In der heutigen Zeit werden die Aufgaben, denen Unternehmen auf dem hartumkämpften Wettbewerbsmarkt ausgesetzt sind, immer komplexer und Lösungen müssen immer schneller gefunden werden. Hinzu kommt die zunehmende Homogenität der angebotenen Produkte, Dienstleistungen und Techniken im globalen Wettbewerb, die es Unternehmen immer schwieriger macht sich von der Konkurrenz abzuheben. Aufgrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks und dem daraus resultierenden Differenzierungszwang vieler Unternehmen, wird Kreativität und Innovation immer wichtiger. Hier sind neben kreativen Mitarbeitern vor allem auch kreative Führungspersönlichkeiten unerlässlich, die einen Freiraum zum Experimentieren und für kreative Denkmuster schaffen und zulassen.
Doch was bedeutet genau ‚kreatives Führen‘? Welche Anforderungen werden heutzutage an kreative Führungskräfte gestellt? Das Ziel dieser Arbeit ist es, Antworten auf diese Fragestellungen zu finden, sowie mögliche Maßnahmen zur Förderung des kreativen Führens anhand von Praxisbeispielen darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas / Problemstellung / Zielsetzung
1.2 Methodisches Vorgehen
2. Ausgewählte theoretische Aspekte hinsichtlich Kreativität in der Unternehmensführung
2.1 Definitionsversuch/ Begriffsbestimmung von Kreativität
2.2 Definition der Begrifflichkeiten „Führung“ und „Führungskraft“
2.3 Kreatives Führen
2.3.1 Rolle der Führungskraft im kreativen Management
2.3.2 Anforderung an das Verhalten einer kreative Führungspersönlichkeit
2.3.3 Kreativitätsfördernder Führungsstil
3. Vorstellung ausgewählter Unternehmen mit einem kreativen Management in der Praxis
3.1 General Electric Company
3.2 Google
4. Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Kritische Betrachtung / Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Kreativität in der modernen Unternehmensführung und analysiert, welche Anforderungen an Führungspersönlichkeiten gestellt werden, um Innovationen zu fördern. Dabei wird der Fokus auf konkrete Verhaltensweisen und Führungsstile gelegt, die in einer zunehmend komplexen Wettbewerbsumwelt notwendig sind, um Mitarbeiter zu kreativen Höchstleistungen zu bewegen.
- Grundlagen der Kreativitätsforschung in der Unternehmensführung
- Anforderungsprofile und Rollen kreativer Führungskräfte
- Kreativitätsfördernde Führungsstile im direkten Vergleich
- Praxisbeispiele für innovatives Management bei General Electric und Google
- Zukunftsperspektiven für eine offene und teamorientierte Unternehmenskultur
Auszug aus dem Buch
2.1 Definitionsversuch/ Begriffsbestimmung von Kreativität
Der Begriff Kreativität leitet sich von dem lateinischen Wort „creare“ ab und bedeutet „etwas erschaffen, erzeugen oder herstellen“. In der Literatur gibt es zahlreiche Definitionen von „Kreativität“, sodass eine einheitliche, allgemeingültige Begriffsbestimmung nicht möglich ist. Allerdings können in vielen der Definitionen Gemeinsamkeiten identifiziert werden. Häufig werden Attribute wie „neuartig“, „originell“, „spontan“ oder „ungewöhnlich“ verwendet. Darüber hinaus spielen auch oftmals Eigenschaften wie „Nützlichkeit“, „Flexibilität“ oder „Produktivität“ der kreativen Idee eine entscheidende Rolle. Eine treffende Definition liefert beispielsweise Schlicksupp, der Kreativität folgendermaßen beschreibt:
„Kreativität ist die Fähigkeit von Menschen, Kompositionen, Produkte oder Ideen gleich welcher Art hervorzubringen, die in wesentlichen Merkmalen neu sind und dem Schöpfer vorher unbekannt waren. […] Das kreative Ergebnis muss nützlich und zielgerichtet sein und darf nicht in reiner Phantasie bestehen – obwohl es nicht unbedingt sofort praktisch angewendet zu werden braucht oder perfekt und vollständig sein muss.“
Die Brockhaus Enzyklopädie definiert Kreativität als das schöpferische Vermögen im Handeln und Denken, das Neuheit und Einfallsreichtum mit Bezug zur Lösung (beispielsweise technischer, gesellschaftlicher Schwierigkeiten) verbindet. Demnach sind sich die meisten Begriffsbestimmungen einig, dass Kreativität eine Fähigkeit ist, etwas Neues oder Originelles hervorzubringen, um eine sinnvolle und nützliche Lösung zu finden. Als Synonym für Kreativität wird oftmals Einfallsreichtum, Genialität oder Originalität eingesetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Innovationsdruck auf globalen Märkten und formuliert die Zielsetzung, Anforderungen an kreative Führungskräfte zu identifizieren.
2. Ausgewählte theoretische Aspekte hinsichtlich Kreativität in der Unternehmensführung: Dieses Kapitel definiert den Kreativitätsbegriff theoretisch und erörtert die spezifischen Rollen, Anforderungen und Führungsstile, die eine kreative Führungspersönlichkeit ausmachen.
3. Vorstellung ausgewählter Unternehmen mit einem kreativen Management in der Praxis: Hier werden die Konzepte von General Electric und Google analysiert, um aufzuzeigen, wie kreative Rahmenbedingungen in der realen Unternehmenspraxis implementiert werden.
4. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung teamorientierter Kreativkulturen im Kontext technologischer Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Kreativität, Führungskraft, Innovationsmanagement, Unternehmensführung, Kreatives Führen, Kreativitätsförderung, Mitarbeiterführung, Führungsstil, General Electric, Google, Eigeninitiative, Unternehmenskultur, Problemlösung, Wettbewerbsvorteil, Innovationsdrang.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die essenzielle Rolle von Führungskräften bei der Förderung von Kreativität in Unternehmen, um in wettbewerbsintensiven Märkten langfristig bestehen zu können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition von Kreativität, das Rollenverständnis von Führungskräften im kreativen Management, sowie die Anwendung von Führungsstilen zur Steigerung der Innovationskraft.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen an kreative Führungskräfte zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Maßnahmen und Führungsstile eine kreative Unternehmenskultur effektiv fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Definitionen mit Praxisbeispielen bekannter Unternehmen verknüpft, um Handlungsfelder für Führungskräfte abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zur Kreativität und Führung sowie in eine praktische Vorstellung von Innovationsprogrammen bei General Electric und Google.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Kreativität, Innovationsmanagement, Führungsstile, Mitarbeiterführung und Wettbewerbsvorteile.
Warum wird der autoritäre Führungsstil in der Arbeit ausgeschlossen?
Der Autor argumentiert, dass autoritäre Führung die für kreative Prozesse notwendige Freiheit und Eigeninitiative der Mitarbeiter grundsätzlich ausschließt.
Welche spezifische Rolle spielt das sogenannte 20/80-Modell bei Google?
Dieses Modell erlaubt es Mitarbeitern, 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in eigene kreative Projekte zu investieren, was maßgeblich zur Entstehung innovativer Produkte wie Google-Mail beitrug.
- Arbeit zitieren
- Charlotte Kierdorf (Autor:in), 2014, Kreatives Führen. Anforderungen an Führungspersönlichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349826