Das Spurenmetall Chrom wird in der Ledergerbung eingesetzt. In Indien befindet sich ein Hotspot der lederverarbeitenden Textilindustrie. Doch fehlen in Indien Instanzen, die den Umgang der Gerbereien und der Zulieferbetriebe mit Chrom kontrollieren. Denn Chrom ist in seiner sachwertigen Oxidationsstufe hoch toxisch und verursacht schwere körperliche Leiden für Menschen, die in Kontakt mit Cr(VI) kommen.
Diese Arbeit beleuchtet die Belastungssituation in der Region Kanpur in Nordindien und zwar in Böden, Sedimenten und Gewässern auf der Grundlage publizierter Studien. Darüber hinaus wird ein Fazit gezogen, in dem über einen wirtschaftsgeographischen Zugang ein möglicher Lösungsvorschlag der Umweltbelastung gegeben wird.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Das Spurenmetall Chrom
- 3. Die Chrombelastung in Böden Nordindiens.....
- 3.1 Die Lederindustrie und ihre Zulieferer in Kanpur.
- 3.2 Die Belastungssituation in der Region Kanpur .
- 3.3 Der Umgang des Bodens mit Chrom....
- 3.3.1 Reduktion von Cr(VI) zu Cr(III) in Böden
- 3.3.2 Oxidation von Chrom(III) zu Chromat(VI)..\li>
- 3.3.3. Immobilisierung, Sorption .....
- 3.4 Der Umgang des Wassers mit Chrom
- 4. Sanierungsmaßnahmen
- 5. Fazit..
- 6. Abbildungen......
- 7. Literatur..
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die massive Chrombelastung von Böden, Sedimenten und Grundwässern in Nordindien, die vor allem durch die Ledergerbung und deren ökologische Folgen entsteht. Im Fokus stehen die Belastungssituation in der Region Kanpur, die Prozesse, die Chromverbindungen in Böden und Gewässern durchlaufen, sowie mögliche Sanierungsmaßnahmen.
- Die ökologischen Folgen der Ledergerbung in Nordindien, insbesondere in Kanpur
- Die Belastung von Böden und Gewässern durch Chromverbindungen
- Die chemischen und physikalischen Prozesse, die Chromverbindungen im Boden und Wasser beeinflussen
- Mögliche Sanierungsmaßnahmen für die Chrombelastung
- Die unterschiedliche Toxizität von drei- und sechswertigem Chrom
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema der Chrombelastung in Nordindien und den Fokus auf die Lederindustrie in Kanpur vor. Kapitel 2 bietet eine Charakterisierung des Spurenmetalls Chrom, seiner Oxidationsstufen und seiner Vorkommen in der Natur. Kapitel 3 behandelt die Chrombelastung in Böden Nordindiens, die Lederindustrie und ihre Zulieferer in Kanpur, die Belastungssituation in der Region Kanpur, den Umgang des Bodens mit Chrom und den Umgang des Wassers mit Chrom.
Schlüsselwörter
Chrombelastung, Lederindustrie, Nordindien, Kanpur, Böden, Sedimente, Grundwasser, Chrom(VI), Chrom(III), Toxizität, Sanierungsmaßnahmen, Umweltverschmutzung.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Chrom in der Region Kanpur ein so großes Problem?
Kanpur ist ein Zentrum der Lederindustrie. Bei der Gerbung wird Chrom eingesetzt, wobei oft Kontrollinstanzen fehlen, die den sachgerechten Umgang mit den Abfällen überwachen.
Was ist der Unterschied zwischen Chrom(III) und Chrom(VI)?
Chrom(III) ist ein essentielles Spurenelement, während sechswertiges Chrom (Cr VI) hochgradig toxisch ist und schwere körperliche Leiden verursachen kann.
Wie gelangt das Chrom in das Grundwasser?
Durch unsachgemäße Entsorgung der Gerbereiabfälle versickern Chromverbindungen im Boden und gelangen so in die Sedimente und das Grundwassersystem.
Kann sich Chrom im Boden chemisch verändern?
Ja, im Boden finden Reduktionsprozesse (von Cr-VI zu Cr-III) aber auch Oxidationsprozesse statt, die die Mobilität und Giftigkeit des Metalls beeinflussen.
Welche Sanierungsmaßnahmen werden in der Arbeit vorgeschlagen?
Die Arbeit diskutiert verschiedene Sanierungsmethoden und bietet am Ende einen wirtschaftsgeographischen Lösungsansatz zur Reduzierung der Umweltbelastung an.
- Citar trabajo
- Felix Unger (Autor), 2015, Chrombelastung in Böden Nordindiens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349140