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Unterrichtsbeobachtung.Teilnehmende Beobachtung

Title: Unterrichtsbeobachtung.Teilnehmende Beobachtung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 10 Pages , Grade: 2

Autor:in: Stephan Hoppe (Author), Benjamin Gerlach (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Durch eine allgemeine einführende Beobachtung soll der Blick für die wesentlichen Probleme im Alltagsbetrieb der Schule geschärft werden. Dadurch sollen Fragestellungen aufgeworfen werden, die sich an Beobachtungsschwerpunkten niederschlagen sollen. Dabei sind die im folgenden Unterkapitel aufgeführten Schwerpunkte als Beispiele beziehungsweise als Anhaltspunkte zu verstehen. Es gilt immer, dass die Setzung der Beobachtungsschwerpunkte frei wählbar und den entsprechenden Umständen anzupassen ist. - Wie werden unterschiedliche Lerngruppen wahrgenommen? Wie werden sie durch den Lehrer angesprochen und integriert?
- Disziplinprobleme und Störungen im Unterricht. Wie und warum stören Schüler den Unterricht und wie reagieren die Lehrpersonen? Hierbei können Motive oder Auslöser dieses Verhaltens analysiert werden. - Geschlechtsproblematiken. Wie unterschiedlich verhalten sich beispielsweise Jungen und Mädchen in den verschiedenen Fächer in verschieden Altersstufen?
Daraus resultieren dann weitere Schritte zur Gestaltung des Unterrichts. Müssen eventuell Mädchen und Jungen unter bestimmten Vorraussetzungen getrennt werden um einen erfolgreiche Lernsituation schafften zu können. - Veränderte Verhaltensweisen, die eine Herausforderung für die Lehrperson darstellen. Hierbei geht es um unnormale Verhaltensweisen wie Aggressionen oder Angstzustände. Wiederum resultiert hieraus die Frage nach den Auslösern, was dies bewirken könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Schwerpunkte

2. Formen der Unterrichtsbeobachtung

2.1 Verbalsysteme

2.1.1 Verlaufsprotokoll

2.1.2 Übersichtsprotokoll (Zeitleiste)

2.1.3 Wortprotokoll

2.1.4 Episode

2.2 Zeichensysteme

2.3 Erfassung des Unterrichtsgeschehens durch Kategoriensysteme

2.4 Grenzen der gezielten Unterrichtsbeobachtung

3. Teilnehmende Beobachtung in der pädagogischen Ethnographie

3.1 Teilnehmende Beobachtung

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über verschiedene Methoden der Unterrichtsbeobachtung zu geben und deren Eignung zur Analyse des Schulalltags zu diskutieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie Beobachter durch gezielte Methodik ein tieferes Verständnis für Unterrichtsprozesse und schülerseitige Verhaltensweisen entwickeln können.

  • Methoden der Unterrichtsbeobachtung (Verbalsysteme vs. Zeichensysteme)
  • Grenzen standardisierter Beobachtungsverfahren
  • Teilnehmende Beobachtung als ethnographischer Zugang
  • Einfluss der Beobachterrolle auf die Ergebnisqualität
  • Integration von Alltagspraxis und Pausengeschehen in die Analyse

Auszug aus dem Buch

3.1 Teilnehmende Beobachtung

Der teilnehmende Beobachter besucht einen Lebensraum, der zum Besuchszeitpunkt nicht sein eigener ist. Zu dieser Methode kommen zusätzlich Gespräche im Feld, Interviews, Recherchen und kulturelle Dokumentationen. Laut ZINNECKER haben sich neuerdings noch andere Kontexte der teilnehmenden Beobachtung erschlossen. Man beschreibt nun die eigenen Kulturen, was im Vergleich mit der Erforschung fremder Kulturen schwieriger ist. Es ist fast unmöglich, den eigenen Bezug zur eigenen Kultur aus der Forschungsarbeit zu verbannen. Vorerfahrungen und Vorurteile werden meistens, wenn auch nur in geringem Maße, einen Beitrag leisten. Der Ethnographische Forscher muss also versuchen, die eigene Kultur als etwas Fremdes zu betrachten.

Weiterhin meint ZINNECKER, dass besonders in der Schule, durch die Nähe zum Feld, die teilnehmende Beobachtung zu einer beteiligten Beobachtung gesteigert würde und beschreibt den Verbund zwischen der Ethnographie und der pädagogischen Aktionsforschung. So gehört es zweifellos zu den Aufgaben der teilnehmenden Beobachtung Alltagstaktiken von Schülern im Unterricht zu erarbeiten. Beispielsweise wurden in einem Projekt „... Lehrer und Schüler dann angeregt [...], sich selbst als Co- Ethnographen zu betätigen. Die Lehrergruppe führte [...] länger als ein Schuljahr individuelle Lehrertagebücher. Einzelne Schüler kommentierten ihre Tagebücher und gaben sie zur Veröffentlichung als biographische Dokumente von Hauptschülern frei. Ferner verschriftlichten die Schüler ihre Schülererfahrungen in ethnographischen Aufsätzen zu Themen wie „Die letzten fünf Minuten einer Schulstunde“ oder „Was wir Schüler in den Pausen auf dem Schulhof und in der Schule machen (auch was die Lehrer eigentlich nicht wissen dürfen)“...“ (ZINNECKER 3/2000, S. 386).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit ein, den Schulalltag durch gezielte Beobachtungsschwerpunkte analytisch zu durchdringen.

2. Formen der Unterrichtsbeobachtung: Hier werden verschiedene Protokollmethoden und quantifizierbare Zeichensysteme vorgestellt sowie deren methodische Grenzen aufgezeigt.

3. Teilnehmende Beobachtung in der pädagogischen Ethnographie: Das Kapitel erläutert den ethnographischen Ansatz, der durch längere Integration in das Feld tiefere Einblicke in Schülerwelten ermöglicht.

4. Fazit: Die Autoren resümieren, dass die Rolle und das Alter des Beobachters entscheidende Faktoren für die Authentizität der erhobenen Daten sind.

Schlüsselwörter

Unterrichtsbeobachtung, Ethnographie, Teilnehmende Beobachtung, Schulpädagogik, Verlaufsprotokoll, Kategoriensysteme, Sozialforschung, Alltagspraxis, Lehrer-Schüler-Interaktion, Beobachterrolle, Schulalltag, qualitative Methode

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Unterrichtsbeobachtung in der Schulpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen verschiedenen Beobachtungsformen, der Einsatz von Kategoriensystemen und die Bedeutung der pädagogischen Ethnographie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Methoden der Beobachtung genutzt werden können, um ein ganzheitliches Verständnis von Unterrichtsprozessen und Schülerverhalten zu erlangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine methodologische Literaturanalyse, ergänzt durch die Reflexion von Erfahrungen aus der ethnographischen Schulpraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Verbalsystemen, Zeichensystemen sowie einer vertieften Diskussion zur teilnehmenden Beobachtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unterrichtsbeobachtung, pädagogische Ethnographie, Beobachterrolle und qualitative Sozialforschung.

Warum spielt das Alter des Beobachters laut den Autoren eine Rolle?

Die Autoren argumentieren, dass jüngere Beobachter vom Umfeld eher als „ältere Schüler“ und weniger autoritär wahrgenommen werden, was die Offenheit der Schüler erhöht.

Warum ist die teilnehmende Beobachtung über den Unterricht hinaus wichtig?

Da in den Pausen der „background“ der Schüler und informelle Regeln sichtbar werden, die einen direkten Einfluss auf das Unterrichtsgeschehen ausüben, ist eine Ausweitung der Beobachtung auf den Pausenhof entscheidend.

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Details

Title
Unterrichtsbeobachtung.Teilnehmende Beobachtung
College
University of Marburg  (Institut für Schulpädagogik)
Course
Pädagogische Ethnographie
Grade
2
Authors
Stephan Hoppe (Author), Benjamin Gerlach (Author)
Publication Year
2005
Pages
10
Catalog Number
V35025
ISBN (eBook)
9783638350778
ISBN (Book)
9783656899686
Language
German
Tags
Unterrichtsbeobachtung Teilnehmende Beobachtung Pädagogische Ethnographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Hoppe (Author), Benjamin Gerlach (Author), 2005, Unterrichtsbeobachtung.Teilnehmende Beobachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35025
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