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Zeugnisse über das Bild der Maria in den neutestamentlichen Apokryphen. Untersuchungen anhand ausgewählter Schriften

Title: Zeugnisse über das Bild der Maria in den neutestamentlichen Apokryphen. Untersuchungen anhand ausgewählter Schriften

Research Paper (undergraduate) , 2014 , 18 Pages

Autor:in: Marcin Piergies (Author)

Theology - Biblical Theology
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Das Hauptthema dieser Arbeit ist die Frage, wie Maria, die Mutter Gottes, in den Apokryphen beschrieben ist und was diese Apokryphen sind. Diese Betrachtung betrifft nicht alle Apokryphen, sondern nur die, die über Maria, die Mutter Gottes, berichten. Der Autor zeigt die Darstellung Mariens vor allem aufgrund des Jakobusevangeliums. Auch hier werden nicht alle Schriften ganz genau beschrieben, sondern nur die, die vom Autor ausgewählt wurden – sie scheinen passend zu sein, um das Bild Mariens in den Apokryphen vorzustellen. Es gibt nämlich sehr viele einzelne Sätze in manchen apokryphen Schriften, so dass es unmöglich wäre, in einer Arbeit sie alle ausführlich vorzustellen und zu analysieren.

Viele Menschen stellen sich Fragen nach Dingen, die nicht in der Bibel beschrieben worden sind. Die Christen interessiert natürlich besonders die Person Jesu Christi und seiner Mutter. Die Botschaft der neutestamentlichen Schrift ist nämlich für die meisten klar: die Erlösung durch das Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu. Darauf fokussieren sich auch die Evangelien. Es gibt aber auch sehr viele interessante Themen, die diese Schriften nicht genau oder sogar gar nicht beschreiben. Zum Beispiel ist nicht nur die Kindheit Mariens, sondern auch die von Jesus für uns verborgen geblieben. Auch der Tod von Maria ist in den Evangelien nicht beschrieben.

Durch die Berichte der Augenzeugen entstanden diese großen und bedeutenden Schriften, die den Kanon des Neuen Testamentes bilden. Später sind aber auch sehr bedeutende Dokumente über das Leben und Wirken Jesu Christi entstanden, die aber nicht häufig gelesen werden und auch nicht bekannt sind – nämlich die Apokryphen.

Man müsste sich also fragen, warum sind manche Schriften Bestandteil des Neuen Testaments, andere aber nicht – so wird in dieser Arbeit das Problem der Kanonbildung, der Begriff Kanon und der Begriff Evangelium betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Die Erklärung der Grundbegriffe

1.2. Die Entstehung der Evangelien. Die Kanonbildung.

2. Die Kindheitsevangelien. Das Protevangelium des Jakobus.

2.1. Kurze Erläuterung der Kindheitsevangelien.

2.2. Grosse "Rolle" Mariens im Protevangelium des Jakobus.

3. JÜNGERE KINDHEITSEVANGELIEN.

3.1. Kurze Einführung.

3.2. Auszüge aus dem arabischen Kindheitsevangelium.

3.3. Auszüge aus dem Pseudo-Matthäusevangelium.

4. BARTOHOLOMÄUSEVANGELIUM

4.1. Kurze Einleitung.

4.2. Maria im Bartholomäusevangelium.

4.3. Die Tugenden Mariens nach den Aposteln im Bartholomäusevangelium.

5. CHRYSTLICHE SIBYLLINEN.

5.1. Marias Bild.

6. DIE APOKRYPHEN DER ENTSCHLAFUNG.

7. DIE GNOSTISCHEN SCHRIFTEN. NAG-HAMMADI SCHRIFTEN.

7.1. Kurze Erleuchtung.

8. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Bild Mariens in verschiedenen neutestamentlichen Apokryphen und analysiert deren Einfluss auf das christliche Verständnis sowie die Verehrung der Mutter Gottes. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Schriften das Leben und Wirken Mariens ergänzend zu den kanonischen Evangelien darstellen.

  • Darstellung der Rolle Mariens im Protevangelium des Jakobus
  • Analyse der Marienbilder in den jüngeren Kindheitsevangelien
  • Untersuchung der Bedeutung Mariens im Bartholomäusevangelium
  • Rezeption Mariens in den christlichen Sibyllinen und Entschlafungsapokryphen
  • Die Vermittlerrolle Mariens in den gnostischen Nag-Hammadi-Schriften

Auszug aus dem Buch

Grosse "Rolle" Mariens im Protevangelium des Jakobus.

Das "Evangelium" wurde in der griechischen Sprache um 150 verfasst. Der Autor nennt sich Jakobus, der Bruder Jesu (Sohn Josefs aus der ersten Ehe). Das Werk dient der Verherrlichung Marias und wurde in schöner, literarischer Sprache geschrieben.

Aus den ersten Zeilen können wir erfahren, dass Marias Eltern Joachim und Anna heissen. Sie sind reich und fromm, aber können keine Kinder haben. Die jüdische Tradition hat damals behauptet, wer Kinder hat, sei gerecht. Keine Nachkommenschaft wurde als Strafe Gottes gesehen. So ist es auch mit Joachim und Anna, die diese Schande nicht ertragen können, weil sie aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, so darf zum Beispiel Joachim die Opfergaben für den Herrn nicht als erster darbringen, da er nicht würdig sei:

"(...) Joachim ein sehr reicher Mann und er brachte alle seine Opfergaben für den Herrn doppelt; (...) auch Rubel [Ruben], der sagte: "Es ziemt dir nicht, deine Opfergaben als erster darzubringen, denn du hast in Israel keine Nachkommen erzeugt." 9

Joachim erfüllt mit Traurigkeit denkt an Abraham und geht in die Wüste, wo er 40 Tage und Nächte fastet und um Nachkommen bittet. Auch bittet seine Frau um Nachkommen, sie erhebt ein Klagelied, denkt an Abrahams Frau Sara, die auch sehr lange keine Kinder kriegen konnte.

"Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihr und sprach: "Anna, Anna, der Herr hat deine Bitte erhört. Du wirst empfangen und gebären und deine Nachkommenschaft wird in der ganzen Welt genannt werden." Da sprach Anna: "So wahr der Herr, mein Gott lebt, wenn ich gebären werde, sei es ein Knabe oder ein Mädchen, so will ich es dem Herrn, meinem Gott, als Opfergabe darbringen (...)" 10

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Definiert zentrale Begriffe wie Kanon und Apokryphen und legt den Fokus der Arbeit auf das Marienbild in ausgewählten apokryphen Schriften.

2. Die Kindheitsevangelien. Das Protevangelium des Jakobus.: Analysiert das Protevangelium des Jakobus als literarisches Werk, das die Kindheit Mariens sowie ihre Rolle im Heilsplan betont.

3. JÜNGERE KINDHEITSEVANGELIEN.: Behandelt das arabische Kindheitsevangelium und das Pseudo-Matthäusevangelium, welche die Bedeutung Mariens während der Flucht nach Ägypten hervorheben.

4. BARTOHOLOMÄUSEVANGELIUM: Untersucht die Gespräche zwischen den Aposteln und Maria sowie ihre Rolle als Vermittlerin göttlicher Geheimnisse.

5. CHRYSTLICHE SIBYLLINEN.: Beleuchtet das Zeugnis der Sibyllinen für die Jungfräulichkeit Mariens und ihre Bedeutung im Kontext der endzeitlichen Prophezeiungen.

6. DIE APOKRYPHEN DER ENTSCHLAFUNG.: Beschreibt die Überlieferungen zur Entschlafung und Himmelfahrt Mariens innerhalb der Sammlung von 67 Texten.

7. DIE GNOSTISCHEN SCHRIFTEN. NAG-HAMMADI SCHRIFTEN.: Betrachtet die Paulus-Apokalypse und Marias Stellung als hochgeschätzte Vermittlerin im Himmel.

8. ZUSAMMENFASSUNG: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht den Einfluss der Apokryphen auf Dogmen und die marianische Frömmigkeit.

Schlüsselwörter

Maria, Apokryphen, Protevangelium des Jakobus, Jungfräulichkeit, Kindheitsevangelien, Bartholomäusevangelium, Gnosis, Nag-Hammadi, Marienverehrung, Kanonbildung, Entschlafung, Theologie, Antike, Dogma, Vermittlerin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bild Mariens, der Mutter Gottes, wie es in verschiedenen neutestamentlichen Apokryphen dargestellt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Protevangelium des Jakobus, die Kindheitsgeschichte Jesu, die Jungfräulichkeit Mariens sowie ihre Rolle als Vermittlerin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie apokryphe Texte das Marienbild ergänzen und prägen, und warum diese Schriften für das Verständnis der Marienfrömmigkeit so bedeutsam sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ausgewählter apokryphen Quellentexte sowie deren Interpretation im theologischen Kontext der alten Kirche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Texte wie das Protevangelium des Jakobus, das Bartholomäusevangelium, die Sibyllinen sowie die Nag-Hammadi-Schriften hinsichtlich ihrer Darstellung Mariens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Maria, Apokryphen, Jungfräulichkeit, Marienfrömmigkeit, Kanonbildung und Vermittlerin.

Wie unterscheidet sich die apokryphe Darstellung Mariens von den kanonischen Evangelien?

Die Apokryphen gehen weit über die knappen Berichte der vier kanonischen Evangelien hinaus, indem sie detaillierte Geschichten über Marias Kindheit, ihr Leben im Tempel und ihr Sterben (Entschlafung) erzählen.

Welchen Einfluss hatten diese Apokryphen auf kirchliche Dogmen?

Die Arbeit zeigt auf, dass indirekt verschiedene Dogmen der römisch-katholischen Kirche, wie die Unbefleckte Empfängnis oder die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel, ihre Wurzeln in den apokryphen Überlieferungen haben.

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Details

Title
Zeugnisse über das Bild der Maria in den neutestamentlichen Apokryphen. Untersuchungen anhand ausgewählter Schriften
College
Theologic University Chur
Author
Marcin Piergies (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V351470
ISBN (eBook)
9783668391970
ISBN (Book)
9783668391987
Language
German
Tags
Apokryphen Mutter Gottes Kirchengeschichte Jesus Neues Testament
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcin Piergies (Author), 2014, Zeugnisse über das Bild der Maria in den neutestamentlichen Apokryphen. Untersuchungen anhand ausgewählter Schriften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351470
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