Im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts ist der Sport zu einem der weltweit bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren aufgestiegen und begeistert gleichzeitig Menschen über alle Alters- und soziale Klassen hinweg. Durch die zunehmende Kommerzialisierung und Professionalisierung in dieser Branche wird ein grundlegendes betriebswirtschaftliches Verständnis und Wissen unentbehrlich. Dadurch gewinnt insbesondere die am stärksten ausdifferenzierte Disziplin des Sportmarketings immer mehr an Bedeutung.
Diese kann als spezifische Anwendung der Marketingprozesse und -prinzipien auf Sportdienstleistungen und -produkte innerhalb einer marktorientierten Unternehmensführung verstanden werden. Zu unterscheiden sind zum einen die optimale Vermarktung der eigenen Rechte (Marketing im Sport), zum anderen wird ebenfalls das Marketing von Produkten und Dienstleistungen von Unternehmen unter Verwendung des Sports (Marketing mit Sport) betrachtet. Hierbei hat sich die betriebswirtschaftliche Professionalisierung im Sport am schnellsten entwickelt. Festzustellen ist dabei, dass die Außen- sowie Erwerbsorientierung zu den entscheidenden Faktoren im Sinne eines wirksamen Marketings in der Sportbranche zählen.
Die vorliegende Arbeit behandelt infolgedessen die Fragestellung, welche Player im Sportmarketing seit der Einführung von Social Media in Deutschland am meisten profitiert haben und welche es zukünftig noch werden. Aufgrund der vertieften wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich der Plattform Facebook wird diese in den Hauptfokus gestellt. Die Ausarbeitung ist in drei Kapitel unterteilt.
Im zweiten Kapitel werden die deutschen Player im Sportmarketing betrachtet und der jeweilige Profit für diese im Rahmen der Einführung von Social Media ermittelt.
Im letzten Kapitel wird sowohl ein Fazit aus den herausgestellten Erkenntnissen gezogen als auch ein Ausblick in die Zukunft gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und theoretischer Bezugsrahmen
2 Deutsche Player im Sportmarketing
2.1 Deutsche Fußballvereine
2.2 Sponsoren
2.3 Einzelsportler
3 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert, welche Akteure im deutschen Sportmarketing seit der Einführung von Social Media am stärksten profitiert haben und welche Rolle die digitalen Plattformen für deren zukünftige Entwicklung spielen.
- Wirkung von Social Media im modernen Sportmarketing
- Profitmaximierung bei deutschen Fußballvereinen durch Fan-Interaktion
- Authentizität und Mehrwert in der Sponsorenkommunikation
- Potenziale und Herausforderungen bei der Vermarktung von Einzelsportlern
- Digitale Transformation und technologische Entwicklung in der Sportbranche
Auszug aus dem Buch
2.1 Deutsche Fußballvereine
Deutsche Fußballvereine entdecken zwar alle zunehmend, jedoch mit verschiedener Geschwindigkeit und auf unterschiedliche Weise Social Media als attraktives Instrument für den Aufbau und die Pflege der Fanbeziehungen. Die Generierung eines Dialogs mit den potenziellen Kunden bzw. Fans steht dabei im Vordergrund.
Fast jeder Verein verfügt heutzutage über eine gewisse Facebook-Präsenz. Diese gilt als bereits teilweiser fester Bestandteil der Social Media-Strategien von Fußballvereinen. Im Rahmen einer erhobenen Studie wurde dabei festgestellt, dass die Vereine mit der größten finanziellen Leistungsfähigkeit den größten Erfolg im Social Media-Bereich im Sinne von Facebook-Traffic zu verzeichnen haben. Gleichzeitig wurde eine positive Korrelation zwischen dem Facebook-Traffic und dem Commerce-Umsatz - insbesondere Sponsoring und Merchandising – herausgestellt. Dies kann unter anderem zurückgeführt werden auf die Unterstützung und Initialisierung von Public Relation (PR)-Maßnahmen, welche mithilfe von Social Media eine zielgerechte, direkte und personalisierte Ansprache ausgewählter Interessensgruppen mit geringen Streuverlusten gewährleisten. Dadurch können ebenfalls höhere Preise gegenüber den Sponsoren leichter gerechtfertigt werden.
Des Weiteren können vermehrt Direct Sales hinsichtlich der zu verkaufenden Tickets über Marketing-Aktivitäten auf den digitalen Plattformen generiert werden. Als übergeordnete Chance kann zudem das Internationalisierungspotenzial innerhalb der Markenkommunikation herausgestellt werden. Aufgrund der kontinuierlichen Kommunikation mit den Kunden, wird es den Vereinen ermöglicht, das eigene Markenimage im Rahmen der gesteckten Unternehmensziele durch verschiedene Aktionen – wie bspw. das Teilen von Erfolgen – positiv zu verbessern. Gleichzeitig erlaubt es den Sportvereinen negative Stimmungen und Strömungen, welche ggf. auf den Social Media Kanälen gegenüber dem Verein entstehen, zeitnah zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dadurch wird der Effekt einer positiven Außendarstellung verstärkt. Die allgemeine Vermarktung des Vereins wird demnach durch die verschiedenen Kanäle vereinfacht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und theoretischer Bezugsrahmen: Das Kapitel führt in die Professionalisierung des Sportmarketings ein und definiert Social Media als essenzielles interaktives Instrument für die Markenkommunikation.
2 Deutsche Player im Sportmarketing: Hier werden Fußballvereine, Sponsoren und Einzelsportler hinsichtlich ihres Nutzens aus Social-Media-Aktivitäten detailliert untersucht und praxisnah analysiert.
3 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst zusammen, dass aktuell Sponsoren am stärksten profitieren, während für Fußballvereine zukünftig das größte Potenzial in der digitalen Transformation liegt.
Schlüsselwörter
Sportmarketing, Social Media, Fußballvereine, Sponsoren, Einzelsportler, Markenkommunikation, Web 2.0, Fanbeziehungen, Digitalisierung, Imagetransfer, Customer Relationship Management, Authentizität, Vereinsmarke, Reichweite, Sportbranche
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der sozialen Medien auf das deutsche Sportmarketing und bewertet, welche Akteure von dieser technologischen Entwicklung profitieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Interaktion zwischen Sportvereinen, Sponsoren sowie Einzelsportlern und deren Zielgruppen über soziale Netzwerke.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Profit der verschiedenen Akteure durch die Einführung von Social Media zu ermitteln und eine Prognose für zukünftige Entwicklungen im Sportmarketing zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Praxisbeispielen (Best Practices) aus dem deutschen Sportmarkt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die drei Kategorien Deutsche Fußballvereine, Sponsoren und Einzelsportler, wobei insbesondere deren Strategien und Herausforderungen im Bereich Social Media beleuchtet werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sportmarketing, Digitalisierung, Markenbindung und Reichweite geprägt.
Wie profitieren Fußballvereine konkret von Social Media?
Vereine nutzen die Plattformen zur direkten Kommunikation mit Fans, zur Stärkung der Markenbindung und zur Generierung von Mehreinnahmen durch CRM-Strategien.
Warum werden Einzelsportler als die „Verlierer“ der Entwicklung bezeichnet?
Weil bei Einzelsportlern eine Diskrepanz zwischen werblichen Inhalten und dem privaten Umfeld oft zu Glaubwürdigkeitsproblemen bei den Fans führt, was die Vermarktung erschwert.
- Arbeit zitieren
- Jan Döring (Autor:in), 2016, Die Einführung der Social Media in Deutschland und ihre Rolle im Sportmarketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351752