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Risiko als Konzept des Haftungsrechts im BGB

Insbesondere Verschuldensmaßstäbe und Garantiehaftung

Título: Risiko als Konzept des Haftungsrechts im BGB

Trabajo Escrito , 2016 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Samuel Brehmer (Autor), Camilla Efler (Autor)

Derecho - Otros
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Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Hypothese, dass dem Konzept der zivilrechtlichen Haftung das Risiko zugrunde liegt. Risiken gehen mit gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Handeln einher und sind grundlegend mit dem Zusammenleben verbunden. Verwirklichen sich Risiken, so ist dies meist mit Einbußen und somit Schäden verbunden. Das können Schäden bei anderen oder bei sich selbst sein. Diese Folgen können strafrechtliche aber auch zivilrechtliche Konsequenzen mit sich bringen. Zivilrechtliche Konsequenzen sind insbesondere in dem Ersatz des entstandenen Schadens zu sehen. Ausgehend von dieser Basis hat die Arbeit das Ziel, das Schadensersatzrecht, insbesondere das Haftungsrecht, dahingehend zu untersuchen, ob und inwieweit das Risiko bei der Konzeption des Haftungsrechts eine Rolle gespielt hat.

Zunächst wird hierzu eine Basis durch Erklärungen der Begrifflichkeiten Risiko und Risikomanagement geschaffen. Daraufhin wird das Zivilrecht, insbesondere die Grundzüge des Haftungsrechts – mit Schwerpunkt auf dem Verschuldensprinzip – analysiert, um die aufgeworfene Hypothese zu untersuchen. Abschließend werden die Forschungsergebnisse zusammengefasst und ein persönliches Fazit gezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Hintergrund

Exkurs: Siemens-Neubürger-Urteil

2. Ziel und Aufbau der Arbeit

II. Risiko im Haftungskonzept des BGB und Garantiehaftung

1. Risiko und Risikomanagement

1.1 Das Risiko

1.1.1 Juristische Risikodefinition

1.1.2 Wirtschaftswissenschaftliche Risikodefinition

1.2 Das Risikomanagement

2. Analyse der zivilrechtlichen Risikoübernahme

2.1 Schadensersatzrecht und zivilrechtliche Haftung

2.2 Schadensübernahme im Haftungsrecht

2.3 Voraussetzungen der zivilrechtlichen Haftung

2.3.1 Das Verschuldensprinzip im Zivilrecht

Exkurs: Haftung für fremdes Verschulden

2.3.2 Eigenes Verschulden und Sorgfaltspflichten

2.3.2.1 Der Sorgfaltsmaßstab innerhalb der Fahrlässigkeit

2.3.2.2 Der Sorgfaltsmaßstab anhand der ökonomischen Analyse des Rechts

2.3.3 Normative Haftungserweiterungen und Haftungsbegrenzungen

2.3.4 Die Garantiehaftung

2.4 Ergebnis

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des Risikos im Kontext des deutschen Zivil- und Haftungsrechts. Das primäre Ziel besteht darin, zu analysieren, ob und inwieweit das Risiko bei der Konzeption des Haftungsrechts eine Rolle spielt und wie das Zivilrecht die Begründung einer Schadensübernahme regelt, wobei insbesondere die Zulässigkeit von Risiken für Schadenseintritte im Fokus steht.

  • Verhältnis von Freiheit, Sicherheit und Risiko im BGB
  • Grundlagen des juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Risikobegriffs
  • Analyse des zivilrechtlichen Schadensersatzrechts und der Haftungssystematik
  • Das Verschuldensprinzip und dessen Ausprägung durch Sorgfaltspflichten
  • Die Rolle der ökonomischen Analyse des Rechts zur Bestimmung von Sorgfaltsmaßstäben
  • Abgrenzung zwischen Verschuldens- und Garantiehaftung

Auszug aus dem Buch

2.3.2.2. Der Sorgfaltsmaßstab anhand der ökonomischen Analyse des Rechts

Bemerkenswerter Weise stammt dieser ökonomische Ansatz zur Feststellung des Sorgfaltsmaßstabes innerhalb der Fahrlässigkeit jedoch nicht von einem Ökonomen, sondern von dem amerikanischen Bundesrichter, Learned Hand.42

Sein Ansatz, den Sorgfaltsmaßstab zu definieren, ist zentraler Bestandteil der ökonomischen Analyse des Rechts, auf welchen folgend näher eingegangen werden soll. Er betont den Umstand, dass Sorgfaltsmaßstäbe einzelfallabhängig sind und somit eine allgemeine Regel zur Ermittlung nicht möglich ist. Learned Hand lässt die Ermittlung auf folgenden drei Variablen basieren: Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Risikos, die Schadenshöhe im Falle der Verwirklichung des Risikos sowie die Aufwandshöhe um dies zu vermeiden. In einer mathematischen Formel fasste er dies zusammen. Demnach ist Fahrlässigkeit gegeben, wenn der Vorsorgeaufwand zur Vermeidung des Eintrittes der Gefahr (V) kleiner als der Schaden im Falle eines Schadenseintrittes (S) multipliziert mit der Schadenswahrscheinlichkeit (q) ist. Der Sorgfaltsmaßstab im konkreten Fall ist demnach nicht erfüllt, wenn die Bedingung

V < S · q

erfüllt ist.43 Der optimale Verhütungsaufwand und somit die Erfüllung des Sorgfaltsmaßstabes ist erreicht, wenn die Maßnahmen gleich dem Schaden multipliziert mit der jeweiligen Schadenswahrscheinlichkeit (Ausmaß des Risikos) sind. Um dies zu begründen ist erneut auf die divergierende Risikodefinitionen (wirtschaftswissenschaftlich / juristisch) hinzuweisen, denn die Ökonomische Analyse sieht Risiken als positive und negative Entwicklungen und somit als Gefahren und Chancen an. Unter dieser Betrachtungsweise hat sie einen ressourcenschonenden Umgang zur Förderung des Wohlstands der Gesellschaft zum Kern.44 Der optimale Sorgfaltsmaßstab wird somit aus Sicht eines rational handelnden homo oeconomicus betrachtet und dem jeweiligen Verkehrskreis betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Konflikt zwischen Sicherheitsbedürfnis und notwendiger Freiheit sowie die wachsende Bedeutung des Risikomanagements im Unternehmensumfeld.

II. Risiko im Haftungskonzept des BGB und Garantiehaftung: Dieses Kapitel erörtert die Definitionen von Risiko und Risikomanagement sowie die rechtliche Systematik der Schadensübernahme und Haftungsbegründung im Zivilrecht.

III. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass das aktuelle Haftungskonzept des BGB eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu wahren versucht, jedoch bei einer komplexen Einzelfallbetrachtung an seine Grenzen stößt.

Schlüsselwörter

Risiko, Haftungsrecht, BGB, Schadensersatzrecht, Verschuldensprinzip, Sorgfaltspflichten, Fahrlässigkeit, Garantiehaftung, Risikomanagement, ökonomische Analyse des Rechts, Privatautonomie, Schadensübernahme, Rechtsgüter, Verkehrssicherungspflicht, Risikoübernahme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept des Risikos als Grundlage des Haftungsrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die juristische und wirtschaftswissenschaftliche Risikodefinition, die zivilrechtliche Haftungssystematik, das Verschuldensprinzip sowie die ökonomische Betrachtung von Sorgfaltsmaßstäben.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie das Zivilrecht die Begründung einer Schadensübernahme regelt und ob bzw. inwieweit Risiken für Schadenseintritte rechtlich erlaubt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine rechtswissenschaftliche Analyse, ergänzt durch Ansätze der ökonomischen Analyse des Rechts zur Bewertung von Sorgfaltsanforderungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Risiko und Risikomanagement, der Analyse des Schadensersatzrechts, den Voraussetzungen der Haftung (insb. Verschulden und Sorgfalt) sowie der Abgrenzung von Garantiehaftung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Risiko, Haftung, Verschulden, Sorgfaltsmaßstab, ökonomische Analyse des Rechts und Schadensübernahme.

Was besagt die Learned-Hand-Formel?

Sie beschreibt ökonomisch, dass Fahrlässigkeit vorliegt, wenn der Aufwand zur Schadensvermeidung kleiner ist als das Produkt aus Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Welche Bedeutung haben "erlaubte Risiken"?

Sie dienen als zivilrechtliches Korrektiv, um menschliches Zusammenleben und wirtschaftliche Tätigkeit zu ermöglichen, indem sie eine Grenze für die Haftung ziehen.

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Detalles

Título
Risiko als Konzept des Haftungsrechts im BGB
Subtítulo
Insbesondere Verschuldensmaßstäbe und Garantiehaftung
Universidad
University of Applied Sciences Constanze
Curso
Risk Managment
Calificación
1,3
Autores
Samuel Brehmer (Autor), Camilla Efler (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
20
No. de catálogo
V349906
ISBN (Ebook)
9783668369412
ISBN (Libro)
9783668369429
Idioma
Alemán
Etiqueta
Risiko Haftungsrecht BGB Verschuldensmaßstäbe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Samuel Brehmer (Autor), Camilla Efler (Autor), 2016, Risiko als Konzept des Haftungsrechts im BGB, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349906
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