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Prognosefähigkeit und Beständigkeit von Ergebnisgrößen in der Rechnungslegung

Title: Prognosefähigkeit und Beständigkeit von Ergebnisgrößen in der Rechnungslegung

Master's Thesis , 2011 , 68 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kurt Jagersbacher (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Einleitung

Der Fokus dieser Masterarbeit richtet sich auf die Analyse der Einflussfaktoren auf die Prognosefähigkeit und Beständigkeit von Ergebnisgrößen und auf die Untersuchung, inwiefern sich das deutsche Handelsgesetzbuch (HGB), International Financial Reporting Standards (IFRS) und US-Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) in Bezug auf ihre Ergebnisqualität unterscheiden.

Die Beurteilung der Ergebnisqualität erfolgt hauptsächlich anhand der Maßgrößen Beständigkeit und Prognosefähigkeit, wobei zusätzlich noch weitere Ergebnisqualitätsmerkmale in die Bewertung einfließen. Es werden Einflussfaktoren auf die Beständigkeit und Prognosefähigkeit aus dem Bereich des Rechungswesens wie Bilanzpolitik, Ergebnisglättung, Vorsicht oder Ergebnisvolatilität erwähnt, welche selbst Eigenschaften von Ergebnisqualität darstellen und als Maßgrößen zur Beurteilung der Ergebnisqualität dienen. Der Vergleich der Rechnungslegungssysteme erfolgt durch Gegenüberstellung der Ergebnisqualität von HGB- und IFRS-Ergebnisgrößen und durch Gegenüberstellung von IFRS- und US-GAAP-Ergebnissen.

Eine Untersuchung der Entwicklung und der Unterschiede zwischen den Rechnungslegungssystemen erscheint vor allem aufgrund der in den vergangenen Jahren häufig aufgetretenen Bilanzskandale von besonderem Interesse zu sein. Internationale Rechnungslegungsstandards werden zumeist als qualitativ hochwertiger erachtet als nationale Rechnungslegungsregeln. Diese Annahme bestätigt sich bei Gegenüberstellung von HGB- und IFRS-Ergebnisgrößen allerdings nicht in allen Punkten. Auch beim Vergleich mit den US-GAAP-Ergebnisgrößen schneiden die IFRS nicht besser ab. Hier erreichen US-GAAP-Ergebnisse bei fast allen Maßgrößen zur Beurteilung der Ergebnisqualität bessere Werte. Dies ist besonders interessant, weil die IFRS in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben bzw. die US-GAAP als bedeutendste Standards bereits abgelöst haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziele und Forschungsfragen

2 Ergebnisqualität

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Maßgrößen zur Messung von Ergebnisqualität

2.2.1 Rechnungswesenbasierte Maßgrößen

2.2.1.1 Beständigkeit und Prognosefähigkeit

2.2.1.2 Volatilität

2.2.1.3 Qualität der Periodenabgrenzungen

2.2.1.4 Bilanzpolitik

2.2.2 Marktbasierte Maßgrößen

2.2.2.1 Zeitnähe

2.2.2.2 Vorsicht

2.2.2.3 Wertrelevanz

3 Beständigkeit und Prognosefähigkeit

3.1 Beständigkeit

3.2 Prognosefähigkeit

4 Einflussfaktoren auf die Beständigkeit und Prognosefähigkeit

4.1 Aktualität der Ergebnisgrößen

4.2 Prognosehorizont

4.3 Cashflows und Periodenabgrenzungen

4.4 Qualität der Periodenabgrenzungen

4.5 Ergebnisglättung

4.6 Volatilität der Ergebnisse

4.7 Vorsicht

5 Rechnungslegungssysteme

5.1 Unterschiede

5.1.1 HGB

5.1.2 IFRS

5.1.3 US-GAAP

5.2 Vergleich von HGB und IFRS

5.3 Vergleich von US-GAAP und IFRS

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern die Umbrüche in der internationalen Rechnungslegung die Ergebnisqualität von Unternehmen beeinflusst haben und ob internationale Standards (IFRS und US-GAAP) gegenüber nationalen Regeln (HGB) qualitativ überlegen sind. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Ergebnisbeständigkeit und Prognosefähigkeit unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren und Rechnungslegungssysteme.

  • Methoden zur Messung von Ergebnisqualität (persistence, predictability, volatility, etc.)
  • Analyse der Beständigkeit und Prognosefähigkeit von Ergebnisgrößen
  • Einflussfaktoren wie Prognosehorizont, Cashflows und Bilanzpolitik auf die Ergebnisqualität
  • Vergleichende Analyse der Rechnungslegungssysteme HGB, IFRS und US-GAAP

Auszug aus dem Buch

2.2.1.2 Volatilität

Die Volatilität (volatility, variability) gibt an, in welchem Ausmaß die Ergebnisse im Zeitablauf schwanken. Ergebnisschwankungen werden stark von der Volatilität des Geschäfts und von den Schwankungen der Cashflows beeinflusst. Eine geringe Volatilität der Ergebnisse wird i.d.R. mit einer hohen Ergebnisqualität assoziiert. In der Literatur existieren zwei häufig verwendete Maßgrößen zur Ermittlung der Volatilität. Eine dieser Maßgrößen stellt das Verhältnis der Volatilität des Ergebnisses zu jener der Cashflows dar.

Eine wichtige Funktion der Rechnungslegung ist es, die häufig volatilen Cashflows mit Hilfe von Periodenabgrenzungen jenen Perioden zuzurechnen, in welchen ihre tatsächliche wirtschaftliche Entfaltung erfolgt. Es soll damit verhindert werden, dass Zufälligkeiten der Zahlungsflüsse die tatsächliche wirtschaftliche Performance zu einem bestimmten Zeitpunkt verfälschen. Daraus ergibt sich, dass die Volatilität der Ergebnisse normalerweise geringer als jene der zu Grunde liegenden Cashflows ist. Dies zeigt sich häufig daran, dass die in (1) dargestellte Maßgröße kleiner als eins ist und die Änderungen der Periodenabgrenzungen und Cashflows negativ korreliert sind. Ein geringer Wert der beiden Maßgrößen wird mit einer hohen Ergebnisqualität in Verbindung gebracht.

Niedrige Werte der zuvor genannten Maßgrößen deuten allerdings auch auf Ergebnisglättung hin. Da Bilanzpolitik in der empirischen Rechnungslegungsforschung häufig mit einer geringen Ergebnisqualität assoziiert wird, besteht damit in diesem Fall das Problem, dass der Einfluss der Volatilität auf die Ergebnisqualität nicht eindeutig beantwortet werden kann. Das liegt daran, dass bei Vorliegen von Ergebnisglättung nicht unterschieden werden kann, ob sie auf den Informationsgehalt der Rechnungslegung oder auf Bilanzpolitik zurückzuführen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die durch Bilanzskandale ausgelöste Notwendigkeit vertrauenswürdiger Rechnungslegung und führt in die Thematik der Ergebnisqualität ein.

2 Ergebnisqualität: Definiert den Begriff Ergebnisqualität und stellt verschiedene rechnungswesenbasierte sowie marktbasierte Maßgrößen zur deren Messung vor.

3 Beständigkeit und Prognosefähigkeit: Analysiert detailliert die Konzepte der Beständigkeit (persistence) und Prognosefähigkeit (predictability) als zentrale Kriterien der Ergebnisqualität.

4 Einflussfaktoren auf die Beständigkeit und Prognosefähigkeit: Untersucht die Auswirkungen von Faktoren wie Aktualität, Prognosehorizont, Cashflows, Ergebnisglättung und Vorsicht auf die Beständigkeit und Prognosefähigkeit.

5 Rechnungslegungssysteme: Vergleicht die Systeme HGB, IFRS und US-GAAP hinsichtlich ihrer qualitativen Eignung zur Abbildung der Unternehmensperformance.

6 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle der verschiedenen Einflussfaktoren und Rechnungslegungsstandards.

Schlüsselwörter

Ergebnisqualität, Beständigkeit, Prognosefähigkeit, Volatilität, Periodenabgrenzungen, Bilanzpolitik, Ergebnisglättung, IFRS, HGB, US-GAAP, Rechnungslegung, Kapitalmärkte, Vorsicht, Wertrelevanz, Zeitnähe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität von Ergebnisgrößen in der Rechnungslegung, insbesondere mit deren Beständigkeit und Vorhersagekraft für zukünftige Entwicklungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die empirische Messung von Ergebnisqualität, der Einfluss von Rechnungslegungsvorschriften und die vergleichende Analyse verschiedener Standards.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie verschiedene Einflussfaktoren die Ergebnisqualität verändern und ob internationale Standards (IFRS/US-GAAP) gegenüber nationalen Regeln (HGB) vorteilhafter sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung zahlreicher empirischer Regressionsanalysen aus der internationalen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Definitionen der Ergebnisqualität erarbeitet, Einflussfaktoren wie Volatilität und Vorsicht analysiert sowie die Rechnungslegungssysteme HGB, IFRS und US-GAAP verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ergebnisqualität, Beständigkeit, Prognosefähigkeit, Bilanzpolitik und internationale Rechnungslegungsstandards charakterisiert.

Warum schneiden IFRS-Ergebnisse bei der Beständigkeit oft besser ab als HGB-Ergebnisse?

Die Arbeit deutet darauf hin, dass die IFRS stärker auf die Informationsbedürfnisse von Investoren ausgerichtet sind und eine weniger verzerrende Abbildung der Performance erlauben als das stärker gläubigerschutzorientierte HGB.

Welche Rolle spielt die "Vorsicht" für die Ergebnisqualität?

Vorsicht führt zwar zur schnelleren Erfassung von Verlusten, kann aber die Beständigkeit von Ergebnisgrößen negativ beeinflussen, da sie die Volatilität der Berichterstattung erhöhen kann.

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Details

Title
Prognosefähigkeit und Beständigkeit von Ergebnisgrößen in der Rechnungslegung
College
University of Graz  (Institut für Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung)
Course
Financial and Industrial Management
Grade
1,0
Author
Kurt Jagersbacher (Author)
Publication Year
2011
Pages
68
Catalog Number
V351578
ISBN (eBook)
9783668382466
ISBN (Book)
9783668382473
Language
German
Tags
Rechnungslegung Prognosefähigkeit IFRS USGAAP HGB Accounting Standards internationale Rechnungslegung Bilanzpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kurt Jagersbacher (Author), 2011, Prognosefähigkeit und Beständigkeit von Ergebnisgrößen in der Rechnungslegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351578
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