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Preisentstehung bei Fertigarzneimitteln in Deutschland

Titel: Preisentstehung bei Fertigarzneimitteln in Deutschland

Hausarbeit , 2005 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Heiko Mußmann (Autor:in)

VWL - Gesundheitsökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Gesundheit überwiegt alle äußeren Güter so sehr, dass wahrscheinlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein kranker König.“ Arthur Schopenhauer Wie dieser Ausspruch Schopenhauers zeigt, wird der Wert der Gesundheit als übermäßig hoch, ja sogar unbezahlbar angesehen. Aus dieser Situation heraus werden bei der Beibehaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit oft die Kosten nicht mit berücksichtigt. Gesundheitspolitische Entscheidungen werden in erster Linie nicht aus dem Gesichtspunkt der Effizienz, also der Effektivität in Relation zu den entstandenen Kosten, sondern hauptsächlich unter Berücksichtigung der Effektivität betrachtet. Doch die Frage, wie viel ein Gesundheitssystem, das u.a. durch begrenzte Ressourcen gekennzeichnet ist, kosten darf, bleibt bestehen.

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Preisbildungsvorgänge, von der Entwicklung im Pharmakonzern bis hin zu der Wahrnehmung des Patienten, abzubilden. Dabei wird im Besonderen auf die Ziele, Interessen und Probleme der einzelnen Akteure eingegangen. Der erste Teil befasst sich mit der Preisstrategiefindung im pharmazeutischen Unternehmen. Mit der Preisfestlegung und -einführung bei pharmazeutischen Produkten beschäftigt sich der zweite Teil. Nachfolgend wird der Einfluss des Staates auf die Preise von Arzneimitteln und die Wahrnehmung des Patienten dargestellt. Den Abschluss dieser Arbeit bildet ein Fazit, in dem noch einmal die wichtigsten Punkte der Arbeit zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Preisstrategiefindung im pharmazeutischen Unternehmen

2.1 Einflussfaktoren auf den Preis

2.2 Der Preis im Marketingmix

2.3 Findung der optimalen Preisstrategie

2.3.1 Einflussfaktoren auf die Preisstrategie

2.3.2 Penetrationsstrategie

2.3.3 Abschöpfungsstrategie

2.3.4 Dynamische Verknüpfung der Strategien

3. Preisfestlegung und -einführung in der pharmazeutischen Industrie

3.1 Optimale Preisfindung für pharmazeutische Produkte

3.1.1 Expertenbefragung

3.1.2 Conjoint-Analyse

3.2 Der europäische Preiskorridor

3.3 Gesundheitsökonomische Preisbeeinflussung

4. Preisbeeinflussung durch den Staat

4.1 Gesundheitspolitische Ziele des Staates

4.2 Methoden zur Umsetzung der Ziele

4.2.1 Preisfreiheit bei therapeutischen Verbesserungen

4.2.2 Zwangsrabatte für patentgeschützte Fertigarzneimittel

4.2.3 Festlegung von Festbetragsgruppen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss

4.3 Preisvorgaben für die Großhändler und Apotheken

4.4 Zuzahlungsregelungen für Patienten

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Preisbildungsvorgänge bei Fertigarzneimitteln in Deutschland, ausgehend von der strategischen Preisgestaltung in Pharmaunternehmen bis hin zur staatlichen Preisregulierung und Patientenwahrnehmung, mit dem Ziel, den Zielkonflikt zwischen kurzfristiger Kostensenkung und notwendiger langfristiger Innovationsförderung zu analysieren.

  • Preisstrategiefindung und Marktsegmentierung in der Pharmaindustrie
  • Methoden zur Bestimmung optimaler Einstiegspreise (Expertenbefragung, Conjoint-Analyse)
  • Staatliche Einflussnahme durch Festbetragsgruppen und Zwangsrabatte
  • Regulierung der Vertriebskanäle (Großhandel und Apotheken) sowie Zuzahlungsregelungen

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Penetrationsstrategie

Unter Penetrationsstrategie versteht man einen Markteintritt mit verhältnismäßig niedrigem Preis. Der Penetrationspreis liegt oft unter den tatsächlichen Kosten für die Herstellung und den Vertrieb des Produkts und rentiert sich somit häufig nur langfristig und unter Berücksichtigung der Lern- oder Erfahrungskurveneffekte. Ziel dieser Strategie ist es, möglichst schnell den Absatz zu erhöhen oder Marktanteile zu gewinnen.

Sinnvoll wird die Strategie wenn folgende Bedingungen gegeben sind:

1. Die Preiselastizität des Marktes muss hoch sein, so dass ein niedriger Preis das Wachstum stimuliert.

2. Die Produktions- und Distributionskosten müssen durch Lern- bzw. Erfahrungskurveneffekt sinken.

3. Der niedrige Preis sollte weitere Konkurrenz abschrecken und somit vom Markt fern halten.

Die hohen Verkäufe führen zu einer Ausnutzung der Economies of Scale. Außerdem führt der Wissensvorsprung, den man durch die Lern- und Erfahrungskurveneffekte hat, zu einem schwer aufzuholenden Kostenvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Zielkonflikt zwischen der notwendigen staatlichen Kostendämpfung im Gesundheitssystem und der Notwendigkeit, pharmazeutische Innovationen durch entsprechende Preise zu fördern.

2. Preisstrategiefindung im pharmazeutischen Unternehmen: Das Kapitel analysiert, wie Pharmaunternehmen durch interne und externe Faktoren, wie Wettbewerb und Konsumentenrente, ihre Preisstrategien festlegen.

3. Preisfestlegung und -einführung in der pharmazeutischen Industrie: Hier werden Methoden wie die Conjoint-Analyse sowie die Strategie des europäischen Preiskorridors zur Bestimmung und Abstimmung optimaler Marktpreise dargestellt.

4. Preisbeeinflussung durch den Staat: Dieses Kapitel erörtert staatliche Regulierungsmaßnahmen wie Zwangsrabatte, Festbetragsgruppen sowie Preisvorgaben für den Großhandel und Apotheken.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein Mittelweg zwischen der Förderung medizinischer Innovationen und der notwendigen Kostenbegrenzung gefunden wurde, wobei die Einordnung von Schrittinnovationen weiterhin kritisch diskutiert wird.

Schlüsselwörter

Pharmazeutische Industrie, Fertigarzneimittel, Preisstrategie, Penetrationsstrategie, Abschöpfungsstrategie, Conjoint-Analyse, Gesundheitsökonomie, Festbetragsgruppen, Zwangsrabatte, Arzneimittelpreisverordnung, Innovationsförderung, Kostendämpfung, Gemeinsamer Bundesausschuss, Markteintritt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Prozesse der Preisentstehung für Fertigarzneimittel in Deutschland, wobei insbesondere das Zusammenspiel zwischen unternehmerischen Preisstrategien und staatlichen Regulierungsmechanismen betrachtet wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Preisstrategiefindung von Unternehmen, der staatlichen Preiskontrolle im Gesundheitswesen, der Rolle von Apotheken und Großhandel sowie der finanziellen Belastung durch Patientenzuzahlungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, die Preisbildungskette nachzuvollziehen und den Zielkonflikt zu beleuchten, wie einerseits Innovationen finanziert und andererseits die Kosten für die gesetzlichen Krankenkassen begrenzt werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die betriebswirtschaftliche Preistheorien mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitswesens verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die strategischen Überlegungen der Pharmaunternehmen, die methodische Preisfindung, den europäischen Preiskorridor und die detaillierte Analyse staatlicher Interventionen im deutschen Arzneimittelmarkt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Preisstrategie, Arzneimittelpreisverordnung, Festbetragsgruppen, Innovationsförderung und Gesundheitsökonomie geprägt.

Wie unterscheidet sich die Penetrations- von der Abschöpfungsstrategie laut dieser Arbeit?

Die Penetrationsstrategie setzt auf niedrige Preise zur schnellen Marktanteilsgewinnung, während die Abschöpfungsstrategie hohe initiale Preise nutzt, um Gewinne vor dem Markteintritt von Konkurrenten zu maximieren.

Welche Rolle spielt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) für die Preisgestaltung?

Der G-BA ist maßgeblich an der Festlegung von Festbetragsgruppen beteiligt, die als Erstattungshöchstgrenze der Krankenkassen dienen und somit einen indirekten, aber wirksamen Druck auf die Preisgestaltung der Hersteller ausüben.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Preisentstehung bei Fertigarzneimitteln in Deutschland
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
2,0
Autor
Heiko Mußmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V34998
ISBN (eBook)
9783638350587
ISBN (Buch)
9783638652865
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Preisentstehung Fertigarzneimitteln Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heiko Mußmann (Autor:in), 2005, Preisentstehung bei Fertigarzneimitteln in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34998
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Leseprobe aus  27  Seiten
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