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Gewalt gegen Pflegebedürftige in Einrichtungen der stationären Altenhilfe

Titel: Gewalt gegen Pflegebedürftige in Einrichtungen der stationären Altenhilfe

Hausarbeit , 2016 , 38 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Heike Hirschmann (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Gewalt in der Pflege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Von Patiententötungen wird in den öffentlichen Medien spektakulär berichtet. Die aufkommenden Fragen nach Symptomen oder Vorsorge sind etabliert. Warum wird ein Hilfloser getötet? Oft sind es schwerkranke multimorbide oder alte gebrechliche Menschen, deren Ableben erstmal keine Fragen hinterlässt. Damit sehen die Täter ihre Handlung als moralisch gerechtfertigt. Die oft engagierten Mitarbeiter zeigen erstmal keine Verhaltensauffälligkeiten.

In einer anonymen Studie wird hinterfragt, ob die Gewalt in Einrichtungen der stationären Altenhilfe ein Thema ist.

Wie erkennt man Gewalt und wie kann Prävention Gewalt verhindern? Und sind die zu Pflegenden in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor Gewalt geschützt?
Kann Pflege die gesellschaftlichen Veränderungen allein erarbeiten oder muss die Pflege auch geschützt werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Gewalt in Pflegeeinrichtungen der stationären Altenhilfe

1.1 Definition Gewalt

1.2 Historie der Gewalt der Pflegeeinrichtung

2 Gewalt am Bewohner

2.1 Symptome der Gewalt

2.2 Arten der Gewalt

2.2.1 Strukturelle Gewalt

2.2.2 Personelle Gewalt

2.2.3 Sprachliche Gewalt

2.3 Auswirkung der Gewalt

2.4 Misshandlung

2.5 Ursachen der Gewalt

3.Methodik

3.1 Untersuchungsplanung

3.2 Ethische Bedenken

3.3 Literaturrecherche

3.4 Wahl der Untersuchungsart

3.5 Online-Befragung

3.6 Auswertung der Daten

4 Indikatoren gewaltfreier Pflege

4.1 Outcome der Bewohner in einer Pflegeeinrichtung

4.2 Compliance der Mitarbeiter

4.3 Veränderung des Pflegeprozesses

5 Gewalt gegen Pflege

6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen von Gewalt gegen Pflegebedürftige in stationären Altenhilfeeinrichtungen, analysiert Erscheinungsformen, Ursachen und Auswirkungen, sowie Indikatoren für gewaltfreie Pflege und Strategien zur Prävention.

  • Definitionen und Formen von Gewalt (strukturell, personell, sprachlich)
  • Psychosoziale Auswirkungen auf Pflegebedürftige
  • Methodische Erfassung von Gewalt in der Pflege mittels Online-Befragung
  • Bedeutung von Arbeitsverdichtung und Fachkräftemangel als Gewaltursachen
  • Präventionsansätze und Notwendigkeit einer gelebten Fehlerkultur

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition Gewalt

Laut Vossenkuhl (1992) ist Gewalt ein Handeln, das menschliches Leben unmittelbar verletzt, bedroht oder mittelbar gefährdet. Verschiedene Gewaltmittel werden zur Durchsetzung bestimmter Zwecke angewandt und in vorsätzlicher Weise eingesetzt. Dabei werden physischer und psychischer Druck ausgeübt. Der Autor spricht aber auch von positiv besetzter Gewalt, wie in Zusammenhängen politischer Zugeständnisse. Gewalt wird häufig als Methode der Stabilisierung des gesellschaftlichen Friedens und zur Durchsetzung der formellen Regeln und Normen gewählt. Damit ist die Gewalt als Aspekt der Funktion des Rechts zu sehen.

Ruthemann (1993) definiert negative Gewalt ähnlich wie Vossenkuhl. Ein Mensch wird dann zum Opfer, wenn er vorübergehend oder dauernd gehindert wird, seinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zu leben. Gewalt ist weiterführend gleich zu setzen mit angedrohter oder durchgeführter physischer Aggression.

Aggression wird von Klessmann (1994) als Energie bewertet, die sich in verschiedenen Formen äußert, als Kraft- oder Bewegungsenergie, aber auch als Wut, Zorn oder physische Gewalt. Sie kann sowohl zerstörend als auch schöpferisch sein. Aggression kann aber auch Überleben sichern und ist in jedem Menschen vorhanden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gewalt als einen absichtlichen Gebrauch „ von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichen Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzung, Tod und psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt“.

Man will den eigenen Willen einem anderen Menschen aufzwingen. Gewaltausübung ist auch ein Status der Macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gewalt in Pflegeeinrichtungen der stationären Altenhilfe: Definitorische Einordnung des Gewaltbegriffs sowie eine historische Betrachtung des Themas in der Pflege.

2 Gewalt am Bewohner: Detaillierte Beschreibung verschiedener Gewaltarten wie strukturelle, personelle und sprachliche Gewalt sowie deren Ursachen und Auswirkungen.

3.Methodik: Darstellung der Vorgehensweise bei der Untersuchung, einschließlich Untersuchungsplanung, ethischer Überlegungen, Literaturrecherche und Durchführung einer Online-Befragung.

4 Indikatoren gewaltfreier Pflege: Analyse von Qualitätsmerkmalen wie Bewohner-Outcome, Mitarbeiter-Compliance und Ansätze zur Veränderung von Pflegeprozessen.

5 Gewalt gegen Pflege: Untersuchung von Gewalt, die sich gegen die Pflegekräfte selbst richtet, sowie deren berufliche Folgen.

6 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für strukturelle Lösungsansätze zur Gewaltprävention.

Schlüsselwörter

Gewalt, stationäre Altenhilfe, Misshandlung, Pflege, Aggression, Prävention, strukturelle Gewalt, personelle Gewalt, Arbeitsverdichtung, Bewohner, Pflegefachkräfte, Fehlerkultur, Ethik, Deeskalation, Autonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das komplexe Thema der Gewalt gegen Pflegebedürftige in stationären Altenpflegeeinrichtungen, beleuchtet Ursachen und Formen dieser Gewalt und sucht nach Präventionsmöglichkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition verschiedener Gewaltformen, die psychischen und physischen Folgen für Bewohner, der Einfluss von Arbeitsbedingungen auf das Pflegepersonal sowie Strategien zur Gewaltprävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf das Tabuthema Gewalt in der Pflege aufmerksam zu machen, ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zu entwickeln und Ansätze für eine gewaltfreie Pflegekultur aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche und einer anonymen Online-Befragung von Personen, die im Pflegekontext tätig sind, um Daten zu Stressfaktoren und Gewalterfahrungen zu erheben.

Was steht im Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen, Arten, Ursachen von Gewalt) und die methodische Analyse der durchgeführten Online-Umfrage, um konkrete Handlungsfelder für Pflegeeinrichtungen zu identifizieren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Typische Begriffe sind Gewalt, stationäre Altenhilfe, Misshandlung, Pflege, Prävention, Arbeitsverdichtung und Fehlerkultur.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Formen von Gewalt?

Es wird explizit zwischen struktureller Gewalt (unabhängig von Personen, z.B. Personalmangel), personeller Gewalt (direkte Schädigung durch Handeln) und sprachlicher Gewalt unterschieden.

Welche Bedeutung kommt der "strukturellen Gewalt" in dieser Studie zu?

Strukturelle Gewalt wird als besonders weitreichend identifiziert, da sie unabhängig von Individuen durch mangelhafte Rahmenbedingungen, wie zu geringe Personalschlüssel oder Zeitdruck, entsteht und den Handlungsspielraum der Pflegekräfte massiv einschränkt.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt gegen Pflegebedürftige in Einrichtungen der stationären Altenhilfe
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
3,0
Autor
Heike Hirschmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
38
Katalognummer
V350919
ISBN (eBook)
9783668375758
ISBN (Buch)
9783668375765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Pflege Misshandlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heike Hirschmann (Autor:in), 2016, Gewalt gegen Pflegebedürftige in Einrichtungen der stationären Altenhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350919
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Leseprobe aus  38  Seiten
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