren Blick auf das kultursensitive pädagogische Handeln. Bezüglich dieser pädagogischen Herangehensweise stellt sich die Frage, wie interkulturelle Pädagogik in frühpädagogischen Einrichtungen hinsichtlich ihrer praktischen, kultursensitiven Umsetzung realisiert werden kann.

Internationale Migration, die europäische Einigung und der Prozess der Globalisierung begründen die Notwendigkeit der interkulturellen Bildung und Erziehung. Gegenwärtig beschäftigen sich nahezu alle europäischen Länder politisch, gesellschaftlich und humanitär mit der großen Anzahl flüchtender Menschen aus Syrien, Albanien, Afghanistan, Irak, Serbien und mit Flüchtlingen aus anderen von Gefahr, Krieg und Terror betroffenen und / oder bedrohten Ländern.

Die Zahl der in Deutschland aufgenommenen Flüchtlinge hat in den letzten beiden Jahren signifikant zugenommen. Im Jahr 2014 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 202.834 Asylanträge gestellt, 2015 erbaten bereits 476.649 Menschen und in den Monaten Januar bis Februar 2016 120.642 Menschen Asyl. Für das Jahr 2014 dokumentierte das Statistische Bundesamt 20,3 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands einen Migrationshintergrund.

Diese Daten verweisen auf eine weiterhin stärker werdende kulturelle Durchmischung innerhalb der deutschen Gesellschaft. Gleichzeitig können diese Umstände als ein Indiz für die Bedeutsamkeit eines friedlichen, wertschätzenden multikulturellen Zusammenlebens für die Gesamtbevölkerung gewertet werden. Die Heterogenität der Menschen wirkt sich auf das soziale Miteinander aus und kann sowohl zu einem breiteren kulturellen Verständnis und interkulturellen Austausch, als auch zu Missverständnissen und Verständigungsschwierigkeiten führen, da verschiedene kulturelle Prägungen, Religionen, Werteorientierungen, Einstellungen und Haltungen aufeinandertreffen. Anlässlich der besonderen Aktualität dieser gesellschaftlichen Situation, rückt die Bedeutung von Integration, Toleranz, Wertschätzung und kultursensitivem Verhalten in den Fokus.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Kultur

2.2. Interkulturelle Frühpädagogik

2.3. Autonomie und Verbundenheit

3. Grundlagen kultursensitiven frühpädagogischen Handelns und interkultureller Kompetenz

3.1. Kenntnis

3.2. Haltung

3.3. Leben mit Diversität

4. Zentrale Situationen der frühpädagogischen Praxis

4.1. Elternkontakt

4.2. Spielsituation

4.3. Sprache

4.4. Raumgestaltung

4.5. Physiologische Bedürfnisse

5. Ziele der interkulturellen und kultursensitiven Frühpädagogik

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, wie interkulturelle Pädagogik in frühkindlichen Einrichtungen praktisch umgesetzt werden kann, um der zunehmenden kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft mit Respekt und professioneller Kompetenz zu begegnen. Dabei wird analysiert, welche pädagogischen Ansätze erforderlich sind, um kulturelle Differenzen als Ressource zu nutzen und gleichzeitig Diskriminierung vorzubeugen.

  • Grundlagen der Kulturbegriffe und interkultureller Frühpädagogik
  • Kultursensibilität durch Kenntnis, Haltung und den Umgang mit Diversität
  • Praktische Anwendung in zentralen Alltagssituationen wie Elternarbeit und Spielgestaltung
  • Förderung von Chancengleichheit und Antidiskriminierung
  • Kritische Reflexion von Autonomie- und Verbundenheitsorientierungen

Auszug aus dem Buch

4.1. Elternkontakt

Der Kontakt zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Eltern der zu betreuenden Kinder, kann zu einem Austausch über die institutionellen Gegebenheiten, Abläufe, Konzepte und Ansätze sowie zu einem Kennenlernen der elterlichen Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen bezüglich der pädagogischen Arbeit führen. Die Gespräche bilden eine Grundlage für eine wechselseitig abgestimmte Betreuungssituation. Die Gesprächspartner sollten auf Augenhöhe kommunizieren. Für autonomieorientierte Eltern stellt diese gleichberechtigte Gesprächsweise eine passende Herangehensweise dar, sie zeigen häufig ein starkes Interesse für die pädagogische Arbeit und bringen ihre eigenen konzeptionellen Vorschläge mit ein. Für Eltern, die aus einem verbundenheitsorientierten Kontext stammen, besteht die Möglichkeit, dass sie den Kontakt zu den pädagogischen Fachkräften meiden oder auf ein Minimum reduzieren. Das Verhalten sollte nicht als Desinteresse gewertet werden, vielmehr trennen die Eltern die Zeit zu Hause von der Zeit in der Einrichtung und stellen die Verantwortlichkeiten nicht in Frage. Zudem erwarten verbundenheitsorientierte Eltern keinen Austausch auf Augenhöhe, sie rechnen mit einem autoritär auftretenden, pädagogischen Experten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass Eltern mit einem verbundenheitsorientierten Hintergrund, einem Elterngespräch in der Kindertagesstätte mit Schüchternheit oder Verunsicherung begegnen, da sie die Situation im Kontext eines offiziellen Termins wahrnehmen und sich gewohnt zurücknehmen oder durchgängig zustimmend äußern. Eine zusätzliche Schwierigkeit in der Begegnung mit unterschiedlichen Kulturen liegt in der Problematik der Verständigung hinsichtlich mangelnden Sprachverständnisses. (vgl. Borke/Keller 2014, S.105-108)

Georg Auernheimer betont, dass interkulturelle Gespräche durch verschiedene kulturelle Codes behindert werden können. Damit meint er die Regeln der Zuordnung von Zeichen zu Informationen. Unterschiede der Höflichkeitsformen, der Normen für Gast und Gastgeber sowie der Umgang mit sozialen Hierarchien können zu Kommunikationsstörungen führen. (vgl. Auernheimer 2012, S.116)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz interkultureller Bildung vor dem Hintergrund aktueller Migrationsprozesse und der steigenden gesellschaftlichen Heterogenität.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kultur, interkulturelle Frühpädagogik sowie die Konzepte von Autonomie und Verbundenheit.

3. Grundlagen kultursensitiven frühpädagogischen Handelns und interkultureller Kompetenz: Hier werden die Kernelemente interkultureller Kompetenz – Kenntnis, Haltung und der Umgang mit Diversität – als Basis für professionelles Handeln beschrieben.

4. Zentrale Situationen der frühpädagogischen Praxis: Das Kapitel überträgt die theoretischen Grundlagen auf den pädagogischen Alltag, etwa im Elternkontakt, in der Spielsituation, bei der Sprache, Raumgestaltung und bei physiologischen Bedürfnissen.

5. Ziele der interkulturellen und kultursensitiven Frühpädagogik: Es werden die übergeordneten Ziele, wie die Förderung von Chancengleichheit und die Entwicklung einer antidiskriminierenden Haltung bei pädagogischen Fachkräften, dargelegt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch die Dichotomie zwischen autonomie- und verbundenheitsorientierten kulturellen Modellen.

Schlüsselwörter

Kultursensitivität, Interkulturelle Frühpädagogik, Migration, Diversität, Pädagogische Haltung, Autonomie, Verbundenheit, Chancengleichheit, Elternarbeit, Integration, Antidiskriminierung, Bildungsbegriff, Soziale Kompetenz, Kindertagesstätte, Kulturelle Vielfalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und der praktischen Umsetzung einer kultursensitiven Frühpädagogik in einer zunehmend durch Migration geprägten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition kultureller Begriffe, die Entwicklung interkultureller Kompetenzen bei Fachkräften und deren Anwendung in praktischen Situationen des Kita-Alltags.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, wie pädagogische Fachkräfte kulturelle Vielfalt im Sinne von Wertschätzung und Respekt in den frühkindlichen Bildungsprozessen realisieren können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, die aktuelle gesellschaftliche Daten mit pädagogischen Konzepten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der interkulturellen Kompetenz und die praxisnahe Analyse von Alltagssituationen wie Spiel, Sprache und der Zusammenarbeit mit Eltern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Kultursensitivität, Interkulturelle Frühpädagogik, Diversität, Integration und Pädagogische Haltung.

Wie unterscheidet sich die Arbeit in der pädagogischen Sichtweise auf Eltern aus unterschiedlichen Kulturkreisen?

Die Autorin unterscheidet zwischen autonomieorientierten Eltern, die aktiv und gleichberechtigt kommunizieren, und verbundenheitsorientierten Eltern, die eher eine Expert-Klient-Beziehung erwarten.

Welche Rolle spielen physiologische Bedürfnisse in der kultursensitiven Pädagogik?

Das Dokument zeigt auf, dass Routinen wie Schlafen oder Essen kulturell geprägt sind und Fachkräfte daher die häuslichen Hintergründe kennen müssen, um sensibel auf die Kinder einzugehen.

Warum betont die Arbeit die Bedeutung der Sprache im frühpädagogischen Prozess?

Sprache ist die Grundlage für Bildungsprozesse; eine wertschätzende Haltung gegenüber der Muttersprache der Kinder ist dabei essenziell für deren Wohlbefinden und Spracherwerb.

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Résumé des informations

Titre
Kultursensible Frühpädagogik. Respekt und Achtung vor kultureller Diversität
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Cours
Erziehungs- und Bildungskonzepte
Note
1,3
Auteur
Michaela Hausmann (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
16
N° de catalogue
V349113
ISBN (ebook)
9783668366619
ISBN (Livre)
9783668366626
Langue
allemand
mots-clé
interkulturelle Pädagogik interkulturelle Erziehung Kultursensitive Pädagogik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michaela Hausmann (Auteur), 2016, Kultursensible Frühpädagogik. Respekt und Achtung vor kultureller Diversität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349113
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Extrait de  16  pages
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