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Risiken und Chancen der Mindestlohneinführung

Am Beispiel ostdeutscher Kleinbäckereien

Titel: Risiken und Chancen der Mindestlohneinführung

Bachelorarbeit , 2015 , 66 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Matthes Hübner (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit den Grundlagen und Auswirkungen der Einführung des Mindestlohnes, global und im speziellen auf dem deutschen Markt. Es wird ein umfassender Einblick in die mikro- und makrospezifischen Einflüsse gegeben.

Besonders seit 1990 mussten viele Kleinbäckereien, obwohl der Backwarenverbrauch der deutschen Bevölkerung vergleichsweise konstant geblieben ist, ihren Betrieb aufgeben oder mit großen Ketten fusionieren. Es findet ein starker Konzentrationsprozess innerhalb des Bäckereigewerbes statt, bedingt durch die Globalisierung und den steigenden Kostendruck aufgrund alternativer Backwarenverkäufer. Heute besitzt nahezu jeder Lebensmittelmarkt wie REWE oder EDEKA eine eigene Backstation und bietet Backwaren zu einem Bruchteil des Preises traditioneller Bäckereien an. 2014 wurden 70% der Backwaren bei einer dieser relativ neuen Verkaufsstellen erworben. Viele Bäckereibetriebe haben dieser Entwicklung nichts entgegenzusetzen und kapitulieren, da der Gewinn, wenn überhaupt noch vorhanden, häufig in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand steht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen des Mindestlohns

2.1 Das neoklassische Arbeitsmarktmodell

2.2 Die keynesiansische Theorie

2.3 Das Monopsonmodell

2.4 Kritische Betrachtung

3 Argumente für und gegen den Mindestlohn

3.1 Positive Auswirkungen

3.1.1 Verhindern von Lohnarmut

3.1.2 Erhöhung der Binnenwirtschaft und der Staatsgelder

3.2 Negative Auswirkungen

3.2.1 Vernichtung von Arbeitsplätzen

3.2.2 Erhöhung von Markteintrittsbarrieren

3.2.3 Mindestlöhne erhöhen Schattenwirtschaft

4 Mindestlöhne im internationalen Vergleich

4.1 Großbritannien

4.2 Frankreich

4.3 Anwendbarkeit internationaler Beispiele

5 Aktuelle Situation in Deutschland

5.1 Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (MiLog)

5.2 Niedriglohnstruktur

5.3 Differenzierung zwischen Ost- und Westdeutschland

5.4 Betroffene des Mindestlohns

6 Mögliche Folgen am Beispiel ostdeutscher Kleinbäckereien

6.1 Ist Situation

6.1.1 Darstellung der Geschäftsstruktur

6.1.2 Darstellung der Lohnstruktur

6.2 Risiken der Mindestlohneinführung

6.3 Chancen der Mindestlohneinführung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, welche Auswirkungen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro auf den deutschen Arbeitsmarkt hat, mit einem besonderen Fokus auf die spezifische Situation und Anpassungsfähigkeit ostdeutscher Kleinbäckereien.

  • Theoretische Fundierung von Mindestlohnmodellen (Neoklassik, Keynesianismus, Monopson).
  • Analyse der ökonomischen Argumente für und gegen Mindestlohnregelungen.
  • Vergleich internationaler Mindestlohnerfahrungen (Großbritannien und Frankreich) als Referenz.
  • Darstellung der Ist-Situation und Prognose für das ostdeutsche Bäckerhandwerk.
  • Identifikation von Risiken (z.B. Beschäftigungsabbau) und Chancen (z.B. Qualitätsfokussierung) für Kleinbäckereien.

Auszug aus dem Buch

6.3 Chancen der Mindestlohneinführung

Der Mindestlohn wird tiefgreifende Veränderungen auf das Handwerk der Bäcker mit sich bringen und für viele Betriebe das Aus bedeuten. Es stellt sich jedoch die Frage, wie es gelingen kann, eine Anpassung an die neuen Umstände zu vollziehen und ob der neue Lohn möglichweise als Anreiz für eine überfällige Umstrukturierung betrachtet werden kann.

Der Mindestlohn verschärft die bestehenden Probleme in hohem Maße und beschleunigt den Veränderungsprozess somit innerhalb der aktuellen Marktsituation. Für größere Betriebe ist die Frage einfacher zu beantworten, da die vielen Filialen einer hohen Streuung unterliegen und somit einzelne temporäre Verluste auffangen können. Zusätzlich ist ihr Personalkostenanteil deutlich geringer, da die Waren aus großen Zentralbäckereien geliefert werden und somit weniger Zeitaufwand vonnöten ist. Auch kann durch standardisierte Abläufe die gesamte Kostenseite niedriger gehalten werden. Viele der großen Betriebe laufen sehr rentabel, z.B. die Bäckereikette Dahlback mit ihren 367 Filialen unter den Namen „Lila Bäcker“ und „Unser Heimatbäcker“.

Dieser Betrieb setzt pro Jahr 99 Millionen Euro um und beschäftigt 2300 Menschen. Erst kürzlich wurde die Mehrheit des Unternehmens von der Deutschen Beteiligungs-AG (DBAG) übernommen, da Renditen von 5-10% erwartet werden. Hinzu kommt eine staatliche Ermäßigung in Form der Befreiung von der EEG-Umlage, da die Großbetriebe aufgrund des hohen Stromverbrauchs von dieser ausgenommen sind, woraus ein erheblicher Wettbewerbsvorteil gegenüber den kleinen Handwerksbäckereien resultiert.

Jedoch generieren 80% der Betriebe einen Umsatz von unter einer Millionen Euro pro Jahr und stehen damit in keinem Verhältnis zu der finanziellen Aufstellung größerer Betriebe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Mindestlohneinführung mit Fokus auf die spezifische Bedrohungslage ostdeutscher Kleinbäckereien.

2 Theoretische Grundlagen des Mindestlohns: Erörterung der wirtschaftstheoretischen Erklärungsmodelle (Neoklassik, Keynesianismus, Monopson) als Grundlage für die Beschäftigungseffekte.

3 Argumente für und gegen den Mindestlohn: Übersicht der ökonomischen Pro- und Contra-Argumente sowie deren zugrunde liegende Annahmen.

4 Mindestlöhne im internationalen Vergleich: Analyse der Erfahrungen in Großbritannien und Frankreich und deren eingeschränkte Übertragbarkeit auf Deutschland.

5 Aktuelle Situation in Deutschland: Darstellung der Rahmenbedingungen des Mindestlohngesetzes (MiLoG) und der bestehenden Niedriglohnstruktur.

6 Mögliche Folgen am Beispiel ostdeutscher Kleinbäckereien: Prognose der Auswirkungen des Mindestlohns auf ostdeutsche Bäckereien unter Betrachtung von Risiken und Anpassungschancen.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Mindestlohnauswirkungen und der Herausforderungen für das traditionelle Bäckerhandwerk.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, ostdeutsche Kleinbäckereien, Lohnuntergrenze, Beschäftigungseffekte, Niedriglohnsektor, Arbeitsmarktentwicklung, Neoklassik, Monopson, Wettbewerbsdruck, Preiskampf, Handwerkskunst, Personalkosten, Strukturwandel, MiLoG, Tarifautonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Bachelor-Thesis analysiert die potenziellen Risiken und Chancen, die mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland verbunden sind, insbesondere im Hinblick auf ostdeutsche Kleinbäckereien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt ökonomische Theorien zu Mindestlöhnen, die internationale Vergleichsperspektive, die aktuelle Lohnstruktur in Deutschland sowie die spezifische betriebswirtschaftliche Situation des Bäckerhandwerks.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, inwiefern der Mindestlohn als Katalysator für bestehende Probleme der Bäckereien wirkt und welche Chancen für die Betriebe in dieser neuen Situation liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Modelle, einen internationalen Vergleich sowie eine spezifische Auswertung von Branchenzahlen und Beispielen zur Prognose für Kleinbäckereien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Modelle, politische Argumente, internationale Vergleiche, die Situation in Deutschland und schließlich eine detaillierte Analyse der Folgen für ostdeutsche Bäckereien erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mindestlohn, ostdeutsche Kleinbäckereien, Beschäftigungseffekte, Niedriglohnsektor und Wettbewerbsdruck definieren.

Warum sind internationale Beispiele wie Frankreich nur bedingt vergleichbar?

Frankreich bietet zwar ein vergleichbares Sozialmodell, jedoch mildert der französische Staat negative Effekte durch massive Lohnsubventionen in Milliardenhöhe ab, was das deutsche Modell so nicht vorsieht.

Welche spezielle Anpassungsstrategie schlägt der Autor für Bäckereien vor?

Der Autor empfiehlt eine Besinnung auf traditionelle, hochqualitative Handwerkskunst, Transparenz im Herstellungsprozess und eine Spezialisierung, um sich dem aussichtslosen Preiskampf gegen Discounter zu entziehen.

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Risiken und Chancen der Mindestlohneinführung
Untertitel
Am Beispiel ostdeutscher Kleinbäckereien
Hochschule
Hochschule Wismar
Note
1,7
Autor
Matthes Hübner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
66
Katalognummer
V351432
ISBN (eBook)
9783668380288
ISBN (Buch)
9783668380295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bäckereibetrieb Mindestlohn Dumpingpreise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthes Hübner (Autor:in), 2015, Risiken und Chancen der Mindestlohneinführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351432
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Leseprobe aus  66  Seiten
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