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Eliten in der DDR

Titel: Eliten in der DDR

Referat (Ausarbeitung) , 2005 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Sander (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 1945, mit dem entstehen der sowjetischen Besatzungszone, fand ein radikaler Elitenwechsel statt, welcher sich in der Deutschen Demokratischen Republik fortsetzte. Angefangen mit den Funktionseliten bis hin zu der Machtelite wurden im Sinne der Entnazifizierung die Eliten größtenteils ausgetauscht. In welchen Schritten und mit welchen Maßnahmen dieser Wandel stattfand soll im folgenden Text erörtert werden. Am Beispiel der „Neulehrer“ soll gezeigt werden wie die Funktionselite neustrukturiert wurde. Anschließend soll der Elitenumbruch auf kommunaler Ebene durchleuchtete werden um dann einen Abriss der Machtelite, mit ihren neuen Strukturen, vorzustellen. Mit dem Zusammenbruch der DDR 1989 änderte sich auch das Bild der Eliten in den neuen Bundesländern – in welcher Form diese erneute Elitenumwandlung stattfand soll am Ende des Aufsatzes dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionseliten in der DDR

3. Eliten auf Kommunaler Ebene (Subelite der DDR)

4. Die Machtelite in der DDR

5. Elitenwandel in den neuen Bundesländern:

6. Fazit/Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den radikalen Elitenwechsel in der sowjetischen Besatzungszone sowie der späteren DDR und analysiert, wie sich diese Strukturen nach der Wiedervereinigung erneut wandelten. Ziel ist es, die Mechanismen der Elitenrekrutierung und -umwandlung über verschiedene Epochen hinweg aufzuzeigen und den Einfluss des sogenannten "Westimports" auf die heutige Elitenstruktur in den neuen Bundesländern zu verdeutlichen.

  • Die Neugestaltung der Funktionseliten am Beispiel der "Neulehrer".
  • Strukturen und Rekrutierungsmethoden der Machtelite in der DDR.
  • Die Bedeutung der Kaderpolitik für die kommunale Subelite.
  • Der institutionelle Elitenwandel nach 1989/90 und das Phänomen der "Westimporte".

Auszug aus dem Buch

Die Machtelite in der DDR:

Für die Machtelite der DDR lässt sich feststellen, dass eine neue politische Führungsschicht nachrückte. Diese stand jedoch schon zu Begin unter der Führung kommunistischer Altfunktionäre. Beispielhaft dafür ist die „Gruppe Ulbricht“ welche maßgeblich am Aufbau einer neuen Machtelite beteiligt war.

Die neue Monopolelite in der DDR wurde in mehreren Schritten zentralisiert - beginnend mit Gründung der SED, die bis zu ihrem Ende von einer nur sehr kleinen Parteielite geführt wurde, bis zu ihrer führenden Rolle, ihrem Führungsanspruch auf allen Gebieten, außer der Kirche. Durch das von der SED eingeführte und gelenkte Blocksystem erstreckte sich ihre Macht über alle Parteien und Massenorganisationen. Unterstützt und gefestigt wurde die Stellung der SED mit dem Aufbau des Unterdrückungsapperates, dem Ministerium für Staatsicherheit. Der Teil, der als politische Elite, und damit als Machtelite, in der DDR bezeichnet werden kann, gehörten circa 520 Personen an die in etwa 660 Positionen besetzten.

Der Führungskern der politischen Elite bestand im Jahr 1989 aus 40 Personen die 64 Ämter begleiteten. Diese Ämterhäufung und Machtkonzentration war nur einer kleinen Gruppe zugestanden, welche nahezu sämtliche Bereiche des Lebens steuerten. Weiterhin kennzeichnete die Machtelite ihre langen Amtszeiten einhergehend mit eine drastischen Überalterung. Anno 1989 betrug das Durchschnittsalter der Mitglieder des Politbüros 66 Jahre und sie gehörten im Schnitt schon knapp 20 Jahre des Führungsspitze an. Es lässt sich also gleichzeitig eine fehlende Elitenrotation feststellen. Die Machtelite legalisierte sich durch die marxistisch-leninistische Auffassung der Parteieinführung als Avantgarde des Volkes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den Elitenwandel von 1945 bis nach 1989 und definiert den Fokus auf Funktionseliten, Subeliten und die Machtelite.

2. Funktionseliten in der DDR: Das Kapitel beschreibt den strukturellen Umbau des öffentlichen Dienstes und des Schulwesens unter dem Aspekt der Entnazifizierung und Ideologisierung.

3. Eliten auf Kommunaler Ebene (Subelite der DDR): Hier wird die Kaderpolitik analysiert, die darauf abzielte, eine loyalistische und fachlich qualifizierte sozialistische Elite auf lokaler Ebene zu etablieren.

4. Die Machtelite in der DDR: Dieser Abschnitt analysiert die zentralisierte Machtstruktur der SED, die Ämterhäufung im Führungskern und die Mechanismen der politischen Elitenauslese.

5. Elitenwandel in den neuen Bundesländern:: Der Text thematisiert den radikalen Austausch der Führungskräfte nach 1989 durch westdeutsche Eliten und die resultierende Transformation der Gesellschaft.

6. Fazit/Bilanz: Diese Zusammenfassung stellt fest, dass die Elitenstruktur der DDR zweimal radikal transformiert wurde und sich heute weitestgehend an westdeutschen Maßstäben orientiert.

Schlüsselwörter

Elitenwandel, DDR, SED, Kaderpolitik, Neulehrer, Entnazifizierung, Machtelite, Westimport, Systemwechsel, Subelite, politische Führungsschicht, Personalentscheidungen, Sozialstruktur, Transformation, Monopolelite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse des Elitenwechsels in der ehemaligen DDR, beginnend mit der sowjetischen Besatzungszone nach 1945 bis hin zur Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Rekrutierung von Funktions- und Machteliten, die Rolle der SED-Kaderpolitik, das Bildungssystem als Instrument der Elitenformung sowie der massive Elitenaustausch nach 1989.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, durch die das politische System der DDR seine Führungseliten schuf und wie diese durch die Wiedervereinigung durch ein pluralistisches, westlich geprägtes System ersetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen deskriptiven und analytischen Ansatz, der auf soziologischen Fachpublikationen und historischen Quellen basiert, um die Elitenstrukturen und deren Wandlungsprozesse historisch zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Funktionseliten (am Beispiel der Neulehrer), der kommunalen Subeliten, der zentralen Machtelite der SED und schließlich der Transformation zur pluralistischen Elite nach dem Zusammenbruch der DDR.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Elitenwandel, Kaderpolitik, SED, Machtelite, Westimport und Systemtransformation.

Wie unterschied sich die Machtelite der DDR von der Situation nach 1989?

In der DDR war die Elite eine durch die SED kontrollierte Monopolelite mit starker ideologischer Bindung; nach 1989 erfolgte eine Transformation durch "Westimporte", die radikaler verlief als der Austausch nach 1945.

Warum spricht der Autor von "Westimporten" bei den neuen Bundesländern?

Der Begriff beschreibt den Umstand, dass nach dem Zusammenbruch der DDR aufgrund fehlender eigener Gegeneliten viele Führungspositionen durch Personal aus den alten Bundesländern besetzt wurden.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eliten in der DDR
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Proseminar: Sozialstruktur Deutschlands
Note
1,3
Autor
Alexander Sander (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
12
Katalognummer
V35080
ISBN (eBook)
9783638351157
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eliten Proseminar Sozialstruktur Deutschlands
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Sander (Autor:in), 2005, Eliten in der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35080
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Leseprobe aus  12  Seiten
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